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14.11.1943 Festnahmen von Juden in der italienischen Stadt
           Ferrara.
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18.11.1943 -
03.12.1943 Die Allierten beginnen mit der ersten Serie von
           Luftangriffen auf Berlin. Bei den fnf Bombardierungen
           werden ca. 250.000 Menschen obdachlos.
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19.11.1943 Beim Sonderkommando 1005 kommt es zu einer
           Hftlingsrevolte im Lager Janowska. Mehrere Dutzend
           Hftlinge knnen fliehen, die anderen werden gettet.
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24.11.1943 Helmut Hesse, geb. 1916, protestantischer Pfarrer, 1943
           im Konzentrationslager - dort gestorben.
         - Nach Luftangriffen knnen nun die berlebenden durch
           einen postalischen Eilnachrichtendienst ihren
           Angehrigen ein Lebenszeichen von sich zukommen lassen.
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28.11.1943 -
01.12.1943 Konferenz in Teheran zwischen Roosevelt, Churchill und
           Stalin.
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30.11.1943 Die deutschen Behrden ordnen die Internierung aller
           italienischen Juden in Lagern an.
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00.12.1943 Ende des Monats wird in Dora eine besonder Auenstelle
           der Gestapo eingerichtet. Sie wird von Schpenhauer
           geleitet und untersteht direkt dem RSHA und speziell
           Kammler.
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04.12.1943 Carlo Mierendorff, geb. 1897, 1930 - 1933 als Mitglied
           der SPD Reichstagsabgeordneter, 1933 - 1937 im
           Konzentrationslager, bei einem Luftangriff umgekommen.
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10.12.1943 Minister Speer besichtigt mit SS-Brigadegeneral Kammler
           und Direktor Degenkolb das entstehende Mittelwerk. Er
           weist angesichts der Tatsache, da die Produktions-
           periode unmitelbar bevorsteht, an, nur noch solche
           Unterdrckungsmethoden einzusetzen, die das
           Gesamtprojekt nicht gefhrden.
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15.12.1943 Ein Gruppe italienischer Kriegsgefangener protestiert
           gegen einen Arbeitseinsatz in der Raketenproduktion, da
           dies den Genfer Konventionen widerspricht. Die SS
           ermordet daraufhin sieben gefangene italienische
           Unteroffiziere, um den Widerstand zu brechen.
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15.12. -
19.12.1943 Erster Proze gegen deutsche Kriegsverbrecher in
           Charkow.
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21.12.1943 Erneuter Hftlingstransport von Buchenwald nach Dora.
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22.12.1943 In der deustchen Wehrmacht wird der
           NS-Fhrungsoffizier installiert.
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23.12.1943 Von den Parteigenossen, die 37 Jahre oder jnger sind,
           sind 68,5 % bei der Wehrmacht.
         - Hitler beauftragt Speer mit dem Wiederaufbau der
           deutschen Stdte nach dem Krieg.
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26.12.1943 Die britische Marine versenkt das deutsche
           Schlachtschiff "Scharnhorst", das einen Geleitzug im
           Nordmeer angreift.
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30.12.1943 Allein im Monat Dezember sterben 633 Hftlinge des
           Lagers Dora an den unmenschlichen Arbeits- und
           Lebensbedingungen.
         - Auf Anordnung des Dr. Werner Best wird in Dnemark der
           Redakteur Christian Damm hingerichtet.
           (Quelle: 032)
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31.12.1943 Die Produktion von Sigkeiten wird eingestellt.
         - Wifo-Bericht zum Thema Arbeitseinsatz im Bereich
           Mittelwerke-Dora: ... 20 Firmen, 650 Zivilarbeiter,
           9.200 Hftlinge, tglich hunderte Waggons Material ...
         - Wifo-Bericht der Auenstelle Ni ber erfolgte Arbeit im
           Kohnstein:
                     125 000 m Felsausbruch
                      50 000 m Verfllung
                      13 500 m Beton
                      21 200 m Zementestrich
                      27 000 m Asphaltestrich
                      18 000 m Asphaltplatten u.a.
           45 Querstollen, 2 Fahrstollen (A und B) je 1.800 m lang
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00.01.1944 Im Januar kommt aus dem KZ Dachau berstellt ein neuer
           Lagerarzt in das Auenlager Dora.
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01.01.1944 Zum Jahresbeginn sind die wichtigsten Aus- und
           Umbauarbeiten im Kohnstein (Mittelwerke - Dora)
           beendet. Zwar wird noch weiter gebaut, die
           Serienproduktion der A4 (V2) luft an.
         - Die ersten drei A4-Raketen verlassen den Kohnstein
           durch Tunnel B. Sie gelangen nach Berlin-Falkensee, wo
           sie elektrisch bestckt werden sollen. Anschlieend
           werden sie in der Heeresmunitionsanstalt mit den
           Sprengladungen versehen.
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04.01.1944 In Dnemark wird der Dichter Kaj Munk auf Anordnung des
           Dr. Werner Best hingerichtet.
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08.01.1944 Die Mittelwerke GmbH erlt angesichts der Tatsache,
           das tglich mindestens 2 A4 (V2) gefertigt werden,
           umfangreiche Schutzmanahmen vor Sabotage durch
           Hftlinge und droht mit hrtesten Strafen.
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10.01.1944 Dino Odorado Alfieri - geb. 1886 - italienischer
           Sonderbotschafter von 1936 - 1939 - Botschafter in
           Berlin von 1940 - 1943 - in Abwesenheit von einem
           Sondergericht Mussolinis zum Tode verurteilt.
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11.01.1944 Graf Galeazzo Ciano di Cortelazzo, geb. 1903, 1936 -
           1943 italienischer Auenminister, 1943 Botschafter beim
           Vatikan, von einem Sondergericht Mussolinis zum Tode
           verurteilt und hingerichtet.
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15.01.1944 Befreiung von Berditschew durch die Sowjets.
         - Etwa 1.000 Hftlinge die durch die SS-Methode
           "Verschrotten durch Arbeit" geschwcht und kurz vor dem
           Sterben sind werden zu einem "Liquidierungstransport"
           zusammengestellt und nach Bergen-Belsen und Lublin
           "versandt".
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25.01.1944 Erfolgreicher Luftangriff der Alliierten auf die
           Kugellagerfabrik in Schweinfurt. Der Angriff ist ein
           schwerer Schlag fr die deutsche Rstungsproduktion.
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28.01.1944 Elisabeth Lange (Weise Rose) stirbt den Freitod im
           Polizeigefngnis Hamburg-Fuhlsbttel.
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31.01.1944 Die meiten A4-Raketen (V2) zerlegen beim
           Versuchsschieen in der Luft. Die "Raketenprominenz"
           ist ratlos, die SS tobt.
         - Die 56. A4 (V2) verlt die Mittelwerke im Kohnstein.
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00.02.1944 Die SS und die Mittelwerke GmbH stehen mit der
           steigenden Anzahl der Toten im Lager Dora vor einem
           Problem. Es wird mit dem Bau eines eigenen Krematoriums
           begonnen.
         - Da die bisherigen Schlafstollen im Kohnstein fr die
           Produktion bentigt werden, wird im Lager Dora mit dem
           Bau von Wohnbaracken begonnen.
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02.02.1944 Der tschechoslowakische Widerstandskmpfer Chaloupka
           trifft mit einem Transport in Dora ein. Er baut spter
           das Radio der Widerstandsgruppen.
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06.02.1944 Etwa 1.000 Hftlinge die durch die SS-Methode
           "Verschrotten durch Arbeit" geschwcht und kurz vor dem
           Sterben sind werden zu einem "Liquidierungstransport"
           zusammengestellt und nach Bergen-Belsen und Lublin
           "versandt".
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10.02.1944 Etwa 250 Hftlinge kommen in einem Transport von
           Buchenwald nach Dora.
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11.02.1944 Etwa 250 Hftlinge kommen in einem Transport von
           Buchenwald nach Dora. Vorwiegend Franzosen und Polen.
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16.02.1944 Etwa 150 franzsische Hftlnge treffen mit einem
           Transport in Dora ein.
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17.02.1944 Zwei Transport mit etwa 110 und etwa 140 franzsischen
           und sowjetischen Hftlingen treffen in Dora ein.
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22.02.1944 Der SS-Arzt des Auenlagers Dora fordert vom
           SS-Standortarzt des KZ Buchenwald die Entsendung von
           geschulten, mglichst deutschen Pflegern fr die
           Erweiterung des Krankenbaus.
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00.03.1944 Hftlingstransporte aus den KZ Buchenwald, Neuengamme
           und Stutthof erreichen Dora.
         - Zur Durchsetzung strenger Geheimhaltungsvorschriften
           wird Ende des Monats fr die Mittelwerk GmbH die
           Deckanschrift "Halle (Saala) 2, Psf 1525" eingefhrt.
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01.03.1944 bereinkommen zwischen den Ministerien Rstung und
           Luftfahrt: es wird der "Jgerstab" gegrndet, der die
           Produktion von Jagdflugzeugen beschleunigen soll.
           Leiter des Stabes wird Albert Speer, SS-Brigadefhrer
           Kammler ist eines der Mitglieder des Stabes.
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04.03.1944 Gring bertrgt Kammler die Leitung der unterirdischen
           Verlagerung der kriegswichtigen Rstungsbetriebe.
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05.03.1944 Als Ergebnis einer Konferenz bei Hitler werden
           Manahmen zu einer unterirdischen Konzentrierung immer
           grerer Teile der deutschen Rstungsindustrie
           eingeleitet.
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15.03.1944 Beginn der Befreiung Transnistriens durch sowjetische
           Verbnde. Sie berqueren den Bug und erreichen am
           20.03.1944 den Dnjestr.
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17.03.1944 Flucht von 99 Hftlingen aus dem Lager Kolditschewo. 24
           Flchtlinge werden wieder gefangen, 75 schlieen sich
           Partisaneneinheiten (die meisten der Bielski-Einheit)
           an.
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19.03.1944 Nach einem Versuch der ungarischen Regierung, ihre
           Truppen von der Ostfront abzuziehen, rcken deutsche
           Verbnde in Ungarn ein.
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27.03.1944 Ermordung von 1.800 Juden in Kowno, fast ausnahmslos
           Kinder und Alte.
         - Die beiden fen des Krematoriums in Dora werden in
           Betrieb genommen. Bis dahin waren 2.939 Leichen zur
           Verbrennung von Dora nach Buchenwald transportiert
           worden.
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28.03.1944 Sowjetische Truppen erreichen Galizien.
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31.03.1944 Der Amtsgruppenchef D (KZ) des SS-WVHA erlt den
           Befehl an alle Konzentrationslager, "die Hftlinge in
           den Lagern durch geeignete Mithftlinge (Spitzel)"
           berwachen zu lassen. Im Lager Dora hatte die SS
           bereits ein solches System aufgebaut. Dieses System
           wird als Beispiel fr alle anderen KZ befohlen.
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00.04.1944 Im Lager Dora bricht eine Fleckfieberepedemie aus.
         - In der grten deutschen Gipshhle, der Heimkehle bei
           Uftrungen, wird das Projekt B4 gestartet. Hierher
           verlegt der Jgerstab eine Junkers-Verlagerungsfabrik
           als knftige unterirdische Produktionssttte fr
           Jagdflugzeuge.
         - Der Leiter des Sonderausschues A4, Degenkolb, fllt in
           Ungnade, da die gesamte Entwicklung und Produktion
           nicht schnell genug voran kommt.
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01.04.1944 Herbert Backe wird Reichsminister fr Ernhrung und
           Landwirtschaft.
         - Das Auenlager Dora erhlt in Harzngen ein groes
           Nebenlager mit dem Decknamen "Hans".
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02.04.1944 Im neuen Dora-Nebenlager Hans sind die ersten 617
           Hftlingen in fnf Baracken an der Strae
           Niedersachswerfen/Harzungen untergebracht.
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05.04.1944 In Ungarn mssen Juden den Judenstern tragen.
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07.04.1944 Alfred Wetzler und Rudolf Vrba knnen aus Auschwitz
           fliehen und erreichen die Slowakei. Sie bringen
           detaillierte Informationen ber die Ermordung von Juden
           in Auschwitz mit. Ihr Bericht, der im Juni in die
           Lnder der freien Welt gelangt, ist unter dem Namen
           Auschwitz-Protokolle bekannt geworden.
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08.04.1944 Etwa 1.000 Hftlinge die durch die SS-Methode
           "Verschrotten durch Arbeit" geschwcht und kurz vor dem
           Sterben sind werden zu einem "Liquidierungstransport"
           zusammengestellt und nach Bergen-Belsen und Lublin
           "versandt".
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10.04.1944 Transnistrien, Bukowina und Bessarabien befreit.
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11.04.1944 Im Lager Dora wird das Strafsystem der SS weiter
           verschrft.
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14.04.1944 Erster Judentransport Athen - Auschwitz.
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15.04.1944 Bei einem Ausbruchsversuch von Hftlingen, die im lager
           Ponary Leichen verbrennen mssen, knnen 15 Menschen
           fliehen, 65 werden gettet.
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30.04.1944 Zwei Offiziere veranlassen, da eine Gruppe von fnf
           jugendlichen Jungen und Mdchen, die in Solingen in der
           Linie 3 der Straenbahn das Lied "Hohe Tannen" gesungen
           und sich dazu auf Klampfe begleitet hatten verhaftet
           werden. Die Jugendlichen werden in der Folgezeit
           mehrfach verhrt, drei von ihnen werden vom
           Staatsanwalt verwarnt. Grund des Vorkommnisses: wegen
           des "Verweichlichten Aussehens der Jugendlichen"
           Zuordnung zu einer verbotenen Jugendorganisation.
           (Quelle: 191)
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00.05.1944 Odilo Globocnik, geb. 1904, SS Obergruppenfhrer, bis
           1938 Verbindungsmann zwischen sterreichischen
           Nationalsozialisten und Hitler, bis 1939 Gauleiter von
           Wien, 1942 - 1943 Organisator der Judenvernichtung in
           Polen, von Partisanen gettet. (oder Juni 1945
           Selbstmord ?)
         - Christian Wirth, SS Sturmbannfhrer, 1942 - 1943 Leiter
           einer Organisation von vier Vernichtungslagern fr
           Juden in Polen unter Odilo Globocnik, von Partisanen
           gettet.
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01.05.1944 In Ellrich wird das Nebenlager "Erich" des Lagers Dora
           eingerichtet. Ein weiteres Lager entsteht in der
           Gaststtte "Brgergarten" am Schwanenteich. Es ist als
           Sonderlager der SS-Baubrigade eingerichtet.
         - Formal wird SS-Obersturmbannfhrer Rudolf H auf den
           Posten des Chefs des Amtes DI der mter D des SS-WVHA
           berufen (10.11.1943).
           (Quelle: 112)
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02.05.1944 Ankunft des ersten Transports ungarischer Juden in
           Auschwitz.
         - SS-Gruppenfhrer Kammler auf einer
           Jgerstab-Besprechung: ...Ich habe durch
           Sonderbehandlung 30 Menschen erhngt. Seit sie gehenkt
           worden waren, war alles bis zu einem gewissen Grade
           wieder in Ordnung...
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02.05.1944 -
09.05.1944 Errichtung von zwei Ghettos in Oradea.
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05.05.1944 Im Thringischen Inneministerium findet eine geheime
           Beratung darber statt, da in Krze in Thringen etwa
           200.000 Arbeiter "in einem am Sdrand des Harzes
           gelegenen Unterbringungsraum" einquartiert werden
           mssen, davon etwa 20.000 - 25.000 deutsche und 180.000
           auslndische Arbeiter.
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06.05.1944 Eine "Geheime Kommandosache" wird vom
           Wehrmachtsfhrungsstab auf der Grundlage der
           Besprechung vom 5. Mai erlassen.
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09.05.1944 In Oradea werden 2.500 Mnner zur Zwangsarbeit
           eingezogen.
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15.05. -
09.07.1944 Deportation von 476.000 Juden aus Ungarn nach
           Auschwitz. Die meisten werden kurz nach der Ankunft
           vergast.
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23.05.1944 Beginn einer Offensive der Alliierten bei der
           italienischen Stadt Anzio.
         - Nun wird auch von den Ministerien die Notwendigkeit
           betont, am Sdrand des Harzes 200.000 Menschen
           unterzubringen, um gigantische Rstungsprogramme
           schnell und im groen Rahmen durchzuziehen. Ein zu
           schaffender Sperrkreis von 30 Km Halbmesser um
           Niedersachswerfen, der auf 50 Km Halbmesser erweitert
           werden mu, soll dabei ausschlielich fr die
           Durchfhrung des Unternehmens "Mittelbau" zur Verfgung
           stehen.
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24.05.1944 -
03.06.1944 Deportation der Juden aus Oradea, hauptschlich nach
           Auschwitz.
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04.06.1944 Einahme Roms durch die 5. US-Armee.
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06.06.1944 D-Day (Tag X), beginn der alliierten Invasion in der
           Normandie.
         - Jozef Beck, geb. 1894, Oberst, 1932 - 1939 polnischer
           Auenminister, gestorben.
         - Festnahme von 1.800 Juden auf Korfu. Sie werden nach
           Auschwitz deportiert.
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17.06.1944 -
24.06.1944 Ghettoisierung der Budapester Juden in besonders
           gekennzeichneten "Judenhusern".
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23.06.1944 Beginn der 2. Sowjetischen Offensive.
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23.06.1944 -
14.07.1944 Ankunft von Transporten aus Lodz in Chelmno.
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27.06.1944 Milan Hodza, geb. 1878, 1935 - 1938
           tschechoslowakischer Ministerprsident, ist gestorben.
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30.06.1944 Gesamtstrke der Waffen - SS:   910.000 Mann
           der allgemeinen SS          :   200.498 Mann
           der KL - Wachmannschaften   :    24.000 Mann
           zusammen                    : 1.134.498 Mann
         - im Herbst: hchster Mannschaftsbestanbd der Waffen-SS
           910.000 Mann in 38 motorisierten und Panzerdivisionen
           davon:   310.000 Volksdeutsche
                     50.000 germanische Freiwillige
                    150.000 Angehrige anderer Vlker
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08.07.1944 Auflsung des Ghettos in Kowno. 2.000 Juden werden
           ermordet. 4.000 Juden werden in Fumrschen nach
           Deutschland deportiert.
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09.07.1944 Der ungarische Reichsverweser Miklos Horthy ordnet die
           Aussetzung der Deportationen aus Ungarn an. Zwei Tage
           spter werden sie gestoppt.
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10.07.1944 Ankunft von 222 Juden aus Bergen-Belsen mit
           Einreisevisa in Haifa.
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13.07.1944 Befreiung von Wilna durch die Sowjets.
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20.07.1944 Sowjetische Truppen befreien das KZ Majdanek.
         - Attentats- und Staatsstreichversuch der deutschen
           Opposition gegen Hitler (ohne Erfolg ...)
         - Ludwig Beck, geb. 1880, Generaloberst, 1933 - 1935 Chef
           des Truppenamtes im Reichswehrministerium, 1935 - 1938
           Chef des Generalstabes des Heeres stirbt durch
           Selbstmord.
         - Eugen Karl Albrecht Gerstenmaier, geb. 1906, Oberkon-
           sistorialrat, ab 1937 im Auenamt der evangelischen
           Kirche, wird zu einer langjhrigen Zuchthausstrafe
           verurteilt. Bei Kriegsende befreit, seit 1954 Prsident
           des deutschen Bundestages.
         - Franz Halder, geb. 1884, Generaloberst, 1938 - 1942
           Chef des Generalstabes des Heeres, verhaftet. Bei
           Kriegsende befreit.
         - Fabian von Schlabrendorff, geb. 1907, Rechtsanwalt,
           Ordonnanzoffizier des Generalmajors Henning von
           Tresckow - Heeresgruppe Mitte, nach dem 20.07.1944 als
           Widerstandskmpfer verhaftet, bei Kriegsende befreit.
         - Claus Schenk Graf von Stauffenberg, geb. 1907, Oberst
           i. G., 1943 Stabschef einer Panzerdivision in Afrika
           und nach einer schweren Verwundung Chef des Stabes beim
           Allgemeinen Heeresamt, 1944 Chef des Generalstabes beim
           Oberbefehlshaber des Ersatzheeres, nach seinem Attentat
           auf Hitler erschossen.
         - Deportation von 2.000 Juden aus Rhodos nach Auschwitz.
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21.07.1944 Henning von Tresckow, geb. 1901, Generalmajor, ab 1939
           Erster Generalstabsoffizier einer Division, spter des
           Oberkommandos einer Heeresgruppe, schlielich
           Generalstabschef einer Armee im Osten, begeht
           Selbstmord.
         - Himmler wird Befehlshaber des Ersatzheeres.
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21.07.1944 -
25.07.1944 Razzia in den von der Union Generale des Israelites de
           France unterhaltenen Kinderheimen. Neben erwachsenen
           Beschftigten werden auch 300 jdische Kinder nach
           Drancy und von dort nach Auschwitz verschleppt.
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22.07.1944 General Karl Kitzinger wird "Militrbefehlshaber
           Frankreich".
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23.07.1944 Besuch einer Delegation des Internationalen Roten
           Kreuzes in Theresienstadt.
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24.06.1944 Sowjetische Truppen befreien das KZ Majdanek.
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25.07.1944 Befreiung Lublins durch die Sowjetarmee.
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26.07.1944 Deportation der letzten Juden aus Radom nach Auschwitz.
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27.07.1944 Befreiung von Dwinsk durch die Swjets: in der Stadt
           leben nur noch 20 Juden.
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28.07.1944 Reichsarzt-SS Dr. Grawitz schreibt an Himmler:
           "Reichsfhrer !
           Der Chef des Sanittswesens der Luftwaffe bittet mit
           dem in Anlage beigefgten Schreiben um Durchfhrung von
           Versuchen an Hftlingen zur berprfung zweier
           anscheinend erfolgversprechender einfacher Verfahren
           zur Geniebarmachung von Meerwasser. Ihrem Befehl vom
           15.05.1944 entsprechend, Reichsfhrer, habe ich die
           Stellungnahme von SS-Gruppenfhrer Dr. Gebhardt,
           SS-Gruppenfhrer Gluecks und SS-Gruppenfhrer Nebe
           eingeholt, die wie folgt lautet :
           1.) SS-Grupenfhrer Prof. Dr. Gebhardt -
               "Ich halte es fr sehr richtig, die Luftwaffe in
           jeder Weise zu untersttzen und fr die Versuche einen
           aufsichtfhrenden Internisten der Waffen-SS zur
           Verfgung zu stellen."
           2.) SS-Gruppenfhrer Gluecks -
               "Unter Bezugnahme auf obiges Schreiben wird
           mitgeteilt, da gegen die Durchfhrung der vom Chef des
           Sanittswesens der Luftwaffe erbetenen Versuchsreihe in
           der Versuchsstation Rascher im Konzentrationslager
           Dachau von hier aus keinerlei Bedenken erhoben werden.
           Es sollen nach Mglichkeit Juden oder solche Hftlinge,
           die aus der Quarantne zu entnehmen sind, verwendet
           werden."
           3.) SS-Gruppenfhrer Nebe -
               "Dem Vorschlag, ein Verfahren, Meerwasser trinkbar
           zu machen, an Hftlingen im Konzentrationslager zu
           erproben, stimme ich zu. Ich schlage vor, hierzu die
           asozialen Zigeunermischlinge im Konzentrationslager
           Auschwitz zu verwenden. Hierunter befinden sich
           Menschen, die zwar gesund sind, aber fr den
           Arbeitseinsatz nicht in Frage kommen. Ich werde dieser
           zigeunerischen Menschen wegen demnchst dem
           Reichsfhrer einen besonderen Vorschlag unterbreiten,
           halte es aber fr richtig, die erforderliche Anzahl
           Versuchspersonen aus diesem Personenkreis auszuwhlen.
           Falls der Reichsfhrer zustimmt, werde ich die
           Versuchspersonen namhaft machen."
           Zu dem Vorschlag von SS-Gruppenfhrer Nebe, Zigeuner
           zur Durchfhrung der Versuche zu benutzen, erlaube ich
           mir, den Einwand zu machen, da die Zigeuner bei ihrer
           teilweise andersartigen rassischen Zusammensetzung
           mglicherweise Versuchsergebnisse bringen, die auf
           unsere Mnner nicht ohne weiteres anzuwenden sind. Aus
           diesem Grunde wre es wnschenswert, wenn fr die
           Versuche solche Hftlinge zur Verfgung gestellt werden
           knnten, die rassisch der europischen Bevlkerung
           vergleichbar sind. Ich bitte gehorsamst um die
           bermitteung der Genehmigung, damit die Versuche
           anlaufen knnen."
         - Mit der Evakuierung des Lagers "Gesia-Strae" in
           Warschau beginnt der erste groe Todesmarsch von 3.600
           Hftlingen nach Kutno. Auf dem 130 km langen Weg kommen
           ber 1.000 Hftlinge ums Leben.
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31.07.1944 In Frankreich durchbrechen amerikanische Verbnde die
           deutschen Linien. Bis Ende August wird Frankreich
           befreit.
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01.08.1944 Beginn des Warschauer Aufstandes.
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06.08.1944 Deportation von 27.000 Juden aus Lagern stlich der
           Weichsel nach Deutschland.
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07.08.1944 -
30.08.1944 Deportationen aus Lodz nach Auschwitz.
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08.08.1944 Robert Bernardis, geb 1908, Oberstleutnant i. G., wird
           als Widerstandskmpfer hingerichtet.
         - Paul von Hase, geb. 1885, Generalleutnant, 1944 Wehr-
           machtskommandant von Berlin, als Widerstandskmpfer
           hingerichtet.
         - Erich Hoepner, geb. 1886, Generaloberst, bis 1942
           kommandierender General eines Panzerkorps im Osten, als
           Widerstandskmpfer hingerichtet.
         - Friedrich Karl Klausing, geb. 1920, ab 1943 Hauptmann
           beim OKW, Adjudant v. Stauffenbergs, als
           Widerstandskmpfer hingerichtet.
         - Erwin von Witzleben, geb. 1881, Generalfeldmarschall,
           ab 1939 Kommandeur einer Armee, spter einer Heeres-
           gruppe, anschlieend bis 1942 Oberbefehlshaber West in
           Frankreich, als Widerstandskmpfer hingerichtet.
         - Peter Graf Yorck von Wartenburg, geb. 1904,
           Oberregierungsrat, Leutnant, ab 1942 in einem
           Wehrwirtschaftsamt, als Widerstandskmpfer
           hingerichtet.
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10.08.1944 Fritz - Dietlof von der Schulenburg, geb. 1902, ab 1937
           stellvertretender Polizeiprsident von Berlin, ab 1939
           stellvertretender Oberprsident von Ober- und
           Niederschlesien, im Krieg als Oberleutnant d. R.
           zeitweilig im Stabe des Generals von Unruh in Paris,
           als Widerstandskmpfer hingerichtet.
         - Berthold Schenk Graf von Stauffenberg, geb. 1905,
           Bruder von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, 1933 -
           1939 Abteilungsleiter am Berliner Institut fr
           Vlkerrecht, 1939 - 1944 Marineoberstabsrichter in der
           Operationsabteilung der Seekriegsleitung (Berater in
           Fragen des Vlkerrechts), als Widerstandskmpfer
           hingerichtet.
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11.08.1944 Amerikanische Truppen erobern das von Japanern besetzte
           Guam.
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12.08.1944 Einnahme von Florenz durch die Alliierten.
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15.08.1944 Hans-Bernd von Haeften, geb. 1905, ab 1933 im
           Auswrtigen Dienst, zuletzt als Vortragender
           Legationsrat in der kulturpolitischen Abteilung des
           Auswrtigen Amtes, als Widerstandskmpfer
           hingerichtet.
         - Egbert Hayessen, geb. 1913, Major i. G., als
           Widerstandskmpfer hingerichtet.
         - Wolf Heinrich Graf von Helldorf, geb. 1896, 1931 - 1933
           SA Fhrer in Berlin - Brandenburg, ab 1935
           Polizeiprsident von Berlin, als Widerstandskmpfer
           hingerichtet.
         - Bernhard Klamroth, geb. 1901, Oberstleutnant i. G., ab
           1943 in der Organisationsabteilung des Heeres, als
           Widerstandskmpfer hingerichtet.
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19.08.1944 Hans Gnther von Kluge, geb. 1882, Generalfeldmar-
           schall, 1939 - 1941 Kommandeur einer Armee - danach
           einer Heeresgruppe im Osten, 1944 an der Westfront,
           begeht Selbstmord.
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23.08.1944 Sammellager Drancy (Paris) und Paris befreit.
         - Rumnien kapituliert. Sturz der Regierung Ion
           Antonescu. Rumnien schliet sich den Alliierten an.
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24.08.1944 Rudolf Breitscheid, geb. 1874, einer der einflureichs-
           ten Fhrer der SPD, Reichstagsabgeordneter, 1933 in
           die Schweiz - dann nach Frankreich emigriert, 1941
           verhaftet, ab 1942 im Konzentrationslager, in diesem
           umgekommen.
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26.08.1944 Hans-Georg Klamroth, geb. 1898, Vetter von Bernhard
           Klamroth, Kaufmann, als Major Abwehroffizier in
           Dnemark und Ruland, als Widerstandskmpfer
           hingerichtet.
         - Adam von Solz zu Trott, geb. 1906, ab 1940 Legationsrat
           in der Informationsabteilung des Auswrtigen Amtes, als
           Widerstandskmpfer hingerichtet.
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13.10.1944 Hans Leipelt (Weie Rose) wird vom Volksgerichtshof in
           Donauwth zum Tode verurteilt.
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28.08.1944 -
27.10.1944 (Beginn auch 29.08.1944 ?) Slowakischer National-
           aufstand, der von der SS niedergeschlagen wird.
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30.08.1944 Karl Ernst Rathgens, Oberstleutnant i. G., als
           Widerstandskmpfer hingerichtet.
         - Karl Heinrich von Stlpnagel, geb. 1886, General, 1941
           Oberbefehlshaber einer Armee im Osten, 1942 - 1944
           Militrbefehlshaber in Frankreich, als
           Widerstandskmpfer hingerichtet.
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00.09.1944 Nach einer Statistik der Wehrkommandantur Mnchen sind
           bei BMW in Mnchen fast 17.000 KZ-Hftlinge,
           Kriegsgefangene und auslndische ZwangsarbeiterInnen im
           "Arbeitseinsatz".
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03.09.1944 Der letzte Judentransport verlt Westerbork in
           Holland.
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04.04.1944 Befreiung von Antwerpen.
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05.09.1944 Ghetto Lodz evakuiert.
         - Kriegserklrung der Sowjetunion an Bulgarien.
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08.09.1944 Ulrich von Hassel, geb. 1881, 1932 - 1938 deutscher
           Botschafter in Rom, als Widerstandskmpfer
           hingerichtet.
         - Paul Adolf Franz Lejeune - Jung, geb. 1882, Syndikus
           der Zellstoffindustrie, 1924 - 1930 Mitglied der
           Deutschnationalen Volkspartei bzw. (ab 1929) der
           Volkskonservativen Vereinigung Reichstagsabgeordneter,
           als Widerstandskmpfer hingerichtet.
         - Gnther Smend, Oberstleutnant i. G., als
           Widerstandskmpfer hingerichtet.
         - Joseph Wirmer, geb. 1901, Rechtsanwalt, als
           Widerstandskmpfer hingerichtet.
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09.09.1944 Konferenz von Quebec zwischen Churchill und Roosevelt.
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11.09.1944 Britische Truppen erreichen Holland.
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12.09.1944 Beginn des sowjetischen Angriffs auf Budapest.
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13.09.1944 Sowjetische Truppen an der slowakischen Grenze.
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14.09.1944 Amerikanische Truppen an der deutschen Grenze.
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16.09.1944 Kapitulation Bulgariens gegenber der Sowjetunion.
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18.09.1944 -
19.09.1944 2.900 jdische Hftling und 100 sowjetische
           Kriegsgefangene aus dem Lager Klooga werden bei Lagedi
           erschossen. (Lager Kluga ?)
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23.09.1944 Blutbad im Lager Kluga, Estland.
         - Wiederaufnahme der Deportationen aus der Slowakei.
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28.09.1944 Befreiung des Lagers Klooga durch sowjetische Truppen.
           Sie finden 85 Hftling, die in Verstecken berlebt
           haben.
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29.09.1944 Wilhelm Leuschner, geb. 1888, 1929 - 1933 hessischer
           Innenminister (SPD), 1932 - 1933 stellvertretender
           Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Gewerkschafts-
           bundes, als Widerstandskmpfer hingerichtet.
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00.10.1944 - Ende d. Monats -
           Die berlebenden des KZ Plaskow (Krakau) werden nach
           Auschwitz transportiert. Letzte Vergasungen in
           Auschwitz.
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01.10.1944 Rudolf Schmundt, General, 1939 - 1944 Chefadjudant der
           Wehrmacht bei Hitler, 1942 - 1944 Chef des Heeresper-
           sonalamtes, an den Folgen einer Verwundung beim
           Attentat auf Hitler gestorben.
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02.10.1944 Niederschlagung des Warschauer Aufstandes.
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06.10.1944 -
07.10.1944 Hftlingsrevolte des Sonderkommandos in Auschwitz. Vor
           der Niederwerfung des Aufstandes zerstren die Hftling
           eine der Gaskammern.
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07.10.1944 Ausbruchsversuch in Auschwitz-Birkenau.
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09.10.1944 Nikolaus Christoph von Halem, geb. 1905, Wirtschafts-
           berater, ab 1942 in Haft, wird als Widerstandskmpfer
           hingerichtet.
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12.10.1944 Otto Mller, geb. 1870, Prlat, Verbands - Prses der
           katholischen Arbeitervereine Deutschlands, nach dem
           20.07.1944 festgenommen, stirbt in der Haft.
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13.10.1944 Befreiung Rigas durch die Sowjets.
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14.10.1944 Erwin Rommel, geb. 1891, Generalfeldmarschall, ab 1941
           Kommandeur des deutschen Afrikakorps, 1943 Befehlshaber
           einer Heeresgruppe in Norditalien und 1944 einer
           Heeresgruppe in Nordfrankreich, wird von Hitler zum
           Selbstmord gezwungen.
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15.10.1944 Machtbernahme in Ungarn durch Ferenc Szalasi und seine
           Pfeilkreuzler - Partei.
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17.10.1944 Befreiung von Oradea durch die Sowjets.
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18.10.1944 Hitler befiehlt die Aufstellung des "Volkssturms".
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20.10.1944 Adolf Reichwein, geb. 1898, Pdagoge, Professor der
           Geschichte und Staatsbrgerkunde an der Pdagogischen
           Akademie in Halle (1930 - 1933), als
           Widerstandskmpfer hingerichtet.
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00.11.1944 Proze gegen den Stab des Vernichtungslagers Majdanek
           in Lublin.
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03.11. -
08.11.1944 Sowjetische Truppen vor Budapest.
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08.11.1944 Wiederaufnahme der Deportationen aus Budapest.
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10.11.1944 Friedrich Werner Graf von der Schulenburg, geb. 1875,
           ab 1932 deutscher Gesandter in Teheran und ab 1931 in
           Bukarest, 1934 - 1941 Botschafter in Moskau, als
           Widerstandskmpfer hingerichtet.
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12.11.1944 Reinhold Meyer (Weie Rose) stirbt im Polizeigefngnis
           Hamburg-Fuhlsbttel.
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13.11.1944 Errichtung eines Ghettos in Budapest fr Juden ohne
           internationalen Schutz.
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14.11.1944 Bernhard Letterhaus, geb. 1894, 1928 - 1933  Verbands-
           sekretr der Westdeutschen Katholischen Arbeiter-
           vereine, ab 1939 als Hauptmann in der Abteilung Abwehr
           des OKW, als Widerstandskmpfer hingerichtet.
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18.11.1944 Eichmann deportiert 38.000 Juden aus Budapest in die
           Konzentrationslager Buchenwald, Ravensbrck u. a.
           Lager. (Beginn 08.11.1944 ?)
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26.11.1944 Befehl Himmlers zur Zerstrung der Krematorien in
           Auschwitz-Birkenau.
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16.12.1944 Beginn der Ardennenoffensive.
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20.12.1944 Csar von Hofacker, geb. 1896, Syndikus, Oberstleutnant
           d. R., ab 1943 im Stabe des Militrbefehlshabers in
           Frankreich (v. Stlpnagel), als Widerstandskmpfer
           hingerichtet.
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26.12.1944 Schlieung des etwa 12. Spetember begonnenen
           sowjetischen Rings um Budapest.
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01.01.1945 Die britische 14. Armee erffnet eine Offensive in
           Burma.
           (Quelle: 038)
         - Adolf Hitler befiehlt eine Offensive (entgegen den
           Warnungen seines Generalstabes betreff des
           bevorstehenden Durchbruchversuchs der Sowjets u.a. an
           der Weichsel) aus der Pfalz heraus und am Oberrhein.
           Diese "Ardennenoffensive" bricht jedoch bald wegen
           Materialmangels zusammen.
           (Quelle: 038)
         - Die deutsche Luftwaffe greift mit etwa 800 Bombern und
           Jgern alliierte Flugpltze in Nordfrankreich und
           Belgien an. Es werden alliierte Flugzeuge zerstrt,
           aber die Luftwaffe verliert selbst etwa 100 Maschinen.
           Auf dem Rckflug geraten die deutschen Flieger in
           eigenes Luftabwehrfeuer. Es werden von deutscher Flak
           irrtmlich etwa 200 deutsche Flugzeuge abgeschossen.
           (Quelle: 038)
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01.01.1945 Im Krematorium V in Birkenau werden etwa 200 Polinnen
           erschossen. Die durch ein Polizeistandgericht
           Verurteilten werden vom Lagerarzt SS-Obersturmfhrer
           Fritz Klein an den Chef des Krematoriums,
           SS-Oberscharfhrer Erich Muhsfeldt bergeben.
           (Quelle: 154)
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02.01.1945 US-Luftangriffe auf Formosa und Okinawa.
           (Quelle: 038)
         - Im Nebenlager Tschechowitz kommt der Hftling Sammy
           Rosenberg (Nr. B-12562) zu Tode: Selbstmord durch
           erhngen.
           (Quelle: 154)
         - Im Nebenlager Tschechowitz kommt der Hftling Bernhard
           Schrmann (Nr. B-12607) zu Tode: allgemeine Schwche,
           Ruhr, Furunkulose.
           (Quelle: 154)
         - Im Nebenlager Tschechowitz kommt der Hftling Abraham
           Lewkowicz (Nr. B-89000) zu Tode: allgemeine Schwche,
           dem, Herzinfarkt.
           (Quelle: 154)
         - Im Nebenlager Tschechowitz kommt der Hftling Moses
           Coevorden (Nr. B-12385) zu Tode: Ruhr, allgemeine
           Schwche.
           (Quelle: 154)
         - Nebenlager Jawischowitz: aus dem Kohlebergwerk flchtet
           der Hftling Stanislaw Mioduszewski (Nr. 129865). Bei
           der Flucht helfen ihm Franciszek und Julian Nikel.
           (Quelle: 154)
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03.01.1945 Die Japaner rumen den Hafen Arhyab in Burma.
           (Quelle: 038)
         - Die Alliierten drngen von Sden und Norden gegen die
           Ardennen.
           (Quelle: 038)
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04.01.1945 Drei rzte, der Franzose Jacques Ballanger, die
           Italiener Piero Cattabriga und Rino Rodondi, werden aus
           Mauthausen nach Auschwitz berstellt. Sie erhalten die
           Nummern: 202412 - 202414.
           (Quelle: 154)
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05.01.1945 Julius Leber, geb. 1891, Chefredakteur des Lbecker
           Volksboten, 1924 - 1933 als Mitglied der SPD Reichs-
           tagsabgeordneter, Kreisauer Kreis, 1933 - 1937 in Haft,
           in Berlin-Pltzensee als Widerstandskmpfer
           hingerichtet.
           (Quelle: 151 u.a.)
         - Aus Berlin werden letzmals 5 Juden nach Auschwitz
           deportiert.
           (Quelle: 038)
         - In Block 11 des KZ Auschwitz findet die letzte Sitzung
           des Polizeistandgerichtes Kattowitz statt. Etwa 70
           PolInnen werden zum Tode verurteilt.
           (Quelle: 154)
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06.01.1945 Aufruf fr ein Volksopfer zugunsten des Volkssturms.
           (Quelle: 038)
         - In Auschwitz finden die letzten Hinrichtungen statt.
           Vier jdische Mdchen werden gehngt, weil sie fr
           einen Aufstandsversuch Sprengstoff in das KZ
           geschmuggelt haben.
           (Quelle: 038)
         - Die am 05.01.1945 vom Polizeistandgericht Kattowitz zum
           Tode verurteilten etwa 70 PolInnen werden im
           Krematorium V in Birkenau erschossen. Darunter:
           Wladislaw Jasiwka, Stanislaw Kobylka, Jzef Luczak,
           Kazimierz Matjasinski, Jan Strychowski, Adam Todos.
           (Quelle: 154)
         - In Auschwitz werden im Frauenlager vier weibliche
           Hftlinge gehngt: Ella Gartner
                              Rza Robota
                              Regina Safir
                              Estera Wajsblum
           Todesurteil wegen Beihilfe zum Aufruhr unter den
           Hftlingen des Sonderkommandos an den Kreamtorien vom
           07.10.1944.
           (Quelle: 154)
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07.01.1945 Bombenangriff auf Mnchen.
           (Quelle: 151)
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08.01.1945 Als eine der letzten Verhandlungen vor dem
           NS-Volksgerichtshof findet der Proze gegen den
           kommunistischen Reichstagsabgeordneten Theodor Neubauer
           statt. Er wird zum Tode verurteilt und am 5.2.
           hingerichtet.
           (Quelle: 151)
         - US-Bombenangriffe auf Formosa und die Riukiu-Inseln.
           (Quelle: 038)
         - Tito beansprucht fr Jugoslawien Rijeka und Triest
           (Quelle: 038)
         - Die ungarischen Hftlinge Lajos Bencsik-Potoy (Nr.
           201589) und Josef Szabo (Nr. 202192) werden bei ihrem
           Fluchtversuch aus dem Nebenlager Golleschau erschossen.
           (Quelle: 154)
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09.01.1945 Landung amerikanischer Truppen auf Luzon (Philippinen).
           (Quelle/n: 038 u.a.)
         - Erzbischof Damaskinos wird griechischer Regent und
           General Plastiras Ministerprsident.
           (Quelle: 038)
         - Aufgrund der Lagerbedingungen sterben in Auschwitz-
           Birkenau 13 weibliche Hftlinge.
           (Quelle: 154)
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10.01.1945 Aufgrund der Lagerbedingungen sterben in Auschwitz-
           Birkenau 16 weibliche Hftlinge.
           (Quelle: 154)
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11.01.1945 Georg Schumann, Otto Engert und Kurt Kresse, die
           fhrenden Kommunisten in der antifaschistischen
           Widerstandsorganisation in Leipzig, werden in Dresden
           hingerichtet.
           (Quelle: 151)
         - Aufgrund der Lagerbedingungen sterben in Auschwitz-
           Birkenau 9 weibliche Hftlinge.
           (Quelle: 154)
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12.01.1945 Strkeverhltnis Rote Armee - Wehrmacht:
           (an der Weichsel)
                        Infanterie - 11:1
                        Panzer     -  7:1
                        Artilerie  - 20:1
           Eine Woche frher als geplant (zur Entlastung der
           Westalliierten) brechen die sowjetischen Truppen aus
           dem Baranow-Brckenkopof aus.
           (Quelle: 038, 107)
         - Aufgrund der Lagerbedingungen sterben in Auschwitz-
           Birkenau 7 weibliche Hftlinge.
           (Quelle: 154)
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13.01.1945 US Luftangriffe auf Saigon, Amoy und Hongkong.
           (Quelle: 038)
         - Aus dem Pillaken (Ostpreuen) heraus beginnen die
           sowjetischen Truppen mit ihrem Angriff gegen die 3.
           deutsche Panzerarmee.
           (Quelle: 107)
         - Der Versuch des III. Panzerkorps unter General Hermann
           Breith die "Festung" Budapest zu entlasten milingt.
           (Quelle: 107)
         - Lager Monowitz: 9806 Hftlinge.
           (Quelle: 154)
         - Aufgrund der Lagerbedingungen sterben in Auschwitz-
           Birkenau drei weibliche Hftlinge.
           (Quelle: 154)
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14.01.1945 Beginn der sowjetischen Hauptoffensive.
           (Quelle: 107)
         - Amerikanische Luftstreitkrfte unternehmen den 12.
           Aufklrungsflug im Gebiet Auschwitz.
           (Quelle: 154)
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15.01.1945 Theodor Hans Friedrich Steltzer, geb. 1885, 1920 - 1933
           Landrat in Schleswig - Holstein, als Wiederstands-
           kmpfer zum Tode verurteilt, durch das Kriegsende
           gerettet. 1945 - 1947 Ober- bzw. Ministerprsident von
           Schleswig - Holstein.
         - Monowitz ((ehem.: Auschwitz III (incl. Nebenlager):
           35.081 Hftlinge.
           SS-Wachmannschaften: 2.021
           (Quelle: 154)
         - Auschwitz-Birkenau: 31.746 Hftlinge.
           SS-Wachmannschaften: 2.540
           (Quelle: 154)
         - Aufgrund der Lagerbedingungen sterben in Auschwitz-
           Birkenau 13 weibliche Hftlinge und 1 Junge.
           (Quelle: 154)
         - Die Kanzlei des Standesamtes II Auschwitz erhlt den
           Befehl, all Hftlingsakten, Totenbcher und Karteien in
           ein Auto zu laden. Die weiblichen Hftlinge, die beim
           Packen eingesetzt sind, werden von SS-Mnnern
           berwacht.
           (Quelle: 154)
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16.01.1945 Sowjetische Truppen befreien 800 Juden in Tschenstochau
           und 870 in Lodz.
           (Quelle: 050)
         - Befreiung der Stadt Kielce durch die Sowjets: es leben
           noch 25 Juden.
           (Quelle: 107 u.a.)
         - Das Zusammentreffen der aus Norden und Sden
           angreifenden alliierten Truppen bei Houffalize ist als
           das Ende der Ardennenoffensive der Wehrmacht zu sehen.
           (Quelle: 038)
         - Im Hftlingskrankenbau (BIIf) Auschwitz-Birkenau
           sterben 7 Hftlinge: Jan Rothmann (Nr. 4956)
                                Archip Shuk (Zuk) (Nr. 180713)
                                Iher Picharew (Pihorow) (Nr.
                                 182789)
                                Jewgenij Szusslow (Suslow) (Nr.
                                 193030)
                                Ernst Thieberger (Nr. B-11370)
                                Michal Berkovicz (Nr. B-13973)
                                Tibor Schlesinger (Nr. B-14785)
           (Quelle: 154)
         - Aufgrund der Lagerbedingungen sterben in Auschwitz-
           Birkenau 7 weibliche Hftlinge.
           (Quelle: 154)
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17.01.1945 Befreiung von 80.000 Juden in Budapest.
           (Quelle: 050)
         - Befreiung Warschaus durch die Sowjets.
           (Quelle: 038, 107)
         - Tschenstochau wird durch die Sowjets befreit.
           (Quelle: 038)
         - Befehl an die SS zur Rumung von Auschwitz.
         - Verhaftung von Raoul Wallenberg durch die Sowjets.
         - Aufgrund der Lagerbedingungen sterben in Auschwitz-
           Birkenau 3 weibliche Hftlinge.
           (Quelle: 154)
         - letzter Abendapell in Auschwitz (und Nebenlagern):
            Babitz                        159 mnnl. Hftl.
            Budy                          313 mnnl. Hftl.
            Plawy                         138 mnnl. Hftl.
            Wirtschaftshof-Birkenau       204 mnnl. Hftl.
            Stammlager Auschwitz       10.030 mnnl. Hftl.
            Mnnerlager Birkenau        4.473 mnnl. Hftl.
                                       --------------------
                                       15.317 mnnl. Hftl.
            Frauenlager Auschwitz       6.196 weibl. Hftl.
            Frauenlager Birkenau       10.381 weibl. Hftl.
                                       --------------------
            insgesamt                  31.894        Hftl.
           (Quelle: 154)
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18.01.1945 Die Rote Armee erreicht die schlesische Grenze.
           (Quelle: 038)
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18.01.1945 -
19.01.1945 Evakuierung von 74.200 Hftlingen des KZ Auschwitz.
           Auf dem Todesmarsch werden Tausende erschossen. SS
           zerstrt Gaskammern und Krematorien.
           (Quelle/n: 151, 152)
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19.01.1945 Rumung von Auschwitz. 66.000 Hftlinge werden zum
           Marsch nach Wodzislaw gezwungen. Von dort sollen sie
           auf andere Lager verteilt werden. Auf dem Weg sterben
           mehr als 15.000. In Auschwitz und den Auenlagern
           bleiben noch 48.000 mnnliche Hflinge und 18.000
           weibliche.
           (Quelle/n: 050 u.a.)
         - Einahme von Pest durch die Sowjets.
         - Befreiung von Lodz durch sowjetische Truppen.
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20.01.1945 6.300 der 15.600 einberufenen kanadischen Soldaten, die
           nach bersee geschickt werden sollen, desertieren.
           (Quelle: 038)
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21.01.1945 Bedingungslose Kapitulation Ungarns. Die provisorische
           Regierung des General Dlnoki-Mikls erklrt
           Deutschland den Krieg.
           (Quelle: 038)
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22.01.1945 Der ehemalige kommunistische Landtagsabgeordnete Albert
           Kuntz wird mit anderen Antifaschisten wegen Sabotage
           der V-Waffen-Produktion im KZ Dora ermordet.
           (Quelle: 151)
         - Insterburg, Allenstein und Deutsch-Eylau werden von den
           Sowjets befreit.
           (Quelle: 038)
         - Die sowjetischen Truppen stehen vor Breslau.
           (Quelle: 107)
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23.01.1945 Nikolaus Gro, geb. 1898, 1930 - 1936 Redakteur an der
           Westdeutschen Arbeiterzeitung bzw. Kettler Wacht, als
           Widerstandskmpfer hingerichtet.
         - Theodor Haubach, geb. 1896, sozialdemokratischer
           Journalist, ab 1930 Pressereferent im Preuischen
           Innenministerium, bis 1933 Pressechef im Berliner
           Polizeiprsidium, 2. Vorsitzender der Reichsleitung des
           Reichsbanners, nach 1933 wiederholt im KZ, als
           Widerstandskmpfer hingerichtet.
         - Hermann Kaiser, geb. 1885, Studienrat, als Hauptmann d.
           R. einer der Verbindungsoffiziere zwischen Goerdeler
           und den Generlen, als Widerstandskmpfer
           hingerichtet.
           (Quelle/n: 151 u.a.)
         - Helmuth James Graf von Moltke, geb. 1907, Landwirt und
           Jurist, 1939 - 1945 Kriegsverwaltungsrat in der
           Abteilung Ausland des OKW (Sachverstndiger fr Kriegs-
           und Vlkerrecht), als Widerstandskmpfer hingerichtet.
         - Erwin Planck, geb. 1893, Sohn des Physikers Max Planck,
           Staatssekretr a. D., Direktor der Otto Wolff (Eisen-
           grohandel), als Widerstandskmpfer hingerichtet.
         - Theodor Haubach und Helmuth James Graf von Moltke,
           Mitglieder des Kreisauer Kreises, Eugen Bolz, frherer
           Staatsprsident von Wrttemberg, Nikolaus Gross,
           Redakteur der "Ketteler Wacht", in Berlin-Pltzensee
           hingerichtet.
           (Quelle: 151)
         - Sowjetische Truppen erobern Bromberg.
           (Quelle: 107)
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24.01.1945 Da Tannenbergdenkmal wird auf Befehl Hitlers gesprengt.
           (Quelle: 038)
         - Die Reichsbahn stellt den Verkehr der D- und E-Zge
           ein.
           (Quelle: 038)
         - Sowjetische Truppen erobern Oppeln.
           (Quelle: 107)
         - Reichsfhrer-SS, Heinrich Himmler wird Oberbefehlshaber
           der neuen Heeresgruppe Weichsel.
           (Quelle: 107)
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25.01.1945 4.000 Juden werden in Fumrschen aus dem Lager
           Blechhammer ins Lager Gro-Rosen evakuiert. Auf dem
           Weg sterben 1.000 Gefangene.
         - Ankunft von 136 Juden aus Bergen-Belsen mit
           sdamerikanischen Pssen in der Schweiz.
         - Als erste Zeitung in dem von den Alliierten eroberten
           deutschen Gebiet erscheinen die "Aachener Nachrichten".
           (Quelle: 038)
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25.01.1945 -
25.01.1945 50.000 Juden werden in Fumrschen aus dem Lager
           Stutthof und seinen Nebenlagern verschleppt. Auf dem
           Weg sterben mehr als 26.000.
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26.01.1945 Die deutschen Soldaten in Ostpreuen sind
           abgeschnitten. Der Kommandant der 4. Armme, General
           Friedrich Hobach, wird abgesetzt (nach diesem Datum),
           da er seinen Soldaten den Ausbruch aus Ostpreuen
           befohlen hat.
           (Quelle: 038)
         - Hitler lst den bisherigen Oberbefehlshaber der
           Heeresgruppe Mitte, General Oberst Reinhard, ab und
           ernennt General Oberst Rendulie zum Nachfolger.
           (Quelle: 107)
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27.01.1945 Sowjetische Truppen befreien das KZ Auschwitz. Es
           leben noch 7.650 Gefangene.
           (Quelle/n: 038, 050, 151, 152)
         - Der dritte und massivste Versuch des
           IV. SS- Panzerkorps, unter SS-Obergruppenfhrer Gille,
           Budapest zu entsetzen scheitert.
           (Quelle: 107)
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28.01.1945 Sowjetische Truppen erreichen Kattowitz.
           (Quelle: 107)
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29.01.1945 Hans Leipelt (Weie Rose) wird mit dem Fallbeil
           hingerichtet.
         - E.Schulz, O.Krger, F.Fbinger, H.Splanemann, K.Ldtke,
           R.Seifert, H.Wegener, Mitglieder der Saefkow-Jacob-
           Bstlein-Organisation, hingerichtet. Von den 1.000
           Mitgliedern dieser antifaschistischen Widerstandsor-
           ganisation wurden 1944 ber 400 zum Tode verurteilt.
           (Quelle: 151)
         - Sowjetische Truppen dringen in Pommern ein.
           (Quelle: 038)
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30.01.1945 Das Flchtlingsschiff "Wilhelm Gustloff" (ehemaliges
           KdF-Prachtschiff) wird durch sowjetische U-Boote bei
           der "Stolperbank" versenkt. Von den etwa 6.000 Menschen
           knnen nur 904 gerettet werden.
           (Quelle: 038)
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30.01.1945 -
31.01.1945 685 Hftlinge in Sonnenburg von der SS erschossen.
           (Quelle: 151)
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31.01.1945 Knigsberg ist von sowjetischen Truppen eingeschlossen.
           (Quelle: 038)
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00.02.1945 Sigmund Rascher, geb. 1909, SS Sturmbannfhrer, Leiter
           der rztlichen Experimente der Luftwaffe, wird auf
           Befehl Himmlers hingerichtet.
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01.02.1945 Sowjetpanzer an der Oder.
           (Quelle: 038)
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02.02.1945 Alfred Delp, geb. 1907, Jesuitenpater, Beteiligter
           an der Verschwrung vom 20. Juli 1944, wird als
           Widerstandskmpfer hingerichtet.
           (Quelle: 151 u.a.)
         - Carl Friedrich Goerdeler, geb. 1884, 1930 - 1937 Ober-
           brgermeister von Leipzig, Beteiligter an der
           Verschwrung vom 20. Juli 1944, wird als
           Widerstandskmpfer hingerichtet.
           (Quelle: 151 u.a.)
         - Johannes Popitz, geb. 1884, Jurist, Professor in Berlin
           (1923), 1933 - 1944 preuischer Finanzminister, als
           Widerstandskmpfer hingerichtet.
         - 178 Hftlinge verschiedener Nationen im KZ
           Sachsenhausen ermordet.
           (Quelle: 151)
         - Ausbruch von etwa 500 sowjetischen Kriegsgefangenen aus
           dem KZ Mauthausen. Nur 17 berleben die Verfolgung im
           Mhltal.
           (Quelle: 038)
         - Ecuador erklrt Deutschland den Krieg.
           (Quelle: 038)
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03.02.1945 Roland Freisler, geb. 30.10.1893, ab 1934 Staats-
           sekretr im preuischen Justizministertium, 1942 - 1945
           Prsident des Volksgerichtshofes, wird bei einem
           Luftangriff gettet.
           (Quelle/n: 038 u.a.)
         - Einnahme von Manila durch amerikanische Truppen.
         - Franzsische Truppen marschieren in Colmar ein.
           (Quelle: 038)
         - Die Alliierten werfen ber Berlin etwa 3.000 Tonnen
           Sprengstoff ab. Etwa 22.000 Tote sind die Folge.
           (Quelle: 038)
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04.02.1945 -
11.02.1945 Konferenz der Regierungschefs der USA, der UdSSR und
           Grobritanniens (Roosevelt, Churchill und Stalin) in
           Jalta (Krim). (Quellendifferenz: ev. bis 12.02.1945)
           (Quelle: 038, 050, 151 u.a.)
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04.02.1945 -
11.02.1945 Deutsche Truppen verlassen Belgien.
           (Quelle: 038)
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05.02.1945 1.200 Juden aus dem Protektorat Bhmen und Mhren
           werden mit Hilfe des Internationalen Roten Kreuzes in
           die Schweiz gebracht.
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07.02.1945 Wegen "Feigheit" wird der Polizeiprsident von
           Brandenburg erschossen.
           (Quelle: 038)
         - Die schweizer Regierung erreicht die Freilassung von
           etwa 1.200 Hftlingen des KZ Theresienstadt.
           (Quelle: 038)
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08.02.1945 Beginn der britischen Offensive am Niederrhein.
           (Quelle: 038)
         - Die Hftlinge in Ravensbrck erfahren, da ihre
           amputierten Kameradinnen, die in das "Jugendlager
           Uckermark" berstellt worden sind, vergast wurden.
           (Quelle: 152)
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09.02.1945 Das Flchtlingsschiff "Hedwigshtte" wird bei Fehmarn
           versenkt. 43 Tote.
           (Quelle: 038)
         - Walter Ulbricht bernimmt in Moskau die Leitung der
           Kommission, die die Richtlinien fr die Arbeit in
           Deutschland vorbereitet.
           (Quelle: 038)
         - Paraguay erklrt Deutschland den Krieg.
           (Quelle: 038)
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10.02.1945 Das Flchtlingsschiff "General von Steuben" wird bei
           der Stolperbank versenkt. 2.700 Tote.
           (Quelle: 038)
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12.02.1945 Aufruf der NS-Fhrung an Frauen zum "Volkssturm".
           (Quelle: 151)
         - Justizminister Otto Georg Thierack ordnet die Bildung
           von Standgerichten an. (Sippenhaft wird praktiziert)
           (Quelle: 038)
         - Britische und kanadische Truppen in Reichswald bei
           Kleve.
           (Quelle: 038)
         - Im nichtbesetzten Deutschland werden die Lebensmittel-
           rationen um 11% gekrzt.
           (Quelle: 038)
         - Nur mit Mhe knnen Groadmiral Karl Dnitz und andere
           Hitler davon abbringen, die Genfer Konventionen
           aufzukndigen.
           (Quelle: 038)
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13.02.1945 Einnahme von Buda durch die Sowjets.
         - Peru erklrt Deutschland den Krieg.
           (Quelle: 038)
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14.02.1945 Chile erklrt Deutschland den Krieg.
           (Quelle: 038)
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15.02.1945 Verordnung des Reichsjustizministeriums ber die
           Errichtung von Standgerichten. Ihnen fallen noch ca.
           7.000 Menschen bis Kriegsende zum Opfer.
           (Quelle: 151)
         - Die britische Armee erreicht auf einer Frontbreite von
           etwa 15 km den Rhein.
           (Quelle: 038)
         - Der schweizer Bundesrat zieht seine Konsequenzen aus
           der militrischen Entwicklung und friert - ebenso wie
           Lichtenstein - die deutschen Guthaben ein.
           (Quelle: 038)
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16.02.1945 Bombardierung der Leuna-Werke.
           (Quelle: 038)
         - Venezuela erklrt Deutschland den Krieg.
           (Quelle: 038)
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19.02.1945 Landung amerikan. Marineinfanteristen auf Iwo-Jima.
         - Das Flchtlingsschiff "Consul Cords" wird bei
           Warnemnde versenkt. 103 Tote.
           (Quelle: 038)
         - Himmler versucht ber Schweden, Friedensgesprche mit
           den Westmchten aufzunehmen.
           (Quelle: 038)
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23.02.1945 Die Trkei und Uruguay erklren Deutschland den Krieg.
           (Quelle: 038)
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24.02.1945 gypten erklrt Deutschland den Krieg.
           (Quelle: 038)
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26.02.1945 Die Rote Armee stt in Pommern zur Ostsee durch.
           (Quelle: 038)
         - Der sterreichische Nationalrat in London fordert die
           Wiedererrichtung eines demokratischen Staatswesens im
           befreiten sterreich.
           (Quelle: 038)
         - Syrien erklrt Deutschland den Krieg.
           (Quelle: 038)
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27.02.1945 Libanon erklrt Deutschland den Krieg.
           (Quelle: 038)
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28.02.1945 Der Gauleiter des Gaues Kln-Aachen erlt den Aufruf,
           "Gegen den Feind mit allen Mitteln" zu kmpfen.
           (Quelle: 151)
         - Das KZ Gro-Rosen wird durch die Rote Armee befreit.
           (Quelle: 151)
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00.03.1945 Anne Frank stirbt vermultich durch Verhungern im
           Konzentrationslager Bergen-Belsen.
           (Quelle: 038)
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01.03.1945 Saudi-Arabien erklrt Deutschland den Krieg.
           (Quelle: 038)
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03.03.1945 Amerikanische Truppen am Rhein. (Quellendiffernz:
           02.03.1945)
           (Quelle/n: 038 u.a.)
         - Wolf Alexander Oskar Ernst von Harnack, geb. 1888, Sohn
           des Kirchenhistorikers Adolf von Harnack, Regierungs-
           prsident a. D., ab 1919 Mitglied der SPD, als Wider-
           standskmpfer hingerichtet.
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04.03.1945 Finnland erklrt Deutschland den Krieg.
           (Quelle: 038)
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05.03.1945 Amerikanische Truppen in Kln.
           (Quelle: 151)
         - Der Jahrgang 1929 wird zum Volkssturm einberufen.
           (Quelle: 038)
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06.03.1945 Deutsche Truppen versuchen in Ungarn eine Gegenoffen-
           sive. (gegen die Sowjets in den ungarischen
           Erdlgebieten ?)
           (Quelle: 038)
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07.03.1945 Amerikanische Truppen berschreiten den Rhein bei
           Remagen (durch Eroberung der Ludendorf-Brcke).
           (Quelle/n: 038, 151 u.a.)
         - Beginn der faschistischen Massenmorde in der Bittermark
           und im Rombergpark.
           (Quelle: 151)
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08.03.1945 Tito bildet eine jugoslawische Regierung.
           (Quelle: 038)
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10.03.1945 Rumnien bernimmt die Verwaltung von Nord-
           Siebenbrgen.
           (Quelle: 038)
         - Nach einem US-Luftangriff stehen 20 Quadratkilometer
           von Tokio in Flammen. Etwa 80.000 Tote.
           (Quelle: 038)
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12.03.1945 Heinz Priess, Mitglied der Hamburger Bstlein-Jacob-
           Abshagen-Gruppe, wird in Brandenburg hingerichtet.
           (Quelle: 151)
         - Das Flchtlingsschiff "Andros" wird bei Swinemnde
           versenkt. 200 Tote.
           (Quelle: 038)
         - In einem Abkommen mit Meditinalrat Felix Kersten
           gesteht Heinrich Himmler zu, da Juden nicht mehr
           gettet werden sollen und sogar aus Schweden
           Lebensmittelpakete erhalten drfen. Diese Vereinbarung
           wird aber nicht eingehalten und in den noch
           verbliebenen Lager werden Juden gettet oder verhungern
           zu Tausenden.
           (Quelle: 038)
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15.03.1945 US-Offensive an der Mosel und der Maas.
           (Quelle: 038)
         - Ribbentrop versucht ber Schweden, Kontakt zu
           den Westmchten aufzunehmen.
           (Quelle: 038)
         - Im KZ Bergen-Belsen befinden sich 45.117 Hftlinge,
           davon 30.387 Frauen. Bis April werden es ber 60.000
           Hftlinge.
           (Quelle: 038)
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17.03.1945 Die Ludendorff-Brcke in Remagen bricht zusammen, wird
           jedoch durch einen Pontonbergang ersetzt.
           (Quelle: 038)
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19.03.1945 Hitlers "Nerobefehl" zur Zerstrung aller Industrie-,
           Verkehrs- und Versorgungsanlagen in Deutschland.
           (Quelle/n: 038, 151 u.a.)
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20.03.1945 Die UDSSR wnscht einen Freundschaftsvertrag mit der
           Trkei.
           (Quelle: 038)
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21.03.1945 Grndung des "Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbun-
           des" in Aachen.
           (Quelle: 151)
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23.03.1945 Britische Truppen setzen ber den Rhein bei Wesel.
           (Quelle: 151)
         - Amerikaner stoen bis Mainz vor.
           (Quelle: 151)
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24.03.1945 Die Rote Armee erffnet die Offensive in Richtung Wien.
           (Quelle: 038)
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25.03.1945 General Montgomery erteilt den ihm unterstellten
           Truppen ein Fraternisierungsverbot.
           (Quelle: 038)
         - Eine fanatische Gruppe von Angehrigen der Hitlerjugend
           erschiet den von den Amerikanern eingesetzten Aachener
           Brgermeister Karl Oppenhoff. Mit diesem Mordanschlag
           will eine deutsche Untergrundorganisation, der Werwolf,
           ihre Existenz nachweisen.
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26.03.1945 Bei einer irrtmlichen Bombardierung Den Haags durch
           die britische RAF finden etwa 800 Menschen den Tod.
           (Quelle: 038)
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27.03.1945 Argentinien erklrt Deutschland den Krieg.
           (Quelle: 038)
         - Generaloberst Guerdian berreicht im Auftrag des
           Fhrers goldene Nahkampfspangen.
           (Quelle: 038)
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28.03.1945 Die letzte von 1050 V-Waffen explodiert in England.
           (Quelle: 038)
         - Der von den Amerikanern eingesetzte Brgermeister von
           Aachen wird von drei uniformierten Deutschen ermordet.
           (Quelle: 131)
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29.03.1945 Amerikanische Truppen in Wiesbaden und Frankfurt am
           Main.
           (Quelle: 151)
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30.03.1945 Antifaschistische Stadtteilausschsse werden in
           Frankfurt am Main aktiv.
           (Quelle: 151)
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00.04.1945 In der letzten Kesselschlacht des 2. Weltkriegs beim
           brandenburgischen Halbe sterben ca. 40.000
           Wehrmachtsangehrige, SS und auch Zivilisten.
         - Frederik Geussenhainer (Weie Rose) verhungert im KZ
           Mauthausen.
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01.04.1945 Landung amerikanischer Truppen auf Okinawa.
         - Das Ruhrgebiet ist von amerikanischen Truppen
           eingekesselt.
           (Quelle/n: 038, 151)
         - Rheinbergang franzsischer Truppen bei Karlsruhe.
           (Quelle: 151)
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02.04.1945 Aufruf der faschistischen Fhrung zum "Werwolf".
           (Quelle: 151)
         - Das Deutsche Nachrichten Bro verbreitet die Meldung
           ber die Grndung einer "Werwolf-Organisation".
           (Quelle: 131)
         - Amerikanische Truppen in Kassel.
           (Quelle: 151)
         - Die Stadt Wien wird zum Verteidigungsgebiet erklrt.
           (Quelle: 038)
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03.04.1945 Befehl Himmlers, rcksichtslos gegen alle vorzugehen,
           die an ihren Husern weie Flaggen anbringen.
           (Quelle: 151)
         - Die Hftlinge: Waclaw Lipka ((Nr. 2520 in Auschwitz,
                           Mnnerlager BIId bis 03.01.1945) in
                           Mauthausen Nr. 114663)
                          Mieczyslaw Morawa ((Nr. 5730 in
                           Auschwitz, Mnnerlager BIId bis
                           03.01.1945) in Mauthausen Nr. 114665)
                          Jzef Ilczuk (Nr. 14916 in Auschwitz,
                           Mnnerlager BIId bis 03.01.1945) in
                           Mauthausen Nr. 114661)
                          Wladislaw Biskup (Nr. 74501 in
                           Auschwitz, Mnnerlager BIId bis
                           03.01.1945) in Mauthausen Nr. 114657)
                          Jan Agrestowski (Nr. 74545 in Auschwitz,
                           Mnnerlager BIId bis 03.01.1945) in
                           Mauthausen Nr. 114656)
                          Stanislaw Slezak (Nr. 39340 in
                           Auschwitz, Mnnerlager BIId bis
                           03.01.1945) in Mauthausen Nr.
                           unbekannt)
           sogenannte "Geheimnistrger", werden im
           Krematoriumsgebude des KZ Mauthausen erschossen.
           (Quelle: 154)
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04.04.1945 Die deutschen Truppen werden aus Ungarn zurckgedrngt.
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05.04.1945 Die UDSSR kndigt den Neutralittsvertrag mit Japan.
           (Quelle: 038)
         - Deutsche Truppen rumen Sarajevo.
           (Quelle: 038)
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05.04.1945 -
06.04.1945 oder:
06.04.1945 -
10.04.1945 oder:
07.04.1945 Evakuierung von 28.500 Juden aus Buchenwald. Weitere
           7.000 - 8.000 werden ermordet.
           (Quelle/n: 050, 151 u.a.)
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06.04.1945 Die jugoslawische "Partisanen"-Armee greift erneut die
           Heeresgruppe E an und zwingt sie unter Aufgabe
           Sarajevos sich aus Kroatien bis an die Sdgrenze
           sterreichs zurckzuziehen. Gegenstze zwischen
           Wehrmacht und SS-Verbnden fhren zu Innerdeutschen
           Schuwechseln.
           (Quelle: 038)
         - Der Kreuzer "Leipzip" wird durch ein sowjetisches
           U-Boot torpediert.
           (Quelle: 038)
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07.04.1945 Sowjetische Truppen dringen in Wien ein.
           (Quelle: 038)
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08.04.1945 Hans von Dohnanyi, geb. 1902, Reichsgerichtsrat a. D.,
           1929 - 1938 im Reichjustizministerium ttig, zeitweilig
           als Leiter des Ministerbros, 1939 - 1943 Leiter des
           Referats fr Politik im Stab der Abwehr des OKW, im KZ
           umgekommen.
         - Es gelingt sowjetischen Truppen die Verbindung zwischen
           Knigsberg und Pilau zu unterbrechen und in Knigsberg
           einzudringen. Da Lebensmittel und Munition aufgebraucht
           sind, akpituliert General Otto Lasch. Daraufhin lt
           ihn Hitler wegen Feigheit zum Tode veruteilen und seine
           Familie in Sippenhaft nehmen.
           (Quelle: 038)
         - Amerikanischer Luftangriff auf Celle. Die Bomben
           treffen unter anderem einen im Bahnhof stehenden
           Transportzug mit Hftlingen. In diesen 60 Waggons
           befinden sich etwa 4000 Mdchen, Frauen und Mnner aus
           dem Auenlager Salzgitter-Drtte und zwei Auenlagern
           in Leiden und Salzgitter (KZ Neuengamme). Die Hlfte
           stirbt in den Flammen. Die anderen fliehen vor den
           Flammen und der bewachenden SS in Richtung Neustdter
           Holz. Die SS-Wachmannschaft, eine zugeteilte Gruppe von
           Polizisten und eine Kompanie aus "Versprengten" und
           SS-Leuten (aus Wienhausen) gehen auf Befehl auf die
           Jagd nach den Flchtigen. Unaufgefordert und freiwillig
           beteiligen sich an dieser Jagd: Mitglieder des
           Volkssturms, SA-Mnner, Zivilisten und Feuerwehrleute
           des Flugplatzes Wietzenbruch. Etwa 200 bis 300
           Flchtende werden bei dieser "Aktion" erschossen, 30
           wegen behaupteter Plnderung sofort exekutiert. Etwa
           500 der Geflchteten werden unter SS-Bewachung zu Fu
           nach Bergen-Belsen gebracht. Etwa 1000 der Geflchteten
           werden auf dem Gelnde der Heidekaserne "in Gewahrsam"
           genommen. Dort sterben noch viele an Entkrftung und
           Mangel an medizinischer Versorgung, bevor die
           berlebenden von der britischen Armee befreit werden.
           (Quelle/n: 298)
-----
09.04.1945 Dietrich Bonhoeffer, geb. 1906, protestantischer
           Pfarrer, wird als Widerstandskmpfer im KZ Flossenbrg
           hingerichtet.
           (Quelle/n: 151 u.a.)
         - Hans Oster, geb. 1888, Generalmajor, ab 1933 im
           Reichswehrministerium ttig, spter im OKW als Chef des
           Stabes der Abwehr, als Widerstandskmpfer im KZ
           Flossenbrg hingerichtet.
           (Quelle/n: 151 u.a.)
         - Beginn der Rumung des Lagers Mauthausen.
         - Admiral Wilhelm Canaris, Hauptmann Ludwig Gehre,
           Gerneralstabsrichter Karl Sack, Direktor Theodor
           Strnck im KZ Flossenbrg ermordet.
           (Quelle: 151)
         - Alliierte Gesamtoffensive in Italien, um deutsche
           Truppen am Aufbau einer "Alpenfestung" zu hindern.
           (Quelle: 038)
-----
10.04.1945 Amerikanische Truppen in Essen.
           (Quelle: 151)
         - In Brettheim, Kreis Crailsheim, werden drei
           Antifaschisten fr die versuchte bergabe des Ortes von
           einem fliegenden Standgericht verurteilt und erhngt.
           (Quelle: 151)
         - Amerikanische Truppen besetzen Hannover.
           (Quelle: 151)
         - Bildung eines Wiederaufbau-Ausschusses in Hannover, dem
           Sozialdemokraten, Kommunisten, christliche und jdische
           Brger angehren.
           (Quelle: 151)
         - Das Flchtlingsschiff "Neuwerk" wird in der Danziger
           Bucht versenkt. 710 Tote.
           (Quelle: 038)
         - Das Panzerschiff "Admiral Scheer" wird bei einem
           britischen Luftangriff in Kiel versenkt. Auch der
           deutsche Kreuzer "Admiral Hipper" wird bei diesem
           Angriff schwer beschdigt.
           (Quelle: 038)
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11.04.1945 Selbstbefreiung der Hftlinge des Konzentrationslagers
           Buchenwald.
           (Quelle: 050, 151)
         - In Braunschweig tritt die "Antifaschistische Aktion"
           an die ffentlichkeit.
           (Quelle: 151)
         - Die Flchtlingsschiffe "Posen" und "Moltkefels" werden
           bei Hela versenkt. Zusammen etwa 1.000 Tote.
           (Quelle: 038)
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12.04.1945 Roosevelt stirbt. Sein Nachfolger im Amt des
           Prsidenten der USA wird: Harry S. Truman.
         - Alliierter Luftangriff auf Potsdam.
           (Quelle: 038)
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13.04.1945 Massenmord der Gestapo an antifaschistischen Hftlingen
           in der Wenzelnbergschlucht bei Solingen-Landwehr.
           (Quelle: 151)
         - Das Flchtlingsschiff "Karlsruhe" wird vor Pommern
           versenkt. 850 Tote.
           (Quelle: 038)
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13.04.1945 -
14.04.1945 Wien ist von der Roten Armee besetzt.
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14.04.1945 Funkspruch von Himmler an die Lagerkommandanten der
           noch bestehenden Konzentrationslager: "Die bergabe
           kommt nicht in Frage. Das Lager ist sofort zu
           evakuieren. Kein Hftling darf lebendig in die Hnde
           des Feindes fallen."
           (Quelle/n: 185)
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14.04.1945 -
18.04.1945 Noch vor dem Einmarsch der Amerikaner in Solingen
           treten Antifaschisten auf den Plan und organisieren die
           kampflose bergabe. Sie bilden die "Antifaschistische
           Volksfront" Solingen.
           (Quelle: 151)
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15.04.1945 Konzentrationslager Bergen-Belsen wird von britischen
           Truppen befreit. Unter den Hftlingen tobt zu diesem
           Zeitpunkt eine Typhusepedemie. Bis Juni sterben an
           Krankheiten und den Folgen der Unterernhrung etwa
           14.000 ehemalige Hftlinge.
           (Quelle/n: 038, 151 u.a.)
         - Mit Hilfe des Internationalen Roten Kreuzes werden 431
           dnische Juden aus dem Protektorat Bhmen und Mhren
           nach Schweden gerettet.
         - Margaretha Rothe (Weie Rose) stirbt im Krankenhaus
           Leipzig-Dsen.
         - Erste Betriebsrtekonferenz im Ruhrgebiet erlt
           "Aufruf zur Grndung des Freien Deutschen
           Gewerkschaftsbundes".
           (Quelle: 151)
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16.04.1945 Beginn der sowjetischen Offensive gegen Berlin.
           (Quelle/n: 038, 151)
         - Unter dem Druck der Sowjetarmee bricht die "Oderfront"
           (Quelle: 038)
         - Das Flchtlingsschif "Goya" wird bei Rixhft versenkt.
           6.500 Tote.
           (Quelle: 038)
         - Der deutsche Kreuzer "Ltzow" wird durch Bomben
           versenkt.
           (Quelle: 038)
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17.04.1945 Heinz Kucharski (Weie Rose) wird vom Volksgerichtshof
           in Hamburg als Widerstandskmpfer zum Tode verurteilt.
           Er flchtet kurz vor seiner Exekution.
         - Ghandi fordert Straffreien Frieden fr Deutschland und
           Japan.
           (Quelle: 038)
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18.04.1945 Ende des Widerstands im Ruhrkessel. Der Kessel wird
           durch allierte Truppen geteilt. Die deutschen Soldaten
           kapitulieren, ihr Befehlshaber Walter Model begeht
           Selbstmord.
           (Quelle: 038)
         - US-Truppen berschreiten die tschechische Grenze.
           (Quelle: 038)
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19.04.1945 Die ehemaligen Hftlinge von Buchenwald schwren, den
           Kampf erst einzustellen, wenn der Faschismus mit seinen
           Wurzeln vernichtet und eine neue Welt des Friedens und
           der Freiheit aufgebaut worden ist.
           (Quelle: 151)
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20.04.1945 Britische Truppen bei Lauenburg an der Elbe.
           (Quelle: 151)
           (Quellendifferenz: 19.04.1994 Quelle: 038)
         - In der Hamburger Schule Bullenhuser Damm werden 20
           Kinder, an denen medizinische Experimente vorgenommen
           worden waren, ermordet.
           (Quelle: 151)
         - Amerikanische Truppen in Nrnberg.
           (Quelle: 151 u.a.)
         - Beginn des Todesmarsches von 30.000 Hftlingen des KZ
           Sachsenhausen. 3000 meist kranke Hftlinge bleiben im
           Lager zurck.
           (Quelle: 151)
         - Sowjetische Truppen vor Berlin.
         - Hitler hat den Raum Amsterdam, Den Haag, Rotterdam zur
           Festung erklrt, die unter allen umstnden zu halten
           ist. Die deutschen Befehlshaber in den Niederlanden
           beginnen mit der Sprengung von Deichen und setzten
           damit riesige Landflchen unter Wasser.
           (Quelle: 038)
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21.04.1945 Mit Ausnahme der Kranken und ihrer Pflegerinnen sind
           alle Hftlinge des Lagers Ravensbrck verschleppt.
         - Margarethe Mrosek (Weie Rose) wird im KZ Neuengamme
           ohne Gerichtsverfahren gehenkt.
         - Franzsische Truppen in Stuttgart.
           (Quelle: 151)
         - "Kampfkomitees gegen den Nationalsozialismus" beginnen
           in Stuttgart mit ihrer Ttigkeit.
           (Quelle: 151)
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21.04.1945 +
22.04.1945 Vergasung von 684 kranken Hftlingen im KZ
           Mauthausen/Gusen.
           (Quelle: 152)
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21.04.1945 -
25.04.1945 Vergasung von 1441 Kranken im KZ Mauthausen.
           (Quelle: 152)
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22.04.1945 Rote Armee befreit das KZ Sachsenhausen.
           (Quelle: 151)
         - Die Rote Armee erreicht den inneren Verteidigungsring
           von Berlin.
           (Quelle: 038)
         - Albrecht Haushofer, Justus Pereis, Klaus Bonhoeffer und
           siebzehn weitere politische Gefangene werden in Berlin
           am Lehrter Bahnhof vom SD erschossen.
           (Quelle: 151)
         - Besetzung der Landeshauptstadt Stuttgart durch
           franzsische Truppen.
           (Quelle/n: 185)
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23.04.1945 Sowjetische Truppen vor Berlin.
         - Klaus Bonhoeffer, geb. 1901, Bruder von Dietrich
           Bonhoeffer, Rechtsanwalt, ab 1936 Syndikus der
           Deutschen Lufthansa, wird als Widerstandskmpfer
           erschossen.
         - Friedrich Justus Perels, geb. 1910, ab 1936
           Rechtsberater der Bekennenden Kirche, als
           Widerstandskmpfer erschossen.
         - Curt Ledien (Weie Rose) wird im KZ Neuengamme ohne
           Gerichtsverfahren gehenkt.
         - Amerikanische Truppen befreien das KZ Flossenbrg.
           (Quelle: 151)
         - Domprediger Dr. Maier, Michael Lottner und Josef Zirkl
           werden in Regensburg ermordet.
           (Quelle: 151)
         - Absetzung Grings wegen der Frage nach der
           Amtsnachfolge fr Hitler.
           (Quelle: 038)
         - Ravensbrck: Kranke Hftlinge werden vergast.
           (Quelle: 152)
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23.04. -
04.05.1945 Evakuierung der Hftlinge aus Sachsenhausen (Berlin)
           und Ravensbrck. Letzte Massaker der
           SS-Wachmannschaften.
           (Quelle: 050)
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24.04.1945 Himmler bietet den Westalliierten die Kapitulation an.
           (Quelle: 038)
         - Berlin ist von sowjetischen Truppen eingeschlossen.
           (Quelle: 038)
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25.04.1945 Bei Torgau an der Elbe treffen sowjetische und
           amerikanische Truppen zusammen.
           (Quelle/n: 038, 151 u.a.)
         - Konferenz der Vereinten Nationen (UN) in San Francisco
           (bis Juni). In Anwesenheit von 850 Delegierten aus 47
           Staaten, die bisher die Erklrung der vereinten
           Nationen unterzeichnet haben, wird die Grndungsver-
           sammlung der UNO erffnet.
           (Quelle: 038)
         - Das Flchtlingsschiff "Emily Sauter" wird bei Hela
           versenkt. 50 Tote.
           (Quelle: 038)
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26.04.1945 Britische Truppen in Bremen. Sie werden in den
           folgenden Wochen von amerikanischer Besatzung abgelst.
           (Quelle: 151)
         - Selbstbefreiung der politischen Gefangenen des
           Zuchthauses Brandenburg-Grden.
           (Quelle: 151)
         - Beginn des Abtransports von 9.600 Hftlingen aus dem KZ
           Neuengamme zur Lbecker Bucht.
           (Quelle: 151)
         - Todesmarsch aus dem KZ Dachau mit 10.000 Gefangenen.
           (Quelle: 151)
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27.04.1945 Beginn des Todesmarsches von 20.000 weiblichen
           Hftlingen des KZ Ravensbrck.
           (Quelle: 151)
         - In Bremen wird die "Kampfgemeinschaft gegen den
           Faschismus" gegrndet.
           (Quelle: 151)
-----
28.04.1945 "Freiheitsaktion Bayern" in Mnchen.
           (Quelle: 151)
         - In der oberbayerischen Bergarbeiterstadt Penzberg
           werden 17 Antifaschisten auf Befehl des Gauleiters
           erschossen oder gehngt, weil sie die Zerstrung von
           wichtigen Betrieben und die geplante Ermordung von
           Kriegsgefangenen verhindern wollten und die
           Stadtverwaltung absetzten. Unter den Getteten ist auch
           der ehemalige sozialdemokratische Brgermeister (bis
           1933) Hans Rummer.
           (Quelle/n: 038, 151)
         - Hitler verfasst sein Testament.
           (Quelle: 038)
         - Benito Mussolini, geb. 1883, 1922 - 1945 italienischer
           Regierungschef (Duce), Fhrer des Faschismus, von
           Partisanen beim Versuch, in die Schweiz zu entkommen,
           in der Nhe von Como entdeckt und zusammen mit seiner
           Geliebten, Clara Petacci, erschossen. Die beiden
           Leichen werden in Mailand auf der Piazza Loretto an
           einem Gerst aufgehngt und zur Schau gestellt.
           (Quelle: 038)
         - Letzte Vergasungen in Mauthausen. Die Opfer sind
           obersterreichische Antifaschisten.
           (Quelle: 152)
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29.04.1945 Besetzung der Slowakei durch die Sowjetunion.
         - Dachau durch amerikanische Truppen befreit.
           (Quelle: 151 u.a.)
         - Britische Truppen befreien das KZ Neuengamme.
           (Quelle: 151)
         - Konferenz von Vertretern aus 46 Betrieben und
           Schachtanlagen des Ruhrgebietes fr die Vorbereitung
           einheitlicher Gewerkschaften.
           (Quelle: 151)
         - Um die Kmpfe in Italien zu beenden unterzeichnen
           Generaloberst Helmuth von Vietinghoff-Scheel und SS-
           Obergruppenfhrer Karl Wolff die Kapitulationsurkunde.
           Die Kapitulation tritt am 02.05.1945 in Kraft.
           (Quelle: 038)
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30.04.1945 Hitler begeht zusammen mit Eva Braun Selbstmord (durch
           erschieen ?) im "Fhrerbunker" in Berlin.
           (Quelle/n: 038 u.a.)
         - Amerikanische Truppen in Mnchen.
         - Sowjetische Soldaten hissen auf dem Reichstagsgebude
           in Berlin die rote Fahne.
         - Befreiung des KZ Ravensbrck durch die Rote Armee. Im
           Lager befinden sich noch 3.500 kranke Frauen.
           ((Quelle/n: 151 u.a.) Quellendifferenz: 29.04.1945)
         - In Pln bildet Dnitz eine Regierung.
           (Quelle: 038)
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00.05.1945 Hans von Friedeburg, Admiral, begeht Selbstmord.
         - Alfred Meyer, geb. 1891, 1931 - 1945 Gauleiter von Nord
           - Westfalen, 1933 - 1945 Reichsstatthalter von Lippe
           und Schaumburg - Lippe, 1941 - 1945 Staatssekretr im
           Reichsministerium fr die besetzten Ostgebiete und
           Stellvertreter Rosenbergs, begeht Selbstmord.
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01.05.1945 Joseph Paul Goebbels, geb. 1897, 1933 - 1945 Reichsmi-
           nister fr Volksaufklrung und Propaganda, Gauleiter
           von Berlin, 1944 - 1945 Generalbevollmchtigter fr den
           totalen Kriegseinsatz, vergiftet seine Kinder und
           begeht danach zusammen mit seiner Frau Selbstmord.
           (Quelle/n: 038 u.a.)
         - Groadmiral Karl Dnitz bernimmt die Leitung der
           letzten Reichsregierung.
           (Quelle: 038)
         - Martin Bormann schliet sich einer Gruppe an, die aus
           Berlin ausbrechen will, und verliert dabei das Leben.
           (Dies gilt jedoch seither als umstritten ... d.Chr.)
           (Quelle: 038)
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02.05.1945 Berlin kapituliert. Besetzung durch die Sowjets.
         - Kapitulation der deutschen Truppen in Italien gegenber
           den Alliierten.
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03.05.1945 Vertreter des Internationalen Roten Kreuzes bernehmen
           Theresienstadt mit noch 17.247 jdischen internierten.
         - Kampflose bergabe Hamburgs an die Englnder.
           (Quelle: 151)
         - In der Lbecker Bucht werden die Hftlingsschiffe "Cap
           Arcona" und "Thielbeck" durch einen britischen
           Fliegerangriff versenkt. Ca. 8.000 KZ-Hftlinge kommen
           ums Leben. Weiterhin werden versenkt: "Deutschland" -
           bei Neustadt, "Vega" un "Bolkoberg" bei Fehmarn. Die
           Anzahl der Toten KZ-Hftlinge und Flchtlinge die bei
           diesen Angriffen starben ist unbekannt.
           (Quelle/n: 038, 151)
         - Die Alliierten besetzen Rangoon
           (Quelle: 038)
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04.05.1945 Die SS-Mannschaften verlassen Mauthausen.
         - Kapitulation der deutschen Teilstreitkrfte in den
           Niederlanden, Nordwestdeutschland und Dnemark.
           (Quelle: 038)
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05.05.1945 Konzentrationslager Mauthausen befreit.
           (Quelle/n: 050, 151 u.a.)
         - Reynaud, Daladier und Gamelin werden in sterreich
           befreit.
           (Quelle: 038)
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06.05.1945 "Festung Breslau" kapituliert.
           (Quelle: 151)
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07.05.1945 Befreiung des Ghettos Theresienstadt.
           (Quelle: 151)
         - Die japanische Regierung bezeichnet die Kapitulation
           Deutschlands als Vertragsbruch.
           (Quelle: 038)
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07.05.1945 -
09.05.1945 Bedingungslose Kapitulation Deutschlands : Ende des
           Krieges in Europa.
           (Quelle/n: 151 u.a.)
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08.05.1945 Offizielles Kriegsende in Europa.
           (Quelle/n: 151 u.a.)
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09.05.1945 Stalin erklrt, die UDSSR werde Deutschland nicht
           zerstckeln oder vernichten.
           (Quelle: 038)
         - Gring stellt sich den US-Truppen.
           (Quelle: 038)
         - Quisling gibt sich der norwegischen Polizei gefangen.
           (Quelle: 038)
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10.05.1945 Konrad Henlein, geb. 1898, ab 1933 Fhrer der von ihm
           gegrndeten Sudetendeutschen Heimatfront bzw. ab 1935
           der Sudetendeutschen Partei, 1938 Reichskommissar fr
           das sudetendeutsche Gebiet, ab 1939 Reichsstatthalter
           und Gauleiter des Sudetenlandes, begeht Selbstmord.
         - Theresienstadt wird befreit.
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11.05.1945 Um dem Proze vor einem norwegischen Gericht zu
           entgehen, sprengt sich Reichskommissar Josef Terboven
           in die Luft.
           (Quelle: 038)
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12.05.1945 In Mnchen wird nach 2177 Nchten das Verdunklungsgebot
           aufgehoben.
           (Quelle: 038)
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14.05.1945 In Flensburg und Schleswig ffnen Banken wieder ihre
           Schalter.
           (Quelle: 038)
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15.05.1945 Als erste deutschsprachige Zeitung in der sowjetischen
           Besatzungszone erscheint in Berlin die "Tgliche
           Rundschau".
           (Quelle: 038)
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18.05.1945 In Mnchen ist wieder die Straenbeleuchtung
           zugelassen.
           (Quelle: 038)
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23.05.1945 Heinrich Himmler, geb. 1900, 1929 - 1945 Reichsfhrer
           der SS, 1935 Chef der Politischen Polizei des Reiches,
           1936 - 1945 Leiter der deutschen Polizei, 1943 - 1945
           Reichsminister des Innern, 1944 - 1945 Befehlshaber des
           Ersatzheeres, wird gefangen und begeht Selbstmord.
           (Quelle/n: 038 u.a.)
         - Verhaftung der Regierung Dnitz.
           (Quelle: 038)
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31.05.1945 Amerikanische Militrregierung verkndet Gesetz ber
           Auflsung der NSDAP.
           (Quelle: 151)
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05.06.1945 Die Oberbefehlshaber der vier alliierten Armeen
           (General Eisenhower, Marschall Shukow, Feldmarschall
           Montgomery und General de Lattre de Tassigny)
           bernehmen die oberste Regierungsgewalt in Deutschland.
           (Quelle/n: 038, 151)
         - Einteilung Deutschlands in vier Besatzungszonen,
           Berlins in vier Sektoren, Bildung des Alliierten
           Kontrollrats.
           (Quelle: 151)
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06.06.1945 -
29.06.1945 In Aachen werden die ersten Todesurteile durch US-
           Militrgerichte ausgesprochen: zwei Angehrige der
           Hitlerjugend werden hingerichtet. Sie waren Angehrige
           der Gruppe Werwolf.
           (Quelle/n: 038 u.a.)
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09.06.1945 Bildung der Sowjetischen Militradministration in
           Deutschland (SMAD).
           (Quelle: 038)
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10.06.1945 Die Alliierten verknden die Arbeitspflicht fr alle
           Deutschen.
           (Quelle: 038)
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11.06.1945 In Berlin Aufruf des ZK der KPD: "Schaffendes Volk in
           Stadt und Land/Mnner und Frauen/Deutsche Jugend".
           (Quelle: 151)
         - In Berlin Wiedergrndung der KPD.
           (Quelle: 038)
         - In Berlin Aufruf des Zentralausschusses der SPD: "Vom
           Chaos zur Ordnung".
           (Quelle: 151)
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12.06.1945 Als Zentralorgan der KPD erscheint die "Deutsche
           Volkszeitung".
           (Quelle: 038)
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17.06.1945 Erste Funktionrsversammlung der SPD in Berlin
           besttigt den Zentralausschu.
           (Quelle: 151)
         - Grndung der CDU in Kln.
           (Quelle: 151)
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18.06.1945 Ehemalige deutsche Rstungsbetriebe mssen ihre
           Produktionsumstellung nachweisen.
           (Quelle: 038)
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19.06.1945 Vertreter des ZK der KPD und des ZA der SPD beschlieen
           Grndung eines gemeinsamen Aktionsausschusses.
           (Quelle: 151)
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26.06.1945 In Berlin Grndung der CDU.
           (Quelle: 151)
         - In San Francisco Unterzeichnung der "Charta der
           Vereinten Nationen" (Sie tritt am 24.10.1945 in Kraft.)
           und des "Statuts des Internationalen Gerichtshofes".
           (Quelle: 151 u.a.)
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26.06.1945 -
08.08.1945 Auf einer Konferenz in London beschlieen die USA, die
           Sowjetunion, Frankreich und England ein "Abkommen ber
           die Verfolgung und Bestrafung der Hauptkriegsverbrecher
           der europischen Achse". Auf dieser Konferenz wird auch
           das Statut fr das Internationale Militrtribunal
           verabschiedet, das am 20.11.1945 zusammentritt.
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00.07.1945 Kurt Gerstein, geb. 1905, Diplomingeneur,
           SS-Obersturmfhrer, ab 1942 Leiter der Abteilung fr
           Desinfektionsgase des SS-Gesundheitsamtes, begeht
           Selbstmord (?).
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01.07.1945 -
04.07.1945 Entsprechend der endgtligen Festlegung der
           Besatzungszonen besetzen sowjetische Truppen Sachsen,
           Thringen und die westlichen Teile Mecklenburgs.
           Amerikanische, britische und franzsische Truppen
           bernehmen die Westsektoren Berlins.
           (Quelle: 151)
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06.07.1945 Amerikanische Militrbehrden bernehmen die Kontrolle
           ber den IG-Farben-Konzern.
           (Quelle: 151)
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07.07.1945 Das Saargebiet erhlt eine eigene Verwaltung unter
           franzsischer Oberhoheit.
           (Quelle: 151)
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11.07.1945 Im Auftrag der US-Militrverwaltung werden vier
           Millionen neue deutsche Schulbcher gedruckt.
           (Quelle: 038)
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17.07.1945 Beginn der Potsdamer Konferenz zwischen Stalin, Truman
           und Churchill (der am 29.7. von Attlee abgelst wird).
           (Quelle: 151)
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24.07.1945 Aktionsprogramm der SPD und der KPD in Hamburg.
           (Quelle: 151)
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31.07.1945 Erste Ausgabe der "Frankfurter Rundschau" erscheint.
           (Quelle: 151)
         - Pierre Laval, Ministerprsident der Vichy-Regierung,
           fliegt von Barcelona nach Linz und stellt sich den
           US-Behrden.
           (Quelle: 038)
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02.08.1945 Potsdamer Abkommen unterzeichnet.
           (Quelle: 151)
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06.08.1945 Feldmarschall Montgomery gibt fr die britische Zone
           die grundstzliche Zustimmung zur Bildung freier
           Gewerkschaften und demokratischer politischer Parteien.
           (Quelle: 151)
         - Abwurf der amerikanischen (der ersten) Atombombe ber
           Hiroshima.
           (Quelle/n: 151 u.a.)
         - In Aachen und Hamburg finden Schulungskurse fr Lehrer
           statt.
           (Quelle: 038)
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08.08.1945 Kriegserklrung der Sowjetunion an Japan.
         - Georg von Schnitzler sieht sich zu einem Eingestndnis
           gezwungen: "Durch diese Handlungsweise bernahm die IG
           eine groe Verantwortung und stellte wesentliche und
           auf dem chemischen Gebiet entscheidende Hilfe fr
           Hitlers Auenpolitik, die zum Krieg und zu Deutschlands
           Ruin fhrte. So mu ich den Schlu ziehen, da die IG
           weithin fr Hitlers Politik verantwortlich ist." (Verm.
           whrend seiner Vernehmungen zum IG-Farben-Proze ...)
         - Aktionsgemeinschaft zwischen SPD und KPD in Mnchen.
           (Quelle: 151)
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09.08.1945 Abwurf der zweiten Atombombe auf Nagasaki durch die
           USA.
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14.08.1945 Marschall Philippe Ptain, Chef des Vichy-Regimes, wird
           zum Tode veruteilt.
           (Quelle: 038)
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14.08.1945 oder
15.08.1945 Japan akzeptiert die Waffenstillstandsbedingungen der
           Alliierten. Ende des Zweiten Weltkrieges.
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17.08.1945 Ptain wird durch de Gaulle zu lebenslanger Hafz
           begnadigt.
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26.08.1945 Aktionsgemeinschaft zwischen SPD und KPD in Dachau.
           (Quelle: 151)
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27.08.1945 Zulassung von politischen Parteien und Gewerkschaften
           auf Kreisebene in der amerikanischen Besatzungszone.
           (Quelle/n: 038, 151)
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29.08.1945 Gegen Hermann Gring und 23 andere wird Anklage wegen
           Kriegsverbrechen erhoben.
           (Quelle: 038)
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02.09.1945 Japan unterzeichnet die Kapitulation gegenber Gro-
           britannien und den Vereinigten Staaten an Bord des
           US Schlachtschiffes "Missouri" in der Bucht von Tokio.
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03.09.1945 Gemeinsamer Aktionsausschu SPD und KPD in Frankfurt am
           Main.
           (Quelle: 151)
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07.09.1945 Gem der interalliierten Vereinbarung ber die
           Verfolgung von Kriegsverbrechen wird Hugo Stinnes jr.
           verhaftet.
           (Quelle: 038)
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09.09.1945 Japan unterzeichnet die Kapitulation gegenber China.
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10.09.1945 Vidkun Quisling wird wegen Hochverrat von einem
           norwegischen Gericht zum Tode verurteilt.
           (Quelle: 038)
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17.09.1945 In Lneburg beginnt vor einem britischen Militrgericht
           der Proze gegen den Kommandanten und das Wachpersonal
           des KZ Bergen-Belsen (Josef Kramer, Irma Greese u.a.).
           Es werden 11 Todesurteile und einmal Lebenslnglich
           ausgesprochen, fr fnf Mnner und dreizehn Frauen gibt
           es Strafen von ein bis fnfzehn Jahren Zuchthaus.
           (Quelle/n: 038, 151)
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17.09.1945 -
17.11.1945 Bergen-Belsen-Proze in Lneburg. Angeklagt werden 47
           Personen. Darunter 17 SS-Mnner, 16 SS-Aufseherinnen
           und 14 sonstige Personen (zum Teil selbst Hftlinge,
           die als "Kapos" an Verbrechen beteiligt waren. Von den
           Angeklagten werden 11 zum Tode verurteilt, einer erhlt
           eine lebenslange Strafe und wird in einem anderen
           Verfahren zum Tode verurteilt, 5 erhalten 15 Jahre
           Haft, 9 erhalten 10 Jahre Haft, 2 erhalten 5 Jahre Haft
           und je einer 3 bzw. 1 Jahr Haft. 9 Angeklagte werden
           freigesprochen.
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21.09.1945 Besprechungen von Vertretern der SPD und der KPD in
           Braunschweig.
           (Quelle: 151)
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25.09.1945 Beginn der Industriedemontage in Westdeutschland.
           (Quelle: 038)
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00.10.1945 Leonardo Conti, geb. 1900, 1939 - 1945 Staatssekretr
           fr Gesundheitswesen im Reichsministerium des Innern,
           Reichsgesundheitsfhrer, begeht Selbstmord.
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03.10.1945 In der sowjetischen Besatzungszone werden alle
           ehemaligen NS-Mitglieder aus dem Justizdienst entfernt.
           (Quelle: 038)
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05.10.1945 -
06.10.1945 Auf einer SPD-Konferenz in Wenningsen bei Hannover
           wird Kurt Schumacher zum politischen Beauftragten
           seiner Partei fr die Westzonen gewhlt.
           (Quelle: 151)
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06.10.1945 Unter amerikanischer Lizenz erscheint in Mnchen die
           "Sddeutsche Zeitung".
           (Quelle: 151)
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14.10.1945 Der alliierte Kontrollrat beschlagnahmt den IG-Farben-
           Konzern.
           (Quelle: 038)
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15.10.1945 In Paris wird Pierre Laval hingerichtet.
           (Quelle: 038)
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17.10.1945 Wohnungsbeschlagnahmungen zugunsten ehemaliger NS-Opfer
           in der US-Zone.
           (Quelle: 038)
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24.10.1945 Quisling wird in Oslo hingerichtet (erschossen).
           (Quelle/n: 038 u.a.)
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25.10.1945 Robert Ley, geb. 1880, 1932 - 1934 Stabsleiter der
           politischen Organisation der NSDAP, danach Reichs-
           organisationsleiter der NSDAP, 1933 - 1945 Reichsleiter
           der Deutschen Arbeitsfront (DAF), begeht Selbstmord.
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27.10.1945 Einheitskundgebung von SPD und KPD in Duisburg.
           (Quelle: 151)
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29.10.1945 Das Prsidium der Landesverwaltung Sachsen beschliet
           die Enteignung des Kriegsverbrechers Friedrich Flick.
           (Quelle: 151)
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16.11.1945 Der Lneburger Bergen-Belsen-Proze endet mit elf
           Todesurteilen gegen die Hauptangeklagten. Sie werden am
           10. Dezember hingericht.
           (Quelle: 151)
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17.11.1945 Erklrung der Landesgruppe deutscher Gewerkschafter in
           Grobritannien fr die Arbeit in Deutschland.
           (Quelle: 151)
         - Deutsche Atomwissenschaftler treffen in den USA ein.
           (Quelle: 038)
         - Die britische Militrregierung bernimmt die Kontrolle
           ber die Krupp-Werke.
           (Quelle: 038)
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20.11.1945 Das Internationale Militrtribunal tritt in Nrnberg
           zusammen: Beginn des Nrnberger Prozesses gegen die
           Hauptkriegsverbrecher.
           Auf der Anklagebank: Hermann Gring, Rudolf He,
           Joachim von Ribbentrop, Wilhelm Keitel, Ernst
           Kaltenbrunner, Alfred Rosenberg, Hans Frank, Wilhelm
           Frick, Julius Streicher, Walther Funk, Hjalmar Schacht,
           Karl Dnitz, Erich Raeder, Arthur Sey-Inquardt, Albert
           Speer, Konstantin von Neurath, Hans Fritzsche, Gustav
           Krupp von Bohlen und Halbach (da er aus Altersgrnden
           dem Verfahren nicht gewachsen ist, wird diese
           abgetrennt), Robert Ley (begeht vor Verhandlungs-
           erffnung Selbstmord), Martin Bormann (sein Tod ist
           nicht bekant, daher Verhandlung in Abwesenheit).
           (Quelle: 038, 151 u.a.)
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11.12.1945 Vom Kontrollrat in Berlin werden den alliierten Mchten
           30 deutsche Industriewerke zu Reparationszwecken
           zugeteilt.
           (Quelle: 151)
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14.12.1945 Vollstreckung der am 17.09.1945 in Lneburg gegen
           Angehrige der KZ-Wachmannschaft Bergen-Belsen
           ausgeprochenen Todesurteile.
           (Quelle: 038)
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14.12.1945 -
16.12.1945 Erstes Reichstreffen der CDU in Bad Godesberg.
           (Quelle: 151)
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20.12.1945 Der allierte Kontrollrat ermchtigt die
           Militrgouverneure zu eigenverantwortlichen
           Kriegsverbrecherprozessen.
           (Quelle: 038)
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20.12.1945 -
21.12.1945 Konferenz von je 30 Funktionren der SPD und der
           KPD in Berlin ber Grundlinien einer gemeinsamen
           Programmatik.
           (Quelle: 151)
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00.00.1946 Karl Wolff, geb. 1900, SS-Obergruppenfhrer, 1933 -
           1943 Himmlers Adjudant und Verbindungsmann zu Hitler,
           dann Militrgouverneur in Norditalien und Gesandter bei
           Mussolini, von einem deutschen Gericht zu 4 Jahren
           Arbeitslager verurteilt.
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11.02.1946 Karl-Georg Schngarth, SS-Brigadefhrer, 1941 - 1944
           Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD im
           Generalgouvernement Polen, als Kriegsverbrecher
           hingerichtet.
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13.03.1946 Karl Haushofer, geb. 1896, Geopolitiker, 1921 - 1939
           Professor in Mnchen, Mitglied der Volksdeutschen
           Mittelstelle, begeht Selbstmord.
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14.03.1946 Werner Eduard Fritz von Blomberg, geb. 1878,
           Generalfeldmarschall, 1933 - 1935 Reichswehrminister,
           1935 - 1938 Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber
           der Wehrmacht gestorben.
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23.03.1946 Clemens August Graf von Galen, geb. 1878, Kardinal
           (1946), ab 1933 Bischof von Mnster ist gestorben.
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22.05.1946 Karl Hermann Frank, geb. 1898, SS-Gruppenfhrer, 1937
           Stellvertreter Henleins in der Sudetendeutschen Partei,
           1938 stellvertretender Gauleiter vom Sudetenland, 1939
           - 1943 Staatssekretr beim Reichsprotektor von Bhmen
           und Mhren, 1943 - 1945 Staatsminister mit dem Rang
           eines Reichsministers, wird als Kriegsverbrecher
           hingerichtet.
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04.07.1946 In der polnischen Stadt Kielce kommt es zu eine Pogrom:
           42 Juden werden an diesem Tag von einem Mob regelrecht
           abgeschlachtet.
           (Quelle/n: 016 - 04.07.1996)
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20.08.1946 Vojtech Tuka, geb. 1880, 1939 stellvertretender
           slowakischer Ministerprsident, 1939 - 1944
           slowakischer Ministerprsident und ab 1940 auch
           Auenminister, als Kriegsverbrecher hingerichtet.
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31.08.1946 Letzter Tag des Prozesses des Internationalen
           Gerichtshofes in Nrnberg. In 403 ffentlichen
           Sitzungen werden 33 Belastungs- und 61
           Entlastungszeugen sowie 19 Angeklagte vernommen, 1.809
           schriftliche Aussagen und 197.113 Dokumente in das
           Verfahren eingebracht.
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00.10.1946 Otto Georg Thierack, geb. 1889, 1936 - 1942 Prsident
           des Volksgerichtshofes, 1942 - 1945 Reichsminister der
           Justiz, begeht Selbstmord.
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01.10.1946 Martin Bormann, geb. 1900, ab 1938 im persnlichen
           Stab Hitlers, ab 1939 im Fhrerhauptquartier, 1941 -
           1945 Leiter der Parteikanzlei, ab 1944 als
           Reichsminister, 1943 - 1945 Hitlers persnlicher
           Sekretr, nach 1945 verschollen, wird in Abwesenheit
           als Kriegsverbrecher zum Tode verurteilt.
         - Rudolf Walther Richard He, geb. 1894, ab 1932
           Vorsitzender der politischen Zentralkommission der
           NSDAP, 1933 - 1941 Stellvertreter des Fhrers der NSDAP
           als Reichsminister (bis zu seinem Flug nach England im
           Mai 1941), als Kriegsvebrecher zu lebenslnglichem
           Gefngnis verurteilt.
         - Constantin Freiherr von Neurath, geb. 1873, 1932 - 1938
           Reichsminister des Auswrtigen, 1939 - 1943 Reichs-
           protektor von Bhmen und Mhren, als Kriegsverbrecher
           zu 15 Jahren Gefngnis verurteilt.
         - Erich Raeder, geb. 1876, Groadmiral, 1928 - 1935 Chef
           der Marine - Leitung, 1935 -1943 Oberbefehlshaber der
           Kriegsmarine, als Kriegsverbrecher zu lebenslangem
           Gefngnis verurteilt.
         - Baldur von Schirach, geb. 1907, 1930 - 1940
           Reichsjugendfhrer der NSDAP als Reichsleiter, 1940 -
           1945 Gauleiter und Reichsstatthalter von Wien, als
           Kriegsverbrecher zu 20 Jahren Gefngnis verurteilt.
         - Albert Speer, geb. 1905, 1942 - 1945 Reichsminister fr
           Bewaffnung und Kriegsproduktion, als Kriegsverbrecher
           zu 20 Jahren Gefngnis verurteilt.
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15.10.1946 Hermann Wilhelm Gring, geb. 1893, Reichsmarschall,
           1932 - 1945 Reichstagsprsident, 1933 - 1945
           Ministerprsident von Preuen, Reichsminister der
           Luftfahrt, 1935 - 1945 Oberbefehlshaber der Luftwaffe,
           begeht Selbstmord.
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16.10.1946 Hans Frank, geb. 1900, 1933 - 1942 Reichsleiter des
           Rechtsamtes der NSDAP und Prsident der Akademie fr
           Deutsches Recht, ab 1934 als Reichsminister, 1939 -
           1945 Generalgouverneur von Polen, wird als Kriegsver-
           brecher hingerichtet.
         - Wilhelm Frick, geb. 1877, 1933 - 1943 Reichsminister
           des Innern, 1943 - 1945 Reichsprotektor von Bhmen und
           Mhren, wird als Kriegsverbrecher hingerichtet.
         - Ernst Kaltenbrunner, geb. 1903, SS Obergruppenfhrer,
           1935 - 1938 Fhrer der sterreichischen SS, 1938
           sterreichischer Staatssekretr fr die ffentliche
           Sicherheit, 1943 - 1945 Chef der Sicherheitspolizei -
           des Sicherheitsdienstes (SD) und des SS Reichssicher-
           heitshauptamtes (RSHA), wird als Kriegsverbrecher
           hingerichtet.
         - Wilhelm Keitel, geb. 1882, Generalfeldmarschall, 1935 -
           1938 Chef des Wehrmachtsamtes im Reichskriegs-
           ministerium, 1938 - 1945 Chef des Oberkommandos der
           Wehrmacht (OKW), als Kriegsverbrecher hingerichtet.
         - Joachim von Ribbentrop, geb. 1893, 1936 - 1938
           deutscher Botschafter in London, 1938 - 1945
           Reichsminister des Auswrtigen, als Kriegsverbrecher
           hingerichtet.
         - Alfred Rosenberg, geb. 1893, 1933 - 1945 Reichsleiter
           des Auenpolitischen Amtes der NSDAP, 1941 - 1945
           Reichsminister fr die besetzten Ostgebiete, als
           Kriegsverbrecher hingerichtet.
         - Arthur Sey - Inquart, geb. 1882, 1938 sterreichischer
           Minister fr Inneres und ffentliche Sicherheit, 1938
           - 1939 Reichsstatthalter der Ostmark, 1940 - 1945
           Reichskommissar fr die besetzten niederlndischen
           Gebiete, als Kriegsverbrecher hingerichtet.
         - Julius Streicher, geb. 1885, 1923 Grnder des
           antisemitischen Blattes "Der Strmer", dessen
           Herausgeber bis 1945, 1925 - 1940 Gauleiter von
           Franken, als Kriegsverbrecher hingerichtet.
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25.10.1946 Die dem I. amerikanischen Militrtribunal in Nrnberg
           vorgelegte Anklageschrift zhlt folgende Anklagepunkte
           auf:
                  I. Das gemeinsame Vorhaben oder die Verschwrung
                 II. Kriegsverbrechen
                III. Verbrechen gegen die Menschlichkeit
                 IV. Mitgliedschaft bei verbrecherischen
                     Organisationen
           und fhrt ber das Verfahren vom 09.12.1946 bis zum
           19.07.1947 am 20.08.1947 zum Urteil des "Nrnberger
           rzteprozesses".
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09.12.1946 Beginn des Gerichtsverfahrens des I. amerikanischen
           Militrgerichtshofes in Nrnberg: Nrnberger
           rzteprozess
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00.00.1947 Alexander Mach, ab 1938 Propagandaminister der slowa-
           kischen Regierung, 1940 - 1945 slowakischer Innenminis-
           ter, als Kriegsverbrecher zu 30 Jahren Gefngnis
           verurteilt.
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00.02.1947 Franz von Papen, geb. 1879, 1932 Reichskanzler, 1933 -
           1934 Vizekanzler, 1934 - 1938 Gesandter bzw. (ab 1936)
           Botschafter in Wien, 1939 - 1944 Botschafter in Ankara,
           von einem Entnazifizierungsgericht in Nrnberg zu 8
           Jahren Arbeitslager verurteilt.
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02.04.1947 SS-Obersturmbannfhrer Rudolf H wird durch das Urteil
           des Obersten Nationalgerichtshofes in Warszawa zum Tode
           verurteilt.
           (Quelle: 112)
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06.04.1947 Herbert Backe, Reichsminister fr Ernhrung und
           Landwirtschaft stirbt durch Selbstmord (Erhngen).
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16.04.1947 Rudolf Franz Ferdinand H, geb. 1900, SS Obersturm-
           bannfhrer, 1924 wegen Beteiligung an einem Fememord zu
           einer lngeren Zuchthausstrafe verurteilt, 1940 - 1943
           Kommandant des KZ's Auschwitz, 1944 - 1945 stellvertre-
           tender Inspekteur der Konzentrationslager, als
           Kriegsverbrecher hingerichtet.
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17.04.1947 Erhard Milch, geb. 1892, Generalfeldmarschall, 1933 -
           1945 Staatssekretr im Reichsluftfahrtministerium, als
           Kriegsverbrecher zu lebenslnglichem Gefngnis
           verurteilt.
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18.04.1947 Jozef Tiso, geb. 1887, 1938 - 1939 Ministerprsident
           der autonomen slowakischen Regierung, 1939 - 1945
           Staatsprsident der Slowakei, als Kriegsverbrecher
           hingerichtet.
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00.05.1947 Horace Greely Hjalmar Schacht, geb. 1877, 1923 - 1930
           und 1933 - 1939 Reichsbankprsident, 1934 - 1937
           Reichswirtschaftsminister, 1937 - 1943 Reichsminister
           ohne Portefeuille, von einem Entnazifizierungsgericht
           in Stuttgart zu 8 Jahren Arbeitslager verurteilt.
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14.06.1947 Mittels eines Aufrufes in Schleswig-Holsteinische
           Volkszeitung sucht die Kriminalpolizei Kiel Zeugen fr
           die Massenmorde im Lager Nordmark und im Lager
           Drachensee.
           (Quelle/n: 278)
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00.07.1947 Albert Kesselring, geb. 1885, Generalfeldmarschall,
           1936 - 1937 Chef des Generalstabs der Luftwaffe, 1939 -
           1940 Kommandeur einer Luftflotte, 1941 - 1945  Ober-
           befehlshaber Sdwest (Italien und Mittelmeer), ab Mrz
           1945 Oberbefehlshaber West, als Kriegsverbrecher zum
           Tode verurteilt.
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19.07.1947 Ende des Gerichtsverfahrens des I. amerikanischen
           Militrgerichtshofes in Nrnberg: Nrnberger
           rzteprozess.
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20.08.1947 Der Urteilsspruch des I. amerikanischen Militrge-
           richtshofes in Nrnberg: Nrnberger rzteprozess.

           Des Kriegsverbrechens, des Verbrechens gegen die
           Menschlichkeit und der Mitgliedschaft in einer durch
           das Urteil des Internationalen Milittgerichtshofes fr
           verbrecherisch erklrten Organisation wurden schuldig
           gesprochen:

           Unter Verurteilung zum Tode durch den Strang:

         - Viktor Brack, Oberdienstleiter in der Kanzlei des
           Fhrers, SS Obersturmfhrer
         - Karl Brandt, Dr. med., Reichskommissar f. das Sanitts-
           und Gesundheitswesen, Begleitarzt Hitlers, Generalleut-
           nant der Waffen SS
         - Rudolf Brandt, Dr. jur., Pershnlicher Referent des
           Reichsfhrers SS, Leiter des Ministerbros im Reichsin-
           nenministerium, SS Standartenfhrer
         - Karl Gebhardt, Prof. Dr. med., Chefarzt der Heilanstalt
           Hohenlychen, Oberster Kliniker beim Reichsarzt SS,
           Leibarzt Himmlers, Prsident des Deutschen Roten
           Kreuzes
         - Waldemar Hoven, Dr. med., Lagerarzt im KL Buchenwald,
           SS Hauptsturmfhrer
         - Joachim Mrugowsky, Prof. Dr. med., Chef des Hygiene -
           Institutes der Waffen SS, Oberster Hygieniker,
           SS Oberfherer
         - Wolfram Sievers, SS Standartenfhrer, Reichsgeschfts-
           fhrer der SS Forschungs- und Lehrgemeinschaft
           Ahnenerbe (General Sekretr), Direktor des Institutes
           fr wehrwissenschaftliche Zweckforschung, zum Tode
           verurteilt und spter hingerichtet.

           Unter Verurteilung zu lebenslnglicher Haft:

         - Fritz Fischer, Dr. med., Assistenzarzt in Hohenlychen,
           Sturmbannfhrer der Waffen SS
         - Karl Genzken, Dr. med. Chef des Sanittswesens der
           Waffen SS, Generalleutnant der Waffen SS

           Des Kriegsverbrechens und des Verbrechens gegen die
           Menschlichkeit werden fr schuldig befunden:

           Unter Verurteilung zu lebenslnglicher Haft:

         - Siegfried Handloser, Prof. Dr. med., Chef des Wehr-
           machtssanittswesens und Heeres - San. - Inspekteur,
           General - Oberstabsarzt
         - Gerhard Rose, Prof. Dr. med., Chef der Abteilung fr
           tropische Medizin am Robert - Koch - Institut, Beraten-
           der Hygieniker und Tropenmediziner beim Chef des Sani-
           ttswesens der Luftwaffe, Generalarzt des Reiches
         - Oskar Schrder, Prof. Dr. med., Chef des Sanittswesens
           der Luftwaffe, Inspekteur des Luftwaffen - Sanitts-
           wesens (seit 01.01.1944), General - Oberstabsarzt

           Unter Verurteilung zu zwanzig Jahren Haft:

         - Hermann Becker - Freyseng, Dr. med., Referent fr Luft-
           fahrtmedizin im Amte des Sanittsinspekteurs der Luft-
           waffe, Stabsarzt
         - Hertha Oberheuser, Dr. med., Lagerrztin im KL
           Ravensbrck, Ass. - rztin in Hohenlychen

           Unter Verurteilung zu fnfzehn Jahren Haft:

         - Wilhelm Beiglbck, Prof. Dr. med., Oberarzt der I.
           Medizinischen Universittsklinik in Wien (Prof.
           Eppinger), Stabsarzt

           Der Mitgliedschaft in einer durch das Urteil des Inter-
           nationalen Militrgerichtshofes fr verbrecherisch
           erklrten Organisation wurde fr schuldig befunden:

           Unter Verurteilung zu zehn Jahren Haft:

         - Helmut Poppendick, Dr. med., Leitender Arzt im SS
           Rasse- und Siedlungs - Hauptamt, Chef des pershnlichen
           Bros im Stabe des Reichsarztes SS, SS Oberfhrer

           Von den gegen sie in der Anklageschrift erhobenen
           Beschuldigungen wurden freigesprochen:

         - Kurt Blome, Prof. Dr. med., Stellvertreter des Reichs-
           gesundheitsfhrers, Leiter der Reichsrztekammer
         - Adof Pokorny, Dr. med., Facharzt fr Haut- und
           Geschlechtskrankheiten
         - Hans Wolfgang Romberg, Dr. med., Abteilungsleiter an
           der Deutschen Versuchsanstalt fr Luftfahrt e. V.
           Berlin
         - Paul Rostock, Prof. Dr. med., Direktor der Chirur-
           gischen Universittsklinik Berlin, Beratender Arzt der
           Armee, Amtschef der Dienststelle Medizinische Wissen-
           schaft und Forschung, Generalarzt der Reserve
         - Siegfried Ruff, Dr. med., Direktor des Fliegermedizini-
           schen Institutes der Deutschen Versuchsanstalt fr
           Luftfahrt e. V. Berlin
         - Konrad Schfer, Dr. med., Assistent am Chemo -
           Therapeutischen Laboratorium der Schering AG, Unterarzt
           des Forschungsinstitutes fr Luftfahrtmedizin in Berlin
         - Georg August Weltz, Prof. Dr. med., Chef des Institutes
           fr Luftfahrt - Medizin, Oberfeldarzt
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29.10.1947 Im Curiohaus in Hamburg beginnt vor einem britischen
           Militrgericht der Proze gegen neun ehemalige
           Wachmannschaften des Arbeitserziehungslagers Nordmark,
           Kiel-Hassee.
           (Quelle/n: 278)
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29.11.1947 Die Vollversammlung der Vereinten Nationen beschliet
           mit 33 gegen 13 Stimmen bei 10 Enthaltungen die Tei-
           lung Palstinas in einen jdischen und einen arabischen
           Staat. Jerusalem soll international verwaltet werden,
           um den drei Weltreligionen freien Zugang zu ihren Hei-
           ligen Sttten zu garantieren. Die Teilungsresolution
           wird mit Zustimmung der USA und der Sowjetunion verab-
           schiedet. Die arabischen Delegierten aus Saudi -
           Arabien, Syrien, Irak und Jemen erklren, da sie den
           Teilungsbeschlu nicht anerkennen werden. In ganz Pa-
           lstina feiern die jdischen Bewohner die Annahme des
           Teilungsplans mit Volksfesten.
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04.12.1947 Oswald Rothaug, geb. 1897, 1937 - 1943 Prsident des
           Sondergerichts in Nrnberg zu lebenslnglichem
           Gefngnis verurteilt.
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10.03.1948 Otto Hoffmann, SS Obergruppenfhrer, 1941 - 1943 Leiter
           des SS Rasse- und Siedlungshauptamtes, wird als
           Kriegsverbrecher zu 25 Jahren Gefngnis verurteilt.
         - Werner Lorenz, SS Obergruppenfhrer, 1937 - 1945 Leiter
           der Volksdeutschen Mittelstelle, Bevollmchtigter fr
           auenpolitische Fragen der NSDAP im Stabe des
           Stellvertreters des  Fhrers, als Kriegsverbrecher zu
           20 Jahren Gefngnis verurteilt.
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10.04.1948 Eduard Strauch, SS-Obersturmbannfhrer, 1942 - 1943
           Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD in
           Weiruthenien, als Kriegsverbrecher zum Tode
           verurteilt. 1955 gestorben.
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14.05.1948 Grndung des Staates Israel.
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02.06.1948 Rudolf Brandt, SS-Obersturmbannfhrer, Himmlers
           pershnlicher Referent, wird als Kriegsverbrecher
           hingerichtet.
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20.07.1948 Josef Bhler, 1940 - 1945 stellvertretender General-
           gouverneur als Staatssekretr, wird als
           Kriegsverbrecher zum Tode verurteilt.
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03.09.1948 Eduard Benesch, geb. 1884, 1918 - 1935 tschechos-
           lowakischer Auenminister, 1935 - 1938 und 1945 - 1948
           Prsident der Tschechoslowakischen Republik, 1940 -
           1945 Prsident der Tschechoslowakischen Exilregierung
           in London, gestorben.
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18.10.1948 Walter von Brauchitsch, geb. 1881, Generalfeld-
           marschall, 1938 - 1941 Oberbefehlshaber des Heeres,
           gestorben.
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27.10.1948 Walter Warlimont, geb. 1849, Generalleutnant, 1939 -
           1944 Chef der Abteilung Landesverteidigung im OKW, als
           Kriegsverbrecher zu lebenslangem Gefngnis verurteilt.
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11.04.1949 Gottlob Berger, geb. 1876, SS Obergruppenfhrer, 1940 -
           1945 Leiter des SS Hauptamtes, 1942 - 1945 Himmlers
           persnlicher Vertreter im Ostministerium Rosenbergs,
           wird als Kriegsverbrecher zu 25 Jahren Gefngnis
           verurteilt.
         - Otto Dietrich, geb. 1897, 1932 - 1945 Reichspressechef
           der NSDAP, 1937 - 1945 Pressechef der Reichsregierung
           und Staatssekretr im Propagandaministerium wird als
           Kriegsverbrecher zu 7 Jahren Gefngnis verurteilt.
         - Hans - Heinrich Lammers, geb. 1879, 1933 - 1945 Chef
           der Reichskanzlei, ab 1937 als Reichsminister, zu 20
           Jahren Gefngnis verurteilt.
         - Johann Ludwig (Lutz) Schwerin - Krosigk, geb. 1887,
           1932 - 1945 Reichsminister der Finanzen, Mai 1945
           Auenminister der Regierung Dnitz, als Kriegsver-
           brecher zu 10 Jahren Gefngnis verurteilt.
         - Wilhelm Stuckart, geb. 1902, ab 1935 Staatssekretr im
           Reichs- und Preuischen Inneministerium, entwarf die
           Nrnberger Judengesetze, als Kriegsverbrecher zu 4
           Jahren Gefngnis verurteilt. 1953 nach Entlassung
           gestorben.
         - Ernst Freiherr von Weizscker, geb. 1882, 1936 - 1938
           Leiter der Politischen Abteilung des Auswrtigen Amtes
           (ab 1937 als Ministerialdirektor), 1938 - 1943 Staats-
           sekretr im Auswrtigen Amt, 1943 - 1945 Botschafter
           beim Vatikan, als Kriegsverbrecher zu 5 Jahren
           Gefngnis verurteilt. 1951 nach Entlassung gestorben.
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08.05.1949 Verabschiedung des Grundgesetztes BRD.
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16.01.1950 Gustav Krupp von Bohlen und Halbach, schwerkrank und
           von den Amerikanern in seinem Landhaus Blhnbach bei
           Werfen (Salzburg) interniert, Groindustrieller und
           Kriegsgewinnler, ist 80jhrig gestorben.
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16.01.1950 In Stuttgart wird ein Bestechungsskandal im Bereich der
           Entnazifizierung aufgedeckt. Gegen Zahlung von hohen
           Geldbetrgen sind Hunderte von "Persilscheinen"
           ausgestellt worden.
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00.00.1951 In diesem Jahr wird ein Gesetz festgeschrieben
           (Ausfhrungsgesetz zum Artikel 131GG), das
           alle ehemaligen NS-Staatsbeamten ein Recht auf
           Wiedereinstellung haben. (Das bedeutet letztlich: die
           aus der Gefangenschaft oder auch anderweitig "heim-
           kehrenden" NS-Bediensteten bernehmen nach und nach
           die Stellen, die durch NS-Verfolgte oder Antifaschis-
           ten belegt waren, da diese nur Dienstvertrge hatten.)
           (Quelle: 147 u.a.)
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00.03.1951 Erich von dem Bach-Zelewski, geb. 1899, SS
           Obergruppenfhrer, ab 1943 Himmlers Leiter der
           Partisanenbekmpfung in Ruland, bei Kriegsende
           Kommandeur eines Armeekorps, wird in Mnchen zu 10
           Jahren Arbeitslager verurteilt.
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08.06.1951 Oswald Pohl, geb. 1892, SS Obergruppenfhrer, 1942 -
           1945 Leiter des SS Wirtschafts- und Verwaltungs-
           hauptamtes (WVHA), zu dem auch die Inspektion der
           Konzentrationslager gehrte, als Kriegsverbrecher
           hingerichtet.
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08.06.1951 -
15.06.1951 Die ersten 8 Landesfhrer des TD des BDJ werden zu
           einem Lehrgang auf dem amerikanischen
           Truppenbungsplatz Grafenwhr zusammengezogen und
           an Handfeuerwaffen und Sprengmitteln ausgebildet.
           (Es werden noch zwei weitere Lehrgnge in
           Grafenwhr durchgefhrt. Dann wird die Ausbildung
           dort abgebrochen, da laut Aussage des
           amerikanischen Fhrungsoffiziers ein deutscher
           Zivilangestellter des amerikanischen
           Truppenbungsplatzes von den Aktionen erfahren
           hatte.)
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15.09.1951 Seit diesem Datum fhrt der TD des BDJ seine
           Partisanenausbildung in dem von ihm
           angemieteten/gekauften Haus in
           Waldmichelbach durch. Die Teilnehmer der dort
           stattfindenden Lehrgnge werden im voraus
           informiert, da sie sich an etwas illegalem
           beteiligen, und knnen nach belieben vorher
           ausscheiden, was in der ganzen Zeit auch einmal
           passiert.
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08.01.1952 In einem internen Schreiben des BDJ wird erklrt,
           wie eng und gut die Zusammenarbeit des TD mit dem
           Grenzschutzkommando Nord funktioniert.
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09.09.1952 Eine Auenstelle des hessischen Verfassungsschutzes
           erhlt "erste Kenntnis" vom bestehen des TD des BDJ.
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18.09.1952 Mehrere Hauptbeteiligte des TD des BDJ werden
           verhaftet, die Leiter Lth und Peters sind nicht
           aufzufinden, der Leiter des Bundesverfassungsschutzes
           wird von den Vorgngen in Kenntnis gesetzt.
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01.10.1952 Nachdem der Vorgang von der Staatsanwaltschaft
           Frankfurt an den Oberbundesanwalt abgegeben wurde,
           wird die Entlassung der TD-Mitglieder aus der
           Untersuchungshaft angeordnet, da diese glaubhaft
           versichern knnen, da der TD auf Anordnung
           amrikanischer Behrden geschaffen worden sei.
         - Da es zur Tarnung der Organisation auch zu
           Flschungen von Ausweispapieren gekommen war und
           der Verdacht bestand, da ein Kriminalbeamter in
           Frankfurt am Main sich habe bestechen lassen, sind
           weitere Ermittlungen insoweit angestellt worden.
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02.10.1952 Ein Vertreter der Hohen amerikanischen Kommission
           setzt sich mit dem hessischen Ministerprsidenten
           Zinnkann in Verbindung. Dort wird mitgeteilt, das
           der TD als Organisation mit dem Charakter einer
           Widerstandsbewgung fr den Fall eines russischen
           Einmarsches aufgezogen, ausgebildet und finanziert
           worden sei. Aufgrund einer im Mai 1952 getroffenen
           Entscheidung soll der TD bis September 1952
           aufgelst sein. Es wird auerdem angeboten eine
           deutsch-amerikanische UNtersuchungskommission zu
           bilden um die Vorkommnisse um den TD restlos
           aufzuklren.
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30.11.1952 Der frhere Innenminister und sptere Bundesprsident
           Gustav Heinemann, die ehemalige Zentrumsabgeordnete
           Helene Wessel und andere grnden in Frankfurt am Main
           die "Gesamtdeutsche Volkspartei" (GVP). Die neue Partei
           geht aus der 1951 gegrndeten "Notgemeinschaft fr den
           Frieden" hervor, spricht sich fr die Neutralitt
           Deutschlands im Ost - West - Gefge und gegen die
           Wiederaufrstung der Bundesrepublik aus.
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00.00.1954 Heinz Guerdian, geb. 1888, Generaloberst, 1940
           kommandierender General eines Panzerkorps, 1941 - 1942
           Oberbefehlshaber einer Panzerarmee, 1943 General-
           inspekteur der Panzertruppen, 1944 - 1945 Chef des
           Generalstabs des Heeres, gestorben.
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17.04.1954 Mrs. Green (Little Rock, Arkansas, USA) hat vor dem
           Obersten Gerichtshof die gleichberechtigte Bezahlung
           fr schwarze und weie Lehrerinen durchgesetzt.
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00.00.1956 Wilhelm Schubert, ehemaliger Blockfhrer im KZ
           Sachsenhausen, wird von dem Schwurgericht Bonn wegen
           46fachen Mordes und 8fachen Mordversuchs zu 46 mal (?)
           lebenslnglich verurteilt.
         - Pfingsten - 2. Pfingsttreffen der Nationalen Jugend in
           Salzburg. Teilnehmer u.a.: Wiking Jugend, Jugendbund
           Adler, Reichsjugend (aus Franken) und ANJ
           (Quelle: 131)
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00.00.1957 3. Pfingsttreffen der Nationalen Jugend in Bad
           Ausee/Steiermark mit abendlichem Fackelzug durch die
           Stadt.
           (Quelle: 131)
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04.09.1957 Soldaten der Nationalgarde stehen in Little Rock mit
           aufgepflanzten Bajonetten vor der Central High School.
           etwa 2.000 weie Schler drfen das Schultor passieren,
           die neun schwarzen Schler mssen umkehren.
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25.09.1957 Ernest Green (16 Jahre) mu an seinem ersten Schultag
           an der Central High School in Little Rock Arkansas von
           Soldaten vor einem Mob geschtzt werden, der ihn mit
           den Worten "Nigger, wir lynchen dich" empfangen hatte.
           Um ihm und acht seiner Kameraden dies zu ermglichen
           schickt US-Prsident Eisenhower 1.000 Mann der 101st
           Airborne Division nach Little Rock. Jeder der jungen
           Schwarzen hat eine Leibwache, die ihm den Zugang zum
           Unterricht per Zwang ermglicht.
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29.05.1958 nimmt Ernest Green als einziger Schwarzer unter
           ber 600 Weien in der Aula der Central High School in
           Little Rock Arkansas sein Abschluzeugnis entgegen.
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29.04.1959 - vor diesem Datum -
           Organe der Wiener Staatspolizei und der miltrischen
           Abwehr verhaften ein Gruppe von neuen Terroristen (fast
           alle BHJ). Die Festgenommenen sind zwischen 20 und 27
           Jahre alt. Bei ihrem Anfhrer wird ein ganzes Arsenal
           von Waffen, Munition und Sprengkrpern beschlagnahmt,
           ebenso Anleitung zum Einsatz von Sprengmitteln und zum
           Partisanen- bzw. Terroreinsatz.
           Im Waldgelnde am Nordufer der Donau hatten die Nazis
           Schiebungen (teilweise mit scharfer Munition)
           abgehalten. Dort wurden sie auch im Gebrauch von
           Sprengstoff unterwiesen.
           Nach eigenem Gestndnis bereiteten sie sich auf einen
           Tag X vor, an dem sie an der Ostgrenze oder wegen
           Sdtirol gegen die Italiener in Aktion treten sollten.
           (Quelle: 131)
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08.05.1960 Die Masse der NS-Kriegsverbrechen wird (auf Beschlu
           der Bundesregierung) als Totschlagsverbrechen wegen
           Verjhrung auer Strafverfolgung gesetzt.
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01.12.1960 Christian Sennlaub, ANS, FAP u.a., geboren
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29.06.1961 Der Bonner Bundestag beschliet, da auch alle
           Angehrigen der ehemaligen SS-Verfgungstruppe, die am
           08.05.1945 lnger als 10 Jahre im Dienste standen,
           versorgungsberechtigt sind. Dieser Beschlu ffnet
           tausenden von Mrdern den Weg in die staatliche
           Frsorge der BRD, da Angehrige der SS-Verfgungstruppe
           standarisiert in den KZ und Sonderkommandos Dienst zu
           leisten hatten.
           (Quelle/n: 131 u.a.)
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03.10.1961 Michael Swierszek, spter NO u.a., geboren
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00.00.1962 Karl Adolf Eichmann, geb. 1906, SS Obersturmbannfhrer,
           1940 - 1945 Leiter der Abteilung B4 der Gestapo, der
           Abteilung fr Judenangelegenheiten, einer der Hauptver-
           antwortlichen fr die millionenfache Ermordung von
           Juden, nach 1945 verschwunden, 1961 in Argentinien vom
           israelischen Geheimdienst verhaftet und 1962 durch ein
           jdisches Gericht verurteilt und hingerichtet.
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26.10. -
27.10.1962 In der Nacht vom 26. auf den 27. Oktober besetzen
           Kriminalbeamte im Auftrag der Bundesanwaltschaft die
           Redaktion des "Spiegel" in Hamburg sowie die Rume des
           Bonner Bros. Der grte Teil der Angestellten wird
           nach Hause geschickt, in den Geschfts- und Redaktions-
           rumen sowie in den Wohnungen verantwortlicher Redak-
           teure beginnen die Beamten mit der Durchsuchung. Zur
           gleichen Zeit wird der Chefredakteur und Militrexperte
           des "Spiegel", Conrad Ahlers, in Spanien festgenommen.
           Auch "Spiegel" - Herausgeber Augstein und weitere
           Redakteure werden verhaftet. Verteidigungsminister F.
           J. Strau war der Ansicht, da eine gute Recherche
           gleichzusetzen ist mit Landesverrat bzw. Spionage. Der
           Spiegel hatte einen zu "Detail - genauen" Bericht ber
           ein Manver und Hintergrnde gebracht. <30.11.1962>
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30.11.1962 Wegen der Regierungskrise, ausgelst durch die Aktion
           26.10. - 27.10.1962, tritt Verteidigungsminister Franz
           Josef Strau zurck.
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22.01.1963 Bundeskanzler Konrad Adenauer und Staatsprsident
           Charles de Gaulle unterzeichnen in Paris den Elysee -
           Vertrag, einen Vertrag ber deutsch - franzsische
           Zusammenarbeit.
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02.10. -
03.10.1963 Die in dem Urteil des amerikanischen Militrgerichts
           (20.08.1947)  enthaltenen Vorwrfe gegen Prof. Rose
           sind von der Bundesdisziplinarkammer X - Dsseldorf -
           in der Hauptverhandlung berprft worden. <07.01.1964>
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07.01.1964 In dem heute rechtsgltig gewordenen Urteil spricht die
           Kammer den Beschuldigten, Prof. Rose, frei, die Kosten
           des Verfahrens und die dem Beschuldigten erwachsenen
           Auslagen einschlielich der Kosten des Verteigers
           werden dem Bund auferlegt. <03.10.1963>
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28.11.1964 Nationaldemokratische Partei Deutschlands wird
           gegrndet. (NPD) (29.11.1964 Quellendifferenz)
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12.03.1965 Rundschreiben der Propagandaabteilung an alle
           Verbnde der NPD (An- und Einweisung zur
           bevorstehenden Bundestagswahl) - in dem Schreiben
           wird auch erwhnt, da die NPD bis zum Datum des
           Schreibens 150 Bundestagswahlkreise besetzt.
           (Quelle: 131)
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07.11.1966 Nach den Hessischen Landtagswahlen (NPD 7,9 %) erklrt
           Bundespressechef v. Hase in einer - vor allem an die
           auslndische Presse gerichteten - Verlautbarung, das
           Bundeskabinett habe sich noch nicht mit der Frage
           befat, ob ein Verbotsantrag in Karlsruhe gestellt
           werden solle.
           (Quelle: 131)
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16.08.1966 Schreiben der NPD-Propagandaabteilung an alle
           Mitglieder des Parteivorstandes und an alle Redner
           betreffs Rednerschulung.
           (Quelle: 131)
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05.09.1966 Die Propagandaabteilung der NPD gibt die "Zehn
           eisernen Gesetze zu der Vorbereitung und
           Durchfhrung von Versammlungen" heraus.
           (Quelle: 131)
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09.09.1966 -
11.09.1966 Redenerschulung der NPD in Gieen
           (Quelle: 131)
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23.11.1966 Bundesinnenminister Lcke erklrt, er halte nichts von
           einem Verbotsantrag gegen die NPD, vordringlich sei die
           politische Auseinandersetzung. Staatssekretr Ernst vom
           Bundesinneministerium forderte eine Aufstockung der
           Mittel fr die Bundeszentrale fr politische Bildung
           von 20 Pfennig pro Kopf der bevlkerung auf 50 Pfennig.
           (Quelle: 131)
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