DER  LEBENSBORN e.V.


Der Rassenwahn der Nationalsozialisten usserte sich nicht nur in der
Vernichtung "lebensunwerten" Lebens, der versuchten Vernichtung
"minderwertiger Rassen", er hatte auch sein Gegenstck. Dieses usserte sich
nicht nur in Form von negativer (Euthanasie, Zwangssterilisationen, Verbot
von "Mischehen", etc.) und positiver Auslese (wirtschaftliche Frderung
"erbgesunder" Heiratswilliger und kinderreicher Familien, Ansiedlung
Deutscher im Osten, etc.) sondern auch in der sog. "Rassenpflege", deren
Ziel die "planmssige Menschenzucht" (M.Staemmler) des "reinrassigen"
arischen Herrenmenschen war.

"Eine Massnahme der "positiven Auslese" (war) die zweckgebundene Un-
tersttzung lediger Mtter und die Eindeutschung auslndischer Kinder durch
den Lebensborn." (Lilienthal, S.20f)

Unter dem Protektorat von RFSS Himmler "entwickelte sich der Verein ... zu
einer Musterorganisation der im 3.Reich ideologisch ausgerichteten
Unehelichenfrsorge mit eigenen Entbindungsheimen." (Lilienthal, S.21) Erst
spter wurde er ausserhalb der Reichsgrenzen aktiv und erweiterte seine
Aufgaben durch "die Betreuung auslndischer, nicht in seinen Heimen
geborener Kinder" (Lilienthal, S.21) Die Vermehrung des "nordischen Blutes",
die Zchtung reinrassiger Arier gehrte in den Augen Himmlers zu den
Aufgaben der SS.

Gleichzeitig klagte er die Doppelmoral der Gesellschaft an, die ledige
Frauen, die schwanger wurden, zur Abtreibung trieb oder, wenn sie das Kind
trotzdem zur Welt brachte, aus der Gesellschaft ausstiess. Um die werdende,
uneheliche Mutter und ihr Kind vor den Anklagen der Gesellschaft zu
bewahren, bedurfte sie materieller Sicherheit und sozialer Betreuung. Um
diese zu gewhrleisten, war "die Einrichtung einer entsprechenden
Institution zur Notwendigkeit geworden. Das war die Geburtsstunde des
Lebensborn e.V." (Lilienthal, S.28)

Natrlich stand der Lebensborn nicht allen Frauen offen, sondern war die
Kehrseite des Euthanasie-Programms, seine Aufgabe war der Erhalt "jedes
erbgesunde(n) Leben(s) guten Blutes" (Prospekt des Lebensborn e.V. von 1938,
zit. nach: Lilienthal, S.28).

Diese Frderung und Anerkennung unehelicher Mtter und Kinder war jedoch
nicht unumstritten. Abgesehen von den Kirchen gab es auch aus der Partei
heftige Kritik an Himmlers Programm - dessen Ansichten brigens von Hitler
geteilt (von Himmler bernommen?) wurden -, da sie der Ideologie der NSDAP
widerspreche. Else Vorwerck schrieb 1934 im NS-Frauenbuch, dass "damit das
Ansehen, die Wrde und die Anerkennung der volklichen Bedeutung des Ehe-
und Familienlebens herabsetzt und untergraben wrde." (zit. nach:
Lilienthal, S.30). "... deutsche Art, deutsches Wesen und Volkstum ...
(knne) nur im Schosse seiner Familien" (Walter Buch, 1934, zit. nach:
Lilienthal, S.30) erhalten werden, nicht in einer Zuchtanstalt. Selbst in
der von der SS dirigierten Zeitschrift "Volk und Rasse" gab es Kritik an
der Gleichstellung unehelicher Mtter.

In all dieser Kritik, die zwar eine nderung des Unehelichen-Rechts,- aber
nicht das Lebensborn-Projekt verhinderte, ging es aber nie um das Ziel die
Hherzchtung der arischen Rasse -, sondern immer nur um die Mittel und
Wege, wie dieses Ziel zu erreichen sei.

Zur Erlangung von Himmlers Plnen, der Errichtung eines "grossgermanischen
Reiches" gehrte ebenso die Rekrutierung von Mnnern "nordischen Blutes" aus
ganz Europa fr die SS wie die Verheiratung von Frauen "nordischen Blutes"
in Deutschland. Erst spter kam die gewaltsame Verbringung auslndischer
Kinder ins Reich dazu. "An der Einschleusung von Frauen und Kindern, die als
rassisch wnschenswerter Bevlkerungszuwachs gemustert worden waren, war
auch der Lebensborn beteiligt." (Lilienthal, S.35)


12/1935 - 9/1939

Grndung des Lebenbsborn e.V. "auf Veranlassung des RFSS" durch zehn
(unbekannte) SS-Fhrer am 12.12.1935

Zweck des Vereins laut Satzung: "1. Rassisch und erbbiologisch wertvolle,
kinderreiche Familien zu untersttzen; 2. Rassisch und erbbiologisch
wertvolle werdende Mtter unterzubringen und zu betreuen, bei denen nach
sorgfltiger Prfung der eigenen Familie und der Familie des Erzeugers
durch das Rasse- und Siedlungshauptamt-SS anzunehmen ist, dass gleich
wertvolle Kinder zur Welt kommen; 3. fr diese Kinder zu sorgen; 4. fr die
Mtter der Kinder zu sorgen." (Lilienthal, S.43)

Die in Punkt 1 genannte Untersttzung wurde ab 1937 in finanzieller Form
gewhrt, und zwar ausschliesslich an SS-Familien mit mindestens fnf
Kindern. Der Anteil der in Frage kommenden Familien, die auch wirklich
untersttzt wurden, war allerdings minimal: 1938 waren es 5,8% (110 von 1906
Familien). Ab 1943 wurde der Lebensborn von dieser Untersttzung ganz
befreit, sie wurde von nun an aus Frsorgemitteln der SS finanziert. Bis
Mai 1945 wurden auf diese Weise 1600 SS- Familien mit 9600 Kindern
untersttzt.

Die Hauptaufgabe des Lebensborn war es jedoch, ledige Mtter von Ab-
treibungen abzuhalten, indem ihnen der materielle und soziale Rahmen
geschaffen wurde, der es ihnen ermglichte, die Kinder zur Welt zu brin-
gen. Von Bedeutung ist hierbei auch die Verfgung des Reichsinnenministers
vom Oktober 1937, nach der ausserhalb des Wohnsitzes erfolgte uneheliche
Geburten nicht mehr an die Heimatbehrde gemeldet werden mussten. Der
Lebensborn verfgte ber eigene Entbindungsheime, sorgte fr die
Geheimhaltung der Geburten und fr Rechtsbeistand und bernahm die
Vormundschaft fr die Kinder.

Am 15.8.1936 erffnete der Lebensborn sein erstes Entbindungsheim in
Steinhring bei Ebersberg/Obb., Heim "Hochland" genannt, das Platz fr 50
Mtterbetten und 109 Kinderbetten bot. Es war bis Mai 1945 in Betrieb.
rztlicher Leiter wurde der praktische Arzt Dr. Gregor Ebner, SS- Mitglied
seit 1931, der in kurzer Zeit zum rztlichen Leiter des gesamten
Lebensborn aufstieg. Mit dieser Position, die er bis zur Niederlage 1945
beibehielt, war er der eigentliche zentrale Verantwortliche fr die Politik
des Lebensborn e.V.

SS-Sturmbannfhrer Pflaum, der erste Geschftsfhrer des Lebensborn von
1936-1940 wurde spter "Sonderbeauftragter des RFSS fr Schd-
lingsbekmpfung" mit Sitz in Auschwitz. (vgl. Lilienthal, S.49)

In den Lebensborn-Heimen mussten KZ-Hftlinge und Kriegsgefangene
Hilfsdienste leisten. (vgl. Lilienthal, S.51)

Im Juni 1937 folgte das Heim "Harz" in Wernigerode/Harz und im September
1937 Heim "Kurmark" in Klosterheide/Mark bei Berlin.

In mehreren Schritten trennte Himmler den Lebensborn vom RuSHA (Rasse und
Siedlungs Haupt Amt), dem er ursprnglich unterstellt war, bis er
schliesslich am 1.1.1938 dem Pers. Stab RFSS angegliedert wurde. Im
Anschluss daran wurden Satzung und Vereinsspitze gendert. Himmler selbst
wurde Vorsitzender des Gesamtvorstandes, was nach aussen eine erhebliche
Steigerung des Prestiges und der Bedeutung des Lebensborn bedeutete.

Im Mai 1938 kamen das Haus "Pommern" in Bad Polzin und das Haus "Friesland"
bei Bremen dazu. Mit der Zunahme der Heime bildete sich ausserdem ein
weitverzweigter Verwaltungsapparat.

Nach der Annexion sterreichs wurden dort drei - vorher in jdischen Besitz
befindliche - Gebude fr den Lebensborn beschlagnahmt: ein Lungensanatorium
in Pernitz/Muggendorf, 70km von Wien, ein Kinderheim in Neulengbach bei
St.Plten (das an die Wehrmacht vermietet wurde) und Schloss Oberweis bei
Gmunden/Traunsee, in dem erst im September 1943 das Kinderheim "Alpenland"
eingerichtet wurde. Nur das Lungensanatorium in Pernitz wurde sofort
umgebaut und ab Oktober 1938 als Heim "Ostmark" in Betrieb genommen.

Damit unterhielt der Lebensborn bei Kriegsbeginn sechs Heime mit ins-
geseamt 263 Betten fr Mtter und 487 Betten fr Kinder.


BETREUUNG  VON  MUTTER  UND  KIND

Die Lebensborn-Heime litten besonders whrend des Krieges unter Mangel und
hoher Fluktuation des Personals. Dazu kam, dass viele der Schwestern, die
aus der NS-Schwesternschaft kamen, eine negative Einstellung zu
unehelichen Kindern hatten. (Uneheliche Mtter konnten nicht Mitglied der
NS-Schwesternschaft sein).

Teilweise wurde dieser Personalmangel durch die Beschftigung von KZ-
Hftlingen ("Bibelforscherinnen" aus Ravensbrck; Hftlinge aus Dachau) und
Zwangsarbeitern aufgefangen. (vgl. Lilienthal, S.62)

Der Anteil der ledigen Mtter unter den in den Lebensborn-Heimen betreuten
Frauen lag vor dem Krieg zwischen 50 und 60%, nach Kriegsbeginn stieg er
auf bis zu 71% (1942) an, sank dann aber bis Kriegsende wieder bis auf unter
50%. Auch die absolute Zahl der betreuten Frauen stieg whrend des Krieges
an.

Die Gleichbehandlung von unverheirateten und verheirateten Mttern barg
einen weiteren Konfliktstoff. Ein grosser Teil der verheirateten SS- Frauen,
die sich als einer Elite zugehrig fhlten, empfanden sie als eine
Herabsetzung. Die verheirateten Frauen blieben in der Regel nur kurze Zeit
(Entbindung und Dauer des Wochenbetts) in den Heimen, whrend die
unverheiratetn oft viele Monate dort blieben.

Das "Deutsche Frauenwerk/Reichsmtterdienst" richtete in den Heimen
Mtterschulen ein. Ausserdem wurden, bis zu dreimal wchentlich,
weltanschauliche Schulungskurse durchgefhrt, damit die Frauen die Heime als
gefestigte Nationalsozialistinnen verliessen. Diese Schulungen wurden von
den rztlichen Heimleitern abgehalten, die nach Himmlers und Ebners Ideal
nicht nur "weissgekleideter Operateur", sondern auch "der vterliche Freund
und Berater unserer Mtter" (Ebner) sein sollten.

Da es fr ledige Mtter ebenso notwendig wie schwierig war, nach Verlassen
der Heime einen Arbeitsplatz zu finden, schaltete sich der Lebensborn auch
hier als Vermittler ein. Ab 1938 wurden viele der Frauen im Lebensborn
selber eingestellt.

Der Lebensborn kmmerte sich auch um das weitere Schicksal der Kinder,
"indem er ihre Vormundschaft bernahm, sie gegebenenfalls fr begrenzte
Zeit in einer Pflegefamilie unterbrachte oder sie zur Adoption vermittelte"
(Lilienthal, S.70), wobei er immer bestrebt war, die Kinder "Schritt fr
Schritt enger an die SS zu binden." (ebd.) Die bernahme der Vormundschaft
war nicht obligatoirisch, sie wurde von Fall zu Fall entschieden.

Die bernahme der Vormundschaft der unehelichen Kinder bedeutete auch, dass
sie der ansonsten gesetzlich festgelegten Vormundschaft durch das Jugendamt
entzogen wurden. Durch die bernahme der Vormundschaft wurde der
Lebensborn andererseits wieder der Kontrolle durch die
Vormundschaftsgerichte unterstellt.

Um die Geheimhaltung zu gewhrleisten, errichtete der Lebensborn nicht nur
eigene Standesmter und stellte den Frauen Deckadressen zur Verfgung, er
setzte sich auch vielfach ber geltendes Recht hinweg. Gesetzesnderungen
waren selten zu erreichen, da die Unehelichenpolitik des Lebensborn der
herrschenden Moral und der Nazi-Ideologie entgegenlief, allerdings wurden
fr den Lebensborn einige Sonderregelungen geschaffen. So erreichte der
Lebensborn im Juli 1942 einen Erlass, der die von ihm betreuten vollstndig
der ansonsten gesetzlich vorgeschriebenen Kontrolle durch die Jugendmter
entzog. Diese Situation nderte sich erst mit der Ernennung von Otto
Thierack zum Reichsjustizminister (1942) und Himmler zum
Reichsinenminister (1943). Im September 1944 traten schliesslich Gesetze in
Kraft, die die Massnahmen des Lebensborn legalisierten und seine weitere
Arbeit erheblich erleichtert htten.

Was den Lebensborn allerdings entscheidend von hnlichen Wohlfahrts-
einrichtungen der Weimarer Zeit unterschied, waren die Auslese-Kriterien,
denen die werdenden Mtter vor ihrer Aufnahme unterzogen wurden. Sie
entsprachen denen der SS. Dazu gehrte auch eine "Ahnentafel", die, wenn
mglich, bis zum 1.1.1800 zurckgehen sollte. Ausserdem musste natrlich der
Vater des Kindes bekannt sein und benannt werden, da er die gleichen
Ausknfte wie die Mutter zu erteilen hatte.

Diese Vorschriften wurden allerdings nicht strikt befolgt, teils aus Un-
wissenheit des Personals, teils aber auch bewusst. Der Behauptung Ebners,
dass nur 40-50% der Antrge bewilligt wurden, steht eine Realitt von 75%
bewilligter Antrge gegenber.

Im Mittelpunkt des Interesses des Lebensborn stand allerdings nicht die
(unverheiratete) Mutter, sondern das Kind. In einer der "Namenweihe" der SS
nachempfundenen Zeremonie wurde das Kind getauft. Die Mutter und der
"SS-Pate" verpflichteten sich, das Kind im Sinne des Nationalsozialismus,
bzw. der SS zu erziehen und das Kind wurde "in den Schutz unserer
Sippengemeinschaft" (Lilienthal, S.100), d.h. der SS aufgenommen. Diese
Namensgebung war allerdings nicht Zwang, die Mtter konnten ihre Kinder
auch christlich taufen lassen.

Der Anteil der Namengebungen der unehelichen Kinder sank von 48,9% im April
1939 auf 22,8% im Mai 1941. Im Oktober 1941 betrug er dann 88,6% und blieb
bis Mai 1942 bei ber 70%. (Danach sind keine konkreten Zahlen mehr
greifbar.)

Kam es zur Geburt behinderter Kinder in einem der Lebensborn-Heime, wurden
diese sofort aus den Heimen entfernt. Auch bernahm der Lebensborn keine
Vormundschaft fr sie. Bei geistig behinderten Kindern kam es sogar vor,
dass sie in Euthanasie-Anstalten wie die Landesanstalt Grden gebracht und
dort gettet wurden.


	9/1939 - 5/1945

Von Kriegsbeginn bis Mrz 1943 untertzte der Lebensborn "volksdeutsche"
Bauersfrauen, deren Mnner am sog. Bromberger Blutsonntag gettet worden
waren beim Wiederaufbau ihrer Hfe.

Von Oktober 1939 bis Juli 1944 brnahm er ausserdem die Untersttzung von
SS-Witwen und SS-Waisen.

Im November 1939 wude das Heim "Taunus" in Wiesbaden erffnet.

Mit Kriegsbeginn stieg die Belegung der Heime deutlich an, vor allem die
Zahl der jungen Mtter. Da viele von ihnen bei Verlassen der Heime ihre
Kinder zunchst daliessen, vernderte sich auch das angestrebte Mtter-
Kinder-Verhltnis von 1:1, im Frhjahr 1940 kamen 497 Kinder auf nur 208
Mtter. Auch stieg die Suglingssterblichkeit deutlich an.

Um dieser Entgegenzuarbeiten und den Aufenthalt der Mtter zu verlngern
strebte der Lebensborn die Einrichtung eines eigenen Kinderheimes an, es
dauerte allerdings bis November 1942, bis das Kinderheim "Sonnenwiese" in
Kohren-Salis in Sachsen erffnet werden konnte. Es konnte 170 Kinder
aufnehmen.

Weitere, allerdings kleinere, Kinderheime folgten: Im Sommer 1943 Heim
"Moselland" in Bofferding/Luxemburg und im Sommer 1944 "Franken 1 und 2" in
Schalkhausen bei Bocksberg (bei Ansbach).

Diese Kinderheime, in denen die Kinder etwa 1 1/2 Jahre blieben, bevor sie
wieder zu ihren Mttern oder in Pflegefamilien kamen, widersprachen
allerdings dem Ideal des Lebensborn, nach dem die Kinder bei ihren Mttern
aufwachsen sollten. Deshalb wurde im Juni 1940 in Stettin ein
"Kriegsmtterheim" erffnet, dsas hauptschlich ledigen Lebensborn-Mttern
zur Verfgung stand.

Im Frhjahr 1942 wurden in Mnchen zwei ehem. jdische Huser vom Lebensborn
erworben und in "Mtterwohnstdten" verwandelt. Die Kinder wurden
allerdings im August 1943 ins Heim "Moselland" geschafft, whrend ihre
Mtter, die grsstenteils fr den Lebensborn arbeiteten, in Mnchen
zurckblieben.


November 1942: Erffnung des Heims "Schwarzwald" in Nordrach/Baden.

Die Zahl der Geburten pro Monat und Heim stieg von 10,6 1939 auf 16,6 1942
kontinuierlich an. Die Ursachen hierfr lagen, neben mglicherweise
erfolgten Um - und Erweiterungsbauten, vor allem in einer strkeren
Belegungsdichte der Heime und in einer krzeren Verweildauer der Mtter.
Dies konterkarierte das - nie erreichte - Ziel des Lebensborn, eine
Verweil- und Stilldauer von 4 Monaten zu erreichen.

Nach Kriegsbeginn geriet der Lebensborn aus verschiedenen Grnden in eine
tiefe Krise, die zur Absetzung des Geschftsfhrers Pflaum und zu einer
grundlegenden Umstrukturierung im Frhjahr 1940 fhrte. Pflaums Nachfolger
wurde Max Sollmann, ehemalges Freikorpsmitglied, NSDAP-Mitglied seit 1922,
Beteiligter am Hitler-Putsch und SS-Mitglied seit 1937. Sollmann war
Kaufmann und intressierte sich allein fr den wirtschaftlichen Aspekt des
Lebensborn, die ideologische Seite kmmerte ihn nicht.

Sollmann schuf einen - aus ihm selber bestehenden - Ein-Personen-Vorstand,
der das bisherige Vorstandsgremium und den Geschftsfhrer ersetzte.
Sollmann selber war direkt dem RFSS unterstellt, so dass Himmler von nun
an die volle und alleinige Kontrolle ber den Lebensborn hatte. Weiterhin
erhhte er durch ihre vllige Umstrukturierung die Effizienz der
Verwaltung: er fhrte konsequent das Fhrerprinzip ein und grenzte die
einzelnen Aufgabengebiete klar voneinander ab. Die beiden bisherigen
Hauptabteilungen wurden in  mehrere Abteilungen zergliedert, deren Fhrer,
bzw. Fhrerinnen direkt Sollmann unterstanden. Dies waren die
Hauptabteilungen Arbeit (A), Personal (P), SS-Kriegerwaisen (K),
Verwaltung (V), Finanz (F), Gesundheitswesen (F) (Ebner), Rechtswesen (R)
(SS-Sturmbannfhrer Dr. Tesch). Die Dienststelle Bromberg und die
Hauptabteilung K (Juli 1944) wurden von Sollmann aufgelst.

Die wichtigsten Einnahmequellen des Lebensborn waren Spenden, Mit-
gliedbeitrge sowie Einnahmen aus dem Heimaufenthalt, der von den Vtern
bezahlt werden musste, und Verpflegung. Dazu kamen die Zahlungen der
Krankenkassen, die die Mtter an den Lebensborn abfhren mussten. Diese
Einnahmen reichten von Anfang an nicht aus, um die anfallenden Kosten zu
decken. So hatte der Lebensborn Anfang 1939 800.000 RM Schulden, die nur
durch eine Spende des Reichsfinanzministeriums in Hhe von 1.000.000 RM
ausgeglichen werden konnten. Eine Vereinbarung mit den Krankenkassen zur
Geheimhaltung der Abrechnungen, die Ende 1941 vom Reichsarbeitsminister
zur allgemeinen Regelung erhoben wurde, erhhte die Einnahmen des Lebensborn
erheblich. Himmler verpflichtete alle hauptamtlichen SS-Fhrer zur
Mitgliedschaft im Lebensborn, die anderen SS-Leute wurden dazu angehalten.
Die Beitrge waren gestaffelt nach Kinderzahl, Dienstgrad und Alter und
schwankten zwischen 0,75 und 7,75% des Bruttoeinkommens. Der mit der
Kinderzahl niedriger werdende Beitrag war eine weitere Massnahme Himmlers,
die SS-Mnner zur Grndung kinderreicher Familien zu bringen. Auch
Nicht-SS-Mitglieder konnten Mitglieder des Lebensborn werden. Trotzdem
hing die Finanzierung des Lebensborn von den eingehenden Spenden ab. Bis
1939 war der NSV einer der wichtigsten Finanziers des Lebensborn. 1942
erhielt der Lebensborn eine weitere Spende von 1 Million RM vom
Reichsfinanzmnisterium und ab 1943 wurde ihm von diesem eine regelmssige
Untersttzung von 3 Millionen RM zugesichert, die erst die Expansion des
Lebensborn in den besetzten Gebieten ermglichte.


Der "Lebensborn" und die radikale nationalsozialistische Geburtenpolitik

Mit Kriegsbeginn wandelte sich der Charakter der Unehelichenpolitik.
Gesttzt auf usserungen von Hitler, Hess und Himmler wandelte sich ihre
bisherige Funktion, "Abtreibungen zu verhindern und gesellschaftliche
Integrationsbarrieren (fr uneheliche Kinder) zu beseitigen. Von jetzt an
gewann fr die Unehelichenpolitik die Aufgabe an Dominanz, zur
ausserehelichen Zeugung zu animieren." (Lilienthal, S.134) Endgltig wurden
die christlichen und brgerlichen Wertvorstellungen geleugnet und durch neue
"germaisch-rassische" ersetzt.

"Die Fortpflanzung aus der Verantwortung des Individuums in die von Partei
und Staat zu verlegen, htte die Ablsung der bestehenden Gesell-
schaftsstruktur durch ein rassisches Kastenwesen bedeutet. Himmlers und
Hess' Vorstoss war ein Versuch, sich von der Gesellschaft zu emanzipieren,
mit deren Hilfe die nationalsozialistische Bewegung an die Macht gelangt
war." (ibid.) Dass Himmler und Hess sich gemeinsam der ffentlichen
Entrstung entgegenstellten, zeigt, dass die SS hier nur die Vorreiterrolle
einer Politik bernahm, die von der gesamten NS-Fhrung getragen wurde.

Diese Moral wurde offensichtlich auch in weiten Kreisen des BDM von dessen
Fhrerinnen vertreten - und auch vorgelebt. Massive Proteste von Seiten der
BDM-Reichsfhrung gab es anscheinend nicht, obwohl sie der "Mutter und
Familie"-Moral verhaftet blieb. Die gleiche indifferente Haltung zeigten
auch der RAD (ReichsArbeitsDienst) und andere Institutionen. Dieses
indifferente, letztlich passiv-abwartende Verhalten "ermglichten es, dass
die extremen geburtenpolitischen Vorstellungen nationalsozialistischer
Parteifhrer allmhlich Eingang fanden in die Mdchen- und Frauenverbnde."
(Lilienthal, S.139)

Im Winter 1941/42, als klar wurde, dass der "Blitzkrieg" gegen die SU
gescheitert war und ein langer und verlustreicher Krieg bevorstand wuchs die
Bedeutung der Reproduktionspolitik erneut. So schlug
Reichsgesundheitsminister Conti im Frhsommer 1942 eine Intensivierung der
Sterilittsbehandlung und, unter dem Stichwort "Wahlkinder", die Vermittlung
von "Zeugungspartnern" oder die knstliche Befruchtung, welcher er den
Vorzug gab, von ledigen Frauen vor. Himmler lehnte die knstliche
Befruchtung bei Menschen (und weitestgehend auch bei Tieren) allerdings
grundstzlich ab. Trotzdem betrieb Conti seine Idee der knstlichen
Befruchtung weiter, whrend Himmler sich, wenn auch offensichtlich ohne
grossen Erfolg, auf die Vermittlung von "Zeugungshelfern" konzentrierte. Die
Grenzen der christlich-brgerlichen Moral wurden dabei von beiden weit
berschritten.

Die Entwicklung der Unehelichenpolitik fhrte auch im Lebensborn dazu,
dass der Erhhung der Geburtenzahl in den Heimen im Vergleich zu den
Pflegebedingungen eine zunehmend grssere Bedeutung beigemessen wurde.
Trotz aller dagegen sprechenden Indizien hat sich "der Lebensborn fern von
jeder praktischen Massnahme zur Organisierung der Zeugung" (Lilienthal,
S.146) gehalten.

Die Geheimhaltung, mit der der Lebensborn umgeben wurde, fhrte natrlich
zu allerlei Gerchten wie z.B. dem, der Lebensborn wrde "Begattungsheime"
unterhalten. Diese Gerchte hielten und vermehrten sich, da die
Geheimhaltung die SS auch daran hinderte, ihnen wirkungsvoll
entgegenzutreten.

Die Idee, "Zeugungshelfer" zur Verfgung zu stellen war ebenso wie der
Gedanke, kinderlose Frauen gesetzlich zu verpflichten, diese in Anspruch
zu nehmen und die Idee der Doppelehe fr bewhrte Frontsoldaten eine
Perspektive Himmlers fr die Zeit nach dem gewonnenen Krieg, der eine
propagandistische Aktion zur Vernderung der gesellschaftlichen Moral
vorausgehen sollte. Die Plne der "gelenkten Fortpflanzung" und
Menschenzchtung, in denen auch der Lebensborn eine wichtige Rolle spielte,
sind also nie ber das Stadium der Idee hinausgekommen.


Der Lebensborn und die "germanische Politik" im Westen

Die "Germanisierung" der besetzten Gebieten West- und Nordeuropas wurde
zunchst vom Auswrtigen Amt und den NSDAP-Stben unter Bormann verfolgt,
erst spter entwickelte sich die SS zu einem mitbestimmenden Faktor. Die
Vorstellungen dieser verschiedenen Instanzen ber die Vorgehensweise waren
nicht einheitlich. Die Vorstellungen Himmlers und der SS wurden in erster
Linie von den HSSPF (Hhere SS- und Polizeifhrer) verfolgt, denen damit
eine klare, ber ihre eigentliche polizeiliche Funktion weit hinausgehende,
politische Funktion zugewiesen wurde. Im Januar 1942 wurde die
"Germaisierungspolitik" Himmler als Beauftragtem fr "gemeinsame
germanisch-vlkische Belange" unterstellt.

Ausserdem stellte das SSHA in B, NL, N und Dk eigene Einheiten der all-
gemeinen SS auf.

Im Rahmen der "Germanisierungspolitik" erhielt der Lebensborn eine neue
Aufgabe: Die Betreuung von unehelichen Kindern von Wehrmachtssoldaten und
einheimischen Frauen. Deren Betreuung wurde allerdings zunchst auf
Norwegen und die Niederlande beschrnkt, Belgien und Frankreich wurden
ausgeklammert, da hier "rassenpolitisch kein Interesse" (Hitler) bestehe.
Whrend der Reichskommissar in den NL, Seyss-Inquart, die Verantwortung fr
die unehelichen Wehrmachtskinder jedoch dem NSV berliess und den Einfluss
des Lebensborn auf ein Minimum reduzierte, bertrug ihm Terboven in Norwegen
das "alleinige Betreuungsrecht" (Lilienthal, S.166) fr diese Kinder.


Norwegen

Am 24.11.1940 wurde Josef Terboven zum "Reichskommissar fr die besetzten
norwegischen Gebiete" ernannt. Es handelte sich hierbei um eine vllig neu
geschaffene Behrde, die direkt Hitler unterstand. Diese Unabhngigkeit
gegenber allen Reichsbehrden, incl. z.B. dem Aussenministerium, setzte
Terboven, der das Amt bis 1945 behielt, konsequent durch, mit einer
einzigen Ausnahme: Himmlers SS.

Ziel der Aktivitten des Lebensborn in Norwegen war die Eindeutschung der
Kinder, die als Kinder unverheirateter norwegischer Frauen und deutscher
Mnner automatisch norwegische Staatsbrger waren. Dieses Ziel wurde auf
zwei Wegen verfolgt. Zum einen dadurch, dass die Mtter mit ihren Kindern,
die beide von der norwegischen Bevlerung abgelehnt wurden, durch materielle
und andere Anreize dazu gebracht wurden, in ein deutsches Lebensborn-Heim zu
gehen. Der andere Weg war die berbringung nur der Kinder in ein
Lebensborn-Heim, von wo sie dann spter der Familie des Vaters zugefhrt
oder zur Adoption freigegeben wurden. Etwa 200-250 norwegische Kinder wurden
auf diesem Wege nach Deutschland "verbracht".

Ausserdem errichtete der Lebensborn auch in Norwegen selber Heime. Ende 1942
waren bereits drei Entbindungsheime und ein Kinderheim in Betrieb. Ende 1943
waren es bereits acht, bei Kriegsende neun: Stadheim Oslo, Stadtheim
Bergen, Stadtheim Trondheim, Heim Hurdalsverk (90km nrdlich von Oslo), Heim
Klekken (60km nw von Oslo), Heim Geilo (250km von Oslo, zw. Oslo und
Bergen), Kinderheim Godthaab (15km von Oslo), Kinderheim Stalheim (35km von
Voss, zw. Oslo und Bergen), Kinderheim Os (35km von Bergen, wurde nicht mehr
in Betrieb genommen). In den norwegischen Heimen wurden insgesamt ber 6000
Geburten registriert.

Der Lebensborn in Norwegen war aus verschiedenen grnden relativ un-
abhngig von der deutschen Zentrale in Mnchen. Er war auch die einzige
Auslandsabteilung, die eine eigene Verwaltung hatte.


Niederlande

In den Niederlanden konnte der Lebensborn nie Fuss fassen. Ohne Un-
tersttzung durch den Reichskommissar Seiss-Inquart unterlag er im in-
ternen Machtkampf gegen die NSDAP und damit den NSV. Das einzige Heim, das
der Lebensborn "erwarb" (es handelte sich um beschlagnahmten jdischen
Besitz), wurde nie erffnet.


Dnemark

In Dnemark konnte der Lebensborn ebenfalls nicht Fuss fassen. Das erste
Entbindungsheim war im Mai 1945 aufnahmebereit.


Belgien

In Belgien wurde im Mrz 1943 das Heim "Ardennen" in Betrieb genommen. Der
SS gelang es jedoch bis zur aliierten Offensive in der Normandie und bis
zur Befreiung Belgiens nicht, sich der Kontrolle der Militrverwaltung zu
entziehen, so dass sie in der Verfolgung ihrer Plne kaum vorankam.
Ausserdem wurde das Heim von der belgischen Bevlkerung deutlich abgelehnt,
es wurde von einer SS-Wache geschtzt.


Frankreich

In Frankreich konnte der Lebensborn erst nach der vollstndigen Besetzung
im November 1942 aktiv werden. Im Februar 1944 wurde in Lamorlaye bei
Chantilly, also in der Nhe von Paris, das Heim "Westwald" erffnet. Zu
mehr kam es nicht.


Der Lebensborn und die "Volkstumspolitik" im Osten

In den bestzten Gebieten im Osten gelang es dem Lebensborn nie richtig Fuss
zu fassen. Dies lag nicht nur an der vllig anders gearteten Bevl-
kerungspolitik, die hier betrieben wurde und die von Anfang an, im Ge-
gensatz zum Westen, einen immens hohen Stellenwert hatte, sondern auch
daran, dass es dem NSV hier nicht nur gelang, sich vor dem Lebensborn
festzusetzen, sondern auch Kompetenzen und Funktionen zu Monopolisieren wie
nirgendwo sonst. Die einzige Lcke in dem engen Netz des NSV war die
Errichtung von Entbindungsheimen, die ausser dem Lebensborn keinem
Parteiverband gestattet war.

Der Streit zwischen dem NSV-Fhrer Hilgenfeldt, der Bormann hinter sich
wusste, und Himmler ber die Kompetenzen von NSV und Lebensborn eskalierte
und fhrte im September 1942 zu einem Gesprch mit Hitler, der allerdings
lediglich einen Kompromiss herbeifhrte, aber keine Entscheidung fllte. So
schwelte der Konflikt zwischen NSV und Lebensborn weiter, allerdings kam es
im Osten nicht zur Errichtung von Lebensborn-Heimen. Dagegen erteilte
Reichsgesundheitsfhrer Conti der NSV die Erlaubnis, in von Luftangriffen
bedrohten Gebieten Entbindungsheime fr ausgebombte und evakuierte Frauen
zu errichten, womit der Lebensborn dieses Monopol verlor.

Polen

Aktiv war der Lebensborn im Osten bei der "Eindeutschung" "fremdvlkischer"
Waisenkinder aus dem "Warthegau", "deren rassisches Erscheinungsbild auf
nordische Eltern schliessen" lasse. Diese Kinder wurden auch gegen den
Willen ihrer Eltern oder Frsorgepersonen nach Deutschland verschleppt. Die
ersten Transporte, die sptestens im September 1942 nach Deutschland
kamen, wurden in die Heime "Hochland" und "Pommern" gebracht. Spter wurden
sie in das im September 1943 erffnete Heim "Alpenland" in Oberwies bei
Gmunden am Traunsee (sterreich) gebracht. Insgesamt wurden 250 - 300
Kinder, aus dem "Warthegau" in Lebensborn-Heime verschleppt.


Rumnien

Mitte 1941 wurden 25 Kinder aus dem rumnischen Banat nach Deutschland
verschleppt, von denen fnf nach der rassischen Begutachtung durch Ebner
in Lebensborn-Heime gebracht wurden.


Jugoslawien

Nach dem Attentat auf Heydrich wurde das Dorf Lidice dem Erdboden
gleichgemacht. Alle Mnner wurden ershchossen, die Frauen in KZs ein-
geliefert. Die Kinder wurden in Kinderlager eingeliefert. Zehn dieser Kinder
wurden als "eindeutschungsfhig" eingestuft und im August 1942 in das Heim
Puschkau im "Warthegau" und von dort ins Heim "Alpenland" gebracht.

Whrend der Partisanenbekmpfung im jugoslawischen Slowenien ("Oberkrain"
und "Untersteiermark") wurde mit der Bevlkerung genauso verfahren wie in
Lidice. Ca. 25 dieser Kinder kamen im Februar/Mrz 1943 in das Heim
"Sonnenwiese". Von Oktober 1943 bis Mrz 1944 kamen noch acht weitere
jugoslawische Kinder in dieses Heim.


UdSSR

Mit Kindern aus den besetzten Teilen der Sowjetunion hatte der Lebensborn
nie zu tun.

Im Generalgouvernement richtete der Lebensborn zwar in Krakow eine
Aussenstelle ein und plante auch die Einrichtung von Entbindungsheimen,
diese Plne konnten aber zunchst durch den Widerstand der
Gesundheitsabteilung in Krakow nicht verwirklicht werden und wurden
schliesslich durch den Vormarsch der Roten Armee endgltig verhindert.


Bilanz

Mit der alliierten Invasion im Juni 1944 begann der Lebensborn, zunchst
im Westen, bald auch im Osten, mit der Evakuierung der Heime. Die Flucht der
meisten Mtter und Kinder endete, oft nach einer Odysee durch mehrere Heime,
schliesslich im Heim "Hochland" in Steinhring.

Insgesamt wurden in den Lebensborn-Heimen ber 90.000 Menschen betreut,
12.000 Kinder wurden dort geboren, davon 50-60% unehelich. (vgl. Lilienthal,
S.229f)


Literatur:

Lilienthal, Georg Der "Lebensborn e.V." FfM: Fischer 1993

Kjendsli, Veslemoy Kinder der Schande Berlin: V. Dirk Nishen 1988

Schmitz-Koester, Dorothee Noch immer gibt es Geruechte und Geheimnisse
Zufluchtsort und Zuchtanstalt - Die Haeuser des "Lebensborn" FR, 28.10.95

Guderian, Claudia Auf der Suche nach den Wurzeln Kinder aus einem
"Lebensborn"-Heim FR, 13.4.96

