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Kurdistan Infos schrieb am 16.12.09: > ## Nachricht zur Information/Dokumentation weitergeleitet > > > GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER > > PRESSEMITTEILUNG > > Göttingen, den 15. Dezember 2009 > > *Kurdischer Menschenrechtler und Rechtsanwalt in Syrien festgenommen* > > In großer Sorge um das Wohlergehen des syrisch-kurdischen > Menschenrechtlers und Rechtsanwaltes Mustafa Ismail, wendet sich die > Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) heute an die Außenministerien > der demokratisch regierten Staaten, die Botschaften in Syrien haben. Sie > sollen sich für die sofortige Freilassung des mit großer > Wahrscheinlichkeit am 12. Dezember in der nordsyrischen Stadt Aleppo > festgenommenen Menschenrechtlers einsetzen. Seine Angehörigen hatten den > Nahostreferenten der GfbV, Dr. Kamal Sido, in einer persönlichen E-Mail > am Dienstag wegen seines Verschwindens alarmiert. > > Ismail sei bereits am 10. Dezember von der Luftwaffenabteilung des > syrischen Geheimdienstes in der syrisch-kurdischen Stadt Kobane (arab. > Ain al-Aarab) zum Verhör einbestellt worden, heißt es in der E-Mail. > Anschließend sei er aufgefordert worden, in der Zentrale derselben > Sicherheitsbehörde in der nordsyrischen Stadt Aleppo vorstellig zu > werden. Er sei dieser Anweisung gefolgt, jedoch nicht mehr > zurückgekehrt. Wo die syrischen Sicherheitsbehörden den kurdischen > Menschenrechtler jetzt festhalten, ist bisher nicht bekannt. > > Schon am 16. November hatte Mustafa Ismail die GfbV darüber informiert, > dass der Staatssicherheitsdienst ihn zwei Tage zuvor in Aleppo verhört > habe. Dies war für ihn nach dem 13. März und dem 3. Oktober das dritte > Verhör innerhalb eines Jahres. Jedes Mal sei ihm vorgeworfen worden, er > habe sich öffentlich zur Lage der Kurden in Syrien geäußert. Er sei aber > weder gefoltert noch schlecht behandelt worden. > > Ismail lebt und arbeitet in der 440 Kilometer von Damaskus entfernten > Stadt Ain al-Arab im Norden Syriens. Als Rechtsanwalt vertritt er viele > Kurden und Araber, die wegen ihrer politisch-oppositionellen Tätigkeit > inhaftiert sind. > > In Syrien werden rund 170 Kurden als politische Gefangene in > Haftanstalten festgehalten. Der GfbV sind die Namen von 147 Gefangenen > bekannt. Die etwa zwei Millionen syrischen Kurden, die in drei Regionen > an der syrisch-türkischen Grenze die Mehrheit der Bevölkerung stellen, > werden bis heute diskriminiert oder unterdrückt. Ihnen werden die > sprachlichen und kulturellen Rechte vorenthalten. 1962 wurde 300.000 > Kurden im Zuge der massiven Arabisierungspolitik die syrische > Staatsbürgerschaft aberkannt. Seitdem verlangen internationale > Menschenrechtsorganisationen, unter ihnen auch die GfbV, ihre > Wiedereinbürgerung. > > Für Nachfragen ist der GfbV-Nahostreferent Dr. Kamal Sido erreichbar > unter Tel. 0173 67 33 980. > > >>>>>>>>>>>>> Für Menschenrechte. Weltweit. <<<<<<<<<<<<<<< > Gesellschaft für bedrohte Völker / Society for Threatened Peoples > P.O. Box 20 24 - D-37010 Göttingen/Germany > Nahostreferat/ Middle East Desk > Dr. Kamal Sido - Tel: +49 (0) 551 49906-18 - Fax: +49 (0) 551 58028 > E-Mail: nahost@gfbv.de - www.gfbv.de > >
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