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s.polster@GAIA.de schrieb am 29.02.12: > Wildview > > /////////////////////////////////////////// > Auf dem "Irrweg"? > > Posted: 27 Feb 2012 03:56 AM PST > > > Wie geht es eigentlich dem deutschen Wald? Ein Drittel der Landesfl|ñche ist > mit Wald bedeckt. Holz ist ein wichtiger Rohstoff der uns im Alltag in > vielf|ñltigster Weise dient. Im deutschen Forst wurde au|ƒerdem die > Nachhaltigkeit erfunden. Kluge Menschen haben schon vor |+ber 200 Jahren > gemerkt, das wenn wir unsere W|ñlder |+bernutzen, es irgendwann keine B|ñume > mehr geben wird. Also wird seitdem in Deutschland und vielen anderen > europ|ñischen L|ñndern nur soviel eingeschlagen wie gleichzeitig nachwachsen > kann. Doch wie unterschiedlich ÔÇ×NachhaltigkeitÔÇ£ ausgelegt wird zeigt sich > momentan an vielen Fronten, an denen Umweltsch|+tzer und Forst- bzw. > Industrieleute um das richtige Konzept der Waldnutzung ringen. |£ber 99% des > deutschen Waldes stehen momentan in wirtschaftlicher Nutzung. Das ist > j|ñmmerlich wenig. Auf weniger als einem Prozent unserer Waldfl|ñche erlauben > wir der Natur wirklich Natur zu sein. Wenn es um Artenvielfalt geht k|Ânnen > nur im ungenutzten Wald die nat|+rlichen Kreisl|ñufe uneingeschr|ñnkt > existieren. Unz|ñhlige Studien best|ñtigen dies. Deshalb hat die > Bundesregierung auch schon im Jahre 2007 die ÔÇ×Nationale Strategie zur > biologischen VielfaltÔÇ£ beschlossen. Darin ist festgelegt das 10% der > |Âffentlichen W|ñlder der Natur |+berlassen werden sollen. > > > Umso mehr |+berrascht es zu h|Âren, das der bayrische Forstminister Brunner > von einem ÔÇ×IrrwegÔÇ£ spricht, als er |+ber die aktuelle Greenpeace Kampagne > zum Schutz alter Buchenw|ñlder Stellung nimmt. Seit Anfang des Monats l|ñuft > diese Kampagne Bundesweit und findet im Moment im bayrischen Spessart als > Vorort Aktion statt. Bis zu f|+nfundzwanzig Aktivisten durchk|ñmmen die > W|ñlder des Spessarts auf der Suche nach |+ber 140 j|ñhrigen Buchen. Diese > werden gemessen, markiert und mit GPS Ger|ñten deren Standort genau > ermittelt. > > > Die Arbeit soll dazu dienen die |Âkologisch besonders wertvollen W|ñlder > herauszufinden. Diese alten W|ñlder sollen die Grundlage kommender > Schutzgebiete werden. Eigentlich hilft Greenpeace der Politik nur ihre > eigenen Vorgaben besser umsetzen zu k|Ânnen. Doch der Sturm der Entr|+stung > ist wie gewohnt massiv. Die Lobby der Holzindustrie hat auch in Bayern > weite Teile der Politik fest im Griff. Es ist im Spessart nicht anders als > in anderen Teilen Deutschlands. |£berall dort wo l|ñngst |+berf|ñllige > Naturschutzprojekte angegangen werden ist der Widerstand unglaublich > heftig als ginge es um den Untergang des Abendlandes. Rein rechnerisch > w|ñchst immer noch mehr Wald nach als wie eingeschlagen wird. Doch die > Differenz nimmt von Jahr zu Jahr ab. Die Waldstrategie der Bundesregierung > richtet sich mehr und mehr nach den Gewinninteressen der Holzindustrie und > immer weniger nach Arten- und Umweltschutzerfordernissen. Seitdem mit der > Biomasse ein klimafreundlicher Energietr|ñger ausgemacht ist, wittern Viele > das gro|ƒe Gesch|ñft. Holz in Energie umzuwandeln ist eine riesige > Einnahmequelle. Doch wer wirklich am ÔÇ×KlimaschutzÔÇ£ Interesse hat dem sollte > klar sein, das nur gro|ƒfl|ñchig intakte W|ñlder auch wirkliche Helfer im > Klimaschutz sind n|ñmlich als sogenannte CO2 Senken. > > > Greenpeace fordert, dass insgesamt 5% des deutschen Waldes (davon 10% > |Âffentlichen Waldes) wieder sich selbst |+berlassen wird. Damit bleiben > immer noch 95% f|+r den Menschen zur Nutzung |+brig. Die Kampagne wird so > lange weiter gehen bis dieses Ziel erreicht ist, und die Politik ihre > selbstauferlegten Beschl|+sse auch umsetzt. Einen kleinen Beitrag zum > besseren Verst|ñndnis unserer Anliegen konnte auch ich leisten. Vergangenen > Samstag habe ich Europas wilde W|ñlder in einem vollen Saal der > Aschaffenburger Stadthalle gezeigt. Fast 300 Menschen haben dabei > hoffentlich gesp|+rt, das Wald weit mehr ist als ein Rohstoff der > ausgebeutet geh|Ârt. > > > > > -- > Email delivery powered by Google. > Google Inc., 20 West Kinzie, Chicago IL USA 60610 >
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