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Sabine Ellersick schrieb am 02.01.10: > > Neue OZ: Kommentar zu Serbien / Kroatien / Kriegsverbrechen > > Osnabrück (ots) - Vergaloppiert > > Gerade noch hatte Serbien einen guten Lauf: Anfang Dezember das > Überbrückungsabkommen, in dem die EU Handelserleichterungen gewährt, > kurz vor Weihnachten das Beitrittsgesuch an die > EU-Ratspräsidentschaft. Mit seiner Völkermord-Klage gegen den > Nachbarn Kroatien beim Internationalen Gerichtshof aber hat sich > Serbien so sehr vergaloppiert, dass sich die Fragen stellen: Was soll > die Laufrichtung sein? Wie ernst ist Serbiens Hinwendung zu Europa > und seinen Spielregeln gemeint? > > Schließlich spricht diese Klage der Geschichte Hohn. Zu der > gehören schreckliche kroatische Kriegsverbrechen an Serben, > zweifellos. Aber gewiss kein Völkermord. > > Wie soll Aussöhnung wachsen, wenn Präsident, Regierung und große > Teile der Öffentlichkeit in Serbien nun offensichtlich glauben, die > einst im Namen einer wahnhaften, rassistischen Großserbien-Ideologie > begangenen Kriegsverbrechen in weiten Teilen des früheren > Jugoslawiens ließen sich verrechnen mit Gräueltaten der > Angegriffenen? Aussöhnung gehört aber zu den Vorbedingungen jeder > seriösen EU-Kandidatur. > > Die Entspannung war ja gerade im Verhältnis zu Kroatien schon > eingetreten. Zumindest auf offiziell-politischer und auf > wirtschaftlicher Ebene. Umso mehr irritieren nun diese > Völkermordklage und der triumphalistische Tonfall, in dem > Außenminister Vuk Jeremic sie kommentiert. > > Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung > Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/58964 > Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_58964.rss2 > > Pressekontakt: > Neue Osnabrücker Zeitung > Redaktion > > Telefon: 0541/310 207 >
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