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Sigrid Niemer schrieb am 02.03.10: > Aus CONTRASTE Nr. 296 (Mai 2009, Seite 3) > > INTERNATIONALES KULTUR CENTRUM ufaFabrik BERLIN > > Ein multikultureller Ort der Begegnung > > Das »Gesamtkunstwerk« ufaFabrik, das sich seit 1979 in Berlin etablieren > konnte, genießt weltweite Anerkennung als gelungenes Experiment, Arbeit und > Lebensqualität im städtischen Raum zu fördern und zu gestalten und dabei > kulturelle, soziale und wirtschaftlich Aspekte zu verbinden. > > Sigrid Niemer, Berlin # Was einmal mit einer gemeinsamen Kasse und einem > einzigen Telefon begann, hat sich in den letzten 30 Jahren zu einer > differenzierten Struktur entwickelt. Unter dem ideellen Dach des > gemeinnützigen ufaFabrik Berlin e.V. arbeiten heute über 200 > MitarbeiterInnen in 12 verschiedenen Organisationen, die je nach > Betätigungsfeld als gemeinnütziger Verein oder GmbH aufgestellt sind. > > Die Anfänge > > Die ufaFabrik ist nicht am Planungstisch entstanden sondern durch das > konkrete Interesse einzelner Personen und Gruppen. Die Entwicklung geht bis > Anfang der 70er Jahre zurück, als einige der späteren Gründer als > Lebensgemeinschaft zusammenzogen und fortan in eine gemeinsame Kasse > wirtschafteten. > > 1978 organisiert hieraus ein Netzwerk von Gruppen, unter anderem der > Verein »Fabrik für Kultur, Sport und Handwerk«, das erste Umweltfestival in > West-Berlin »Umdenken – Umschwenken«, und präsentierte sich mit viel > kreativem Witz der Öffentlichkeit. Das große Besucherinteresse ermutigte > die InitiatorInnen, einen Ort zu schaffen, an dem diese neuen Ansätze > täglich erprobt und gelebt werden konnten. Die »friedliche > Wieder-in-Betriebnahme« des Geländes der ehemaligen UFA-Film Kopierwerke im > Juni 1979 gelang auch deshalb, weil alle Beteiligten begeistert und voller > Energie und Optimismus an eine gemeinsame Zukunft glaubten und bereit > waren, sich in hohem Maße dem gemeinsamen Ziel zu verpflichten. > > Die ufaFabrik heute > > Fast alles aus den Anfangstagen hat sich gewandelt, doch in den Grundzügen > ist die ufaFabrik ihrem Konzept treu geblieben, Kultur, soziales Engagement > und nachhaltige Entwicklung im Alltag zu leben, erlebbar zu machen und > miteinander zu verbinden. > > Kulturarbeit > > Das aktivierende Kulturkonzept richtet sich an alle Altersgruppen, an > Kinder und Jugendliche ebenso wie an Studenten, junge Familien und ältere > Menschen. Die Angebote bieten Möglichkeiten, selbst kulturell aktiv zu > werden und stellen Übergänge her zwischen Freizeitaktivitäten, > Semi-Professionalität und professioneller, künstlerischer Bühnenarbeit. > > Das IKC ufaFabrik betreut zwei Veranstaltungssäle und eine überdachte > Sommerbühne als Spielort für Theater, Kabarett, Weltmusik, Comedy, Varieté, > internationale Festivals, Circus und Kinderprogramme. Künstler, die hier > gastieren, können während dieser Zeit im hauseigenen Gästehaus direkt neben > ihrem Produktionsort wohnen. > > Der Kulturbetrieb stellt Studios zur Verfügung, die nach einem flexiblen > Zeitplan von Berliner Künstlern genutzt werden und ebenso von > internationalen Gästen, die für einzelne Projekte eingeladen werden. > > Das Selbstverständnis der MitarbeiterInnen des Kulturcentrums beinhaltet > die engagierte Betreuung der Künstler, egal ob sie Profis oder Laien sind, > in allen organisatorischen Fragen und die Unterstützung bei > Projektentwicklung, Bühnentechnik, Pressearbeit und Publikumsbildung. > Kulturelle Bildung > > In der Schule des ufaFabrikCircus trainieren Berliner Kinder aller > Nationalitäten mit professionellen Artisten, – wöchentlich oder intensiv in > den Ferien. Sie entwickeln körperliches Selbstbewusstsein, Teamgeist und > Kreativität. Höhepunkte sind die wiederkehrenden Auftritte beim > Circusfestival oder zu anderen Gelegenheiten in der Stadt. Die jungen > Künstler zeigen, was sie gelernt haben und erleben dabei das Gefühl, etwas > ganz Besonderes zu leisten. > > Zahlreiche Kooperationsprojekte mit Partnern, wie zum Beispiel dem Netdays > e.V. und den Berliner Grund- und Hauptschulen folgen dem Konzept, dass > Zugang zu kultureller Praxis Kindern und Jugendlichen neue Sichtweisen und > Perspektiven für das eigene Leben eröffnen kann. > > Ökologie und nachhaltige Entwicklung > > Umfangreiche ökologische Maßnahmen von der Dachbegrünung bis zur > dezentralen Energieversorgung haben das Gelände zur grünen Oase in der > Großstadt gemacht. Durch Führungen, Seminare und Ausstellungen können sich > Interessierte ein Bild über die einzelnen Projekte machen. MitarbeiterInnen > der ufa-Fabrik und des hier gegründeten Instituts für kreative > Nachhaltigkeit waren die Initiatoren der »Woche der Zukunftsfähigkeit« und > der regelmäßigen Veranstaltungsreihe »Experiment City«, die mittlerweile > ausgegründet, zukunftsweisende Modelle für Wohnraum und Lebensqualität in > Berlin zum Thema macht. > > Gesunde Ernährung als wesentlicher Teil der Lebens-Kultur wird durch die > Vollkornbäckerei, den Naturkostladen und auch das Café Olé für die > Bewohner, MitarbeiterInnen und Gäste garantiert. > > Nachbarschaft und Gemeinwohl > > Anlaufstelle für Nachbarn und Bürger bietet das Nachbarschaftszentrum > NUSZ. Es bündelt und entwickelt gesundheitliche und sozialkulturelle > Aktivitäten von, mit und für Menschen im Kiez und den angrenzenden > Bezirken. Es entstand aus dem Gedanken der Selbsthilfe, Verantwortung für > die Erfüllung der eigenen Bedürfnisse zu übernehmen. Neben > Freizeitaktivitäten in Bewegung, Musik und Sport gibt es soziale und > rechtliche Beratung und Weiterbildung für junge Familien, Kurse zu Geburt > und Kindheit, Sprachtrainings, Feste, Trödelmärkte und einen Pflegedienst. > Eine besondere Attraktion ist der pädagogisch betreute »Kinderbauernhof« > mit einem Mädchentreff und dem ehrenamtlich organisierten Bauernhofclub für > ältere Mitbürger. In den letzten Jahren hat das Nachbarschaftszentrum > mehrere Kindertagesstätten, Schul- und Freizeiteinrichtungen des Bezirkes > in seine Trägerschaft übernommen. > > Internationale Zusammenarbeit > > Die MitarbeiterInnen der ufaFabrik sind in verschiedenen sozialen, > kulturellen und nachhaltig-ökologischen Netzwerken aktiv, unter anderem im > Trans Europe Halles Kultur-Netzwerk, res artis – einer weltweiten > Organisation von Häusern, die Künstlern zeitlich befristete > Arbeitsmöglichkeiten bieten, und dem IFS – der Internationalen Föderation > der Nachbarschaftshäuser. > > Was bringt die Zukunft? > > Als Anerkennung des jahrelangen, erfolgreichen Engagements hat die > ufaFabrik 2004 den Titel der UN-Habitat als »Best Practice Project to > Improve the Living Environment« erhalten. > > Viele Ideen, für die sich die Mitglieder der ufaFabrik engagierten und die > vor 30 Jahren gesellschaftliches Neuland waren, haben sich durchgesetzt und > beherrschen Teile der öffentlichen Debatte. Die MitarbeiterInnen der > ufaFabrik müssen in diesen Bereichen keine Überzeugungsarbeit mehr leisten, > sondern können > sich auf die tägliche Umsetzung ihrer Projekte konzentrieren. Und es tun > sich neue Themen auf, im Bereich der Bildung, Ausbildung, Kommunikation, – > auf dem Weg zu umfassender Lebensqualität und freundschaftlichem > Miteinander im städtischen Raum. > > Mehr Infos: www.ufafabrik.de > > Kasten: > > Herzliche Glückwünsche zu 30 Jahren UFA-Fabrik! > > Liebe KommunardInnen, > wir gratulieren Euch herzlich zu Eurem 30. Geburtstag und freuen uns, > unseren LeserInnen heute mit einem Artikel der Kommunardin Sigi einen > Überblick über Eure vielfältigen Tätigkeiten und Projekte zu geben, sowie > einen Auszug aus dem umfangreichen Programm Eurer Geburtstagswoche im > Juni. > > Wir schenken Euch zum Geburtstag 2 Seiten unserer Zeitung im Juni, für die > wir uns O-Töne von Euch wünschen, darüber wie Ihr die vergangenen 30 Jahre > erlebt habt und wie Ihr Euch die nächsten 3 Jahrzehnte wünscht. > > Liebe LeserInnen, > wer der UFA-Fabrik zum 30. Geburtstag gratulieren möchte, kann das ganz > direkt im Geburtstagsblog machen: > http://blog.snafu.de/30_jahre_ufafabrik/2009/01/30/wenn-wir-uns-was-wunschendurften/ > > Die CONTRASTE-Redaktion > > Kasten: > > Programm der Festwoche > > 30 Jahre ufaFabrik > > Sonntag, 7.6. 14 bis 19 Uhr > Familientag > Spiel und Spaß auf dem ganzen Gelände, mit dem ufaFabrik KinderCircus, > Playpus-Theater, u.v.m. > > Dienstag, 9.6. 19 Uhr > Geburtstagsgala > Bühnenprogramm mit Weggefährten, Künstlern und Gästen > > Mittwoch 10.6. und Donnerstag, 11.6. 20.30 Uhr > Comedy-Mix > Chin Meyer lädt Kollegen ein > > Freitag, 12.6., 21 Uhr > Konzert > The Incredible Herrengedeck und eine zweite junge Berliner Band > > Samstag 13.6., 20.30 Uhr > Konzert > Terra Brasilis und Gäste > > > ********************************************************* > CONTRASTE ist die einzige überregionale Monatszeitung für > Selbstorganisation. CONTRASTE dient den Bewegungen als monatliches > Sprachrohr und Diskussionsforum. > > Entgegen dem herrschenden Zeitgeist, der sich in allen Lebensbereichen > breit macht, wird hier regelmäßig aus dem Land der gelebten Utopien > berichtet: über Arbeiten ohne ChefIn für ein selbstbestimmtes Leben, > alternatives Wirtschaften gegen Ausbeutung von Menschen und Natur, > Neugründungen von Projekten, Kultur von "unten" und viele andere > selbstorganisierte und selbstverwaltete Zusammenhänge. > > Des weiteren gibt es einen Projekte- und Stellenmarkt, nützliche Infos > über Seminare, Veranstaltungen und Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt. > > CONTRASTE ist so buntgemischt wie die Bewegungen selbst und ein Spiegel > dieser Vielfalt. Die Auswahl der monatlichen Berichte, Diskussionen und > Dokumentationen erfolgt undogmatisch und unabhängig. Die RedakteurInnen > sind selbst in den unterschiedlichsten Bewegungen aktiv und arbeiten > ehrenamtlich und aus Engagement. > > Die Printausgabe der CONTRASTE erscheint 11mal im Jahr und kostet im > Abonnement 45 EUR. Wer CONTRASTE erstmal kennenlernen will, kann gegen > Voreinsendung von 5 EUR in Briefmarken oder als Schein, ein dreimonatiges > Schnupperabo bestellen. Dieses läuft ohne gesonderte Kündigung automatisch > aus. > Bestellungen an: > CONTRASTE e.V., Postfach 10 45 20, D-69035 Heidelberg, > E-Mail: CONTRASTE(at)online.de > Internet: http://www.contraste.org > > Zusätzlich gibt es eine Mailingliste. An-/Abmeldung und weitere > Informationen unter: > http://de.groups.yahoo.com/group/contraste-list > > Wenn Sie Ihr Abonnement für diese Gruppe kündigen möchten, senden Sie > eine > E-Mail an: > contraste-list-unsubscribe@yahoogroups.de > > ************************************************************ >
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