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Sabine Ellersick schrieb am 01.03.10: > > Ich möchte Euch darauf aufmerksam machen, dass im NDR kürzlich eine > tolle Dokumentation unter dem Titel "die Atomlüge" gesendet wurde, die > man sich noch via Internet ansehen kann. Die Doku eignet sich übrigens > auch, um Menschen zu überzeugen, die sich in das Thema Atomkraft noch > nicht so tief eingearbeitet haben. Mit ein bisschen gesundem > Menschenverstand begreift jeder, die Ungereimtheiten. (Info von Eva Stegen) > Gruß Axel > > http://www3.ndr.de/sendungen/45_min/videos/atomluege114.html > > ------------------------------------------------------------------------- > > Viele Atommüllartikel: > http://news.google.de/news?q=atomm%C3%BCll%20schweiz&oe=utf-8&rls=org.mozilla:de > :official&client=firefox-a&um=1&ie=UTF-8&sa=N&hl=de&tab=wn > > ------------------------------------------------------------------------- > > Aernschd Born, Gewschäftsführer NWA > > Medien-Mitteilung > > Der Verein "NWA Nie Wieder Atomkraftwerke" wendet sich vehement gegen die > von der NAGRA vorgesehenen atomaren Tiefenlager, solange die Schweizer > Atomkraftwerke noch nicht stillgelegt worden sind. Zudem gibt es nach > heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen keine verlässliche technische > Methode, um über Jahrhunderttausende hinweg die Sicherheit vor atomarer > Verstrahlung zu garantieren. Im Gegenteil: Das undichte und verseuchte > Tiefenlagers im deutschen Asse zeigt, dass es ohne eine massiv > verbesserte Technologie gegenüber den kommenden Generationen > verantwortungslos ist, heute schon irgendwelche definitive Standorte in > der Schweiz auszuwählen. NWA wehrt sich dagegen, dass sich das > Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI letztlich für jene > Standortregionen entscheidet, wo am wenigsten politischer Widerstand zu > erwarten ist. Wir verlangen zukünftig eine verbesserte sachliche > Information und echte demokratische Mitsprachemöglichkeiten der > betroffenen Bevölkerung. > > NWA > ------------------------------------------------------------------------- > > ENSI-Stellungnahme: Atommüll-Standorte > Das Nagra-Konzept löst das Problem nicht > > Heute hat das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI zu den > von der Nagra vorgeschlagenen Atommüllstandorten Stellung genommen. Doch > mit den laufenden Standortdiskussionen geht das wichtigste vergessen: > Obwohl der Entsorgungsnachweis erbracht ist, gibt es noch zu viele > unbeantwortete Fragen, als dass ein Lager sicher sein könnte -- > unabhängig vom Standort. Das Atommüllproblem ist nicht gelöst. > > Gewisse Atommüll-Teilchen strahlen über einen Zeitraum von gut 1 Million > Jahre. Diese enorme Zeitspanne macht es schwierig, einen angemessenen > Umgang mit dem Atommüll zu finden. Die Nagra hat zwar ein Konzept > vorgelegt, doch bleiben relevante Fragen unbeantwortet. Zu viele offene > Fragen Die technischen und gesellschaftlichen Herausforderungen an ein > Atommülllager sind immens. Viele elementare Unklarheiten wurden im Nagra- > Konzept nicht beseitigt: Wie soll kontrolliert werden, wie sich das Lager > über die Zeitspanne entwickelt? Wie soll der Atommüll adäquat verpackt > und eingelagert werden? Was für Materialien sollen verwendet werden: > korrodierender Stahl, Kupfer oder zerbrechliche Keramik? Doch damit nicht > genug: Die Nagra will eine etwa fünf Kilometer lange Zufahrt bauen, um > mit LKW ins Atommülllager zu fahren. Experten beteuern aber, dass das > Wirtgestein Opalinuston so wenig wie möglich geschädigt werden darf, > ansonsten drohen Wasserläufe. > > Keine Lösung in Sicht > > Doch das ist nur ein Teil des ungelösten Problems, denn für so grosse > Zeiträume gibt es keine «ein-für-allemal-Lösung». > Drei elementare Fragen bleiben: > 1. Wie soll ein Lager über 1'000'000 Jahre kontrollierbar und der > Atommüll rückholbar bleiben? > 2. Wie kann das Lager über 1'000'000 Jahre markiert und > Untergrundkonflikte vermieden werden? > 3. Wie soll es über 1'000'000 Jahre vor unvorhersehbaren Naturereignissen > wie Erdbeben oder Eiszeiten geschützt werden? > > Sicher ist nur das Risiko > Was voreiliges Umsetzen bedeuten kann, ist im deutschen Asse zu sehen. > > Der ehemalige Salzstock wurde einst als ideal für die Lagerung von > Atommüll eingestuft, denn das Wirtsgestein leite Wärme ab und sei extrem > stabil. Insgesamt 126 000 Fässer Atommüll wurden versenkt -- bis > spätestens 2012 müssen sie wieder raus. Denn Tag für Tag laufen 12 000 > Liter Wasser ein, Asse droht einzustürzen. Die Kosten für die Rückholung > belaufen sich auf min. 3,7 Milliarden Euro. Das Beispiel zeigt: Die > absolute Sicherheit gibt es nicht, sicher ist nur das Risiko. Die Nagra > muss dies einsehen und ein Lager planen, in dem der Atommüll ständig > überwacht und notfalls auch rückgeholt werden kann. Die Verharmlosung von > Gefahren und ungelösten Problemen gegenüber der betroffenen Bevölkerung > macht sie unglaubwürdig. Ein Atommülllager-Konzept, das ewige Sicherheit > verspricht, ist nicht sicher. Bevor die geeigneten Standorte gewählt > werden und ein schein-partizipatives Mitspracheverfahren aufgegleist > wird, müssen offene Fragen beantwortet und aufgezeigt werden, wie sie mit > der Zeitspanne von 1 Million Jahren umgegangen wird. Es braucht Lösungen > auf Zeit, denn unter Zeitdruck steht niemand, der Müll läuft uns nicht > davon - er strahlt noch lange genug. > > Weitere Informationen: > Sabine von Stockar, Projektleiterin Strom und Atom > E-Mail: sabine.vonstockar ät energiestiftung.ch, Tel. 044 271 54 64 > Medienmitteilung und Pressebild unter: > www.energiestiftung.ch/aktuell/archive/2010/02/25/das-nagra-konzept-loest-das-pr > oblem-nicht.html >
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