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"Feldzug gegen ein Tabu"
Rausdorf (ots) - "Feldzug gegen ein Tabu" heißt der Film, der am
6. Februar um 21:25 h auf ARTE zu sehen sein wird.
Er zeigt den Weg von Rüdiger Nehbergs Menschenrechtsorganisation
TARGET gegen das "größte Verbrechen aller Zeiten", die Weibliche
Genitalverstümmelung. Auf Nehbergs Initiative hin fand im November
2006 in der Azhar-Universität zu Kairo eine Gelehrten-Konferenz mit
den höchsten Autoritäten des sunnitischen Islam statt. Das
sensationelle Ergebnis: "Weibliche Genitalverstümmelung ist ein
Verbrechen, das gegen höchste Werte des Islam verstößt." Damit ist es
für Muslime eine Sünde. Seit 5000 Jahren werden jungen Mädchen mit
aberwitzigen Begründungen die sexuellen Gefühle, oft sogar der
gesamte Genitalbereich zerstört. Brutal, ohne Betäubung. Viele
sterben bei den Operationen. Täglich kommen 8000 Opfer hinzu. "Wenn
man die Zahl der Opfer hochrechnet, sind es zehn Milliarden. Das ist
ungefähr zweimal die gesamte Weltbevölkerung.
" Von Anfang an war es Nehbergs Vision, die Kraft des Islam
dagegen zu aktivieren. Denn die meisten Opfer sind Musliminnen. Als
niemand ihm eine Chance gab, gründete er mit seiner Lebenspartnerin
Annette Weber kurzerhand seinen eigenen Verein TARGET und rief eine
"Pro-Islamische Allianz gegen Weibliche Genitalverstümmelung" ins
Leben. Mit überraschenden Erfolgen. Das Resultat aus der Azhar, dem
"Mekka der Gelehrten", ist ein Novum in der Religionsgeschichte.
Nehberg: "Nun gilt es, die Botschaft in sämtliche Moscheen zu tragen.
Das werden wir in diesem Jahr beginnen." Die 60minütige Doku (2006)
am "Internationalen Tag gegen Weibliche Genitalverstümmelung" zeigt
diesen interessanten Weg erstmalig im Fernsehen.
Originaltext: TARGET Rüdiger Nehberg
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