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Börnsen: Kein Kniefall vor Terroristen!
Berlin (ots) - Zur Absetzung der Mozart-Oper "Idomeneo" vom
Spielplan der Deutschen Oper aus Angst vor radikalen Islamisten
erklärte der kultur- und medienpolitische Sprecher der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Börnsen MdB:
Hurra, wir kapitulieren! Aus Angst vor möglichen terroristischen
Übergriffen eine religionskritische Inszenierung abzusetzen, schadet
der Freiheit der Kunst. Und wenn ein großes Opernhaus in der
Bundeshauptstadt Berlin sich zu einer solch' einschneidenden Maßnahme
genötigt sieht, sind die Konsequenzen auch für andere Bühnen
voraussehbar. Es werden nur noch die Stücke inszeniert, die radikalen
Islamisten zusagen.
Eine kritische Auseinandersetzung mit religiösem Fanatismus und
einem Mangel an Toleranz findet nicht mehr statt. Das schadet dem
Theater und seiner Zukunft. Das wäre ein erster Schritt in die
Unfreiheit der Kultur.
Die Grundlage für die Entscheidung der Opernintendanz, die
Gefährdungsanalyse des Landeskriminalamts Berlin, gehört auf den
Tisch. Wenn eine sonst mutige Intendantin wie Kirsten Harms sich für
die Sicherheit ihres Hauses und gegen die Freiheit einer Inszenierung
entscheidet, ist das nur dann erklärbar, wenn das Gefahrenszenario
für Berlin extrem ausfällt.
Mit der Berliner Opernentscheidung, die einem Kniefall vor
Terroristen gleichkommt, wird die Szene der Radikalen geradezu
ermutigt, weiter vermehrt Druck und Drohung auf die abendländische
Kultur und das Christentum auszuüben. Jetzt ist die Solidarität aller
Kulturschaffenden gefordert.
Originaltext: CDU/CSU - Bundestagsfraktion
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