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[LPA] :service: Fröhliche Schleimschlachten! - NORO-Virusepidemie zum Fr essfest 2007

Berlin, 4. Advent - 23.12.2007

Fröhliche Schleimschlachten! - NORO-Virusepidemie zum Fressfest 2007

Magen-Darm-Grippewelle überrollt zu den Feiertagen die Bundesrepublik.

Sicher sind die 68er wieder an Allem schuld. Anno Domini 1968 trat nämlich in Norwalk, USA, das nach diesem (vermutlich Hippie-)Städtchen benannte Norwark-Virus zum ersten mal registriert und epidemisch auf. Erst vier Jahre später wurde das, mit 27 bis 34 Millionstel Millimeter, nur ein Viertel wie Grippeviren große Virus wissenschaftlich bestätigt: verifiziert. A.D. 2002 wurde es der Einfachheit in Noro-Virus umbenannt. BIS HEUTE IST KEINE MEDIZIN ODER THERAPIE DAGEGEN MÖGLICH ODER BEKANNT - mensch kann es nur ertragen, zwei bis drei Tage lang ...

Sagen wir mal: Heiligabend, den Ersten und den Zweiten Weihnachtstag. Oder doch lieber zu Silvester?
Die epidemie rollt, hat Konjunktur. Meldungen kommen sowohl aus dem äußersten Westen, NRW, wie aus Bayern und Berlin. Von Westen nach Osten breitet sie sich ebenso explosionsartig aus, wie plötzlich der Magen-Darm-Trakt rebelliert. Der Höhepunkt liegt pünktlich in den Wintermonaten, zur Zeit des großen Feierns und Fressens. Es ist zum Kotzen!

Die beschissenen Tatsachen sind, daß nach erfolgter Ansteckung durch lächerliche 10-100 Viren-Partikel der faule Zauber innerhalb von 10-50 Stunden losgeht, sprich in einem halben bis zwei Tagen. Aber dann richtig! Das Elend dauert etwa zwei Tage (mindestens einer davon heftig) und klingt dann ab. Inzwischen hat mensch wahrschenlichst die gesamte Umgebung angesteckt, denn mit Erbrochenem und Stuhl werden über Aerosole (Luftfeuchtigkeit) Millionen von Viren in die Umgebung entlassen. Mit Handtüchern, Türklinken, Bettzeug und anderem Zeugs schaffen Erkrankte weitere Infektionsquellen.

Und das Virus ist hart im Nehmen: es hält bis zu minus zwanzig Grad (-20°) und plus sechzig Grad Celsius (+60° C) spielend durch und ist unanfällig gegen die meisten herkömmlichen Desinfektionsmittel, selbst Alkohol. Na denn: Prost!

Einzig und alleine hilft gegen weitere epidemische Verbreitung HYGIENE!: medizinische Seifen und Desinfektionsmittel mit Kombiwirkung (empfohlen: "Sterillium Virugard"), waschen der Klamotten mit möglichst über 60° C, Arbeitsflächen- und Türklinkenabwischen, Vermeidung von Handgeben und ähnlichen Körperkontakten, peinlichste WC-Hygiene (auch ruhig mal kochendes Wasser in die Schüssel, denn in einem Gramm Stuhl sind rund 10.000.000 -zehn Millionen!- hochinfektiöser Viren-Partikel).

Das Virus vermehrt sich in der Darmwand offenbar fast in
Lichtgeschwindigkeit, schädigt und zerstört die Zellen und verursacht damit den Durchfall. Die Sache andersherum ist eine Abwehrreaktion des Körpers, der die Viren wieder loswerden will. Folge: mögliche Austrocknung und Elektrolysemangel, was z.B. zu Herzrythmusschwierigkeiten und -schmerzen führen kann. Daher viel trinken, calzium-, kalium- und magnesiumhaltige Kost zu sich nehmen (so bald es wieder geht), notfalls medizinische Elektrolyseflüssigekeit (gibts in der Apothekte). Leicht gesüßter Tee soll auch helfen. In ganz schlimmen Fällen ist Krankenhaus angesagt. Nach 12-72 Stunden stellt sich eine kurze (!) Immunität gegen das Virus ein, aber nach Abklingen der Krankheitssymptome kann es noch bis zu zwei Tagen (48 Stunden) übertragen werden! Auch der Stuhl bleibt sechs (6) bis vierzehn (14) Tage lang noch infektiös da weiter Viren ausgeschieden werden!!! Einige Menschen werden zu Dauerüberträgern ohne eigene Krankheitssymptome zu zeigen. Das Virus geht übrigens anscheinend NUR auf Menschen.
Als Genesungsunterstützung kann dem Darm medizinische Hefe (Apotheke) zugeführt werden.

Für 2007 hatte das Robert-Koch-Institut die schwerste bisher in D-Land bekannte Noro-epidemie vorausgesagt. Gefährlich ist das Virus vor allem für Kinder und alte, vorgeschädigte Leute - pro Jahr gibt es in D-Land 20 bis 50 Tote als Folge der Krankheit, fast immer sehr alte Menschen. Verbeitet werden kann das Virus auch vorwiegend über Meeresfrüchte, Salat und Wasser. Da ham wir den Salat!

Auch auf dicken Kreuzfahrschiffen wie der "Queen Elisabeth II" und der "Freedom of the Seas" ist das Virus schon unterwegs gewesen - mit durchschlagendem Erfolg: Seekrankheit mal anders. Niemand ist gefeit. Also dürfen alle mal gespannt sein, wen das Christkind denn dieses Jahr auserkoren hat und mit einem kleinen Dämpfer versieht. Sicher wart ihr alle wieder mal nicht brav.

RGL für LPA


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