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------------------------ Ursprüngliche Nachricht -------------------------
Betreff: Update: Nukleargangster oder: Südafrika bis zur WM: Wie sicher
sind die runden Kugeln?
Von: "Horst Blume" <horst-blume(ät)web.de>
Datum: Mo, 26.11.2007, 18:43
Bürgerininitative Umweltschutz Hamm e. V. 26. 11. 2007
Horst Blume, Schleusenweg 10, 59071 Hamm
www.reaktorpleite.de
Südafrika-WM:
Beckenbauer-Freund erschossen, Bierhoff bestohlen und jetzt das
noch:
Fabrik für nukleare KUGELbrennelemente durch Gangster brutal
überfallen! -- Manager schwerverletzt
Im Atomforschungszentrum Pelindaba wollen deutsche Firmen den nuklearen
Brennstoff für den südafrikanischen Hochtemperatur-Reaktor produzieren.
Anlage im Fadenkreuz internationaler Terroristen?
Jetzt das Update zu den neuesten Enthüllungen:
Eine Woche nach dem schwersten Anschlag auf eine Atomanlage in der
jüngsten Geschichte werden einige neue Details bekannt. Die
südafrikanischen Sicherheitsbehörden tappen aber offensichtlich noch
immer im Dunkeln. [Jedenfalls tun sie so. LPA]
Neu ist laut "The Times" vom 14. November 2007, dass sich im westlichen
Teil der Anlage eine weitere Gruppe von Angreifern befand und nach einem
Schusswechsel unerkannt geflohen ist.
Die erste Angreifergruppe mit vier bewaffneten Männern bemächtigte sich
eines Computers, der anschließend auf einem Balkon in der Nähe des
Kontrollzentrums liegengelassen wurde. Ob die Festplatte entfernt wurde,
ist bisher nicht bekannt geworden. Auf den südafrikanischen
Internetseiten verschiedener Zeitungen wurde festgestellt, dass sich die
Täter äußerst gut in der nuklearen Anlage ausgekannt haben mussten. Nur
eine hochspezialisierte Gruppe mit Insiderwissen konnte demnach in der
Lage gewesen sein, Alarmsysteme auszuschalten und alle Schranken zu
überwinden. Die Täter haben offenbar genau gewusst, wo sie aktiv werden
wollten.
Immer wieder wird in den südafrikanischen Berichten auf die bis zum
Jahre 1993 hier scharf gelagerten Atombomben hingewiesen und die Frage
gestellt, ob die zwei angreifenden Gruppen zwei verschiedene Komponenten
(Bombe und Zündung bzw. Startcodes) in äußerst destruktiver Absicht
zusammenbringen und kombinieren wollten. Und welche Informationen sich
heute noch auf diesem Komputer befunden haben. Es wäre wirklich ein
fataler Fehler, wenn beide Komponenten so nah nebeneinander und
offensichtlich so leicht zugänglich positioniert wären!
Oder wollten die Gangster bestimmtes Material oder Informationen
erbeuten? Die in dem Computer gespeicherten Daten könnten für den
internationalen Terrorismus nützlich sein.
[Oder für die Konkurrenz. LPA]
Weitere Ungereimtheiten werden in der südafrikanischen Presse
diskutiert: Was hatte die Verlobte des schwerverletzten Chef-Atommangers
Anton Gerber in dem hochsensiblen Anlagenteil zur Zeit des Überfalls zu
suchen? Wie ernst sind Gerbers Äußerungen vor dem Überfall zu nehmen,
dass er "Ärger" erwartete. Hat er etwas gewusst?
Das sechsköpfige Sicherheitspersonal dieses Anlagenteils wurde
einschließlich seines Chefs nach dem Anschlag entlassen. Es selbst und
seine Arbeitsweise werden Gegenstand einer Untersuchung sein. Gab es hier
undichte Stellen oder Komplizen?
Die Gesichter der Angreifer sind auf den Überwachungsvideos nur unklar
zu sehen. Von den Tätern fehlt jede Spur. -- Eine äußerst peinliche
Angelegenheit für die südafrikanische Nuklearindustrie und den Staat ist
es geworden. Die Umweltschutzorganisation Earthlife Africa wurde mit
ihrer kritischen Stellungnahme sogar in der New York Times zitiert. Man
darf auf den Fortgang der Ereignisse gespannt sein.
Horst Blume
Im THTR-Rundbrief befinden sich Artikel zu folgenden Themen:
Zu NUKEM: Nr. 101 (2005), 107 (2006) und 110 (2007).
Zu Uhde: Nr. 100 (2005), 101 (2005), 111 (2007)
Zu Essener Hochdruck Röhrenwerk (EHR): Nr. 110 (2007), 111 (2007), 112
(2007)
Zu SGL Carbon: Nr. 102 (2005), Nr. 117 (2007)
Zu Meridium: Nr. 116 (2007)
Zu URENCO und Khan: Nr. 95 (2004), Nr. 99 (2005), Nr. 101 (2005), Nr.
104 (2006), Nr. 111 (2007)
Homepage: www.reaktorpleite.de
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