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Ansprüche des Hauses Sachsen-Weimar auf Goethes Nachlass verwirkt? /
Geheimnisvoller Verkauf rückt in den Mittelpunkt
Weimar (ots) - Prinz Michael von Sachsen-Weimar hat jeden Anspruch
auf Goethes Nachlass verwirkt", so Ettore Ghibellino, promovierter
Jurist und Magister aus Oxford, der in seinem Buch "J. W. Goethe und
Anna Amalia - Eine verbotene Liebe" beweist, dass Goethes Liaison mit
Charlotte von Stein nur ein Täuschungswerk war. Tatsächlich liebte
der Dichterfürst die Herzogin Anna Amalia, die früh verwitwete Mutter
seines Fürsten. Aus ständisch-monarchischen Gründen musste die
Beziehung geheim bleiben, Goethe verschlüsselte sie aber in seinen
Werken.
Nach der Lektüre des historischen Thrillers fragt man sich, wie die
Täuschung über 170 Jahre unentdeckt bleiben konnte. Für Ghibellino
steht fest: "Das Haus Sachsen-Weimar hat durch Unterdrückung von
Dokumenten die Goethe-Forschung bewusst irregeleitet, Prinz Michael
hat dafür die historische Verantwortung zu übernehmen."
Am kommenden Donnerstag soll der Landtag in Thüringen einen Vergleich
mit dem Haus Sachsen-Weimar absegnen. Danach bekommt Prinz Michael
15,5 Millionen Euro und einen vererblichen Sitz im Rat der Stiftung
Weimarer Klassik. "Dieser Sitz ist erkennbar verfassungswidrig, denn",
so Ghibellino, "die Zulassung zu öffentlichen Ämter hat im
demokratischen Verfassungsstaat ausschließlich nach Leistungskriterien
zu erfolgen."
Merkwürdig ist auch die Eile, mit der der Vergleich abgeschlossen
werden soll, denn die angeblichen Ansprüche wären erst 2014 fällig.
Ein geheimnisvoller Zeichnungsverkauf rückt nun in den Mittelpunkt:
Wer beauftragte 1998 den Hamburger Kunsthändler Thomas le Claire ohne
Auktion dem Goethe-Nationalmuseum eine Zeichnung zu verkaufen, die
Goethe 1787 in Italien malte? Diese stellt verschlüsselt die Initialen
Anna Amalias dar. Damit ist ein Dokument aufgetaucht, das zu jenen
gehört, die gezielt unterdrückt worden sind. Verfügt der Verkäufer
über weitere aufschlussreiche Dokumente Goethes und Anna Amalias?
Ettore Ghibellino, J. W. Goethe und Anna Amalia - Eine verbotene
Liebe, Denkena-Verlag, Weimar 2003, ISBN 3-936177-02-3
ots Originaltext: A. J. Denkena-VerlagDigitale Pressemappe: http:/
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