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Interkulturelle Gaerten: Tagungen, Studien, News (Potsdam, Berlin, Koeln, Muenchen)

INFOBRIEF MÄRZ 2008

GÄRTEN ALS ALLTAGSKULTUR IM INTERNATIONALEN VERGLEICH - TAGUNG IN KASSEL


Nachbarschaftsgärten, Interkulturelle Gärten oder Selbsterntegärten - diese zukunftsweisenden Elemente in Stadtentwicklungsprozessen erhalten international immer mehr Aufmerksamkeit. Auch die Universität Kassel leistet mit der Fachtagung "Gärten als Alltagskultur im internationalen Vergleich" vom 22. bis 24. Mai 2008 einen Beitrag. Als ReferentInnen sind u.a. Vandana Shiva, Trägerin des Alternativen Nobelpreises, Ashley Atkinson von den Urban Farming Gardens in Detroit und Christa Müller von der Stiftung Interkultur eingeladen.
www.stiftung-interkultur.de/kasselkonferenz.pdf
BIOLOGISCHE VIELFALT UND INTERKULTURELLE GÄRTEN
Beim 2. NRW-Forum zur Biodiversität im urbanen Raum stellen Katarzyna Kowala-Stamm und Sonja Merch vom Interkulturellen Garten Köln e.V. in Anwesenheit des Bundesumweltministers und des Landesumweltministers Nordrhein-Westfalen ihr Projekt vor. Das vom Bundesministerium für Umwelt veranstaltete Forum findet am 13. März in der Zeche Zollverein in Essen statt.
Infos unter www.biologische-vielfalt.de
INTERKULTURELLE GÄRTEN ALS SOZIALRÄUME DER MIKRO-INTEGRATION
In dem neuen SI-Skript zu Migration und Nachhaltigkeit vertritt Karin Werner die These, dass Integration bzw. Inklusion kein unilinearer Prozess und schon gar nicht über ein Set an politischen "Maßnahmen" allein zu bewerkstelligen ist. Vielmehr müsse hier ein vielfaseriger Strang von alltäglichen Politiken fruchtbar gemacht werden. Interkulturelle Gärten eignen sich deshalb so gut für solche Strategien der "Mikro-Integration", weil ihr Charakteristikum das Vorhandensein vielfältiger Dimensionen ist, die in dem Skript Nr. 6 auf sehr eingängige Weise beleuchtet werden. Standort:
http://www.stiftung-interkultur.de/werner_mikro.pdf
VON DER YAYLA ZUM KLEINGARTEN
Unter diesem Titel hat die Bremer Soziologin Anne E. Dünzelmann eine Studie im Frankfurter Verlag für Interkulturelle Kommunikation publiziert. Unter der Fragestellung "Kleingärten - Räume der Integration und Akkulturation für Zugewanderte?" geht sie dem Phänomen der zunehmend ethnisch bunter werdenden Kleingartenkolonien nach und beleuchtet sie auch im Vergleich zu den Interkulturellen Gärten.
Frankfurt/London 2007, 116 S., EUR 14,90 ISBN 978-3-88939-903-8
ÖSTERREICH: ERSTE NETZWERKTAGUNG INTERKULTURELLE GÄRTEN
Der Verein Gartenpolylog vernetzt Interkulturelle Gärten in Österreich und lädt nun zu seiner ersten Netzwerktagung nach Wien ein. Unter dem Motto "Eigensinn & Vielfalt" treffen sich vom 8. bis 9. März 2008 VertreterInnen unterschiedlichster Initiativen aus ganz Österreich zum Austausch. Auch ReferentInnen des Netzwerks Interkulturelle Gärten Deutschland sind geladen und bringen ihre Erfahrungen ein.
Mehr Infos bei gartenpolylog ät gmail.com
POTSDAM: SCHON WIEDER EIN BRANDANSCHLAG
Und sie machen weiter. Der Potsdamer Integrations- und Schulgarten in Potsdam wurde Ende letzten Jahres bereits zum zweiten Mal Ziel eines Brandanschlags durch Unbekannte. Das Gemeinschaftshaus aus Holz brannte vollständig nieder. Eigentlich wollten die BetreiberInnen des Gartens aufgeben, weil sie aber so viel Unterstützung in Form von Spenden, Zuspruch und Solidarität erfuhren, wurde aus der Krise eine neue Chance - und nun wird am 20 März der Einzug in ein 40 Quadratmeter großes Haus aus Stein mit einem zünftigen Fest begangen. Mit der Neueröffnung des Gartens hat sich nicht nur der ausdrückliche Wunsch des Potsdamer Oberbürgermeisters Jakobs erfüllt, sondern zeigt sich auch, wie wichtig vielen Potsdamern ihr Interkultureller Garten geworden ist.
BERLIN-FRIEDRICHSHAIN: "ROSA ROSE" IN GEFAHR
Der Friedrichshainer Nachbarschaftsgarten "Rosa Rose" ist akut in Gefahr. Der neue Eigentümer will in dem hoch verdichteten Quartier nach eigener Aussage familienfreundliche Wohnungen auf der einzigen Grünfläche weit und breit errichten und würde damit vielen Familien aus den umgebenen Plattenbauten die Möglichkeit einer Nahraumerholung nehmen. Um dies zu verhindern und um "Rosa Rose" als Stück selbstorganisiertes Bürgerengagement zu erhalten, rufen die NutzerInnen des Gartens zu unterschiedlichen solidarischen Aktionen auf. Aktuelle Infos unter www.rosarose-garten.net
BERLIN-NEUKÖLLN: BÜRGERPREIS FÜR "PERIVOLI"
Mit dem zweiten Bürgerpreis hat die Bürgerstiftung Berlin-Neukölln im November 2007 das Engagement im Interkulturellen Garten "Perivoli" bedacht. Sechs Personen, unter ihnen Niki Reister, wurden auf Schloss Britz für ihr "langjähriges Engagement, selbstloses Wirken und für ihre vielfältigen Verdienste um den Bezirk Neukölln" mit einer Ehrennadel ausgezeichnet.
DESSAU: INTERNATIONALER WORKSHOP FLÄCHENPLANUNG
5000 Quadratmeter Fläche stellte die Stadt für den zweiten Interkulturellen Garten in Dessau zur Verfügung. Das Multikulturelle Zentrum möchte hier Nutzgärten sowie Sport- und Begegnungsstätten mit kulturellen Angeboten verwirklichen. Ideen dazu brachten Studierende zweier internationaler Masterstudiengänge "Landschaftsarchitektur und Umweltplanung" der Hochschule Anhalt ein. In einem mehrere Wochen dauernden Workshop entwarfen 25 Studierende, u.a. aus Polen, China und Deutschland, Konzepte, die kürzlich öffentlich vorgestellt wurden. Für März 2008 ist eine Ausstellung geplant, in der die besten Entwürfe zu sehen sein werden.
Mehr Infos bei: Razak.Minhel ät multikulti-dessau.de
KÖLN: INTERKULTURELLE GÄRTEN IM BÜRGERHAUSHALT
Bis November 2007 konnten die Kölner Bürgerinnen und Bürger ihrer Stadt vorschlagen, wofür diese Geld ausgeben und wo sie sparen soll. Fast 5000 Vorschläge wurden im Internet veröffentlicht und z.T. von anderen BürgerInnen kommentiert. Ein Vorschlag betrifft z.B. mehr
Gemeinschaftsgärten in Köln vor und hat dafür bereits fast 50 Zustimmungen erhalten. Einige Kommentare betonen, wie wichtig solche Gärten sind und beziehen sich auf bereits existierende Beispiele im ganzen Bundesgebiet - auf die Interkulturellen Gärten. Zum Reinschauen:

https://buergerhaushalt.stadt-koeln.de/discoursemachine.php?page=detail&id_item=5989


MÜNCHEN: GARTENKALENDER 2008 - DER VERKAUFSSCHLAGER AM ENDE DES JAHRES
Mit ihrem Kalender "Interkulturelle Vielfalt im Gemüsebeet" haben die Interkulturellen Bewohnergärten in München-Neuperlach (ZAK e.V.) so manchen weihnachtlichen Gabentisch bereichert, die Nachfrage war enorm. Der Kalender ist im Rahmen eines Umweltbildungsprojektes in gemeinschaftlicher Aktion mit den GärtnerInnen entstanden. Er enthält bildschöne Fotos von Nutzpflanzen aus verschiedenen Ländern, Infos zu Herkunft und Anbau. Außerdem gibt es leckere Rezepte zum Nachkochen. Zu dem Umweltbildungsprojekt gibt auch es einen ausführlichen Bericht über den Entstehungsprozess bis hin zum fertigen Produkt. Interessierte finden hier viele Anregungen zum Nachmachen. http://www.stiftung-interkultur.de/bilgar.htm

Stiftung Interkultur
Ingrid Reinecke
Öffentlichkeitsarbeit
Daiserstr. 15 Rgb.
81371 München
Tel: 089-74 74 60 15
Fax 089-74 74 60 30
i.reinecke ät anstiftung.de
www.anstiftung.de


Handelsregister München HRB 89119
Geschäftsführung: Dr. Christa Müller
09.03.08    Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
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