|
Nachdem der politische Künstler Werner May (Mecklenburg Vorpommern) eine Strafanzeige gegen die Generalbundesanwaltschaft erstattet hatte, wurde seine Webseite von mehren tausend Menschen pro Tag besucht. Daraufhin teilte freenet dem Künstler mit, er habe einige Fehler auf seiner Web-Seite und stellte ihm einen Termin zur Behebung. Obwohl alle Fehler behoben wurden und es keinen Grund für eine Beanstandung mehr gab wurde die komplette Seite von dem Provider geschlossen. "Da ich auf meine Anfragen und Proteste keine Antwort von "freenet" erhalten habe muss ich davon ausgehen, dass die Schließung andere Gründe hatte, als die Fehler, die angeblich vorhanden waren. Ob von staatlicher Seite eingegriffen wurde oder nicht kann ich nicht beurteilen, aber auszuschließen ist es leider nicht," meint W. May, der den Provider wechseln musste, um seine Arbeiten weiterhin veröffentlichen zu können. In der Tat enthalten sie einige Brisanz. Er hält dem Staat und der Katholischen Kirche, in die er hineingeboren wurde, einen kritischen Spiegel vor. "Mein Ziel ist ein "Paradies auf Erden" und daher habe ich meine Website auch http://www.paradies-auf-erden.de genannt", meint der Künstler, der zurückgezogen in Mecklenburg Vorpommern lebt und dort versucht das zu leben, was er in seinen Collagen vermittelt.
|