|
Lichtblick-Kino I Kastanienallee 77 I Prenzlauer Berg I fon: 030-44 05
8179
Die Hamburger Kurz- und Experimentalfilmer Hanna Nordholt und Fritz
Steingrobe päsentieren im Rahmen unserer Kurzfilmreihe kurz gesehen das
folgende Kurzfilmprogramm:
So.19.10.03 I 22.00 Uhr I Lichtblick Kino
Zeitspuren
Wer ins Kino geht, setzt sich unter Umständen in eine Zeitmaschine. Mit jedem
neuen Durchlauf, den eine Filmkopie im Projektor macht, legen sich mehr
Zeitspuren auf das Material und erzählen ihre Geschichten aus alten Tagen.
Wir haben sieben kurze Filme aus den Jahren 1951-2003 gefunden, in denen sich
die Zeitreise zwischen Barock und Copyshop bewegt. Wie funktioniert Erinnerung? Haben wir eine Bild- und eine Tonspur im Gedächtnis gespeichert? Es wird um vermeintliche Augenzeugenschaft, das Erinnern der Kindheit ein
es Dichters, die Mythen der Selbstbespiegelung, fotokopierte Bilder der
Liebe, Untersuchungen zum Gedächtnis des Filmmaterials und Fragen an das
Märchenland der Television gehen. Zwei Filme widmen sich dem graphischen
Werk von Francisco de Goya.
Das Zauberglas 5min. Video 1993/ Björn Melhus
Nebel 10min. 35mm 2000/ Matthias Müller
Hab`ich gesehen-der General 9min. Super 8 1988/ Schmelz Dahin
Copy Romance 2,5min. Super 8 1992/ Torsten Alisch
Narciss+Echo 18min. 16mm 1989/ Michael Brynntrup
Les désastres de la guerre 20min. 16mm 1951/ Pierre Kast
Yo Lo Vi-Ich sah es 15min. 16mm 2003/ Hanna Nordholt+Fritz Steingrobe
Hanna Nordholt und Fritz Steingrobe machen seit Mitte der 80er gemeinsam
Kurzfilme, viele Jahre Super 8, später auch digital, 16+35mm. Sie empfanden
die Experimentalfilmkultur von den Alten Kindern über Schmelz Dahin bis zur
Anarchistischen Gummizelle und alles, was sich weltweit jenseits der bekannten
Filmformen bildete, als sehr anregend. Seit den 90ern machen sie überwiegend
Trickfilme, angeregt durch gefundene Texte+Bilder.
|