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Bisher grösste regionale AIDS-Konferenz untersucht den Stand der
Epidemie und die sich verändernden Herausforderungen für ihre
Bekämpfung
Moskau (ots/PRNewswire) -
- Das breiteste Teilnehmerspektrum aller Zeiten aus staatlichen
und nicht-staatlichen Sektoren diskutiert das veränderte Gesicht von
HIV in der Region und den kritischen Scheideweg, vor dem die
Bekämpfung steht
Morgen beginnt die zweite osteuropäische und zentralasiatische
AIDS-Konferenz (Eastern Europe and Central Asia AIDS Conference,
EECAAC II), das bisher grösste Zusammentreffen zum Thema AIDS in der
Region, bei dem eine Vielzahl von privaten und staatlichen Gruppen zu
einem kritischen Zeitpunkt im Kampf gegen die Krankheit
zusammenkommt. EECAAC II ist ein Gemeinschaftsprojekt, das von der
russischen Aufsichtsbehörde für Verbraucherschutz und Gesundheit,
UNAIDS, der International AIDS Society und vom Globalen Fonds zur
Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria veranstaltet wird. Die
Konferenz wird im Moskauer Welthandelszentrum stattfinden und sich
auf das Thema "Beschleunigter Zugang zu HIV-Prävention, -Behandlung
und -Pflege für alle" konzentrieren.
Die verbesserte Bekämpfung der HIV-Epidemie ist notwendig, um das
Wohl zukünftiger Generationen junger Menschen in der Region zu
gewährleisten. Angesichts der Grössenordnung des Problems ist eine
kollektive und sektorübergreifende Anstrengung erforderlich. Der
Co-Vorsitzende der Konferenz Dr. G.G. Onischtschenko erklärte: "Es
ist von kritischer Notwendigkeit, ein breites Spektrum von
Fachkräften aus staatlichen Stellen, nicht-staatlichen
Organisationen, den Wissenschaften, der Medizin und den Gemeinden der
Menschen, die mit HIV leben, zusammenzubringen, um eine starke und
anhaltende Bekämpfung sicherzustellen. Die Russische Föderation ist
erfreut, diese Zusammenkunft als ein Zeichen ihres fortgesetzt
starken Engagements für die Bekämpfung von AIDS in Russland, der
Region und in aller Welt auszurichten."
Über drei Tage werden die Teilnehmer der Konferenz regionale
Errungenschaften besprechen, sich über Ergebnisse austauschen und
sich auf die Herausforderung konzentrieren, wie den Auswirkungen der
Epidemie in der Region Einhalt geboten werden kann.
"Osteuropa und Zentralasien stehen vor einem kritischen
Wendepunkt in der Entwicklung der Epidemie. Es gibt deutliche Zeichen
von wachsender Führungsstärke und Partnerschaft unter Regierungen,
der Zivilgesellschaft und den Gemeinden", sagte Peter Piot,
geschäftsführender Direktor von UNAIDS. "Jedoch behindern Stigma und
Diskriminierung im Zusammenhang mit HIV noch immer die
Vorbeugungsanstrengungen in der Region und erneuerte politische
Impulse sind notwendig, damit echte Fortschritte erzielt werden
können."
Die HIV-Epidemie in Osteuropa und Zentralasien: Am Scheideweg
Während des vergangenen Jahrzehnts fingen die Anstrengungen zur
Bekämpfung und Behandlung von AIDS und HIV an, positive Auswirkungen
zu zeigen. Einem im Dezember 2007 von UNAIDS und der
Weltgesundheitsorganisation herausgegebenen Lagebericht zur
AIDS-Epidemie zufolge sank die geschätzte Anzahl neuer
HIV-Infizierungen in der Region von 230.000 im Jahr 2001 auf 150.000
im Jahr 2007. Aber während sich die Ausbreitungsgeschwindigkeit der
Epidemie im Vergleich zum Jahr 2000 verlangsamt hat, steigt die
Anzahl der Menschen, die mit HIV leben, in der gesamten Region
weiterhin an. Ausserdem zeigen die jährlichen Statistiken von neu
registrierten HIV-Diagnosen von 2006 bis 2007 einen Anstieg im
Vorjahresvergleich in der Ukraine, der Russischen Föderation,
Aserbaidschan, Georgien, Kasachstan, Kirgisistan, der Republik
Moldau, Tadschikistan und Usbekistan.
"Kenntnis der Epidemie und ein besseres Verständnis der
anfälligsten und am meisten betroffenen Bevölkerungsteile wird der
Schlüssel für besser zielgerichtete Initiativen sein, die wirksamer
sind und die bestehende Dynamik fortsetzen", sagte Michel
Kazatchkine, der geschäftsführende Direktor des Globalen Fonds zur
Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria. "Wir sehen eine starke
und zunehmende Dynamik hinter den Bekämpfungsmassnahmen. Wir stehen
jedoch neuen Herausforderungen gegenüber, da viele Länder Programme
von externer zu nationaler Finanzierung überleiten."
Nicht-staatliche Organisationen haben in der gesamten Region eine
massgebliche Rolle gespielt, indem sie die am meisten von HIV
betroffenen Menschen erreichten und ihnen schnelleren Zugang zu
Präventions- und Behandlungsprogrammen verschafften und die
Wirksamkeit dieser Programme steigerten. Auch staatliche Stellen
haben ihre Unterstützung verstärkt. Die Russische Föderation zum
Beispiel hat in den Jahren 2006 bis 2008 im HIV-Bereich engagierten
nicht-staatlichen Organisationen 24 Mio. USD zur Verfügung gestellt,
zusätzlich zu weiteren mehr als 800 Mio. USD, die anderen
Präventions-, Behandlungs- und Pflegeprogrammen zuflossen sowie die
staatliche Kommission zu HIV/AIDS ins Leben gerufen, in der auch
nicht-staatliche Organisationen und Menschen mit HIV vertreten sind.
In der Ukraine hat der Präsident ein neues nationales
Koordinationsgremium zu HIV/AIDS, TB und Drogenabhängigkeit
eingerichtet, dem er persönlich vorsitzt, und nicht-staatliche
Organisationen haben sich in enger Zusammenarbeit mit der Regierung
bemüht, den Zugang zu freiwilligen Beratungsdiensten und Tests zu
verbessern. In Armenien wurden in Partnerschaft mit nicht-staatlichen
Organisationen Schadensbegrenzungsprogramme für injizierende
Drogenkonsumenten eingerichtet, die nun 60 Prozent der Zielgruppe
erreichen, während es dem nationalen Programm zur Bekämpfung der
AIDS-Epidemie in Kasachstan gelang, 60 Prozent der Bedürftigen mit
anti-retroviralen Therapien zu versorgen.
"Die International AIDS Society begrüsst das starke Engagement
der Regierungen Osteuropas und Zentralasiens in der Bekämpfung von
HIV", sagte Craig McClure, geschäftsführender Direktor der
International AIDS Society. "In der gesamten Region befinden sich
viele Länder in einer Phase des wirtschaftlichen und
gesellschaftlichen Wandels. Die Sachlage macht deutlich, dass diese
Bedingungen zu einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber HIV führen
können und es ist daher an der Zeit, dass die Regierungen ihre
Bemühungen im Kampf gegen AIDS hoch stufen."
Im Rahmen der Konferenz wird untersucht werden, wie die aktuelle
Dynamik angesichts eines erwarteten Rückgangs externer Finanzmittel
aufrecht erhalten werden kann und wie sich diese Rahmenbedingungen
auf Regierungen und Nichtregierungsorganisationen auswirken könnten,
die viele ihrer lebensrettenden Initiativen mit der Hilfe externer
Finanzmittel vorangetrieben haben.
Das verändernde Gesicht von HIV in der Region
EECAAC II wird auch die aktuellen Trends in der Ausbreitung der
Epidemie erörtern, die sich auf bedeutende und neue Weisen auf die
Region auswirken:
Wird der folgende Text nicht korrekt dargestellt, so klicken Sie
bitte hier: http://www.presseportal.de/meldung/1183860#t1
-- Die Feminisierung der Epidemie: Eine grössere Anzahl von Frauen sind
von der Epidemie betroffen. Im Jahr 2006 handelte es sich bei ca. 40
Prozent der neu registrierten Fälle um Frauen.
-- Junge Menschen tragen die Hauptlast der Epidemie: In einer Region, die
sich bereits demografischen Problemen gegenübersieht, sind 75 Prozent
der mit HIV-infizierten Menschen weniger als 30 Jahre alt.
-- Steigende heterosexuelle Übertragung: 37 Prozent der neu registrierten
Fälle sind die Folge von ungeschütztem heterosexuellen
Geschlechtsverkehr.
Die Probleme und Lösungen, die auf der EECAAC II erörtert werden,
werden helfen, die gemeinsame regionale Anstrengung im Kampf gegen
die Epidemie zu verbessern und Informationen und Beiträge zu anderen
wichtigen AIDS-Konferenzen im Jahr 2008 beisteuern, darunter das
Gipfeltreffen der UN-Generalversammlung zum Thema AIDS, das im Juni
in New York stattfindet sowie die XVII. Internationale AIDS-Konferenz
in Mexiko-Stadt im August.
Weitere Informationen finden Sie unter www.eecaac.org.
Website: http://www.eecaac.org
Originaltext: Eastern Europe and Central Asia AIDS Conference
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/71046
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- Pressekontakt
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Christoph Hermann +1-917-445-0064 (Moskau),
christoph.hermann ät ketchum.com, alle von Ketchum für die Eastern
Europe and Central Asia AIDS Conference
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