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SoVD: Gesetzlich Krankenversicherte dürfen nicht benachteiligt werden
Berlin (ots) - SoVD-Präsident Adolf Bauer erklärt:
Wie eine Studie des Instituts für Gesundheitsökonomie und
Klinische Epidemiologie
ergeben hat, warten Kassenpatienten dreimal so lange auf einen Termin
beim Facharzt wie Privatpatienten. Dies ist ein unhaltbarer Zustand.
Gesetzlich Krankenversicherte dürfen gegenüber Privatversicherten
nicht benachteiligt werden.
Der SoVD fordert, dass Arzttermine strikt nach medizinischer
Dringlichkeit vergeben werden müssen. Wir fordern das
Bundesgesundheitsministerium, die Kassenärztliche Vereinigung und die
Krankenkassen auf, hier zu einer Lösung im Sinne der Patienten zu
kommen.
Gesetzlich Krankenversicherte werden aber nicht nur bei der
Terminvergabe benachteiligt. Für chronisch Kranke, die langfristig
teure Medikamente benötigen, ist es sehr schwierig, überhaupt eine
Arztpraxis zu finden, die sie als "Stammpatienten" annimmt. Außerdem
kommt es vor, dass Kassenpatienten teure Arzneimittel mit Hinweis auf
das ausgeschöpfte Budget der Arztpraxis nicht erhalten. Das ist
untragbar.
Wir brauchen einen gesundheitspolitischen Kurswechsel. Eine
verlässliche und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung für die
gesetzlich Krankenversicherten muss gesichert werden. Die
Mehrklassen-Medizin muss weg.
V.i.S.d.P.: Dorothee Winden
Originaltext: SoVD Sozialverband Deutschland
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