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http://www.taz.de/digitaz/2008/03/15/a0053.nf/text
Ein frisches Lächeln fürs Nikotin
Marianne Tritz, 44, ist Chefin des neuen Zigarettenverbands, der sich am
Freitag in Berlin präsentiert hat. Sie kommt ausgerechnet von den Grünen -
einer strengen Anti-Qualm-Partei
GEORG LÖWISCH
Marianne Tritz lächelt vom Podium der Pressekonferenz herunter. Rechts und
links von ihr sitzen Tabakbosse, ein bezahlter Moderator umgarnt seine
Auftraggeber mit sanften Stichworten und bringt damit die
Hauptstadtkorrespondenten auf. "Was soll das hier werden!", wettert einer.
"Fragen stellen können wir selbst!" Die Tabakbosse schauen verdattert. Jetzt
wollen sie sich ganz neu zeigen und sind gleich wieder in der Schmuddelecke.
Marianne Tritz wirkt ruhig. Sie schaut sich das erst mal an hier.
Sie soll die Zigarettenindustrie zurück ins Lobbygeschäft bringen. Weil sie
eine Grüne ist und die Grünen den Qualm bekämpfen, hat sie es zumindest
geschafft, dass die Gründung des Deutschen Zigarettenverbands nicht
ignoriert wird. Viele Grüne wunderten sich, harte Rauchgegner forderten den
Parteiausschluss.
Tritz, 44 Jahre, Nichtraucherin, findet es natürlich, dass sie aus dem Büro
des grünen Fraktionschefs in die Zigarettenindustrie gewechselt ist. Sie
sagt, sie finde die Debatte ums Rauchen absolut spannend. "Ich mache seit
über 25 Jahren Politik und organisiere gesellschaftliche Dialoge." So wie
sie gegen das Atommülllager in ihrer Heimat gekämpft habe, so wolle sie
diskutieren, dass Raucher ausgegrenzt werden. Wie sie so den Bogen spannt
vom Wendland nach Berlin und dabei lächelt, könnte man fast meinen, auf dem
Podium säße die Marianne von der Ini und die Herren daneben gehörten zur
Bäuerlichen Notgemeinschaft Lüchow-Dannenberg. Sogar die alte Handynummer
steht auf Tritz' neuer Visitenkarte, sie endet mit der Zahl 1004, das war
die Bohrstelle, an der der Salzstock Gorleben auf seine Eignung als Lager
für Atommüll untersucht wurde.
Bei ihr zu Hause im Wendland sehen manche eine andere Kontinuität. Der
Castor-Gegner Jochen Stay zum Beispiel erzählt von der Marianne Tritz, die
sich schon lange von der Bewegung entfernt habe. Die, die anders als die
meisten Grünen nach dem rot-grünen Atomkonsens nicht aus dem grünen
Kreisverband ausgetreten sei. Die, die nach ihrem Wechsel in den Bundestag
2002 immer mehr so geredet habe, wie sie reden im Raumschiff Berlin. "Und da
sucht sie sich jetzt eben einen Job", sagt Stay lapidar.
Tritz erzählt, dass sie von der Industrie angesprochen worden sei. Neuer
Job, neuer Verband, sie kann selbst gestalten. Es klingt nicht
schwärmerisch, sondern nüchtern. Wieder so, als ob sie sich das erst mal
anschauen wolle. Diese Haltung ist schlau. Die Industrie braucht eine, die
ein Stück auf Distanz ist zum eigenen Laden. Denn dann ist sie wieder ein
Stück näher an den Politikern und den Journalisten dran, die der Tabak für
seine Sache braucht.
15.3.2008 taz Nr. 8531 Themen des Tages
http://www.igab-saar.de/phpbb/viewtopic.php?f=2&t=1220
Forumsbereich der IGAB-SAAR.de - Meinungsaustausch für Bergbaubetroffene
Beitrag von Diefflerin am Fr, 14.03.2008 12:00
Von der Umweltstiftung WWF zu RAG
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Klaus-Henning Groth vom WWF wird Sprecher der RAG-Stiftung
Essen (dpa) - Ein Naturschützer wird Sprecher der Essener RAG-Stiftung. Zum
1. April werde Klaus-Henning Groth von der Naturschutzorganisation WWF den
Posten übernehmen, bestätigte die Stiftung am Freitag einen Bericht der
"Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Beim WWF leitet Groth bisher die
Abteilung Kommunikation und Politik. Die im Juni 2007 gegründete
RAG-Stiftung soll den Ausstieg aus dem Steinkohlebergbau begleiten und den
Industriekonzern Evonik Industries an den Kapitalmarkt führen.
... Na da bin ich mal gespannt, was der Umweltexperte zu den ganzen
bergbaubedingten Schäden zu sagen hat
Beitrag von Manfred_Reiter am Fr, 14.03.2008 12:41
Die holen den nicht, weil er Naturschützer ist, sondern weil er uns was
verkaufen soll.
- gleichzeitig versucht sich der Konzern damit ein grünes Image zu geben.
- und er soll helfen die Tektonik Industries an die Börse zu bringen.
Er wird wohl Chef von Pohmer.
Vielleicht darf Pohmer sich auch nach Zweibrücken zurückziehen und sich auf
seine dortige Aufgabe konzentrieren. ;-)
Beitrag von isorb am Fr, 14.03.2008 18:15
für Geld macht man inzwischen fast alles
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