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SoVD kritisiert Flickenteppich bei Pflegestützpunkten
Berlin (ots) - SoVD-Präsident Adolf Bauer erklärt:
Es ist sehr bedauerlich, dass die Große Koalition kein
überzeugendes Konzept für den bundesweiten Ausbau der Pflegeberatung
vorgelegt hat. Wenn nun die Bundesländer entscheiden, ob sie
Pflegestützpunkte einrichten oder auch nicht, entsteht ein
Flickenteppich von Pflegestützpunkten.
Für die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen entsteht damit ein
unübersichtliches Angebot, das von Bundesland zu Bundesland
unterschiedlich ist. Die in vielen Ländern und Kommunen fehlende
Beratung pflegebedürftiger Menschen wird so nicht flächendeckend
verbessert.
Was die Ausgestaltung der Pflegestützpunkte angeht, fordert der
SoVD nach wie vor, dass die Beratung unbedingt unabhängig von
Kostenträgern und Leistungserbringern erfolgen muss. Die
Unabhängigkeit der Pflegeberatung ist das Entscheidende, damit der
Pflegeberater einzig und allein das Wohl des Pflegebedürftigen im
Blick hat.
Der SoVD bedauert außerordentlich, dass eine bezahlte zehntägige
Freistellung von Arbeitnehmern für die Pflege Angehöriger gegen die
Union nicht durchsetzbar war.
Zu begrüßen ist, dass mit der Pflegereform eine Pflegezeit
eingeführt wird, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen
Rechtsanspruch auf eine bis zu sechsmonatige Freistellung einräumt,
damit sie sich um pflegebedürftige Angehörige kümmern können. Die
Pflegezeit geht auf einen Vorschlag des SoVD zurück und ist ein
wichtiger Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Pflege und
Berufstätigkeit.
Originaltext: SoVD Sozialverband Deutschland
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