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Mediziner warnen vor Ausbreitung von Unfruchtbarkeit durch kuenstliche Befruchtung

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http://www.heise.de/tp/blogs/3/103591

Telepolis m-news - 16.02.2008

Verbreitet sich durch künstliche Befruchtung die Unfruchtbarkeit?

Immer mehr Paare, die sonst keine Kinder bekommen können, nutzen die künstliche Befruchtung (In-vitro-Ferilisation), um doch noch genetische Nachkommen von sich selbst zu erzeugen. Dänische Mediziner warnen in einem Beitrag[1], der im British Medical Journal erschienen ist, dass sich mit dem zunehmenden Einsatz von künstlicher Befruchtung vor allem die genetischen Schäden, die für die Unfruchtbarkeit verantwortlich sind, weiter verbreiten könnten.

Bislang verdanken sich in Großbritannien 1 Prozent aller Geburten oder 11.000 Babys jährlich der künstlichen Befruchtung.[2] In manchen Ländern sind schon 6 Prozent der Kinder durch künstliche Befruchtung entstanden. Gehe der Trend weiter, so könnten in einem Jahrzehnt ein Drittel der Paare Schwierigkeiten haben, auf natürlich Weg Kinder zu bekommen. Gegenwärtig sind es 15 Prozent. Unfruchtbar sind vor allem Männer, deren Spermien geschädigt sind. Die dänischen Wissenschaftler sagen, dass die Gründe für die zunehmende Unfruchtbarkeit noch unbekannt seien. Sie fordern dazu auf, genauer zu untersuchen, ob Chemikalien in der Umwelt für den Rückgang der Fruchtbarkeit verantwortlich sein könnten, oder weisen auch Veränderungen im Lebensstil oder auf Krankheiten wie eine Chlamydia-Infektion bei Männern hin.

[1] www.bmj.com/cgi/content/extract/336/7640/339
[2] www.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2008/02/15/nivf115.xml

17.02.08    Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
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