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WHO-Grundsatzbericht ueber weltweite Tabakepidemie als Anstoss fuer Staaten zur dringenden Umsetzung bewaehrter Loesungen

WHO-Grundsatzbericht über weltweite Tabakepidemie als Anstoss für Staaten zur dringenden Umsetzung bewährter Lösungen

Washington (ots/PRNewswire) -

  • Presseerklärung des Vorsitzenden der "Kampagne für tabakfreie Kinder" ("Campaign for Tobacco-Free Kids") Matthew L. Myers

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte heute einen Grundsatzbericht, der das verheerende Ausmass der globalen
Tabakepidemie - heute die führende Ursache vermeidbarer Todesfälle weltweit - sowie die Tatsache vor Augen führt, dass diese Epidemie zur Gänze verhindert werden könnte, wenn Staaten bewährte Lösungen nur rasch umsetzen würden. Dieser Bericht gibt das erste umfassende Bild dessen wieder, was Staaten weltweit unternehmen, um dieser öffentlichen Gesundheitskrise entgegenzuwirken, und führt uns krass vor Augen, dass der Grossteil der Länder nicht annähernd genug dafür tut. Während einige Länder mustergültiges Verhalten an den Tag legen, werden insgesamt nur ca. 5% der Weltbevölkerung von einer der von der WHO empfohlenen Massnahmen erreicht.

Die Welt befindet sich wahrlich am Scheideweg in diesem Kampf. Während Philip Morris International und andere internationale Tabakkonzerne neue Produkte mit aggressiven Werbestrategien auf den Markt bringen und immer mehr auf Entwicklungsländer abzielen, ist es dringend notwendig, dass Staaten jetzt zur Tat schreiten, um die bewährten Lösungen dieses Berichts umzusetzen. Auf diese Weise können sie hunderte Millionen Leben retten. Andernfalls wird die Welt einen schrecklichen Preis für ihr Nichtstun bezahlen.

Der WHO-Bericht 2008 zur globalen Tabakepidemie zeigt auf, dass Tabak bereits 5,4 Mio. Todesopfer jährlich fordert; die Epidemie nimmt ein immer grösseres Ausmass an, vor allem in den
Entwicklungsländern, wo mehr als 80% der rauchbedingten Todesfälle in den nächsten Jahrzehnten zu zählen sein werden. Werden keine dringenden Massnahmen ergriffen, so wird Rauchen in diesem
Jahrhundert die Rekordzahl von einer Mrd. Todesopfern weltweit fordern. Tabakkonsum hat derart verheerende Auswirkungen auf den menschlichen Körper, dass er als Risikofaktor für 6 der 8 führenden Todesursachen weltweit verantwortlich zeichnet.

Die gute Nachricht ist, dass diese Epidemie alles andere als unabwendbar ist, und wir wissen auch, wie sie gestoppt werden kann. Die WHO legte auf wissenschaftlicher und erfahrungsgemässer Basis sechs kosteneffiziente Lösungen fest, die den Tabakkonsum
erwiesenermassen reduzieren und die jedes Land umsetzen sollte. Für diese Lösungen - von der WHO als MPOWER-Paket bezeichnet, haben Staaten Folgendes zu tun:

Wird der folgende Text nicht korrekt dargestellt, so klicken Sie bitte hier: http://www.presseportal.de/meldung/1132755#t1

-- Überwachung des Tabakkonsums und Beurteilung der Auswirkung der

Bemühungen für Prävention und Einhalt von Tabakkonsum; -- Schutz aller Personen vor Passivrauchen durch Gesetze für rauchfreie

Arbeitsplätze und öffentliche Plätze;
-- Bereitstellung von Hilfe für jeden Raucher, um aufzuhören; -- Warnung und wirksame Aufklärung aller Personen über die Gefahren des

       Tabakkonsums mit überzeugenden, bildhaften Gesundheitswarnungen und
       schlagkräftigen, nachhaltigen Medienkampagnen zur Erziehung der
       Öffentlichkeit;
    -- Einführung umfassender Verbote für Tabakwerbung, Promotion und
       Sponsoring von Tabak sowie für die Verwendung irreführender
       Bezeichnungen wie "leicht" und "geringer Teergehalt"

-- Preiserhöhung für Tabakprodukte durch Erhöhung der Tabaksteuern.

Mehr als 150 Staaten haben sich zur Umsetzung dieser Massnahmen durch Unterzeichnung des WHO-Abkommens zur Tabakkontrolle, der Rahmenkonvention zur Tabakkontrolle (FCTC), verpflichtet. Die wissenschaftliche Evidenz lässt keinen Zweifel daran, dass diese Lösungen funktionieren. Und - was ebenso wichtig ist - sie sind leistbar und erreichbar. Die meisten Lösungen lassen sich mit geringem oder null Kostenaufwand für die Regierungen umsetzen. Wo Kosten involviert sind, können höhere Tabaksteuern die erforderlichen Mittel lukrieren - nicht nur für Tabakkontrolle, sondern auch andere öffentliche Gesundheits- und soziale Programme. Diese Massnahmen helfen Regierungen in der Tat dabei, riesige Summen durch reduzierte Gesundheitsausgaben im Zusammenhang mit Rauchen einzusparen.

Die globale Tabakepidemie wirkt sich nicht nur auf die Gesundheit von Millionen Personen aus - sie stellt auch eine wirtschaftliche Bedrohung dar, welche die Staaten hunderte Mrd. Dollar jährlich an Gesundheitsausgaben und anderen finanziellen Verlusten kostet. Tabakkonsum schädigt die Armen in einem unverhältnismässigen Ausmass, da er dringend benötigtes Geld zur Deckung von Grundbedürfnissen wie Nahrung, Unterkunft und Bildung verschlingt und Verdiener frühzeitig aus dem Leben reisst.

Viel muss noch getan werden - indessen erfährt die globale Tabakkontrolle wachsende und stetig impulsivere Unterstützung. In Südafrika wurde die Tabaksteuer in den 1990-ern um 250% erhöht; der Tabakkonsum fiel um 5-7% pro 10% Erhöhung, der bedeutendste Rückgang wurde unter Jugendlichen und Armen verzeichnet.

Eine wachsende Anzahl an Ländern führte dieses Jahr wirksame Rauchverbotsgesetze ein, u.a. Frankreich, die Türkei und Thailand. Einer Reihe von Ländern, u.a. Brasilien, Thailand, Belgien, Australien und Kanada, gelang es, das öffentliche Bewusstsein für die Gefahren des Rauchens anhand bildhafter Warnungen auf
Zigarettenpackungen zu sensibilisieren, um Rauchern die Gefahren, denen sie aufgrund ihres Lasters ausgesetzt sind, drastischer vor Augen zu führen. Brasilien verzeichnete dabei einen beachtlichen Erfolg - nach der Einführung neuer Warnungen in Bildform gaben 67% der Raucher an, von diesen neuen Warnungen zum Aufhören bewegt worden zu sein - dies vor allem unter weniger gebildeten Personen und jenen mit niedrigerem Einkommen.

Zudem werden Vertreter von mehr als 150 Ländern nächste Woche im Rahmen eines Treffens Verhandlungen über ein historisches
internationales Abkommen zur Bekämpfung von illegalem Handel von Tabakwaren als Ergänzung der FCTC beginnen.

Der Zeitpunkt des Handelns ist gekommen. Die Kampagne für tabakfreie Kinder drängt alle Staaten dazu, diese bewährten Lösungen umzusetzen, um so Millionen von Leben zu retten.

Der WHO-Bericht 2008 zur globalen Tabakepidemie ist unter www.who.int/tobacco/en/ abrufbar.

Mit Sitz in Washington D.C. ist die "Kampagne für tabakfreie Kinder" (Campaign for Tobacco-Free Kids) weltweit führend beim Kampf, den Tabakkonsum und seine verheerenden Folgen in den USA und auf der ganzen Welt einzuschränken. Als Teil der Bloomberg-Initiative zur Reduktion des Tabakkonsums bietet die Kampagne Regierungen und nichtstaatlichen Organisationen Beihilfe und Unterstützung zur Förderung und Umsetzung öffentlicher Richtlinien zur Einschränkung des Tabakkonsums. Siehe www.tobaccofreecenter.org.

Website: http://www.tobaccofreecenter.org

http://www.who.int/tobacco/en

Originaltext: Campaign for Tobacco-Free Kids
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/69382
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_69382.rss2

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Mark Hurley (Washington, DC), Campaign for Tobacco-Free Kids, +1-202-460-2679, mhurley ät tobaccofreekids.org

09.02.08    Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
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