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Lauterbach und Zoeller warnen vor Panikmache bei Krankenkassenbeitraegen

stern.de: Lauterbach und Zöller warnen vor Panikmache bei
Krankenkassenbeiträgen

Hamburg (ots) - Führende Gesundheitsexperten der
Koalitionsfraktion im Bundestag haben in der Debatte über die künftige Höhe der Beiträge zur gesetzlichen Krankenkasse vor Panikmache gewarnt. Sie beziehen sich vor allem auf eine Studie, die für 2009 aufgrund der Einführung des Gesundheitsfonds einen Beitragssatz in Höhe von 15,5 Prozent des Bruttoeinkommens
vorhersagt. "Die Behauptung, der durchschnittliche Beitragssatz könnte wegen des Fonds steigen, ist schlichtweg falsch. Es ist schlicht eine Frechheit, so etwas zu publizieren", sagte
Unions-Fraktionsvize Walter Zöller, CSU, stern.de, der Onlineausgabe der Hamburger Zeitschrift stern.

Auch Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitsexperte und
Bundestagsabgeordneter, rügte die Studie. "Einige der Annahmen (der Studie) wurden offensichtlich so gewählt, dass ein möglichst hoher Anstieg der Kassenbeiträge als Ergebnis herauskommt", sagte er stern.de. Er sei zwar ein ausgewiesener Gegner des für 2009 geplanten Gesundheitsfonds, so Lauterbach weiter. "Aber zu einer Panikmache wie in der Studie gibt es keinen Anlass." Er verwahrte sich gegen Kritik von Seiten einiger Wirtschaftsverbände. "Beitragssteigerungen im Rahmen des Gesundheitsfonds sind unvermeidlich, das Geschrei der Wirtschaft war deshalb absehbar."

Uneins sind sich die beiden Politiker jedoch in ihrer Einschätzung über die Entwicklung der Beitragssätze. Lauterbach sagte stern.de, er gehe von einem Anstieg um 0,2 bis 0,6 Prozentpunkte aus. Zöller dagegen geht von sinkenden Sätzen aus. "Man könnte eher die gegenteilige These wagen, und sagen, durch den Fonds könnte der durchschnittliche Beitrag um 0,15 Prozentpunkte gesenkt werden", sagte Zöller stern.de. Die durchschnittliche Höhe der Beitragssätze liegt derzeit bei 14,8 Prozent des Bruttoeinkommens.

Die Kritik der Gesundheitsexperten bezog sich auf eine Studie, die das Institut für Gesundheitsökonomik (IfG) in München im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellt hat. Demnach drohen die Beitragssätze zu den gesetzlichen Krankenkassen 2009 um 0,7 Prozentpunkte auf 15,5 Prozent zu steigen. Verantwortlich dafür wird die Einführung des Gesundheitsfonds gemacht, den die große Koalition 2006 beschlossen hatte.

Originaltext: Gruner+Jahr, stern.de
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09.01.08    Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
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