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CARE: AIDS macht arm und Armut macht AIDS - Jamann: "Im Kampf gegen
AIDS auf Dreiklang von Aufklärung, Behandlung und Pflege setzen"
Bonn (ots) - "Auf jeden AIDS-Kranken, der in Afrika mit
Medikamenten behandelt wird, kommen sechs neue Infizierte", erklärt
Dr. Wolfgang Jamann, Geschäftsführer von CARE Deutschland-Luxemburg
(DL) anlässlich des Welt-AIDS-Tages am Samstag, den 1. Dezember.
"Daher muss bei der Bekämpfung von AIDS stärker auf einen Dreiklang
von Aufklärung, Behandlung und Pflege der Erkrankten gesetzt werden".
AIDS bleibt die am weitesten verbreitete Todesursache in Afrika.
Hier leben inzwischen 22,5 Millionen Infizierte. Allein in diesem
Jahr waren es in der Region 1,7 Millionen Menschen, die sich mit dem
HI-Virus infiziert haben. Zwar nimmt auch in Afrika die Zahl derer
zu, die mit Medikamenten behandelt werden. "Doch das sind bei weitem
noch nicht genug Menschen", erklärt Jamann. Viele HIV-Infizierte
wüssten außerdem nicht, dass sie sich angesteckt haben." Dem jüngsten
UN-Bericht zufolge hat nur etwa ein Fünftel derer, die von HIV
bedroht sind, auch die Möglichkeit sich testen zu lassen", so Jamann
weiter. Soziale Ächtung und Scham sind ebenfalls ein großes Problem
bei der Aufklärung und Behandlung. Deswegen ist es umso wichtiger,
nicht nur auf Zugang zu Medikamenten und Vorsorgemethoden zu setzen,
sondern auf Reduzierung des Stigmas und die Pflege der Kranken.
Jamann fordert: "Die Industrienationen dürfen nicht nur das
Symptom behandeln". Genauso wichtig sei es, die Ursachen für die hohe
Ausbreitung von AIDS in Afrika zu bekämpfen. "Diese Ursachen hängen
mit der großen Armut zusammen. Nur durch effektive Armutsbekämpfung
sei die AIDS-Pandemie in den Griff zu bekommen", erläutert Jamann.
Weltweit versorgt und behandelt CARE über vier Millionen
HIV-Infizierte. In Sambia führt CARE DL ein integriertes Projekt
durch mit dem 900.000 Menschen erreicht werden. Im Vordergrund stehen
die Aufklärungsarbeit, Behandlung und Pflege der Kranken.
Originaltext: CARE Deutschland-Luxemburg e.V.
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