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AIDS bleibt häufigste Todesursache in Afrika Deutsche
AIDS-Stiftung unterstützt mit internationalen Projekten Frauen, Babys und
Waisenkinder
Bonn (ots) - Berlin, 29.11.07. Die HIV-Pandemie gehört weiterhin
zu den weltweit größten Bedrohungen für die öffentliche Gesundheit.
2,5 Millionen Menschen haben sich nach Angaben von UNAIDS in diesem
Jahr neu mit dem HI-Virus infiziert. Nach den neuesten Berechnungen
leben Ende 2007 etwa 33,2 Millionen Menschen mit HIV/AIDS, unter den
Betroffenen sind 15,4 Millionen Frauen und 2,5 Milli-onen Kinder. Die
im Vergleich zur Vorjahresschätzung niedrigeren Zahlen erklärt UNAIDS
mit einer verbesserten Datenerhebung. "Die Bekämpfung der Pandemie
muss weiterhin Priorität haben und die gemeinsamen Anstrengungen von
Regierungen, internationalen Organisationen sowie Zivilge-sellschaft
müssen weiter verstärkt werden", betonte Dr. Ulrich Heide,
Geschäftsführender Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung, anlässlich
der Pressekonferenz mit dem Bundesministerium für wirt-schaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung zum Welt-AIDS-Tag in Berlin. Die
Entwicklung ist weiterhin dramatisch: Jeden Tag infizieren sich
weltweit 6.800 Menschen neu mit HIV und 5.700 Menschen sterben. Dabei
ist Afrika südlich der Sahara die am meisten von HIV/AIDS betroffene
Region, AIDS bleibt dort die häufigste Todesursache.
Im Rahmen des deutschen EU-Ratsvorsitzes und der
G8-Präsidentschaft in diesem Jahr hat die Bundesregierung die
Bekämpfung von HIV/AIDS zu einem Schwerpunkt erklärt. Wie konkrete,
nachhaltige Hilfe für Afrika aussehen kann, zeigen die von der
Deutschen AIDS-Stiftung unterstütz-ten Projekte in Mosambik, Namibia
und Südafrika. Das DREAM-Projekt (Drug Ressource Enhan-cement against
AIDS and Malnutrition), das von der Gemeinschaft Sant' Egidio in
Mosambik um-gesetzt wird, macht deutlich, dass es auch in Afrika
möglich ist, breit angelegte AIDS-Therapien durchzuführen, die
medizinisch wirksam und bezahlbar sind: Bei der Verhinderung der
Mutter-Kind-Übertragung ist das Projekt mit einer Infektionsrate von
nur zwei Prozent der Kinder so erfolg-reich, wie dies sonst nur in
Industrieländern erreicht wird. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die
Ein-beziehung betroffener Menschen in die AIDS-Bekämpfung, etwa als
"Activistas" im DREAM-Projekt. Denn Prävention kann nur erfolgreich
sein, wenn die Diskriminierung betroffener Men-schen und eine
Tabuisierung des Themas verhindert werden. Bei DREAM geht es nicht
nur um die Gesundheit der Babys - auch die Mütter erhalten
medizinische Therapie. Kindern, die bereits Wai-sen sind, wird über
Projekte wie die der Catholic AIDS Action (CAA) in Namibia eine
Chance für die Zukunft gegeben, etwa durch Betreuung der Kinder in
ihren Restfamilien und der Ermöglichung des Schulbesuches.
Für die erfolgreiche Bekämpfung von AIDS in Afrika sind nach
Ansicht der Stiftung folgende Punkte entscheidend: Die Angebote
antiretroviraler Therapie in Afrika müssen von hoher Qualität und
Kon-tinuität sein, um Resistenzbildungen des Virus zu verhindern. Die
frauenspezifischen Aspekte von Hilfsprojekten müssen von den
Geldgebern berücksichtigt und eingefordert werden. Dies gilt auch für
Projekte, die vom Global Fund gefördert werden. Neben Prävention,
Therapie und Betreuung darf die Forschung an neuen
Präventionstechnologien - Mikrobiziden und vor allem Aids-Impfstoffen
- nicht vernachlässigt werden. Hierfür müssen von den Regierungen -
auch der deut-schen - Finanzmittel bereitgestellt werden. Die
nicht-infizierte Bevölkerungsmehrheit muss außer-dem Zugang zum
Wissen über den Schutz vor dem Virus und ausreichend Kondome
erhalten.
Originaltext: Deutsche AIDS-Stiftung
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