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Griese (SPD): Noch zu wenig Vorbilder für Frauen in der Wirtschaft /
Pau (Linke): Frauen wollen viel zu oft die besseren Männer sein
Bonn (ots) - Die Vorsitzende des Ausschusses für Frauen und
Familie, Kerstin Griese (SPD), hat sich für eine Lohnangleichung bei
Männern und Frauen ausgesprochen. In einem PHOENIX-Interview sagte
sie am Freitag, es sei schon viel aufgeholt worden, "aber wir haben
immer noch ein großes Problem, denn Frauen sind immer noch
diejenigen, die weniger verdienen als Männer." Es gebe ein großes
Lohngefälle von bis zu 20 Prozent. Deutschland stehe im europäischen
Vergleich "sehr schlecht da", so die SPD-Politikerin. "Wir brauchen
mehr Gleichstellung am Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft." Für die
Vereinbarkeit von Familie und Beruf habe ihre Partei viel getan,
dennoch stelle sich die Frage, ob weitere gesetzliche Maßnahmen
notwendig seien. Zudem gebe es "immer noch zu wenige Frauen in
Führungspositionen", so Griese. "Wir brauchen Vorbilder für junge
Frauen, damit sie erleben, dass man in Führungspositionen kommen
kann." Vor allem gut ausgebildete Frauen würden immer noch häufig
merken, dass sie in höheren Positionen nicht weiterkämen und an eine
Art gläserne Decke stießen. Dies sei in der Wirtschaft ein ganz
großes Problem für Frauen.
Ebenfalls im PHOENIX-Interview plädierte Bundestagsvizepräsidentin
Petra Pau (Die Linke) dafür, dass Frauen mehr Selbstbewusstsein
zeigen sollten. "Ich erlebe noch viel zu oft, dass Frauen versuchen,
die besseren Männer zu sein", so Pau. "Ich denke, wir sollten da
selbstbewusst das, was wir an Stärke einzubringen haben (...) auch
mit in das Leben einbringen", forderte die Bundestagsvizepräsidentin.
Originaltext: PHOENIX
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