|
Bonn/Teneriffa – In der Zeitschrift Die Aktuelle http://www.aktuelle.de
gedenkt Marie Theres Kroetz-Relin http://www.marie-theres.com Simone de
Beauvoir. Die „Mutter des Feminismus“ wäre am 9. Januar 100 Jahre alt
geworden. „Die große französische Intellektuelle zeigte mit feinem Gespür
die damaligen sozialen Machtverhältnisse und gesellschaftlichen
Demütigungsstrategien. 1949 (!) erschien ihr Buch ‚Das andere
Geschlecht’“, schreibt Kroetz-Relin, eine der Agitatorinnen der
Hausfrauenrevolution http://www.hausfrauenrevolution.com.
Der Kernsatz dieses Buches „Man wird nicht als Frau geboren, sondern wird
es" durchbrach die traditionelle, rollenverteilte Zeit und machte klar,
dass die Kultur, die Gesellschaft, darüber bestimmt, wie Frauen und Männer
sich verhalten, arbeiten, kleiden. Und die Frage: „Was ist eine Frau?“
wurde beantwortet: Eine Frau ist ein Mensch, der frei entscheiden darf,
für oder gegen die Ehe, für oder gegen eine Familie. Keiner hat das Recht,
ihr diese Entscheidung abzunehmen oder sie in Frage zu stellen.
„Zwar dürfen Frauen heute frei entscheiden, doch der Staat lässt uns
eindeutig die Konsequenzen spüren. Auf meinem Einkommensteuerbescheid
bekomme ich als alleinerziehende Mutter die Benachteiligung zu spüren“,
bilanziert die ehemalige Schauspielerin, die heute als freie Autorin auf
Teneriffa lebt und arbeitet und drei Kinder erzieht. „In der Ehe mit einem
Alleinverdiener gab es einen steuerlichen Kinderfreibetrag von 3.648 Euro
pro Kind, als Geschiedene und erst recht Alleinverdienende nur noch 1.824
Euro! Der zusätzliche Freibetrag für Betreuung oder Ausbildung beläuft
sich bei Ehepaaren auf 2160 Euro und halbiert sich für einen Elternteil
auf 1080 Euro. Lohnsteuerklasse II und 1308 Euro Freibetrag werden der
alleinerziehenden Mutti nur anerkannt, bis einen neuen Mann einziehen
lässt. Dann wird sie nämlich wieder als Single besteuert! Übrigens ziehen
2,2 Millionen Mütter ihre Kinder ohne Partner groß! Wo bitte geht’s hier
zur Gleichberechtigung?“
|