Nadeshda
Forum: cl.soziales.frauen
 Zurück zur Übersicht  Kommentar schreiben  << Aktuellere Nachricht | Frühere Nachricht >>

CDU/CSU: Strafe fuer Opfer von Vergewaltigungen nicht hinnehmbar (2 PM)

Fischbach: Strafe für Opfer von Vergewaltigungen nicht hinnehmbar

Berlin (ots) - Anlässlich des Urteils eines Gerichts in
Saudi-Arabien, das eine vergewaltigte Frau zu Haft und 200
Peitschenhieben verurteilt hat, erklärt die Vorsitzende der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ingrid Fischbach MdB:

Mit Entsetzen und großer Empörung hat die Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion das Urteil gegen eine Frau aus der Stadt Qatif aufgenommen, die nach ihrer Vergewaltigung zu einem halben Jahr Haft und 200 Peitschenhieben verurteilt wurde.

Dieser Frau die "Schuld" für ihre Vergewaltigung zu geben und sie entsprechend zu verurteilen, zeigt, dass Frauen als Opfer sexueller Gewalt in autoritären arabischen Staaten de facto rechtlos sind. Das Opfer einer Vergewaltigung wird erniedrigt, deshalb ist sexuelle Gewalt kein Ausdruck unkontrollierter Triebe, sondern eindeutiger Machtmissbrauch.

Die Gruppe der Frauen hat sich mit einem Schreiben an den Botschafter des Königreiches Saudi-Arabien gewandt, um dieser unerträglichen Situation Einhalt zu gebieten und schnellstmöglich Haft- und Straferlass für die Frau zu erwirken.

Originaltext: CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/7846
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_7846.rss2

Pressekontakt
CDU/CSU - Bundestagsfraktion Pressestelle Telefon: (030) 227-52360 Fax: (030) 227-56660 Internet: http://www.cducsu.de Email: fraktion ät cducsu.de

Steinbach: Revisionsurteil gegen saudi-arabisches
Vergewaltigungsopfer ist empörend

Berlin (ots) - Anlässlich des Revisionsurteils gegen ein 19-jähriges Opfer einer Gruppenvergewaltigung in Saudi-Arabien erklärt die Sprecherin für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Erika Steinbach MdB:

Ein Berufungsgericht in Saudi-Arabien hat das erstinstanzliche Urteil zu 90 Peitschenhieben gegen eine junge, mehrfach vergewaltigte Frau verschärft. Das Vergewaltigungsopfer wurde nunmehr zu einem halben Jahr Gefängnis und 200 Peitschenhieben verurteilt. Mit diesem Revisionsurteil wurde auf perfide Weise das Opfer einer Straftat zum Mittäter gemacht.

Wenngleich es widersprüchliche Angaben zum Tathergang gibt, spiegelt das Urteil doch auf erschreckende Weise die
Frauenfeindlichkeit innerhalb der saudi-arabischen Gesellschaft wider. So ist es Frauen beispielsweise nicht gestattet, sich ohne Begleitung männlicher Verwandter oder des Ehemannes in der
Öffentlichkeit zu bewegen. Dies wurde auch der vergewaltigten Frau vorgeworfen und ihr Schicksal damit quasi gerechtfertigt.

Die Urteile der saudischen Gerichte beruhen auf den strengen islamischen Religionsvorschriften. Zum wiederholten Mal widerspricht jedoch ein Urteil eines saudi-arabischen Gerichtes geltenden internationalen Normen. Erschwerend kommt der Verdacht hinzu, dass das Urteil auch gegen die schiitische Minderheit in Saudi-Arabien gerichtet ist, der das Opfer angehört. Die Vergewaltiger gehören dagegen zur sunnitischen Mehrheit.

Die Arbeitsgruppe Menschenrechte begrüßt, dass sich die saudische Regierung in ungewöhnlich offener Weise von der Entscheidung des Gerichtes distanziert hat. Gleichzeitig fordert sie den
saudi-arabischen König Abdullah auf, das Urteil gegen die junge Frau aufzuheben.

Als Mitglied des UN-Menschenrechtsrates hat sich Saudi-Arabien zu einer umfassenden Achtung der Menschenrechte verpflichtet. Dieser Verpflichtung muss Saudi-Arabien endlich nachkommen.

Originaltext: CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/7846
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_7846.rss2

Pressekontakt
CDU/CSU - Bundestagsfraktion Pressestelle Telefon: (030) 227-52360 Fax: (030) 227-56660 Internet: http://www.cducsu.de Email: fraktion ät cducsu.de
28.11.07    Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
 Zurück zur Übersicht  Kommentar schreiben  << Aktuellere Nachricht | Frühere Nachricht >>
Forum: cl.soziales.frauen