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Bonn/Hollern-Twielenfleth - Die am 9. Oktober 2007 ausgestrahlte Sendung
„Johannes B. Kerner“
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/22/0,1872,1020214,00.html mit dem
publikumswirksamen Hinauswurf der Buchautorin Eva Hermann zieht immer
weitere Kreise. In seiner Gesprächsrunde hatte der ZDF-Moderator unter
anderem gesagt: „Was ist denn die wahre Bestimmung der Weiblichkeit –
(das) ist doch nicht zu Hause zu sitzen und die Kinder großzuziehen,
sondern die wahre Bestimmung der Weiblichkeit ist doch, ein voll
anerkanntes Mitglied einer Gesellschaft zu sein.“ Dazu sagte die
Koordinatorin des Familiennetzwerks Deutschland
http://www.familie-ist-zukunft.de, die Kinderärztin und
Familientherapeutin Maria Steuer: „So viel Verachtung gegenüber Müttern
ist uns selten entgegen geschlagen. Mütter leisten einen unersetzlichen
Dienst, um ihre Kinder optimal vorzubereiten. Und nun müssen sie sich von
einem Fernsehmoderator anhören, sie säßen (!) und seien keine voll
anerkannten Mitglieder der Gesellschaft. Dies ist eine ungeheure
Diskriminierung!. Herr Kerner sollte dies Aussage öffentlich erläutern und
schleunigst Stellung beziehen.“
Dies ist nun augenscheinlich in etwas seltsamer Form geschehen. Denn das
Online-Magazin Neue Nachricht http://www.neue-nachricht.de stieß bei
Recherchen im Internet auf eine Erklärung des Johannes B. Kerner, die auf
der Website des Familiennetzwerks zu lesen ist
http://www.familie-ist-zukunft.de/seite/?p$1. Zunächst verweist Kerner
darauf, dass ihn der offene Brief Steuers vom 12. Oktober erst verspätet
erreicht habe. Dann fährt er fort: „Ihren Vorwürfen, ich verachte Mütter
und diskriminiere sie, möchte ich entschieden widersprechen. Bei Ansicht
der gesamten Sendung kann jedermann und jede Frau leicht meine
Grundhaltung erkennen. Um weitere Missverständnisse, die ich im Übrigen
bedauere, vorzubeugen, stelle ich noch einmal fest: Natürlich sind Mütter,
auch diejenigen die sich für die Erziehung ihrer Kinder entscheiden, die
eine andere Berufstätigkeit abbrechen oder unterbrechen, voll anerkannte
Mitglieder der Gesellschaft. Zur Umsetzung der vollen Anerkennung gehört
für mich auch, dass Müttern die Chance gegeben wird auf unterschiedlichste
Weise am Berufsleben teilzunehmen, wenn sie es wünschen. Hier
Chancengleichheit herzustellen, sollte vordringliche Aufgabe
zukunftsorientierter Familienpolitik sein.“ Nachdem Kerner mit
freundlichen Grüßen geschlossen hat, vergisst er nicht den PS-Hinweis
darauf, diese Mail möge bitte ausschließlich zur Veröffentlichung auf der
Homepage des Familiennetzwerks. Es fragt sich, was die Gattin des
Moderators, die derzeit „nur“ Hausfrau und Mutter ist, zu den
irritierenden Erklärungen ihres Mannes zu sagen hat.
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