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Rheinische Post: Überforderte Kinder
Düsseldorf (ots) - Von Detlef Hüwel
Wenige Tage vor dem Schulstart in NRW lassen Hinweise auf die
Überforderung von Kindern im Grundschulalter aufhorchen. Gewiss, die
Eltern wollen nur das Beste - doch gut gemeint ist nicht immer gut
gemacht.
Viele Eltern sind zu ehrgeizig, stopfen ihre Kinder voll mit Wissen,
mit dem diese noch gar nichts anfangen können. "Verfrühung" nennen
Erziehungswissenschaftler diese Form der Einflussnahme, die nach
Expertenmeinung inzwischen auch ein Webfehler so mancher Lehrpläne
ist.
Natürlich dürfen die Kinder auch nicht unterfordert werden. Sie sind
wissbegierig und aufnahmefähig wie ein Schwamm, wenn man es ihnen
altersgerecht erklärt. Das sollten Eltern beachten und sich dafür die
nötige Zeit nehmen. Völlig falsch wäre es, von der Grundschule zu
erwarten, dass sie ihre Sprösslinge zu Mini-Abiturienten trimmt.
Grundschullehrer haben ohnehin schon alle Hände voll zu tun, um das
zu aktivieren, was am Wochenende durch allzu üppigen Fernsehkonsum
oder Computerspielerei zu kurz gekommen ist: die Fantasie der Kinder.
Erschreckend auch, wie manche von (Freizeit-)Termin zu Termin
herumgehetzt werden. Warum lässt man sie nicht einfach spielen?
Originaltext: Rheinische Post
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