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Kölnische Rundschau: Kölnische Rundschau Kommentar zum Ausbildungsmarkt
Köln (ots) - Ein Erfolg
MARKUS GRABITZ
zum Lehrstellenmarkt
Endlich ist auch auf dem Lehrstellenmarkt die Wende geschafft. So gut
wie jeder Schulabgänger, der lernwillig ist, findet mittlerweile wieder
eine Lehrstelle. In der Zeit vom absoluten Tiefpunkt der
Ausbildungsmisere im Jahr 2005 bis zu diesem Herbst dürfte sich die Zahl
der abgeschlossenen Verträge um mehr als ein Fünftel auf 650000 erhöhen.
Dies ist ein schöner Erfolg. Er geht sicher auch auf Sonderfaktoren zu
rück: Die Konjunktur läuft gut, zudem werden die Jahrgänge der
Schulabgänger kleiner. Auch das entlastet den Lehrstellenmarkt.
Aber: Verantwortlich dafür, dass die duale Ausbildung nicht
abgeschrieben wurde, ist vor allem der Ausbildungspakt. Unternehmer,
Verbändefunktionäre und nicht zuletzt Politiker haben seit 2004
zehntausende von Lehrstellen zur Verfügung gestellt oder eingeworben. Da
mit haben sie sich verdient gemacht um die Zukunft von sehr vielen
Jugendlichen. Vor allem die Idee, dass Kandidaten, die im ersten
Durchgang leer ausgingen, im Betrieb zunächst ein Praktikum absolvieren,
hat sich als Renner erwiesen. So hat mancher Meister seine Reserven
korrigiert und doch noch Ja gesagt zu einem neuen Lehrling.
Nun, da das Gröbste geschafft ist, wäre es Zeit, dass endlich auch die
Gewerkschaften ihre Vorbehalte gegen den Ausbildungspakt aufgeben. Es
wartet noch genug Arbeit: Rund 1,5 Millionen Menschen bis 29 haben keine
Qualifikation vorzuweisen. Möglichst viele von ihnen müssen in einer
weiteren konzertierten Aktion für das Wirtschaftsleben gewonnen werden.
Originaltext: Kölnische Rundschau
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Jost Springensguth
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