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Frankfurt, den 28. Februar 2008
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
mit dem Slogan "Hand in Hand für Bildung - gleiche Chancen für alle!" ruft
die Globale Bildungskampagne, die in Deutschland neben zahlreichen
Nichtregierungsorganisationen auch von der Gewerkschaft Erziehung und
Wissenschaft (GEW) getragen wird, im April 2008 erneut zur Teilnahme an
Globalen Aktionswochen für das bedingungslose Menschenrecht auf gute Bildung
weltweit auf.
Im Mittelpunkt der diesjährigen Aktionen steht dabei die Frage der
Diskriminierung und Ausgrenzung in Bildungssystemen: Weniger als 10 Prozent
aller Kinder mit Behinderung weltweit gehen zur Schule, aber auch
Flüchtlingskinder, Waisen, Kinder ethnischer Minderheiten und arme Kinder
werden (auch im Norden) generell benachteiligt.
Dabei ist die Verwirklichung des Rechts auf Bildung wichtig dafür, dass die
weltweite Armut wirksam reduziert werden kann. Notwendig hierfür ist wäre
unter anderem, dass - wie sie es mit Lippenbekenntnissen immer wieder
beteuern - die reichen Staaten mehr Entwicklungshilfegelder für Grundbildung
ausgeben. Tatsächlich jedoch gibt bspw. Deutschland statt seines äfairenô
und notwendigen Anteils von 777 Millionen Euro jährlich, die zur Erreichung
der bildungsspezifischen Millenniumsziele der Vereinten Nationen
(Grundbildung für alle Kinder sowie Aufhebung der Geschlechterdisparitäten
bis 2015 weltweit) sowie der 6 äBildung für alleô-Ziele des
Weltbildungsforums von Dakar notwendig sind, gerade einmal 57 Millionen Euro
für die Entwicklungszusammenarbeit im Primarbereich aus. 22 Prozent dieser
Leistungen sind überdies an die Verpflichtung, deutsche äProdukteô
nachzufragen, gebunden.
Dies soll und muss sich ändern, meint die Globale Bildungskampagne und meint
auch die GEW.
Unterstützen daher auch Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, die Globalen
Aktionswochen in diesem Jahr mit vielfältigen Aktionen: 2003 nahmen bereits
über zwei Millionen Menschen an der weltgrößten Unterrichtsstunde teil, 2006
forderten Schülerinnen und Schüler durch selbst gebastelte Lehrerfiguren von
Politikern äLehrerinnen und Lehrer für alle!ô, und 2007 schlossen sich
weltweit über vier Millionen Menschen Hand in Hand für das Menschenrecht auf
Bildung zusammen.
Neben solchen, am so genannten Globalen Aktionstag, der dieses Jahr am 23.
April 2008 stattfinden wird, konstatierten Aktionen steht es Ihnen überdies
frei, in den nächsten Wochen und Monaten bis zu diesem Tage auf
vielfältigste andere Art und Weise tätig zu werden. Wir unterstützen Sie
dabei! Beispielsweise haben im Jahr 2007 mehrere hundert Kinder in Wales
eine Weltkarte als äMenschenbildô geformt, um so für das Recht auf Bildung
weltweit zu streiten: eine Aktion, die international Beachtung gefunden hat.
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Am Globalen Aktionstag selbst ruft die Globale Bildungskampagne dann in
diesem Jahr dazu auf, den Weltrekord von 2003 zu brechen, als 2 Millionen
Kinder in über 70 Ländern eine simultane Unterrichtsstunde besuchten.
Zusätzlich oder alternativ hierzu möchten wir Schulen, Lehrerinnen und
Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler dazu motivieren, Politikerinnen und
Politiker äzurück in die Schuleô zu holen und sie an diesem oder einem
anderen Tag in eine Unterrichtsstunde über Bildungs(un)gerechtigkeit und
-benachteiligungen einzuladen, um mit ihnen hierüber zu diskutieren und sie
für dieses Problem zu sensibilisieren.
Allgemeine Hintergrundinformationen zur diesjährigen Kampagne, zu denen auch
konkrete Vorschläge für Unterrichtseinheiten gehören, finden sich bereits im
Internet:
<http://www.kindernothilfe.de/multimedia/KNH/Downloads/Material/Bildungskamp
agne+2008/+Basispaket+_Hand+in+Hand+f%C3%BCr+Bildung__+Unterrichtsmaterialie
n+der+Globalen+Bildungskampagne+%28pdf_+2_7+MB%29-width--height-.pdf>
Basispaket "Hand in Hand für Bildung", Unterrichtsmaterialien der Globalen
Bildungskampagne (pdf, 2,7 MB)
Den Ablaufplan für den Weltrekordversuch "Größte Unterrichtsstunde der Welt"
am 23. April steht derweilen bereits in Englisch zum Download bereit - und
wird in den nächsten Tagen auch in deutscher Sprache zur Verfügung gestellt:
<http://www.kindernothilfe.de/multimedia/KNH/Downloads/Material/Bildungskamp
agne+2008/2008+Action+Week+Resource+Pack+der+Global+Campaign+for+Education+%
28mit+dem+Ablaufplan+der+gr%C3%B6%C3%9Ften+Unterrichtsstunde+ab+S_+43%29-wid
th--height-.doc> 2008 Action Week Resource Pack der Global Campaign for
Education (mit dem Ablaufplan der größten Unterrichtsstunde ab S. 43)
Stets aktuelle Informationen zu den Aktionen im Land finden Sie ab demnächst
sowohl unter <http://www.bildungskampagne.org/>
http://www.bildungskampagne.org/ als auch
<http://www.gew.de/Globale_Bildungskampagne.html>
http://www.gew.de/Globale_Bildungskampagne.html. Die internationalen
Aktionen werden unter <http://www.campaignforeducation.org/>
http://www.campaignforeducation.org/ zusammengefasst.
Ein Internetfilm, der in die Kampagne sowie deren Ziele einführt, ist unter:
<http://www.youtube.com/watch?v=_gyav93O2jA>
http://www.youtube.com/watch?v=_gyav93O2jA einsehbar.
Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, sollten Sie Lust bekommen haben,
sich im Rahmen der Globalen Aktionswochen und/oder des Globalen Aktionstages
zu beteiligen, wenden Sie sich bitte mit Fragen jederzeit an:
Jens Wernicke (ab 10. März 2008) bzw. Manfred Brinkmann
Tel.: 069/78973-330 bzw. 069/78973-311
E-Mail: jens.wernicke ät gew.de bzw.
manfred.brinkmann ät gew.de
Und vor allem: Tragen Sie sich in den Kampagnen-Newsletter unter
<http://www.bildungskampagne.org/newsletter_anmeldung.htm>
http://www.bildungskampagne.org/newsletter_anmeldung.htm ein.
Mit kollegialen Grüßen
Jens Wernicke und Manfred Brinkmann
(GEW Hauptvorstand, Bereich Internationales)
- HINTERGRUND
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Wer ist die Globale Bildungskampagne?
Die Globale Bildungskampagne (GBK) ist ein unter anderem von der
Bildungsinternationale ins Leben gerufenes internationales Bündnis aus
Entwicklungsorganisationen und Bildungsgewerkschaften. Sie ist inzwischen in
über 150 Ländern aktiv.
In Deutschland wird sie von CARE, der Gewerkschaft Erziehung und
Wissenschaft (GEW), der Kindernothilfe, Oxfam Deutschland, Plan, dem World
University Service und World Vision getragen.
Sie fordert von den Regierungen der Entwicklungsländer, die Schulgebühren
für staatliche Grundschulbildung abzuschaffen, kostenlose, qualitativ
hochwertige staatliche Bildung für alle bereitstellen und aufrechtzuerhalten
sowie die Ausgaben für Erwachsenenbildung, Früherziehung und Grundbildung zu
erhöhen. Von den Regierungen der Industrieländer wird hingegen gefordert,
die Gelder für die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit im Bereich der
Grundbildung deutlich zu erhöhen sowie die multilaterale
Fast-Track-Initiative (Plan für die beschleunigte Umsetzung der
Grundbildungsziele in solchen Ländern, die bereits besten Voraussetzungen
dafür bieten) der Weltbank angemessen zu unterstützen.
NADESHDA Mailbox e.V._ / 0211-9053863 (X.75) / 0211-9345453 (V.34)
http://www.nadeshda.org / Informationen aus Politik Umwelt Kultur
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