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Bildungsinternationale (BI) erklärt Zugang zur Hochschulausbildung
als unerlässlich für Demokratie und Wohlstand
Brüssel (ots/PRNewswire) - Die Bildungsinternationale zeigt sich
besorgt, dass die OECD-Massgaben den Weg für eine zunehmende
Privatisierung von Bildung besonders im Tertiärbereich ebnen, anstatt
einen leichteren Zugang zu qualitativ hochwertiger Schulbildung
voranzubringen.
"Die Finanzierung der Hochschulausbildung durch eine allgemeine
Steuererhöhung ist der gerechteste Weg, Bildung als soziales Gut in
demokratischen Gesellschaften zu verankern," erklärte Fred van
Leeuwen, Generalsekretär der Bildungsinternationalen in Reaktion auf
die Untersuchungsergebnisse des Berichts "Bildung auf einen Blick
2007" (Education at a Glance 2007), der international vergleichbare
Indikatoren für Bildung untersucht.
"Die OECD versäumt es regelmässig, für eine Erhöhung der
öffentlichen Ausgaben für Bildungseinrichtungen einzutreten, im
Bericht diesen Jahres wird jedoch ausdrücklich für eine vermehrte
Privatisierung der Ausgaben für den tertiären Bildungsweg geworben",
so van Leeuwen. Er kritisierte die von der australischen Regierung
vorgeschlagenen einkommensabhängigen Studentendarlehen, die von der
OECD als erfolgreiches Beispiel für private Finanzierung präsentiert
werden. "Diese einkommensabhängigen Darlehen zementieren
rückschrittliche Studiengebühren und setzen Studierende niedrigerer
Einkommensschichten einer übermässigen finanziellen Belastung aus",
sagte er.
Wieder einmal zeigen die OECD-Indikatoren sowohl wirtschaftliche
als auch soziale Vorteile die einzelnen Studierenden sowie die
Länder, die in Bildung investieren. Länder mit einem finanziell gut
gepolsterten Bildungssystem verfügen über die leistungsstärkste
Wirtschaft und die leistungsfähigsten Studenten.
UNESCO-Berichten zufolge fehlen weltweit 18 Millionen Lehrkräfte,
um das Ziel der Bildung für Alle (Education for All) bis zum Jahre
2015 zu erreichen. In Anbetracht dieser dramatischen Mangelsituation
zeigt sich die Bildungsinternationale besorgt darüber, dass die OECD
nicht auf vermehrte Anstrengungen hinweist, die unternommen werden
müssen, um Millionen von Lehrern in Anstellung zu bekommen und zu
halten.
"Der Lehrberuf verliert weltweit immer mehr an Attraktivität",
meint van Leeuwen. "Die Löhne sind häufig inadäquat, und dass Lehrer
zusätzlich zu ihren normalen Unterrichtsaufgaben auch noch für
schwerwiegende soziale Problematiken zuständig sind, hat die
Arbeitsbedingungen bereits extrem verschärft."
Aussagen der OECD zufolge sind, obwohl die Länder noch nie zuvor
so viel Geld in Bildung investiert haben, "die Ergebnisse dieser
Investitionen noch lange nicht maximal ausgenutzt worden." Sie
schlägt vor, dass Regierungen auf "innovative" Reformen
zurückgreifen, wie zum Beispiel leistungsabhängige Bezahlung und
weniger gesicherte Beschäftigungsverhältnisse für Lehrer. Diese
Massnahmen stellen für junge Menschen jedoch höchstwahrscheinlich
eher eine Demotivierung, den Lehrerberuf zu ergreifen, dar.
"Damit sind die Lehrer gezwungen, unter ohnehin immer
stressintensiveren Arbeitsbedingungen gegeneinander zu konkurrieren.
Es gibt keinerlei Hinweise dafür, dass solche Gesetze die Qualität
der Bildung erhöhen oder bessere Studenten hervorbringen", erklärt
van Leeuwen. "Länder, die solche Reformen umgesetzt haben (wie Mexiko
oder die Türkei) rangieren auf der Liste der OECD-eigenen
akademischen Qualitätsmerkmale ganz unten."
Originaltext: Education International
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