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LVZ: Von der Leyen: Krippen-Gelder gleichmäßig auf Ost und West
entsprechend der Zahl der Kleinkinder verteilen
Leipzig (ots) - Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen
(CDU) möchte, dass die Gelder für den Ausbau der Kinderkrippen, von
den der Bund über eine Stiftung vier Milliarden Euro für die
kommenden Jahre bereitstellt, anteilsmäßig entsprechend der
Kleinkinderzahl auf die 16 Bundesländer verteilt wird. In diesem
Rahmen könne auch dafür gesorgt werden, dass die neuen Bundesländer,
die bereits jetzt eine wesentlich höhere Versorgungsdichte bei den
Krippenplätzen haben, angemessen berücksichtigt würden, sagte die
Politikerin in einem Interview mit der "Leipziger Volkszeitung"
(Mittwoch-Ausgabe). "Es ist klar vereinbart, dass der Osten
angemessen beteiligt wird. Noch haben wir die Details mit den Ländern
nicht abgestimmt. Ganz pragmatisch wäre, das Geld entsprechend der
Kinder unter drei Jahren in den Regionen aufzuteilen", so Frau von
der Leyen. "Es geht immerhin um die Kinderbetreuung für Kinder unter
drei. Das ist doch plausibel."
Mit Blick auf die im kommenden Jahr vorgesehene deutliche Erhöhung
der Gelder für das Familienressorts - der Haushalt steigt auf knapp
6,2 Milliarden Euro - hob die CDU-Politikerin hervor, "das Thema
Familie steht inzwischen im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte,
darüber freue ich mich". Sie spüre eine enorme Dynamik und gerade bei
den jungen Menschen die Begeisterung dafür, dass ihre Anliegen jetzt
ernst genommen würden und dass Politik handele. "Das schlägt sich
dann auch im Haushalt nieder. Gut so", sagte die Ministerin
angesichts der Haushaltsberatung im Bundeskabinett.
Mit der Krippen-Entscheidung der Bundesregierung sei im Übrigen
ein Zug in Bewegung gesetzt worden, der nicht mehr aufzuhalten sei.
"Die entscheidende Bresche ist geschlagen. Nicht zuletzt auch
deshalb, weil diese Politik einen enormen Zuspruch in der Bevölkerung
findet. Alle Altersgruppen haben verstanden, dass die jungen Menschen
in ihrem Alltag Unterstützung brauchen, um Zeit für Kindererziehung
und Beruf zu haben." Es werde nicht mehr die Frage sein, ob Frauen
arbeiteten. "Die Frage ist wirklich, ob Kinder geboren werden. Dafür
müssen wir die Rahmenbedingungen schaffen. Da führt kein Weg mehr
daran vorbei." Länder, in denen Beruf und Kindererziehung für Väter
wie Mütter Hand in Hand gingen, hätten eine höhere
Frauenerwerbsquote, mehr Kinder und weniger Kinderarmut. "Das spornt
an", sagte die Ministerin. Auch deshalb werde sie "mit großer
Leidenschaft" dafür sorgen, dass das Thema Familie und Kinder auch in
der zweiten Hälfte der Legislaturperiode bei der großen Koalition
oben auf der Tagesordnung bleibe.
Originaltext: Leipziger Volkszeitung
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