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Kommentar zu UN-Schulstudie

Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG, Rostock, zu UN-Schulstudie

Rostock (ots) - Da hat uns der UN-Bildungsreisende wirklich nicht viel Neues erzählt. Spätestens seit den alarmierenden Pisa-Studien über mäßige Lernleistungen und dem Schock über katastrophale Zustände an Hauptschulen ist der Befund eindeutig: Das deutsche Schulsystem kränkelt, von Chancengleichheit für sozial benachteiligte Kinder ist wenig zu spüren. Als Therapie empfiehlt der UN-Experte tiefgehende Forschung über Sinn oder Unsinn des Bildungs-Patchworks hierzulande. Ach ja? Dafür die Note 3 minus.

In Deutschland sind die ideologischen Grabenkämpfe um den
Fortbestand der Hauptschule bekanntlich entschieden. Der Osten vollzieht den Paradigmenwechsel zum weniger selektiven
Zweischritt-System, der Westen wird nach und nach folgen.

Die Diskussion um die Schulformen schlängelt sich aber elegant am Kernproblem vorbei. Wie lange benötigen wir noch für echte
pädagogische Reformen? Die Schule braucht mehr Geld, der einzelne Schüler mehr individuelle Zuwendung, der Lehrer wieder mehr Pädagogik-Schule und die Unterstützung der Eltern. Und was die mangelnde Chancengleichheit der Migrantenkinder betrifft: Gegen die Folgen von Armut und Isolation kann auch die Schule wenig ausrichten.

Originaltext: Ostsee-Zeitung
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Rückfragen bitte an: Ostsee-Zeitung Harald Kroeplin Telefon: +49 (0381) 365-439 harald.kroeplin ät ostsee-zeitung.de
21.03.07    Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
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