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dstgb: Ausgaben =?ISO-8859-1?Q?f=FCr?= Eingliederungshilfen für Behinderte explodieren

## Nachricht vom 18 Nov 05 weitergeleitet

## Ursprung : SABINE@SABINE.NADESHDA.ORG
## Betreff : Deutscher Städte- und Gemeindebund: Ausgaben für Eingliederungshilfen für Behinderte explodieren ## Ersteller: info@presse-service.de (Deutscher Städte- und Gemeindebund) ## Msg-ID : 20051118105031.1CF845042F9@mx1.globe.de


Pressemitteilung von Freitag, 18. November 2005
Deutscher Städte- und Gemeindebund

Deutscher Städte- und Gemeindebund: Ausgaben für Eingliederungshilfen für Behinderte explodieren

Gesamtverantwortung von Staat und Gesellschaft unverzichtbar

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert angesichts der dramatisch steigenden Kosten bei der Eingliederungshilfe für Behinderte ein Leistungsgesetz des Bundes für diesen Personenkreis. Es handelt sich um eine gesamtstaatliche Aufgabe, die die Kommunen überfordert. "Die notwendige Hilfe für diesen Personenkreis (2004 waren es über 600.000 Personen) muss bundeseinheitlich gesichert werden", sagte der Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Jugend und Gesundheit des Deutschen Städteund Gemeindebundes, Bürgermeister Manfred Uedelhoven, Stadt Troisdorf, anlässlich der Herbstsitzung des Ausschusses heute in Potsdam.

Enttäuscht zeigt sich der zuständige Beigeordnete des Deutschen Städteund Gemeindebundes, Uwe Lübking, dass in der Koalitionsvereinbarung auf die drängendste Frage, nämlich der Finanzierung der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen, keine Aussagen getroffen wurden. "Gerade in diesem Bereich schlagen sich die wachsenden Fallzahlen in signifikant steigenden Ausgaben nieder". Zwischen 1991 und 2004 stiegen die Leistungen für Behinderte jährlich um 8,5 % von vier Milliarden Euro auf fast 11 Milliarden Euro an. Knapp 45 % aller kommunalen
Sozialhilfeleistungen werden heute für Behinderte aufgewendet. Zum Vergleich: Der jährliche Einnahmezuwachs der Kommunen bei den Steuern in den vergangenen zehn Jahren wurde fast ausschließlich für die Kostensteigerungen bei den Eingliederungshilfen verwandt. "Behinderung ist ein allgemeines Lebensrisiko, welches jeden Bürger jeden Tag überall in Deutschland treffen kann. Es handelt sich nicht um eine spezifisch kommunale Angelegenheit. Um die Versorgung und Ausstattung behinderter Menschen nachhaltig sicherzustellen, muss die Finanzierung der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen dringend auf eine neue Grundlage gestellt werden", so Uedelhoven abschließend.

Kontaktdaten
Herausgeber
Deutscher Städte- und Gemeindebund Marienstraße 6 12207 Berlin Tel.: 030/773 07 201 Fax: 030/773 07 200 Web: http://www.dstgb.de E-Mail: franz-reinhard.habbel@dstgb.de

Sämtliche Texte und Fotos können unter Angabe der Quelle frei veröffentlicht werden, Belegexemplare sind willkommen.


Informationsdienst des Deutschen Städte- und Gemeindebundes Telefon: 030/773 07 225 Telefax: 030/773 07 200
E-Mail: dstgb@dstgb.de
Redaktion: Franz-Reinhard Habbel
Herausgeber: Deutscher Städte- und Gemeindebund, Marienstraße 6, 12207 Berlin www.dstgb.de
Redaktionelle Verwertung honorarfrei
Belegexemplar erwünscht

18.11.05    Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
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