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"Die Huerden ueberwinden ..." ueber menschenverachtende Arbeitsbedingungen bei Puma, Adidas u.a. Sportartikel-Giganten

PLAY FAIR 2008 Bericht "Die Hürden überwinden ..." über menschenverachtende Arbeitsbedingungen bei Puma, Adidas u.a. Sportartikel-Giganten

Bei Yu Yuen einem der größten Schuhhersteller weltweit, der u. a. für Puma fertigt, wurde festgestellt: Es kommt zu Beschimpfungen und körperliche Misshandlungen. Puma hat mit Yu Yuen über einen Verhaltenskodex gesprochen und es gab gewisse Verbesserungen, z.B. bei Überstunden, Arbeiterunterkünften, Arbeitsschutz, aber nicht bei den Lohnhöhen. "Dies ist ein Grundproblem in der Branche, obwohl seit Jahren immense Gewinne auf Kosten der Beschäftigten erzielt werden, reicht der Lohn manchmal nicht recht zum Leben." So Berndt Hinzmann von INKOTA, Teil der Clean Clothes Campaign.
Bei der Firma Joyful Long in China, die Fußbälle für Puma produziert, wird:

  • 7 Tage pro Woche gearbeitet
  • kommt es bis zu 232 Überstunden pro Monat; 6x so viel wie erlaubt sind
  • nur ca. 54% des gesetzlichen Mindestlohns gezahlt
  • immer wieder verspätete Lohnzahlung

Der Mindestlohn in Shenzhen (China) lag bei RMB 700 pro Monat (USD 100). "Damit eine Familie großzuziehen ist, selbst wenn beide Partner arbeiteten, nahezu unmöglich."; so Interviewpartner. Die Akkordhürde wurde bei den Zulieferbetrieben erhöht. Denn "Preis, Qualität und Lieferzeiten sind keine Variablen mehr. Heute legt der Abnehmer einen festen Zielpreis, einen festen Qualitätsstandard und ein festes Lieferdatum für die Kleidungsstücke fest. Wenn die Fabrik den Zielpreis des Abnehmers nicht erfüllen kann, geht der Abnehmer woanders hin."

Der Report "Die Hürden überwinden" stellt vier Schlüsselbereiche heraus, in denen die Sportbekleidungsindustrie proaktiv handeln muss: Niedriglöhne; Missbrauch von Kurzzeitverträgen und anderen prekären Beschäftigungsformen; Verstöße gegen die Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Tarifverhandlungen sowie Betriebsschließungen aufgrund von Umstrukturierungen.

Neben öffentlichen Aktionen wurden dem Vorstand und der Geschäftsführung von Puma auf der Hauptversammlung, am
22. April mit kritischen Fragen der Kampagne konfrontiert.

MACH MIT! Und unterstütze PLAY FAIR 2008.
INKOTA-Aktionspage: Informationen, Downloads, Links, Aktionsmaterial und die Möglichkeit für Bestellungen sind Online.

Unter: www.inkota.de/olympiaPLAYFAIR2008
<http://www.inkota.de/olympiaPLAYFAIR2008>

Es gibt z.B Protestkarten, die an adidas und puma geschickt werden können, sowie Glückskekse, Nähsets und T-Shirts.

Ab Mai ist auch der neue Report der Kampagne "Die Hürden überwinden - Schritte zur Verbesserung von Löhnen und Arbeitsbedingungen in der globalen Sportbekleidungsindustrie" erhältlich. Er deckt neue erschütternde Tatsachen über die Zustände in den Sportartikel-Fabriken auf und stellt fest, die Kernprobleme werden von den Markenfirmen nicht angegangen. Freiwillig Verpflichtungen zeigen zu wenig Wirkung.

Danke für die Unterstützung und Herzliche Grüße

Berndt Hinzmann
und
Ulrike Karstädt
INKOTA-netzwerk e.V
Greifswalder Straße 33a
10405 Berlin

Tel.: 030-4289111
Mail: cccprojekt ät inkota.de
Web: www.inkota.de <http://www.inkota.de>

Die Aktionspage zur Kampagne PLAY FAIR 2008:
www.inkota.de/olympiaplayfair2008
Www.saubere-kleidung.de

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NADESHDA Mailbox e.V._ / 0211-9053863 (X.75) / 0211-9345453 (V.34) http://www.nadeshda.org / Informationen aus Politik Umwelt Kultur


24.04.08    Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
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