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[LabourNet Germany] Neu am Dienstag, 15. April 2008

## Nachricht vom 15.04.08 weitergeleitet
## Ursprung : k.merkle@gaia.de
## Ersteller: ralf.pandorf@labournet.de

Liebe KollegInnen,

neu im LabourNet Germany am Dienstag, 15. April 2008:

I. Branchen > Dienstleistung: Banken/Versicherungen: Ein neuer unglaublicher Kündigungsfall - Solidaritätsaufruf

Der Fall Eliane Weimann

äIm Fall Weimann, soll es nun endlich eine Entscheidung geben. Termin Arbeitsgericht Stuttgart Aussenkammer Ludwigsburg, Friedrichstraße 5 (nahe Bahnhof) am 24.4. 2008 um 10.00 Uhr.
Nun endlich hat das Gericht den Kammertermin, der zum ersten Mal am 6.12.2007 sein sollte und erneut im Januar vertagt wurde, auf den 24.4. angesetzt. Frau Weimann arbeitete in der Stuttgarter Volksbank AG seit vielen Jahren. Sie bekam ein Kind, wollte gegen den Willen des Vorstandes ihr Recht auf Arbeit nach der Erziehungszeit wahrnehmen û und kämpft je tzt
gegen die 3. Kündigung in Folge. Die ersten beiden hat die Bank zurückgenommen, nachdem durch eine Reihe von Gerichtsterminen klar war dass die Bank nicht gewinnen kann. Am Tag der Rücknahme der 2. Kündigung wurde die 3. Kündigung rausgeschickt. Der Fall war mehrfach in den Stuttgarter Zeitungen , auch im Stern letztes Jahr, in der Fernseh-Landesschau û wir wollen wieder die Presse nutzen und brauchen deshalb viele viele viele Unterstützer, damit die Bilder gut werden und keine 4. Kündigung folgt wegen der negativen Einstellung der Öffentlichkeit gegen die Bank. Bitte an alle, die Zeit haben: Unterstüt zt
Frau Weimann! Vielen Dank und uns allen viel Erfolg!ô Mail an die Redaktion des LabourNet Germany vom 13.04.2008

II. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Bahn > Privatisierung der Bahn

Bahn wird teilverhökert

äDas Präsidium und der Parteirat der SPD haben die geplante Teilprivatisierung der Deutsche Bahn AG am Sonntag und Montag einen großen Schritt voran gebracht. Laut dem Willen der Parteispitze soll das sogenannte Holdingmodell realisiert werden. Es sieht die Aufspaltung des Konzerns in zwei Unternehmensbereiche vor. Schienennetz und Bahnhöfe sollen komplett im Bundesbesitz verbleiben, die Verkehrs- und Logistiksparten sollen dagegen zu bis zu 24,9 Prozent an private Investoren verkauft werdenàô Artikel von Rainer Balcerowiak in der jung en
Welt vom 15.04.2008
http://www.jungewelt.de/2008/04-15/052.php

III. Branchen > Dienstleistungen: Gesundheitswesen > Konflikte und Arbeitskämpfe allgemein: Asklepios-Kliniken

Billigpflege bei Asklepios

äIn den Hamburger Asklepioskliniken ersetzen "Serviceassistenten" peu à peu die Arbeit von Krankenschwestern - zu Pflegern wurden der ehemaligen Arbeitslosen jedoch nie ausgebildet. Leidtragende sind die Patienten. "Eine Entlastung für die Pfleger" sollen sie sein, die "Arbeitslosen, die idealerweise schon Vorerfahrung in Dienstleistungsberufen gesammelt haben". So beschreibt das Berufsfortbildungswerk maxQ seine "Serviceassistenten im Krankenhaus", die in den Hamburger
Asklepios-Kliniken zum Einsatz kommenàô Artikel von Jessica Riccò in der
Taz-Nord vom 10.04.2008
http://www.taz.de/regional/nord/nord-aktuell/artikel/?dig 08%2F04%2F10% 2Fa0001&src=UA&cHash"767a255b

IV. Branchen > Auto: DC > Stuttgart > Alternative: Belegschaftszeitung für die Kolleginnen & Kollegen bei DaimlerChrysler Werk Untertürkheim

  1. Ausgabe 48 vom 2. April 2008 ist erschienen

Darin u.a.: äSchluss mit Bespitzelung von Mitarbeitern und
Denunziationsanweisungen! Bald Zustände wie bei Lidl im Daimler-Werk?ô; äErst Dienstleistertarif, dann 8% Leiharbeit, jetzt Personal raus mit Abfindung: Gebeutelte Belegschaft in Küche & Kantineô; äPersonalabbau in
der Schweißfertigung Mettingen: Feste Zusagen statt leerer
Versprechungenô; äVon der Belegschaft gewählt - von Daimler gefeuert: Sofortige Wiedereinstellung der 5 Streikführer bei DaimlerTrucks, WerkCleveland, USA!ô à Zur Ausgabe (pdf)
http://www.labournet.de/branchen/auto/dc/s/alternative48.pdf

b) Ausgabe PTU/PEG extra vom 9. April 2008 ist erschienen

Darin: äEure Bereichsbetriebsräte PTU/PEG informieren: Tinte unter Vereinbarung über Wochenendschicht noch nicht trocken û schon begeht Gießereileitung erneut Vertragsbruchô Zur Extra-Ausgabe (pdf) http://www.labournet.de/branchen/auto/dc/s/alternative_extra090408.pdf

V. Branchen > Gartenbau/Landwirtschaft

Neuer Oxfam-Bericht ôEndstation Ladenthekeô

äEdeka, Rewe, Aldi, Lidl und Metro sind mit verantwortlich dafür, dass Tausende von Arbeiter/innen in Entwicklungsländern zu Hungerlöhnen und unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten müssen. Die genannten f ünf
größten deutschen Supermarktketten bedienen 70 Prozent des Marktes und nutzen diese Macht schamlos aus. Am Beispiel des Bananen- und Ananasmarktes belegt die neue Oxfam-Studie äEndstation Ladenthekeô die katastrophalen Arbeitsbedingungen der Arbeiter/innen in Costa Rica und Ecuador. Oxfam Deutschland fordert die Supermarktkonzerne auf, ihre Einkaufspolitik drastisch zu ändern. Ferner ruft Oxfam das
Bundeskartellamt zur umfassenden Prüfung der Einkaufsmacht der Supermarktketten aufàô Pressemitteilung von Oxfam-Deutschland vom 14.04.2008
http://www.oxfam.de/a_611_presse.asp?id25

Die neue Oxfam-Studie äEndstation Ladentheke. Einzelhandel - Macht - Einkauf: Unter welchen Bedingungen Ananas und Bananen produziert werden, die in Deutschland über die Ladentheke gehenô kann auf der Website von Oxfam heruntergeladen werden
http://www.oxfam.de/download/endstation_ladentheke.pdf

VI. Branchen > Chemische Industrie > Allgemein: Tarifrunde Chemie 2008

Hochprozentiger Chemie-Cocktail: Gewerkschaft peilt höheres Lohnplus und neuen Altersteilzeit-Vertrag an

äIn der Chemieindustrie könnte heute oder morgen ein Tarifabschluss gelingen, der es in sich hat. Die Gewerkschaft hat sich drei ehrgeizige Ziele gesetzt: Erstens will sie einen höheren Lohnzuschlag als im Vorjahr durchsetzen. Damals gab es inklusive Einmalzahlung 4,3 Prozent mehr Geld. Zweitens sollen die Arbeitgeber zusichern, dass sie mindestens so viele Ausbildungsplätze wie bisher anbieten: "Ich bin zuversichtlich, dass wir das hohe Niveau halten können", sagte Werner Bischoff, Verhandlungsführ er
der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), der FR. Das wäre ein gutes Ergebnis, denn die Zahl der Schulabgänger sinktàô Artikel von E va
Roth in der Frankfurter Rundschau vom 15.04.2008
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt18934

VII. Diskussion > (Lohn)Arbeit: Realpolitik > Arbeitsamt und Arbeitszwang > Alltägliche Schikanen: In Gütersloh ist ein Erwerbsloser gegen ARGE-Schikanen und Kürzungen im Hungerstreik!

Vermittlung im Hungerstreik des Berndt Pfeifer - Gemeinsame Erklärung von GT aktiv und Tacheles e.V.

äAm Montag, dem 14. April, fand ein Gespräch zwischen der Geschäftsf ührung
der GT aktiv, Gütersloh und dem Verein Tacheles e.V., Wuppertal als Vertreter Berndt Pfeifers statt. Nach mehrstündigen Verhandlungen wurde eine tragfähige, für beide Seiten sinnvolle Vereinbarung getroffen. Aufgrund der vorgelegten Lösungsvorschläge erklärte sich Berndt Pfeif er
bereit, seinen über sechswöchigen Hungerstreik am Montag um 17.30 Uhr zu beendenàô Gemeinsame Erklärung von GT aktiv und Tacheles e.V. vom 15.04.2008
http://www.tacheles-sozialhilfe.de/harry/view.asp?ID26

VIII. Diskussion > (Lohn)Arbeit: Realpolitik > Leiharbeit: PSA und andere Sklavenhändler > Arbeitsbedingungen in der Leiharbeit/PSA

Zeitarbeitsverbände und IG Metall Frankfurt vereinbaren Fairness-Abkommen

äDie beiden großen Verbände der Zeitarbeit-Arbeitgeber iGZ und BZA ha ben
mit dem IG Metall-Bezirk Frankfurt eine Vereinbarung zur gerechteren Entlohnung und besseren Interessenvertretung von Zeitarbeitern unterzeichnet. Am Freitag, dem 11. April, setzten in Frankfurt die Vorsitzenden des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. (iGZ), Volker Homburg, und des Bundesverbands Zeitarbeit
Personaldienstleistungen e.V. (BZA), Volker Enkerts, ihre Unterschriften unter die Vereinbarung. Das Papier, das auch die Unterschrift von Armin Schild, IG Metall-Bezirksleiter Frankfurt, trägt, soll die Basis für ei ne
weitere Verbreitung fairer Arbeitsbedingungen in der Zeitarbeitsbranche von Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen schaffenàô Meldun g vom
14.04.2008
http://www.lexisnexis.de/aktuelles/betrieb-und-gewerkschaft/136174/zeitarbe itsverbaende-und-ig-metall-frankfurt-vereinbaren-fairness-abkommen

Siehe dazu:

  1. Die Zeitarbeits-Vereinbarung (pdf) http://www.ig-zeitarbeit.de/admindownload/11-04-08-iGZ_BZA_IGM.pdf
  2. "Drohbriefe" der IG-Metall: Zeitarbeitsfirmen stellen Strafanzeige gegen IG Metall

äDer Kampf um die Zukunft der Zeitarbeit erreicht eine neue Eskalationsstufe: Die IG Metall hat in den letzten Wochen Briefe an Zeitarbeitsunternehmen verschickt und sie darin unter Androhung von Konsequenzen aufgefordert, ein vorformuliertes "Fairness-Abkommen" zu unterschreibenàô Artikel von Dietrich Creutzburg im Handelsblatt vom 11.04.2008
http://www.handelsblatt.com/News/Politik/Deutschland/_pv/_p/200050/_t/ft/_b /1415897/default.aspx/zeitarbeitsfirmen-stellen-strafanzeige-gegen-ig-metal l.html

c) Kampagne gegen die Ungleichbehandlung von Leiharbeitnehmer: "Gleiche Arbeit - Gleiches Geld"
http://www.gleichearbeit-gleichesgeld.de/

IX. Diskussion > Arbeit: Realpolitik > PSA > Leiharbeit allgemein und im Betrieb

Nokia: Leiharbeiter gehen leer aus

äDie Zeitarbeitsbranche boomt. Doch wenn es um Sozialleistungen geht, sind Leiharbeiter Beschäftigte zweiter Klasse. Beispiel Nokia: Hunderte Leiharbeiter, die zum Teil mehrere Jahre für den Handyhersteller gearbeitet haben, gehen beim Sozialplan leer ausàô Beitrag von Beate Becker im WDR vom 13.04.2008
http://www.wdr.de/themen/wirtschaft/wirtschaftsbranche/nokia/080413.jhtml?r ubrikenstyle=wirtschaft

X. Diskussion > Wipo > Arbeitsmigration > Rechte (erkämpfen!) > Aufenthalt und Ausweisung > Aktionen

  1. 17. April: Kundgebung vor der Zentralen Ausländerbehörde Dortmund

An drei Tagen in dieser Woche, am 16., 17. und 18. April, werden erneut abgelehnte AsylbewerberInnen aus der geamten Bundesrepublik zu so genannten Sammelanhörungen in die Zentrale Ausländerbehörde in Dortmu nd
gebracht werden. Solche Anhörungen dienen dazu, die Vorgeführten als Staatsangehörige bestimmter Länder "identifizieren" zu lassen - meistens durch Botschaftsangehörige, aber auch durch Delegationen der angenommenen Herkunftsländer - damit sie dorthin abgeschoben werden können. Protest am
Donnerstag, dem 17.04., ab 10:00 Uhr vor der Zentralen Ausländerbehörde gemeinsam mit MigrantInnen und Flüchtlingen aus der Demokratischen Republik Kongo gegen diese Abschiebeanhörungen! Die Adresse ist: Zentrale Ausländerbehörde Dortmund, Kaiserstraße 129 û 131, 44143 Dortmund

b) 01.Mai: Kampfansage der ImmigrantInnen. ImmigrantInnen-Streiks zum 01. Mai in Spanien und USA

äDie Hungerstreikenden der Gewerkschaft der ImmigrantInnen, SOI, in Andalusien werden sich mit den 01. Mai-Streiks,- und Protesten der ImmigrantInnen in den USA koordinieren - Hungerstreiks auch in der spanischen Exklave Mellila und in Belgien...ô Aufrufe und Hintergründe http://www.labournet.de/diskussion/wipo/migration/maistreiks.html

XI. Diskussion > Wipo > Arbeitsmigration > Alltag > Residenzpflicht

äResidenzpflicht und Wohnsitzauflagen: Rechtsbeugende Maßnahmen gegen d ie
Integration von MigrantInnen und Flüchtlingen in Deutschlandô

äVom 16. bis zum 18.04.2008 treffen sich die Innenminister des Bundes und der Länder auf ihrer halbjährig stattfindenden Sitzung in Bad Saarow in Brandenburg. Themen, die bisher durch die Innenministerkonferenzen (IMK) ignoriert wurden, sind die Residenzpflicht und die Wohnsitzfreiheit der Flüchtlinge. Die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e.V. fordert die Innenminister des Bundes und der Länder auf, deutsche Gerichtsurteile und die Genfer Flüchtlingskonvention umzusetzenàô Pressemitteilung der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum e.V. vom 14.4.2008
http://www.mfh-bochum.de/Presseerklaerungen/140408-lang.html

XII. Diskussion > Wipo > Arbeitsmigration > Alltag

Kranksein in der Schattenwelt. Zugänge zur Gesundheitsversorgung für Menschen ohne gültige Aufenthaltspapiere

äIn der Illegalität, ohne gültige Papiere und ohne Krankenversicherung können ein Arbeitsunfall, eine Schwangerschaft oder eine nicht versorgte Infektion schnell dramatische oder gar lebensbedrohende Folgen haben. Das Recht auf Gesundheitsversorgung unabhängig vom Aufenthaltsstatus und der Zugang zu den Einrichtungen des Gesundheitssystems auch für illegalisierte MigrantInnen sind somit zentrale Elemente einer Politik gleicher sozialer Rechteàô Artikel von Christiane Hess in ak - zeitung für linke debatt e und
praxis vom 21.3.2008 û wir danken der Redaktion!
http://www.labournet.de/diskussion/wipo/migration/hess.html

XIII. Diskussion > Wipo > Arbeitsmigration > Gewerkschaften und MigrantInnen > ver.di und Migration

Ver.di entdeckt Herz für Papierlose

äDie Gewerkschaft startet in Hamburg ein bundesweites Pilotprojekt zur arbeitsrechtlichen Beratung von Migranten ohne gesicherten Aufenthalt. In einem Präzedenzfall konnte bereits eine Lohnnachzahlung für eine Haushaltshilfe erstritten werdenàô Artikel von Kai von Appen in der taz Nord vom 07.04.2008
http://www.taz.de/regional/nord/nord-aktuell/artikel/?dig 08%2F04%2F07% 2Fa0145&src=UA&cHashý5d932124

XIV. Diskussion > Wipo > Arbeitsmigration > Rechte (erkämpfen!) > Aufenthalt und Ausweisung

  1. »Das Lager als Struktur bundesdeutscher Flüchtlingspolitik

Eine empirische Untersuchung zur politischen Funktion des bürokratischen Umgangs mit MigrantInnen in Gemeinschaftsunterkünften und
Ausreiseeinrichtungen in Berlin, Brandenburg und Bramsche / Niedersachsen als Promotion von Tobias Pieper
http://www.diss.fu-berlin.de/2008/194/

Die Arbeit erscheint Mitte Mai 08 in leicht gekürzter und überarbeiteter Version beim Verlag Westfälisches Dampfboot unter dem Titel »Die Gegenw art
der Lager - Zur Mirkophysik der Herrschaft in der deutschen Flüchtlingspolitik«.

b) Abschiebungen: Fit to fly für 470 Euro

äSeinen Namen will der Bonner Arzt nicht in der Zeitung lesen. Doch über den Mediziner wird in Fachkreisen heftig diskutiert. Der Grund: Der Arzt bietet Ausländerbehörden und Polizei bundesweit einen speziellen Service an. Er mache "Untersuchungen auch sehr dringlichen Charakters", wirbt er im Internet. Es geht um Bescheinigungen zur Transport- und Reisefähigkeit von Flüchtlingen, die abgeschoben werden sollen. Oft sind die Flüchtlin ge
krank, oft sind in ihrer Akte Gutachten von Fachärzten, die das belegen. Doch wenn Asylbewerber endgültig abgelehnt sind, geht es oft nur noch darum, ob ein Arzt sie als "transportfähig" für die Abschiebung ansieht àô
Artikel von Matthias Thieme in Frankfurter Rundschau vom 14.04.2008 http://www.fr-online.de/top_news/?sid”1aa849d211a4003be5c1b920c351c8&em _cnt18373

XV. Internationales > Kolumbien > Gewerkschafter in Lebensgefahr

Act NOW! - Kolumbien: Protestiert gegen den Mord an Leonidas Gomez Rozo

äAm 8 April ist es einen Monat her, dass der Vorsitzende der "National Union of Bank Workers of Columbia", Leonidas Gomez Rozo, ermordet wurde. Wir haben großen Respekt vor dem Mut unserer kolumbianischen Kollegen, denn sie kämpfen weiter in einem Land in dem während der vergangenen zw ei
Jahrzehnte 2,574 Gewerkschafter ermordet wurden. Der Gewerkschaftsverband UNI bittet Euch, als einen bescheidenen aber wichtigen Schritt, eine Protestmail an die kolumbianischen Botschaften in aller Welt zuschickenà ô
Siehe dazu die Seite von LabourStart
http://www.labourstart.org/cgi-bin/solidarityforever/show_campaign.cgi?c357

XVI. Internationales > Russland > Arbeitskämpfe

74 Bergleute im Hungerstreik

Vom 27.03. bis zum 4.04.2008 streikten ca. 100 Kumpel in der Sverdlovk-Region im Ural. Nun bedinden sich 74 von ihnen im Hungerstreik. Hauptforderungen sind eine Erhöhung der Löhne (50%) und ein Tarifvertra g.
Die bestreikte Mine in der Stadt Severoyralsk gehört dem Konzern RUSAL (Russian Allumenium), weltweit größter Hersteller von Aluminium überh aupt.
Der Konzern weigert sich Verhandlungen mit der Gewerkschaft aufzunehmen und übt massiv Druck auf Funktionäre aus. Die KollegInnen der NPG (Unabhängige Gewerkschaft der Bergleute) bitten um Protestschreiben an die Firmenleitung unter der Fax-Nummer 007 - 495 - 7457046 (RUSAL Zentrale in Moskau) sowie 007 - 34310 - 26609 oder 007 - 343109 - 25845 oder 007 - 34310 - 25667 (Büro des Direktors der Mine in Severouralsk). Übersetzu ng
einer Mail an die Redaktion des LabourNet Germany vom 14.04.008. Siehe dazu:

75 Miners Start Hunger Strike in Wages Dispute With RusAl

Meldung in der Moscow-Times vom 14 April 2008
http://www.themoscowtimes.com/article/1009/42/361922.htm

XVII. Internationales > Russland > Gewerkschaften in Russland

Keine Antwort von VW

äDer Automarkt boomt, aber in ihren russischen Werken unterlaufen westliche Automobilfirmen viele -arbeitsrechtliche Standards. «Tretet in die Gewerkschaft ein. Es ist die einzige Kraft, die eure Interessen schützt», ruft Pjotr Podiwilow über eine selbstgebaute Lautsprecheran lage.
Der 33-jährige Qualitätskontrolleur steht vor dem Werk von Renault Mosk au,
das die ArbeiterInnen gerade nach Schichtende verlassen. Seit einem Jahr versucht er im Betrieb eine unabhängige Gewerkschaft aufzubauen, 200 Leute hat er schon zusammen. Doch die Unternehmensleitung legt ihm Steine in den Weg. ArbeiterInnen, die an einer Kundgebung vor dem Werk teilnehmen, riskieren ihre Kündigungàô Artikel von Ulrich Heyden, Moskau, in der WOZ
vom 10.04.2008
http://www.woz.ch/artikel/2008/nr15/international/16191.html

XVIII. Internationales > Türkei > Menschenrechte in der Türkei

Drohendes Berufsverbot für die Rechtsanwältin und Menschenrechtsaktivis tin
Eren Keskin in der Türkei

äUnsere Kollegin Eren Keskin, bekannt für ihr unermüdliches und mutig es
Engagement für Menschen- und Freiheitsrechte in der Türkei, wurde am 20.03.08 durch das Amtsgericht Kartal/ Istanbul zu 6 Monaten und 20 Tagen Haft sowie einer Geldstrafe in Höhe von 4000 NTLira (ca. 2000 Ç) gem. A rt.
301 Abs. 2 Türkisches Strafgesetzbuch wegen Verunglimpfung und Herabwürdigung des Türkischen Militärs verurteilt. Strafverschärfen d wurde
gem. Absatz 3 des Art. 301 TStGB bewertet, dass die Tat durch eine türkische Staatsangehörige im Ausland begangen wurde. Der Verurteilung liegt ein Interview zu Grunde, welches in der Zeitung äTagesspiegelô vom 24.06.2006 veröffentlicht wurde und in welchem Rechtsanwältin Keskin erneut ihre Überzeugung zum Ausdruck brachte, dass die Politik der Türk ei
nach wie vor vom Militär bestimmt wird und ein Zusammenschluss von Personen, welcher bei der Abteilung für Sonderkriegsführung beim Generalstab angesiedelt ist, mit aller Macht die Aufrechterhaltung der autoritären Staatsordnung zu bewirken versuchtàô Pressemitteilung der RAV-Geschäftsstelle vom 11.4.2008
http://www.rav.de/news.php#

Siehe dazu auch:

  1. Der Widerstand der Eren Keskin

äHaben Sie das so gesagt?, fragt der Richter von der hohen Bank hinunter. Ja, im Wesentlichen habe ich das so gesagt, sagt die zierliche Frau, die vor ihm steht. Es ist meine Überzeugung, dass das Militär die Demokratisierung der Türkei behindert! Nur 15 Minuten später steht es fest: Die türkische Bürgerrechtlerin Eren Keskin bekommt sechs Monate u nd
20 Tage Gefängnis. Für eine Meinungàô Artikel von Susanne Güsten im
Tagesspiegel vom 21.3.2008
http://www.tagesspiegel.de/politik/international/Eren-Keskin-Tuerkei;art123 ,2498777

b) Das Interview mit Eren Keskin: "In der Innen- und Außenpolitik wird alles von der Armee bestimmt", dokumentiert im Tagesspiegel http://www.tagesspiegel.de/politik/international/Eren-Keskin-Tuerkei;art123 ,2498725

c) Portrait von Eren Keskin bei Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Eren_Keskin

XIX. Internationales > Frankreich > Gewerkschaften: Abkommen über äRepräsentativitätô der Gewerkschaften

  1. Frankreich: Das neue Abkommen über äRepräsentativitätô der Gewerkschaften und die alternativen Beschäftigtenorganisationen

Langfassung eines Artikels von Bernard Schmid vom 15.4.08, der an diesem Donnerstag in der éWochenzeitungÆ (WoZ) in Zürich erscheinen wird http://www.labournet.de/internationales/fr/representation.html

b) Frankreich: Kämpfe ohne politische Orientierung

Das Interview des Gewerkschaftsforum Hannover mit Michel Rousseau (aktiv in der französischen Basisgewerkschaft SUD, der Arbeitslosenorganisation AC! und den parteiübergreifenden, linken Collectifs Unitaires) erschien û
infolge Platzmangel û in der äjungen Weltô vom 14.4.2008 in stark gekürzter Form (3.872 Zeichen). Hier der komplette Originaltext (10.026 Zeichen)
http://www.labournet.de/internationales/fr/rousseau.html

XX. Internationales > Indien > GurgaonWorkersNews

Gurgaon, Indien: Neue Stadt, neues Glück - neue Kämpfe?

äàDas folgende (deutschsprachige) Material wurde während eines einj ährigen
Aufenthalts in Gurgaon gesammelt und vermittelt einen Einblick in die wachsende soziale Unruhe auf einer der gegenwärtigen Boom-Inseln des globalen Kapitalismus. Das Material gliedert sich in vier Teile. Der Teil æDie StadtÆ liefert eine Chronologie der Urbanisierung Gurgaons und beschreibt die täglichen Widersprüche des gewalttätigen Prozesses der Stadtwerdung und deren Konfliktualität: Highway-Blockaden und Riots der proletarischen Frauen und Jugend gegen den Mangel des Stadtlebens. Im Teil æDie ArbeitskraftÆ stellen wir zuerst die eingewanderte Arbeitskraft, i hre
Qualifikation und ihr Lebensstandard vor. Es wird auf die Frage der Hausarbeit bzw. das Geschlechterregime in den Fabriken eingegangen. Es folgt der Abschnitt æDie IndustrieÆ, der sich konkret um die industriel len
Hauptsektoren, sprich die Auto-, Textil-, und Call Center Industrie drehen. ArbeiterInnen berichten über die Zusammensetzung und Situation. Im vierten Teil æDie KämpfeÆ erfahren wir die manifestierte Wut der neuen ArbeiterInnengeneration: die wilden Streiks und Fabrikbesetzungen der automobilen LeiharbeiterInnen und die zwiespältige Position der offiziellen Gewerkschaftenàô Siehe dazu die (deutsche) Materialsammlung aus dem Leben um der Boom-Stadt Gurgaon vom 10.04.2008
http://gurgaonworkersnewsgerman.wordpress.com/

XXI. Internationales > Latein- und Zentralamerika

  1. Amerika und seine neuen Sklaven

äErmordete Bauarbeitergewerkschafter in Panama und entrechtete Wanderarbeiter auf Costa Ricas Ananasplantagen, das 21. Jahrhundert ist eine schwierige Zeit für Arbeitnehmerrechte in Zentralamerika. Das zu ändern hat sich die mittelamerikaweite Kampagne gegen Flexibilisierung der Arbeit zum Ziel gesetztàô Artikel von Torge Löding auf Telepolis vom 13.04.2008
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27710/1.html

b) Freihandel bedroht Arbeiterrechte - Zentralamerikanischen Aktivisten wollen neoliberaler Offensive Einhalt gebieten

äRund 200 Aktive aus Gewerkschaften, Kleinbauernvereinigungen, Frauengruppen und Nichtregierungsorganisationen aus sechs Staaten Zentralamerikas treffen sich am Donnerstag und Freitag in Nicaraguas Hauptstadt Managua, um unter dem Motto »Die Sklaverei im 21. Jahrhundert «
über ihre regionale Kampagne gegen die Flexibilisierung der Arbeitswelt zu diskutierenàô Artikel von Torge Löding, San José, im Neues Deutschl and vom
03.04.2008
http://www.neues-deutschland.de/artikel/126556.html

XXII. Internationales > USA > Ökonomie

Eine Stadt verzockt sich

Ein neues Abwassersystem kann eine feine Sache sein - wenn es nicht mit Anleihen finanziert wird, die in den Sog der globalen Finanzkrise geraten. Das bekommen die Einwohner von Jefferson County im US-Bundesstaat Alabama nun zu spüren. Artikel von Kai Makus in der FTD vom 12.04.2008 http://www.ftd.de/politik/international/:Eine%20Stadt/342064.html

XXIII. Internationales > Österreich: Online Durchsuchung in Österreich

Arbeitsgruppe Online-Durchsuchung legt Bericht vor

äDie interministerielle Arbeitsgruppe Online-Durchsuchung der österreichischen Bundesministerien für Inneres und Justiz hat am heutig en
Mittwoch ihren Abschlussbericht vorgelegt. Gefordert wird darin, dass eine geheime Online-Überwachung nur im Einzelfall und durch ein höheres Richtergremium genehmigt werden dürfe. Gleichzeitig soll der im Innenministerium angesiedelte Rechtsschutzbeauftragte aufgewertet werden. Alle Rechtsentscheidungen zu geheimen Überwachungen sollen nach der Maßnahme, jedenfalls aber nach Ablauf eines bestimmten Zeitraumes, anonymisiert veröffentlicht werden müssen. Die Arbeitsgruppe war von den Ministerien im Oktober 2007 zur Klärung rechtlicher Fragen und technischer Voraussetzungen eingesetzt wordenàô Artikel auf Heise-Online vom 09.04.2008
http://www.heise.de/newsticker/Oesterreich-Arbeitsgruppe-Online-Durchsuchun g-legt-Bericht-vor--/meldung/106292

Lieber Gruss, Ralf und Mag

P.S. Wer Probleme mit den langen Links hat, kann unter
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Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskrit isch
The meeting point for all left-wing trade unionists, both waged and unwaged Le point de rencontre de tous les militants syndicaux progressistes, qu`ils aient ou non un emploi


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