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## Nachricht vom 03.04.08 weitergeleitet
## Ursprung : k.merkle@gaia.de
## Ersteller: ralf.pandorf@labournet.de
Liebe KollegInnen,
neu im LabourNet Germany am Donnerstag, 3. April 2008:
I. express - Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit
- Ausgabe 02-03 / 2008 ist da!
Inhaltsverzeichnis und Bezugsquellen siehe unter
http://www.labournet.de/express/
Daraus im LabourNet Germany verfügbar:
II. Diskussion > Gewerkschaften > Debatte der Gewerkschaftsstrategien >
Selbstverständnis der Gewerkschaften - die Zukunftsdebatte
Abstrakter oder øPraktischer Sozialismusï? Neuer Debattenbeitrag nicht
nur
zur Organisationsfrage
äIm express 12/2007 hatten wir unter dem Titel »Vollendeter Ohnismus«
sowohl Auszüge aus der Broschüre des Hans-Jürgen-Krahl-Instituts »F
ür
einen praktischen Sozialismus û Antwort auf die Krise der Gewerkschaften
«
dokumentiert, als auch einen kritischen Einwand von Werner Sauerborn unter
dem Titel »Absolut am Ende?« publiziert. Der Einladung zur weiteren
Diskussion folgt nun eine Replik des Hans-Jürgen-Krahl-Instituts zu diesem
Beitrag.
Gerade vor dem Hintergrund der ausufernden Feierlichkeiten um die 40 Jahre
und weniger zurückliegenden »spätkapitalistischen« Verhältnisse g
ilt es
unseres Erachtens, sich die damaligen Erfahrungen einer sich undogmatisch
verstehenden Arbeiterbewegung zu vergegenwärtigen. Das heißt aber auch:
die damit verbundenen Horizonterweiterungen nicht vorschnell mit »der
Organisationsfrage« wieder zu revidieren. Der Aufruf zur Teilhabe an
dieser Debatte sei hiermit wiederholtàô Die Replik des
Hans-Jürgen-Krahl-Instituts
http://www.labournet.de/diskussion/gewerkschaft/debatte/adsauer.html
III. Diskussion > Gewerkschaftsstrategien > (Internationale) Erfahrungen
der Gewerkschaftsbewegung > neue Kampfformen der Gewerkschaftsbewegung
Keine Racherezepte - Über neue und alte Arbeitskampfformen in älteren u
nd
neueren Büchern
äWarum eigentlich immer Streik? Ohne Zweifel haben Streiks ihre
Berechtigung, und ein paar Streiktage mehr in der Statistik würden den
hiesigen Verhältnissen gut tun. Doch auch streiken will gelernt sein, das
zeigt nicht zuletzt der gerade beendete Kampf der GDL, der als solcher
bisweilen gar nicht wahrnehmbar war, aber auch die noch laufende
Tarifrunde im Einzelhandel. Nicht nur als Anregung für die
Weiterentwicklung des Streiks als Arbeitskampfform, sondern auch für
Situationen, in denen Streiks nicht möglich sind, lohnt ein Blick in
Geschichte und Gegenwart alternativer Arbeitskampfformen: Boykott û
Sabotage û Kampagne û Rache am Chef û Katzenmusik û Bummeln û Kra
nkfeiern
û Dienst nach Vorschrift û dümmer, als der Betrieb erlaubt û Leistu
ng
dimmen û Betrieb besetzen û Bluffen û Blockieren û Shit in û koll
ektives
Furzen usw. usf.!...ô Artikel von Anton Kobel
http://www.labournet.de/diskussion/gewerkschaft/erfahrung/kobel.html
IV. Diskussion > (Lohn)Arbeit: Prekär > Jenseits der Arbeitsgesellschaft -
Diagnose und Perspektiven > Jenseits der Arbeitsgesellschaft (Beiträge zur
Debatte)
Produktion und Emanzipation - Zur bürgerlichen Theorie der Arbeit vor
Marx, Teil I
äNicht nur anlässlich des 125. Todestages des »Giganten der
Theoriegeschichte« (so der Historiker Jürgen Kocka) beschäftigen wir
uns
ein wenig mit Karl Marx und der Frage, was sein Denken eigentlich
unterscheidet von dem der TheoretikerInnen der bürgerlichen Emanzipation
àô
Artikel von Slave Cubela
http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/prekaer/cubela.html
V. Diskussion > Gewerkschaftsstrategien > Tarifrunden > ver.di:Tarifrunde
2008 bei Bund und Kommunen
»Keine Kompensation« - Zur Tarifrunde des Öffentlichen Dienstes
äIn der laufenden Tarifauseinandersetzung fordert ver.di acht Prozent,
mindestens jedoch 200 Euro für die Beschäftigten von Bund und Kommunen.
Die »Arbeitgeber« haben demgegenüber ein Angebot von fünf Prozent
vorgelegt. Nach Berechnungen von ver.di schrumpft dieses Angebot
angesichts der Laufzeit von 24 Monaten und anderer Verrechnungskomponenten
jedoch auf 2,5 Prozent in 2008 und 0,4 Prozent in 2009. Bei den letzten
Tarifverhandlungen am 6./7. März haben die »Arbeitgeber« ein besseres
Angebot an die Erhöhung der Arbeitszeiten geknüpft und verlautbaren
lassen, die Tarifregelungen zur Arbeitszeit zu kündigen û anscheinend m
it
dem Ziel, die 40-Stunden-Woche im gesamten Öffentlichen Dienst
durchzusetzen. Nachdem ver.di die Verhandlungen für gescheitert erklärt
hat, sind nun die Schlichter gefragt. Zur Kommission gehören acht
VertreterInnen von ver.di, drei von der û ein Novum û dbb tarifunion und
ein Mitglied der GEW. Man darf gespannt sein, wie in dieser Konstellation
mit der absehbaren Verrechnung von Arbeitszeit gegen Lohn umgegangen wird.
Unterdessen vermeldet ver.di Rekordbeteiligungen an den bisherigen
Warnstreiks. Wir wollten genauer wissen, welche Auswirkungen die
Privatisierungen im Öffentlichen Dienst auf Streikwilligkeit und
-fähigkeit der Beschäftigten haben und wie diese zu dem Deal der
»Arbeitgeber« stehen. Dazu haben wir Thomas Böhm, Personalratsvorsitz
ender
im Stuttgarter Klinikum und ver.di-Vorsitzender im Bezirk Stuttgart, und
Wolfgang Günther, ver.di-Sekretär im Bereich Kommunen, Ver- und Entsorg
ung
im Bezirk ver.di Südhessen, befragtàô Interview mit Thomas Böhm und
Wolfgang Günther
http://www.labournet.de/diskussion/gewerkschaft/tarif08/boehmguenther.html
Und darüber hinaus im LabourNet Germany:
VI. Diskussion > Gewerkschaftsstrategien > Tarifrunden > ver.di:Tarifrunde
2008 bei Bund und Kommunen > äDifferenzierteô Tarifeinigung
und
Bewertungen
- »Arbeitszeitverlängerung ist für uns ein Knackpunkt«
Mitglieder der ver.di-Bundestarifkommission aus NRW haben Kompromiß im
öffentlichen Dienst abgelehnt. Interview von Daniel Behruzi in junge Welt
vom 02.04.2008 mit Reinhard Dudzik, stellvertretender
Personalratsvorsitzender im Akademischen Förderungswerk Bochum und
Mitglied der Bundestarif- und Verhandlungskommissionen von ver.di für den
öffentlichen Dienst
http://www.jungewelt.de/2008/04-02/035.php
b) äfür was im leben reicht eigentlich ein monatsgehalt von 1500 Ç ?
ô
äàMit dem diesjährigen tariferfolg wird die armut unten fortgeschrieb
en.
Die gewerkschaft bestätigt in der form, in der sie die tarifeinigung
unterschreibt, erneut das arbeitgeberinteresse an einem lohn s y s t e m,
in dem die masse der entgelte sich unten wiederfindet. Ver.di weiß das
auch. der sockelbetrag von 50 Ç, die einmalzahlung von 225 Ç - für a
l l
e - ist gerade der trostlose hinweis darauf, dass alle das geld,- das geld
als summe und nicht als prozentzahl-, brauchen. aber das geld als summe,
um davon leben zu können, kommt in der tarifauseinandersetzung auch auf
seiten der gewerkschaft s o einfach nicht vor. ihre treuesten
bataillone,- busfahrer, krankenschwestern und kiga-erzieherinnen,
erstreiken eine entgelterhöhung mit ihrer gewerkschaft, bei der sie mit
100 Ç mehr nach haus gehen, während ihre chefs mit 200 pro monat mehr a
us
diesem abschluß bedient werden,- diejenigen, die sie am liebstem am
warnstreik gehindert hätten oder habenàô Aus einer anonymen Zuschrift
an
die LabourNet-Redaktion
c) Mogelpackung im öffentlichen Dienst û Sagt äNein!ô bei der
Mitgliederbefragung!
äDas Verhandlungsergebnis für den öffentlichen Dienst beim Bund und d
en
Kommunen ist faktisch eine Minusrunde. (à) Die Stärke der Arbeiter und
Angestellten, die sich in den Warnstreiks zeigte, wurde nicht genutzt, um
mehr zu erkämpfen. Auch die Möglichkeit, die Tarifkämpfe im Einzelhan
del,
im öffentlichen Dienst sowie bei Post, BVG usw. zu einem großen
gemeinsamen Kampf zusammenzufassen, wurde vertan. Ver.di hat angekündigt,
zu dem Tarifabschluss eine Mitgliederbefragung durchzuführen. Wir fordern
auf, bei dieser Befragung mit äNeinô zu stimmen!...ô Stellungnahme vo
n und
bei Arbeit-Zukunft vom 2. April 2008
http://www.arbeit-zukunft.de/index.php/item/814
d) Ver.di-Tarifabschluss: Etwas Geld, viele Kröten
Artikel von Hannes Hohn in Neue Internationale 128 vom April 2008
http://www.arbeitermacht.de/ni/ni128/verdi.htm
VII. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Strasse/ÖPNV > Berliner
Verkehrsbetriebe (BVG)
BVG-Streik war Aprilscherz: Ver.di bläst Arbeitsniederlegung bei
Verkehrsbetrieben in letzter Minute ab. Kein neues Angebot des Senats
äàDenn wenn es einen Preis für die dümmste Taktik bei
Tarifauseinandersetzungen geben würde, wäre er der ver.di-Landeschefin
von Berlin und Brandenburg, Susanne Stumpenhusen, wohl nicht streitig zu
machen. Seit Wochen droht sie bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG)
laut polternd mit der Streikkeule, um sie dann entweder überhaupt nicht
oder weitgehend wirkungslos einzusetzen. Erst wurden mit ein paar
Warnstreiks die Beschäftigten mobilisiert. Die haben schließlich allen
Grund, kräftig auf die Pauke zu hauen. Die sogenannten Altbeschäftigten
der BVG haben seit Jahren keine Gehaltserhöhung bekommen. Und ihre seit
2005 bei der Dumpinglohntochter BT eingestellten Kollegen erhalten im
Durchschnitt ohnehin 30 Prozent weniger Lohnà.ô Artikel von Rainer
Balcerowiak in der jungen Welt vom 02.04.2008
http://www.jungewelt.de/2008/04-02/055.php
VIII. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Speditionen und
Logistik > Post AG
Exverbündeter bestreikt
Post AG will zusätzliche Aufträge durch Mindestlohn mit
Arbeitszeitverlängerung für Beamte -auffangen. Ver.di stellt
Gegenforderung und will Beschäftigungssicherung. Artikel von Daniel
Behruzi in der jungen Welt vom 02.04.2008
http://www.jungewelt.de/2008/04-02/049.php
Aus dem Text: äàBei der Auseinandersetzung um den Mindestlohn für
Briefzusteller im vergangenen Jahr haben die Dienstleistungsgewerkschaft
ver.di und die Deutsche Post AG noch an einem Strang gezogen û mit Erfolg.
Die Wettbewerber des Konzerns sind mittlerweile gezwungen, ihren
Beschäftigten den Mindestlohn von zwischen 8,00 Euro und 9,80 in der
Stunde zu zahlen. Der Post beschert das zusätzliche Aufträge. Doch statt
hierfür neues Personal û zum Beispiel ehemalige Mitarbeiter der
insolventen PIN AG û einzustellen, will das Unternehmen lieber die
Arbeitszeiten seiner etwa 55000 Beamten per Gesetz verlängern lassen.
Dagegen läuft ver.di nun Sturm. Am Dienstag traten nach
Gewerkschaftsangaben rund 7000 Beschäftigte in den Ausstand, um die
Arbeitszeitverlängerung zu verhindern und die Beibehaltung der
Beschäftigungssicherung im Konzern zu erreichenàô
IX. Internationales > Frankreich > Arbeitskämpfe > Streiks im Transportw
esen
Französische Nochkolonie Neukaledonien: Massenprozess gegen Mitglieder der
antikolonialen Gewerkschaft USTKE
äEin Jahr Haft - davon sechs Monate ohne Bewährung - drohen derzeit dem
Vorsitzenden der Gewerkschaftsorganisation USTKE, Gérard Jodar, nach dem
Plädoyer der Staatsanwaltschaft gegen ihn. Zusammen mit ihm standen 18
weitere Mitglieder seiner Gewerkschaft ab dem 25. März dieses Jahres vor
Gericht. Weitere 32 Gewerkschafter stehen seit diesem Montag, 31. März vor
Gericht. (à) Die Anklagen gehen zurück auf heftige Zusammenstöße zw
ischen
rund 500 Mitgliedern der USTKE und staatlichen Sicherheitskräften (rund
200 Polizisten und Gendarmen), die am 17. Januar dieses Jahres in der
Inselhauptstadt Nouméa stattfanden. Die damalige Konfrontation dauerte
zwölf Stunden lang, wobei die Uniformierten massiv Tränengas einsetzten
und von Gummigeschossen Gebrauch machten. Anlass für den Zoff, der am
Vortrag begonnen hatte, war die Entlassung eines Busfahrers und
Gewerkschaftsdelegierten (eine Art gewerkschaftlicher Vertrauensmann, der
laut Gesetz für eine bestimmte Anzahl von Stunden pro Woche û je nach
Betriebsgröße û für die Erfüllung seiner Aufgaben freigestellt is
t) der
USTKE bei der Transportfirma Carsudàô Artikel von Bernard Schmid, Paris,
vom 03.03.2008
http://www.labournet.de/internationales/fr/ustke2.html
Lieber Gruss, Ralf und Mag
P.S. Wer Probleme mit den langen Links hat, kann unter
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LabourNet Germany: http://www.labournet.de/
Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskrit
isch
The meeting point for all left-wing trade unionists, both waged and unwaged
Le point de rencontre de tous les militants syndicaux progressistes,
qu`ils aient ou non un emploi
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