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[LabourNet Germany] Neu am Dienstag, 1. April 2008

## Nachricht vom 01.04.08 weitergeleitet
## Ursprung : k.merkle@gaia.de
## Ersteller: ralf.pandorf@labournet.de

Liebe KollegInnen,

neu im LabourNet Germany am Dienstag, 1. April 2008:

I. Diskussion > Gewerkschaftsstrategien > Tarifrunden > ver.di:Tarifrunde 2008 bei Bund und Kommunen

äDifferenzierteô Tarifeinigung?

  1. Die Tarifeinigung

Die ver.di Bundestarifkommission (BTK) hat am 31. März in Potsdam mit 64 zu 25 Stimmen die Tarifeinigung für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und kommunalen Arbeitgebern angenommen. Ver.di wird nun eine breitangelegte Mitgliederbefragung durchführen. Siehe dazu:

  1. Tarifeinigung in den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und kommunalen Arbeitgebern

Der Wortlaut auf einer Sonderseite bei ver.di, Stand: 31. März 2008, 14:30 Uhr
http://tarif-oed.verdi.de/tarifrunden/oed-tarifrunde_2008/tarifeinigung

und als pdf-Datei
http://tarif-oed.verdi.de/tarifrunden/oed-tarifrunde_2008/verhandlungen/sec hste_runde_am_28._29._maerz/data/080331_tarifeinigung.pdf

2) äDruck brachte Ergebnis: ver.di setzt kräftige Einkommenserhöhung durchô

Tarif-Extra 6/2008 vom 31. März allgemein (PDF, 308 kB)
https://tarif-oed.verdi.de/tarifrunden/oed-tarifrunde_2008/materialien_flug blaetter_2007_2008/data/17399_flugi_a3_allg_ansicht.pdf

sowie Tarif-Extra 6/2008 vom 31. März für die Krankenhäuser (PDF, 146 kB)
https://tarif-oed.verdi.de/tarifrunden/oed-tarifrunde_2008/materialien_flug blaetter_2007_2008/data/17404_flugi_a3_kranken_ansicht.pdf

und Tarif-Extra 6/2008 vom 31. März für die Pflegeeinrichtungen (PDF, 1 80 kB)
https://tarif-oed.verdi.de/tarifrunden/oed-tarifrunde_2008/materialien_flug blaetter_2007_2008/data/17404_flugi_a3_pflege_v3.pdf

c) Stellungnahme zum Tarifabschluss im Öffentlichen Dienst

äDas Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di erklär t zum
Tarifabschluss im Öffentlichen Dienst: Das Netzwerk fordert eine Abstimmung unter ver.di Mitgliedern über den Tarifabschluss im Öffentlichen Dienst. Das Netzwerk lehnt diesen Abschluss ab. Es wurde deutlich, dass die öffentlichen Arbeitgeber durch die beeindruckenden Warnstreiks massiv unter Druck gerieten. Die volle Durchsetzung der Forderungen, ohne Kompensationen, wäre mit bundesweitem Vollstreik mögl ich
gewesen. Das hätte Signalwirkung auf andere Betriebe und Gewerkschaften gehabt. Kampflos hat ver.di äKrötenô geschluckt, die nicht notwendig waren. Die Reallohnverluste seit 2004 werden mit dem Lohnabschluss nicht wett gemacht. (à) An erster Stelle steht die Arbeitszeitverlängerung in Westdeutschland. Das bedeutet weiteren Stellenabbau und Zunahme von Stress. Stattdessen wäre drastische Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lo hn-
und Personalausgleich notwendig.
Die Laufzeit von zwei Jahren nützt ebenfalls den Arbeitgebern. Sie wollten einen Streik im Bundestagswahljahr 2009 verhindern. Die Ost-West-Spaltung wurde fortgeschrieben. Für Beschäftigte in Ostdeutschland gibt es Abstriche bei der Lohnerhöhung û anstatt ab 1.1.08 sollen die Löhne u nd
Gehälter erst ab 1.4.08 steigen. Und ostdeutsche Beschäftigte sollen weiterhin 40 Stunden arbeitenàô Stellungnahme vom 31.3.08
http://www.netzwerk-verdi.de/83.0.html

Siehe auch: Musterresolution zum Tarifergebnis Öffentlicher Dienst

äEigene Stärke nicht ausgespielt, weitere Zersplitterung der Tarife und Arbeitszeitverlängerung ohne Not geschluckt. Nein zu diesem Abschluss! Mitgliederbefragung durchführen û Ablehnung beschließen!ô Vorschlag des
Netzwerks für eine kämpferische und demokratische ver.di für eine Musterresolution zum Tarifergebnis Öffentlicher Dienst, 31.3.2008 http://www.netzwerk-verdi.de/84.0.html

II. Diskussion > Gewerkschaftsstrategien > Debatten der real existierenden Gewerkschaften in Deutschland > Debatte um den aktuellen Zustand von ver.di

  1. Unter Zugzwang. Die plötzliche Lust von Verdi am Arbeitskampf

äMan reibt sich schon verwundert die Augen, wenn man in den letzten Wochen die Nachrichten von Warnstreiks im öffentlichen Dienst liest und hört. Nicht nur, weil es sich um für deutsche Verhältnisse erstaunlich breit koordinierte Maßnahmen handelt, die sich auf beinahe alle wesentlichen Sektoren, vom Nahverkehr über Müllentsorgung bis hin zu Kindertagesst ätten
erstrecken, sondern weil sie gar nicht so recht an die üblichen Warnstreiks einer DGB-Gewerkschaft im Zuge von Tarifverhandlungen erinnern wollen. Denn diese sahen doch eher so aus, dass sich in der Mittagspause oder kurz vor Feierabend einige GewerkschaftsaktivistInnen vor das Werkstor stellten, in der Hand ein gedrucktes Schild mit der Aufschrift äWarnstreikô, und nach 15 Minuten verlegenem Herumstehen von dannen zog en,
wenn auch mit einem gewissen ädenen haben wirÆs aber gezeigt!ô im Hinterkopf. Stattdessen wird jetzt ernsthaft gestreiktàô Artikel von Matthias Seiffert aus Direkte Aktion vom März/April 2008 û wir danken d er
Redaktion für die Freigabe!
http://www.labournet.de/diskussion/verdi/zugzwang.html

b) Wir sind wertlos!

äDie Arbeit sei »mehr wert«, so begründen Gewerkschaften wie Verdi die
aktuellen Arbeitskämpfe. Damit verkehren sie nur ökonomische Kategorien ins Moralische und riskieren, mögliche emanzipatorische Bewegungen im Keim zu erstickenàô Artikel von Roger Behrens in der Jungle World vom 13. M ärz
2008
http://jungle-world.com/seiten/2008/11/11608.php

III. Diskussion > (Lohn)Arbeit: Realpolitik > Mindestlohndebatte

  1. Entsendegesetz: Sieben Branchen für den Mindestlohn

äWeniger als erwartet, aber mehr als befürchtet: Sieben Branchen haben bei
Arbeitsminister Scholz bis zum ersten Stichtag einen Antrag auf Mindestlohn gestellt. SPIEGEL ONLINE stellt die Branchen vor - unter denen auch Minigruppen wie die Bergbauspezialarbeiter sindàô Artikel von Anne tt
Meiritz und Philipp Wittrock in Spiegel online vom 31. März 2008 http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,544363,00.html

b) Aktuelle Mindestlohndebatte: Branchenlösungen oder gesetzlicher Mindestlohn?

Nur wenige Branchen planen Mindestlöhne nach dem Entsendegesetz - die Forderung nach einem einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn bleibt aktuell. Ein Beitrag von Reinhard Bispinck und Thorsten Schulten in den WSI-Mitteilungen 3/2008 (pdf)
http://www.boeckler.de/pdf/wsimit_2008_03_bispinck.pdf

IV. Diskussion > (Lohn)Arbeit: Realpolitik > Mindestlohndebatte > Mindestlöhne in der Europäischen Union

05.04.2008: Demonstration europäischer GewerkschafterInnen in Ljubljana (Slowenien): Für Mindestlöhne in Europa

äAm 5. April treffen sich die EU-Finanzminister mit Vertretern der Europäischen Zentralbank in Ljubljana, um über die Banken- und Finanzmarktkrise zu reden. Der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) ruft aus diesem Anlass am selben Tag zur Demonstration für gerechte Bezahlung in Euroa auf. Rund 50 000 TeilnehmerInnen aus den Mitgliedsorganisationen des EGB werden erwartet. Die Teilnehmer demonstrieren gegen das Schrumpfen der Realeinkommen in vielen europäischen Staaten. Der EGB setzt außerdem ein Zeichen für die Einführung von Mindestlöhnen in allen europäisc hen
Staaten. Weitere Forderungen: Einkommensgleichheit von Männern und Frauen, Stopp von Armutslöhnen und Lohndumping und für Verringerung der Einkommensunterschiede zwischen den Ländernàô Sonderseite beim DGB http://www.dgb.de/termine/termindb/termin_single?termid%11

Siehe dazu auch:

  1. PAY CAMPAIGN: "On the offensive for fair wages"

Sonderseite beim Europäischen Gewerkschaftsbund (EGB)
http://www.etuc.org/a/4561

b) Euro-demonstration on 5 April in Ljubljana

(englische) Infos zur Demo beim Europäischen Gewerkschaftsbund (EGB) http://www.etuc.org/a/4563

V. Diskussion > EU > Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik

EuGH-Urteile: Recht auf Arbeitskampf in Gefahr

ä"Besorgniserregend", "ziemlich beunruhigend", "können wir nicht wichtig genug nehmen": Vertreter des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) sind alarmiert. Zwei Urteile des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) liegen ihnen schwer im Magen. Auch Politiker sind besorgtàô Artikel von Werner Balsen in Frankfurter Rundschau vom 31.3.08
http://fr-aktuell.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?sid814f66a09bb 07331c1b233372de0af&em_cnt11100

VI. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Strasse/ÖPNV > Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)

  1. Kein Streik bei der BVG

äDas politische Spitzengespräch am späten Montagabend zwischen ver.di und
Vertretern der Arbeitgeberseite hat offenbar Bewegung in den festgefahrenen Tarifstreik gebracht. Der für Dienstag angekündigte Stre ik
bei der BVG ist von ver.di buchstäblich in letzter Minute abgesagt worden. Aus dem Spitzengespräch, an dem auch Berlins Sparsenator Sarrazin teilnahm, wurden keine Details bekannt. Die offizielle Erklärung der Gesprächspartner lautet:
"BVG-Vorstand und ver.di haben sich auf einen Rahmen verständigt: Es werden unverzüglich Tarifverhandlungen aufgenommen, die auf der Basis der Potsdamer Tarifvereinbarung Einkommensverbesserungen für die Beschäftig ten
der BVG und BT zum Inhalt haben." Die ver.di-Tarifkommission wird am Dienstagvormittag zusammentreten und über die aktuelle Situation beraten. Die Tarifverhandlungen mit der Arbeitgeberseite werden voraussichtlich noch am Dienstag aufgenommen.ô Meldung von ver.di-Berlin vom 01.04.2008 http://berlin.verdi.de/

b) Offene Solidaritätserklärung an die Belegschaft der BVG

Liebe Kollegen und Kolleginnen, hiermit möchten wir Euch unsere Solidarität im Tarifkonflikt des öffentlichen Nahverkehrs aussprechen. (à)
Nun steht Ihr vor einer Situation, in der Ihr nicht nur den Arbeitgebern und den Medien gegenübersteht, sondern Euch ebenso gegen eure eigene Gewerkschaftsführung durchsetzten müsst. Das Problem einer
verselbstständigten Gewerkschaftsführung, die die Interessen Ihrer Mitglieder ignoriert, ist kein neues Phänomen. Gerade deshalb sind wir in einer Basisgewerkschaft organisiert. Wir wissen, der Kampf gegen die eigene Gewerkschaftsbürokratie ist oftmals härter als die
Auseinandersetzung mit dem eigentlichen Gegner. Daher benötigt Ihr jetzt viel Kraft und jegliche Unterstützung. Nehmt die Sache in die eigene Hand und sucht den Schulterschluss mit all denen, die sich wie Ihr nicht länger beugen wollenàô Solidaritätserklärung vom äAllgemeines Syndikat d er Freien
ArbeiterInnen-Union (FAU) Berlinô vom 01.04.2008
http://www.fau.org/artikel/art_080401-093229

VII. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > ÖPNV allgemein

Kündigung wegen politischer Aktivität? Hallesche Verkehrs AG entläßt Betriebsratsmitglied. Solidarität von Gewerkschaftern

äNicht nur bei Discountern wie Lidl ist die Einschüchterung von Mitarbeitern an der Tagesordnung. Selbst im öffentlichen Dienst mehren sich die Fälle, in denen gewerkschaftlich und politisch engagierte Beschäftigte den Druck des »Arbeitgebers« zu spüren bekommen. So au ch bei
der Halleschen Verkehrs AG (HAVAG). Dort wurde der Betriebsrat Frank Oettler am 8. März fristlos gekündigt. Der Vorwurf: Oettler, der bei der Landtagswahl vor zwei Jahren für die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD) kandidierte, habe deren Zeitung Rote Fahne sichtbar im Seitenfenster der Fahrerkabine seiner Straßenbahn ausgelegt. Zudem wird ihm vorgeworfen, nach seinem Dienst Flugblätter verteilt zu haben, die das Ansehen der HAVAG beschädigt haben sollen. (à) Freitag, 4. April um 10 .30
Uhr: Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht Halle, Thüringer Straße (Treffpunkt der Unterstützer um 10 Uhr) Kontakt:
info@kollegenhilfe.netô...ôArtikel von Daniel Behruzi in der jungen Welt vom 01.04.2008
http://www.jungewelt.de/2008/04-01/010.php

VIII. Branchen > Dienstleistungen Allgemein > Gewerkschaften als Arbeitgeber

Vertreter der Vertreter

Auch Gewerkschaften sind Arbeitgeber. Über die Arbeitsbedingungen bei Verdi und wer die Interessen der Beschäftigten bei den Gewerkschaften vertreten möchte. Artikel von von Daniel Steinmaier in Jungle-World vom 27.03.2008
http://jungle-world.com/seiten/2008/13/11701.php

Aus dem Text: äàEs gibt aber auch Gewerkschaftsangestellte, die ihren Arbeitgeber für weniger sozial halten. Martin Lesch beispielsweise, der Gewerkschaftssekretär bei Verdi und Vorsitzender des Verbands der Gewerkschaftsbeschäftigten (VGB) ist. Seiner Meinung nach müssen sich d ie
Gewerkschaften als Arbeitgeber an dem Maßstab messen lassen, den sie selbst an kapitalistische Betriebe anlegen. Danach schneide Verdi nicht immer gut ab. Verdi halte etwa nichts davon, »sich an Tarifverträgen zu orientieren«, und setze stattdessen auf »betriebliche Bündnisse«, a lso
darauf, dass der Betriebsrat die Löhne direkt mit der Gewerkschaftsleitung aushandle. Gerade das lehnen die Gewerkschaften aber bei anderen Betrieben ab. Mit gutem Grund, denn wo ein Tarifvertrag gilt, können die Mitarbeiter streiken und auf diese Weise Druck ausüben. Wo »betriebliche Bündniss e«
geschlossen wurden, darf der Betriebsrat nicht zum Arbeitskampf aufrufen. Auch der Gesamtbetriebsrat bei Verdi ist nach Lesch deshalb nur ein »zahnloser Tiger«, der auf »kollektive Bettelei« angewiesen sei, um die
Interessen der Beschäftigten zu vertretenàô

IX. Branchen > Bau allgemein

  1. Lohndumping und Morddrohungen - Türkische Bauarbeiter in München weh ren sich gegen Hungerlöhne

äàDie beiden Arbeiter wurden in Istanbul mit Werkverträgen angeworben . Als
Vermittlungsgebühr mußten sie einen Betrag von 1000 Euro zahlen. Der vertraglich vereinbarte offizielle Stundenlohn betrug 12,40 Euro. Doch da die Arbeiter das Geld dringend brauchen, willigten sie von vornherein auf einen inoffiziellen Stundenlohn von fünf Euro ein. Gezahlt wurde dann aber nur ein Lohn zwischen 3,75 und 3,80 Euro pro Stunde. Als die beiden bei dem Unternehmer Einspruch erhoben, folgten Morddrohungen und Drohungen gegen ihre Familien in der Türkei, die die Arbeiter auf Tonband aufnehmen konnten. So drohte ihr Chef: »Ich bringe denjenigen um, der mir schadet. «
Tatsächlich wurde Kayas Familie in der Türkei von der Firma aufgesucht und
unter Druck gesetztàô Artikel von Julia Sergio in der jungen Welt vom 31.03.2008
http://www.jungewelt.de/2008/03-31/022.php

b) Ab 1. April höhere Mindestlöhne im Abbruch- und Abwrackgewerbe

ä Für die Beschäftigten des Abbruch- und Abwrackgewerbes gelten ab 1. April 2008 höhere Mindestlöhne. Für Facharbeiten gelten 11,96 Euro We st
und 10,16 Euro Ost. Hilfskräften stehen 9,79 Euro West bzw. 9,10 Euro Ost zu. Damit wurden die Helferlöhne nach 2 Jahren um 30 Cent, die der Fachwerker um 36 Cent angehobenàô Presseerklärung der IB-Bau vom 28.03.2008
http://www.igbau.de/db/v2/inhalt.pl?e1=8&e2&didy33&modeÞtail &edit=0&persid06878593.18629

c) Mehr Mindestlohn für Maler ab 1. April

äZum 1. April gelten höhere Mindestlöhne im Maler- und Lackiererhandw erk.
Der Tarifvertrag zwischen der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und dem Hauptverband Farbe Gestaltung Bautenschutz vom 9. September 2007 wurde heute per Rechtsverordnung des Arbeitsministers für allgemeinverbindlich erklärt. Für Facharbeiten erhöht sich der Mindes tlohn
West von 10,73 Euro auf 11,05 Euro, der Mindestlohn Ost von 9,37 Euro auf 9,65 Euro. Für einfachste Arbeiten steigt der Mindestlohn West von 7,85 Euro auf 8,05 Euro, der Mindestlohn Ost von 7,15 Euro auf 7,50 Euro. Mindestlöhne für das Maler- und Lackiererhandwerk gelten seit Dezember 2003àö Presseerklärung der IB-Bau vom 28.03.2008
http://www.igbau.de/db/v2/inhalt.pl?e1=8&e2&didy32&modeÞtail &edit=0&persid06878593.18629

X. Branchen > Auto international

Firmenportrait Indiens Autokonzern Tata - Die Kolonie schlägt zurück

Der indische Autokonzern Tata kauft die britischen Traditionsmarken Jaguar und Land Rover. Die Erfolgsgeschichte eines Unternehmens, das für den Aufschwung eines ganzen Landes steht. Artikel von Natalie Tenberg in der Taz vom 29.03.2008
http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/die-kolonie-schlaegt-zurue ck/?src=ST&cHash{ccb8c99d

XI. Branchen > Auto: DaimlerChrysler > Berlin > Alternative. Alternative Metaller bei DaimlerChrysler Berlin. Für die Kolleginnen und Kollegen im Daimler-Werk Berlin-Marienfelde

Ausgabe Nr. 6 vom 01.04.2008 ist erschienen

Darin u.a.: äZukunft des Werkes Berlin-Marienfelde: Erhalt aller Arbeitsplätze!ô; äUnsere Alternative: 30-h-Woche könnte 500 Jobs hi er im
Werk sichernô; äPrivilegierte Behandlung: Zetsche sahnt ab, Klemm stimmt zuô; äERA-Protest: Abmahnung zurück genommen!ô; äIGM-DelegiertenWahl:
Mehrheit für Kurswechselôà Zur Ausgabe 6 (pdf)
http://www.labournet.de/branchen/auto/dc/berlin/alternative6.pdf

XII. Branchen > Medien u. IT > Medien als Beruf

Journalisten - Wird, wer sich nicht ôeinbettenö läßt, ôentsorgt ö?

äWas für die Zuseher des Schweizer Fernsehens (SF) ein Gewinn sein wird, ist für die Zuschauer des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) ein herber Verlust. Ulrich Tilgner, der langjährige Leiter des ZDF-Büros in Teheran und Sonderkorrespondent des ZDF für den Nahen und Mittleren Osten, hat seinen diesbezüglichen Vertrag mit dem ôZweitenö nicht verlängert. Wie es
hieß, um seine journalistische Unabhängigkeit zu wahrenàô Artikel v on
Claus-Dieter Stille in Readers Edition vom 29.03.2008
http://www.readers-edition.de/2008/03/29/journalisten-wird-wer-sich-nicht-e inbetten-laesst-entsorgt

XIII. Diskussion > EU > EU - Militärpolitik

Brüssel, das neue Rom? Ostexpansion, Nachbarschaftspolitik und das Empire Europa

Studien zur Militarisierung EUropas 36/2008 von Jürgen Wagner bei IMI http://www.imi-online.de/2008.php3?id31

XIV. Kosovo und andere Kriege > Militarisierung und die Bundeswehr

"Es lebe das heilige Deutschland!" Gibt es bei der Bundeswehr "Offiziere einer neuen Generation, die handeln werden, wenn es die Zeit erforderlich macht"?

äHassmails zu bekommen ist nichts Ungewöhnliches. Wenn jedoch der Absen der
bei einer Organisation tätig ist, in der er viel über das Töten lernt und
jederzeit Zugang zu Waffen hat, dann bekommt solch eine Mail einen anderen Stellenwert. Jürgen Rose vom Arbeitskreis Darmstädter Signal erhielt so lch
eine Hassmail û gezeichnet mit Namen und Titel eines Mannes, der nicht nur bei der Bundeswehr tätig ist, sondern bei der Elitetruppe KSK, deren genaue Aktivitäten das Verteidigungsministerium weitgehend geheim hält àô
Interview von Peter Mühlbauer mit Hans-Jürgen Rose in telepolis vom 27.03.2008
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27588/1.html

XV. Kosovo und andere Kriege > Militarisierung und die Bundeswehr > Kampf gegen den Militarismus in der Türkei

Türkei: Weiterer Kriegsdienstverweigerer inhaftiert Connection e.V. startet online-Faxaktion

äAm vergangenen Donnerstag wurde erneut ein Kriegsdienstverweigerer in der Türkei inhaftiert. Nachdem am 16. März 2008 der Deserteur Ismail Saygi festgenommen worden war, wurde nun Halil Savda verhaftet. Seine Verhaftung erfolgte während einer Protestaktion, bei der sich Halil Savda für Isma il
Saygi einsetzte: "Ismail Saygi, der sein Leben unter der ständigen Situation des zivilen Todes führen musste, wie alle anderen Kriegsdienstverweigerer in der Türkei, wird nun in einen Teufelskreislauf gezwungen zwischen Rekrutierungsbüro, Einheit, Militärgericht und Militärgefängnis." Gegenüber den Militärbehörden betonte Halil Sa vda: "Ihr
könnt nicht den Glauben und die Überzeugung mit Befehlen, Hierarchie und militärischen Methoden brechen." Artikel bei Scharf Links vom 31.03.08 http://www.scharf-links.de/57.0.html?&tx_ttnews[tt_news]“9&tx_ttnews[ba ckPid]V&cHash:d6937135

Siehe dazu die online-Faxaktion für inhaftierte türkische
Kriegsdienstverweigerer bei Connection e.V.
http://www.connection-ev.de/aktion/index.html

XVI. Internationales > Myanmar oder Burma

ILO verschärft Sanktionen gegen Burma

äDer aus 52 Vertretern von Regierungen, Arbeitgebern und Arbeitnehmern zusammengesetzte Verwaltungsrat der Internationalen Arbeitsorganisation hat eine weitere Verschärfung seines Vorgehens gegen die Militärjunta in Burma beschlossen. Seit Jahrzehnten steht das Regime in Burma in der weltweiten Kritik wegen schwerster Verletzungen des Verbots der Zwangsarbeit. Männer, Frauen und Kinder werden zu schweren öffentlichen Bau - und Straßenarbeiten gezwungen oder vom Militär zwangsrekrutiert f ür
militärische Operationen, aber auch die schlimmsten Formen von Sklavendiensten. Viele Menschen haben dafür nicht nur ihre Freiheit verloren, sondern jede Menschenwürde und oft auch ihre Gesundheit oder mussten mit ihrem Leben bezahlen. Artikel von Ursula Engelen-Kefer (Mitglied im Verwaltungsrat der Internationalen Arbeitsorganisation) auf den Nachdenkseiten vom 31.03.2008
http://www.nachdenkseiten.de/?p105#more-3105

XVII. Internationales > Polen

Aufstand gegen Supermärkte

äBei uns gab es eine Lidl-Kampanie û in Polen steht jetzt Tesco am Pranger. Bei dieser englischen Supermarktkette in Polen sind 23 000 Menschen beschäftigt. Der Umsatz bei Tesco Polen stieg um 25% und die Gewinne um 11%. Die Firmenleitung wurde just durch einen Streik vor einem Monat überrascht. Bisher lief alles seinen Gang û die Firmenleitung und die Gewerkschaft äSolidarnoscô haben im guten Einvernehmen gelebt. Nun kommt äSierpien 80ô und verlangt 700 Zloty mehr Lohn und eine Verbesser ung
der Arbeitsbedingungen. Zur Unterstützung der Forderungen haben Beschäftigte am 20. Februar gestreikt und prompt flatterte ihnen ein Verweis ins Haus. Am 10. März kam es zu einem Abkommen zwischen der Gewerkschaft äSierpien 80ô, äSolidarnosc 80ô und der
Arbeiter-Konförderration. Sie forderten zusammen mit den Arbeitern Verhandlungen sofort und nicht erst im Mai/Juni aufzunehmen. Später wurde auch die äSolidarnoscô munter, nachdem in Gliwice 250 Beschäftigte ausgetreten waren. Um den Forderungen Nachdruck zu verleihen wird es am 20. März in Krakau vor dem Firmensitz eine Demonstration geben.ô Auszug aus der Polnischen Presseschau Nr. 49 vom 25.3.2008 (Trybuna Robotnicza 12/08)
http://www.europa-von-unten.org/index.php?id2

XVIII. Internationales > Frankreich > Arbeit und Arbeitskämpfe > Streiken für die Rente

Die äneueste Stufeô der Rentenreform ist in Vorbereitung

äDie Gewerkschaften sind äeher gegenô die Anhebung der
Rentenversicherungspflicht von 40 auf 41 Jahre. Doch die gewerkschaftliche Landschaft zeigt sich zersplittert und reagiert bisher nur schwach. Erste Protestdemonstrationen fanden am vergangenen Samstag stattàô Artikel von Bernard Schmid, Paris, vom 01.04.2008
http://www.labournet.de/internationales/fr/rente2008_1.html

XIX. Internationales > Indien > Gurgaon Workers News: Berichte von ArbeiterInnen und ihrer Kämpfe in der miserablen Boom-Stadt Gurgaon, im Süden Delhis - Entstehungsort der größten Sonderexportzone Indiens

Gurgaon Workers News - Newsletter 10 vom April 2008 ist erschienen

In der April-Ausgabe: äKurzberichte zu Lohn- und Arbeitsbedingungen aus über 40 Unternehmen Gurgaonsô; äArbeitsunfall, kein Zufall! Ein von Dheer
Internationals in Gurgaon beschäftigter Arbeiter berichtet wie ihn das Unternehmen nach seinem Arbeitsunfall im Herbst 2007 (nicht) behandelt hat.ô; äSpontane Streiks zur Durchsetzung des Mindestlohns, September u nd
Oktober 2007ô; ääKurze Zeitungsnotiz zur Strassenblockade gegen Stromausfälle: Strom für die Hütten, Krieg den Eispalästenô; ä Kurzer
Up-Date zum medizinisch-industriellen Komplex in Gurgaonô; äNeues Video auf der Web-Siteôà Zur ausführlichen deutschen Beschreibung des Newsletter-Inhaltes
http://www.labournet.de/internationales/in/gurgaonworkersnews.html

XX. Internationales > Nepal

Das Reserveheer der arbeitslosen Gurkha

äAls eines der ärmsten Länder der Welt hat Nepal vor allem eines zu exportieren: Billiglohnarbeiter. Bis in die neunziger Jahre war Indien das Zielland der meisten nepalesischen Arbeitsmigranten. Heute steigt der Anteil Tagelöhner in den Golfstaaten stetig. Die Öffentlichkeit fängt derzeit an, etwas über ihre Arbeitsbedingungen zu erfahrenàô Artikel von
Benjamin Kumpf (text) und Katharina Weiler (fotos) in der Jungle-World vom 27.03.2008
http://jungle-world.com/seiten/2008/13/11721.php

XXI. Internationales > China > Aufstände in Tibet im Vorfeld der olympischen Spiele 2008

  1. Die Zornigen und die Frommen

Georg Blume konnte als einer von wenigen Reportern nach Tibet reisen. Sein Bericht aus Lhasa, der belagerten Stadt, in Die Zeit vom 20.03.2008 http://www.zeit.de/2008/13/Tibet

b) A week in Tibet: Trashing the Beijing Road

Der (englische) Bericht des Korrespondenten der Zeitschrift The Economist vom 19.03.2008
http://www.economist.com/world/asia/displaystory.cfm?story_id875823

c) Tibeter begehren auf: "Verwaltungsmaßnahmen für die Reinkarnation Lebender Buddhas des tibetischen Buddhismus"

Seit geraumer Zeit erschüttern Bilder über Aufstände der Tibeter und die
drastischen Reaktionen der chinesischen Regierung die Welt. Um den Hintergrund der Ereignisse zu verdeutlichen, verweisen wir auf einen kürzlich erschienenen Artikel von Professor Thomas Heberer, der am Beispiel der Auseinandersetzung über "Verwaltungsmaßnahmen für die Reinkarnation Lebender Buddhas des tibetischen Buddhismus" Ursachen, Verlauf und mögliche Lösungen des Tibet-Konflikts diskutiert. Professor Heberer lehrt an der Universität Duisburg-Essen und ist Mitglied im Vorstand der Asienstiftung. Auf dessen Homepage steht der Artikel zum Download (pdf)
http://www.asienhaus.de/public/heberer-tibet-032008.pdf

d) TibetInfoNet - An Independent Information Service on Contemporary Tibet http://www.tibetinfonet.net/

XXII. Internationales > China > Olympische Spiele 2008

Konzerne für Olympia: Sponsoring im Schatten Tibets

äTrotz der blutigen Unruhen in Tibet halten ausländische Unternehmen wie VW, Adidas und McDonald's an ihrem Sponsoring der Olympischen Spiele in Peking fest. Doch der Druck auf die Konzerne, die nach Schätzungen von Branchenexperten bis zu 120 Millionen Dollar für das exklusive Werberecht mit den olympischen Ringen bezahlt haben, wächstàô Artikel von Harlad Maass in der Frankfurter Rundschau vom 26.03.2008
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt08633

XXIII. Internationales > China > Arbeit > Wanderarbeiter

Ausbeutung von Wanderarbeitern in Peking: äOne Year of My Bloodô

äWanderarbeiter, die das äNeue Pekingô errichten, werden regelmäß ig
ausgebeutet. Sie werden schlecht und unregelmäßig bezahlt, arbeiten unt er
gefährlichen Bedingungen, haben keine Unfallversicherung und keinen Zugang zu medizinischer und sozialer Versorgung, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Der 61-seitige Bericht äOne Year of My Bloodô dokumentiert, dass die chinesische Regierung ihre oft wiederholten Versprechen, die Arbeitsrechte von Wanderarbeitern zu schützen, nicht erfüllt hat. Auch leiden die Arbeiter weiterhin unter den
diskriminierenden Vorschriften des Systems zur Haushaltsregistrierung (Hukou). Die schätzungsweise eine Million Wanderarbeiter, die aus verschiedenen Teilen Chinas kommen, machen fast 90 Prozent der Arbeitskräfte in Pekings Bausektor aus. Ohne sie könnten die Infrastruk tur
und die Sportstätten für die Olympischen Spiele, die am 8. August 2008 in
Peking beginnen, nicht rechtzeitig fertiggestellt werdenàô
Pressemitteilung von Human Rights Watch vom 12.03.2008. Der Bericht ôOne Year of My Blood: Exploitation of Migrant Construction Workers in Beijing ö
sowie weitere Links finden sich ebenfalls auf der Seite
http://hrw.org/german/docs/2008/03/12/china18279.htm

XXIV. Internationales > China > Wirtschaftspolitik

Wirtschaft und Soziales in China: Ungeschminkte Fakten zur
kapitalistischen Realität

Aus einer Zusammenstellung der IG Metall : Wirtschaft und Soziales in China zusammengestellt von Reinhold Schramm vom 07.03.2008 (pdf) http://www.labournet.de/internationales/cn/schramm_wiso.pdf

Lieber Gruss, Ralf und Mag

P.S. Wer Probleme mit den langen Links hat, kann unter
http://www.labournet.de/news/
den Newsletter im html-Format öffnen und darüber problemlos surfen! --
LabourNet Germany: http://www.labournet.de/
Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskrit isch
The meeting point for all left-wing trade unionists, both waged and unwaged Le point de rencontre de tous les militants syndicaux progressistes, qu`ils aient ou non un emploi


LabourNet mailing list
LabourNet@labournet.de
http://labournet.de/mailman/listinfo/labournet
01.04.08    ralf.pandorf@labournet.de <ralf.pandorf@labournet.de>
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