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## Nachricht vom 28.03.08 weitergeleitet
## Ursprung : k.merkle@gaia.de
## Ersteller: ralf.pandorf@labournet.de
Liebe KollegInnen,
ein Lehrstück in Sachen Medien: das Todesurteil gegen Mumia Abu Jamal sei
aufgehoben, meldete die Tagesschau gestern Abend. Punkt. Dass die Richter
gegen den Antrag auf ein neues Verfahren entschieden hatten, ging
unter...Gleichgültig welche perverse Juristenlogik dazu führen kann zu
sagen, dass ein Verfahren zwar nicht korrekt gewesen sei, trotzdem aber
nicht wiederholt werden solle: lebenslänglich weggesperrt für nichts und
wieder nichts - oder besser: für sein gesellschaftliches Engagement, das
ist die politische Logik. In früheren Zeiten, als selbst die alten Zeiten
besser waren, nannte man so etwas Klassenjustiz. Es finden weltweit
Protestaktionen statt, auch heute in Berlin 18 Uhr und morgen in Hamburg
um 12 Uhr jeweils nahe von US-Botschaft bzw Konsulat.
Und: Weil Tibet eben bei weitem nicht nur eine "nationale Frage" ist (mit
der wir es ja ohnehin nicht sehr haben) werden wir in der kommenden Woche
ein ausführliches "special" dazu machen: weder die folternden
Menschenrechtskrieger und Geschäftemacher noch die Armee der
Bergarbeitermassakrierer bieten den betroffenen Menschen eine lebenswerte
Perspektive...
Neu im LabourNet Germany am Freitag, 28. März 2008:
I.Internationales / Großbritannien
Wie die Medizinkonzerne den nationalen Gesundheitsdienst abzocken - und
die Regierung ihnen Geschäftsfelder öffnet
- Den NHS finanziell abzocken
Wenn Patente auslaufen, sinken Profite. Wenn Patente für Medikamente
auslaufen, können generische Mittel produziert werden, die in der Regel
weitaus billiger sind. Billigere Medikamente bedeuten weniger Ausgaben
für den Nationalen Gesundheitsdienst, im konkreten ist von 70 Millionen
britischer Pfund die Rede. Findige Geschäftsleute müssen da rechtzeitig
beginnen, die Melkschemel zu verrücken: alles wird versucht, um die
Laufzeit der Patente zu verlängern, bis hin zur einfachen Umstellung von
Kapseln auf Tabletten. Die British Generic Manufacturers Association
(BGMA) gibt in einer aktuellen Meldung fünf Medikamente verschiedener
Firmen an, bei denen versucht wurde, die Laufzeit der Patente zu
verlängern, berichtet der Artikel "Drug giants 'swindle NHS by blocking
cheap medicines' extending patents" von Jeremy Laurance im britischen
"Independent" vom 8. März 2008:
http://www.independent.co.uk/life-style/health-and-wellbeing/health-news/dr
ug-giants-swindle-nhs-by-blocking-cheap-medicines-extending-patents-793129.
html?service=Print
b) Regierung betreibt Privatisierung
"Manchester Ende Februar: Stacheldrahtzäune, Sicherheitsleute und
Polizisten. Nobelkarossen fahren auf den schwerbewachten Parkplatz des
Imperial War Museums. Vor dem Zaun eine Gruppe protestierender
Aktivisten und Gewerkschafter. Hinter den Zaun werden sie nicht kommen,
denn dort findet heute die »Virgin Roadshow« statt. Dort, hinter
verschlossener Tür und vor geladenen Gästen, wird der Ausverkauf weiter
Teile des britischen Gesundheitssystems vorbereitet. Die »Roadshow«
tourt noch bis April durch insgesamt 26 britische Städte" - so beginnt
der Artikel "Ausverkauf im britischen Gesundheitswesen" von Christian
Bunke vom 25. März 2008 in der "Jungen Welt":
http://www.jungewelt.de/2008/03-25/010.php
II.Internationales / Polen
Seltsam konstruierte Sonderwirtschaftszonen, oder: Was sind schon 160 Km
für einen VW?
In Polen soll das Gesetz über die Sonderwirtschaftszonen novelliert
werden - Unternehmen wollen die dafür bereitgestellte Fläche vergrö
ßern,
die bisherige Obergrenze soll wegfallen. Nun hat sich auch in Polen
herumgesprochen, dass solcherart Sonderzonen nicht unbedingt ein Segen
sind, weshalb auch Regierung und Parlament nicht so ohne weiteres die
Wünsche erfüllen können, die konkret lauten, statt 12.000 künftig 2
0.000
Hektar Land für SWZ bereit zu stellen. Wobei die Diskussion wie so viele
offizielle Debatten sehr an der Realität vorbeigeht: Geneu genommen sind
die Flächen um ein Vielfaches größer und das Mittel zu ihrer Ausweitu
ng
heisst Zweigstelle. "Auch innerhalb Polens ist es höchst umstritten,
dass die bestehenden 14 SWZ durch die Einrichtung immer neuer
Zweigstellen in den letzten Jahren eine absurde Wucherung erfahren
haben. Der Volkswagenkonzern z. B. hat sein Werk in Poznan kurzerhand
zur Zweigstelle der SWZ von Kostrzyn an der Oder erklären lassen, obwohl
beide Orte c.a 160 km voneinander entfernt liegen" heisst es in dem
redaktionellen Bericht "Unternehmen wollen in die Sonderwirtschaftszonen
(SWZ)" vom 14. März 2008 bei der "Infoseite Polen":
http://www.infoseite-polen.de/newslog/?p5
III.Internationales / Rumänien
Das Dilemma lebt - auch bei Dacia: Streik
Das Problem für einen Investor sind die Kosten. Vor allem die auf zwei
Beinen. Kaum hat man gnädigerweise ein Werk in eine Billiglohnregion
verlagert, schon kommen zuhauf undankbare und unersättliche Leute und
fordern mehr Lohn. Und schon geht der Streit im rumänischen Renaultwerk
nur noch darum, ob jetzt die Hälfte oder drei Viertel der Belegschaft
sich am Streik um 150 Euro mehr beteiligen. Was wichtig ist: Weil bei
nur 49% Beteiligung der Streik für illegal erklärt werden kann - und
über die Wahrscheinlichkeit, dass Renault passende Richter findet,
braucht wohl kaum spekuliert zu werden. Das Dilemma aber wird in jedem
Falle bleiben: ein Verdienst von durchschnittlich 285 Euro wird auch mit
einem Angebot der Geschäftsleitung von einer Erhöhung um 12% nicht zur
Ruhe führen. Zumal die 13.000 Beschäftigten des Werkes den
Verkaufsschlager Logan produzieren - und die etwa 2.500 jüngst neu
eingestellten im Durchschnitt nur 209 Euros verdienen. Die
Zusammenstellung "La justice roumaine reporte sa décision sur la grève
chez Dacia" vom 26. März 2008 bei "Solidarité Ouvrière":
http://communisme.wordpress.com/2008/03/26/la-justice-roumaine-reporte-sa-d
ecision-sur-la-greve-chez-dacia/
IV.Internationales / Griechenland
Gewerkschaftsalarm: Telekom kauft sich ein
Es ist, wie immer: kauft ein deutsches Unternehmen irgendwo einen
Betrieb auf oder sich ein, ist hierzulande wenig von dem umgekehrt
üblichen Gejammere über Heuschrecken und andere rassistisch inspirierte
Bezeichnungen zu hören. Und die Telekom etwa ist berüchtigt dafür, so
lch
einen Kurs rigoros durchzuziehen - eben auch in Griechenland. "Die
geplante Übernahme des griechischen Telekomkonzerns Hellenic Telecom
(OTE) durch die Deutsche Telekom stößt auf massive Gewerkschaftskritik.
"Wir kennen die Strategie der Telekom. Deren Absicht ist es, Stellen zu
streichen und Löhne zu drücken", sagte eine Sprecherin der griechischen
Telekomgewerkschaft OME-OTE" - heisst es denn auch einleitend in dem
dpa-Bericht "Kritik an Telekom-Deal" vom 25. März 2008 in der "FR-Online":
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt08606
V.Internationales / Bolivien
Soziale Bewegungen fordern Vergesellschaftung der Lebensmittelproduktion
Wie in vielen anderen Ländern auch, gibt es in Bolivien aktuell eine
Teuerungskrise bei Grundnahrungsmitteln, in deren Zentrum hier konkret
Speiseöl steht, das durch wachsenden Export zusätzlich verteuert wurde:
Knappheit am Markt. Die Regierung hat darauf reagiert, indem sie eine
Verfügung erliess, die für eine bestimmte Frist den Export von Speise
öl
einschränkt. Die Reaktionen auf diese Maßnahme konnten unterschiedlicher
nicht sein: Während die Unternehmerverbände sich wie immer in solchen
Fällen plötzlich Sorgen um Arbeitsplätze machen (hier sollen es konkr
et
300.000 sein), haben sich zahlreiche soziale Organisationen mit
Stellungnahmen an die Öffentlichkeit gewandt, in denen die
Nationalisierung der Produktion von Grundnahrungsmitteln gefordert wird.
dies wird von der Federación de Juntas Vecinales (Fejuve) den
Nachbarschaftsvereinigungen von La Paz ebenso gefordert, wie von der
Landarbeitervereinigung Confederación Sindical única de Trabajadores
Campesinos de Bolivia (CSUTCB), der Handwerkerorganisation Federación de
Trabajadores Gremiales Artesanos, Comerciantes Minoristas y Vivanderos,
der Indigenenkoordination Central de Pueblos Indígenas de la Amazonía
del Departamento de La Paz (CPILAP) und der Landlosenbewegung MST, wird
in dem ABI-Bericht "Movimientos sociales piden la nacionalización de
empresas productoras de alimentos" vom 25. März 2008 bei "Rebelion.org"
ausgeführt:
http://www.rebelion.org/noticia.php?ide011
VI.Internationales / Mexiko / Gewerkschaften
Was alles so unabhängige Gewerkschaft heisst...
Einer der großen, auch internationalen, Debattenpunkte aus Anlaß der
"Anderen Kampagne" der Zapatisten war deren heftige Kritik nicht nur an
den verstaatlichten und speziell mit der PRI verwobenen Gewerkschaften,
sondern auch gegenüber den unabhängigen, neuen
Gewerkschaftszusammenschlüssen. Eine dieser im allgemeinen als
unabhängige Gewerkschaft betrachtete Organisation ist die Sindicato
Independiente de Trabajadores de la Universidad Autónoma Metropolitana
(SITUAM). Ein Bericht über den Rücktritt der Gewerkschaftssekretärin
Hermelinda Hurtado Guzmán am 10. März anläßlich einer Debatte im
Streikkomitee zeigt nun, dass zumindest sachlich die Kritik, die
Zustände in vielen dieser neuen Gewerkschaften seien nicht viel anders
als in den traditionellen Organisationen, nicht erfunden ist. Anhänger
des abgewählten Vorgängers scheuten auch vor Schlägen nicht zurück,
und
sowieso sei einer Frau in dieser Funktion kaum zu trauen - so lassen
sich die "Debatten" des Streikkomitees kurz zusammenfassen. Ausführlich
nachzulesen in "Discriminación y diferencias políticas en el SITUAM" von
Guadalupe Cruz Jaimes am 19. März 2008 bei "Alterinfos":
http://www.alterinfos.org/spip.php?article2144
VII.Internationales / Kolumbien / Gewerkschafter in Lebensgefahr
Lateinamerikanische Vereinigung der Arbeitsrechtler protestiert gegen
Gewerkschafterverfolgung in Uribes Parastaat
Die ASOCIACIóN LATINOAMERICANA DE ABOGADOS LABORALISTAS (ALAL) ist auf
dem ganzen Erdteil nicht eben als besonders progressive Vereinigung
bekannt. Auf Antrag der Vereinigung der Arbeitsrechtsanwälte der CUT
Kolumbiens hat sie jetzt dennoch einen Beschluss gefasst, mit dem die
Verfolgung von Gewerkschaftern in Kolumbien in entschiedenen Tönen
verurteilt wird. Entscheidend dafür war die jüngste neue Terrorwelle
nach dem massenhaften Marsch der Opfer am 6. März. Nach den jüngsten
Erklärungen der US-Gewerkschaftsverbände hat damit eine weitere wichtige
"gutbürgerliche" Organisation endlich Stellung bezogen - die Zeit der
diversen Beschwichtigungen zugunsten des Regimes scheint zu Ende zu
gehen. Wir dokumentieren die Erklärung der ALAL "Denuncia de ALAL" vom
14. März 2008:
http://www.labournet.de/internationales/co/alal.html
VIII.Internationales / Burkina Faso
Aufruf zum landesweiten Generalstreik im April
Am 15. März fanden in mehreren Städten Burkinas grosse Kundgebungen der
Koordination der Gewerkschaftszentralen und autonomen Gewerkschaften
samt der von ihnen dazu eingeladenen Gruppierungen sozialer Bewegungen
statt. Die Organisationen, die bereits in ihrem Aufruf dazu die
"Ausschreitungen bedauert" hatten, die bei den zuvor stattgefundenen
spontanen Protesten sich ereignet hätten, müssen die Bilanz ihrer
eigenen bereits jahrelangen Proteste als ausgesprochen mager bewerten.
Deswegen rufen sie jetzt auch zu einem landesweiten Generalstreik am 8.
und 9. April auf. Wir dokumentieren die zentrale Rede "Message à
l'occasion des marches - meeting du 15 mars 2008":
http://www.labournet.de/internationales/bf/maerzrede.html
IX.Internationales / Ägypten / Arbeitskämpfe
Die Streikwelle geht weiter: Bankangestellte, Universitäten, Ärzte...
Während der Ärztestreik am 15. März nach den Angriffen des
Premierministers, der über alle ägyptischen Sender hatte verlautbaren
lassen, dieser Streik sei illegal, sich in eine heftige innere Debatte
der Ärztegewerkschaft verwandelte (die Gruppierung "Ärzte ohne Rechte"
machte eine Sitzblockade vor dem Gewerkschaftsbüro, weil der Vorstand
nach der Regierungsattacke den Streik einstweilen ausgesetzt hatte)
nimmt der Streik der 2.000 Universitätsprofessoren geradezu historische
Dimension an, weil erstmals voll befolgt. Trotz ständiger Spekulationen
der Regierung über weitergehende Streikverbote, wird der gleichzeitige
Streik der Stahlarbeiter von Helwan in der Öffentlichkeit bereits als
"normal" betrachtet. Und die diversen Streikaktionen von
Bankangestellten haben jetzt auch Abgeordnete dazu gebracht, öffentlich
festzustellen, dass die ofizielle Gewerkschaft - die von den streikenden
Bankern auf eine Stufe mit dem Vorstand des Bankenverbandes gestellt
werden - seien "tot", wird in dem kurzen Bericht "Unions in a dire
state, says MP as more workers protest" von Michaela Singer am 25. März
2008 bei den "Daily News Egypt" ausgeführt:
http://arabist.net/arabawy/2008/03/25/unions-in-a-dire-state-says-mp-as-mor
e-workers-protest/
X.Internationales / Ägypten
Warum sich niemand um die Drohungen der Regierung kümmert...
Bei jedem neuen Streik der inzwischen schon über ein Jahr andauernden
Welle wird der Ton der Regierung hysterischer - stets mit Verweis auf
angebliche Illegalität. Es ist die reale Entwicklung im Lande selbst,
die die Menschen dazu führt, sich nicht um diese Drohungen zu kümmern.
"In der vergangenen Woche wurden laut Medienberichte bei Zusammenstössen
in einem Armenviertel von Kairo zwei wartende Kunden getötet. 100 Gramm
subventioniertes Brot kosten in Ägypten in der Regel fünf Piaster (gut
einen Rappen). Ohne staatliche Unterstützung liegt der Preis bei
mindestens dem Zehnfachen" - über die Teuerung beim Brot und die
Notmaßnahmen der Regierung berichtet der ap-Artikel "Mubarak schaltet
sich in Brot-Krise in Ägypten ein" vom 16. März 2008 in der "NZZ Online
":
http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/mubarak_schaltet_sich_in_brot-krise_
in_aegypten_ein_1.690512.html
XI.Internationales / Philippinen
CARAID-Berichte zum Mord an G. Cristobal und demKampf der Arbeiter in
der Region Süd-Taqalog
Caraid ist ein Zusammenschluss von Gewerkschaftern in der
Automobilindustrie. In einem aktuellen Bericht - vom 19. März 2008 in
der Übersetzung der Deutsch-Philippinischen Freunde e.V - werden
Hintergründe des Mordes an Gerry Cristobal bekannt gemacht und die
Entwicklung von aktuellen Auseinandersetzungen in der Region Süd-Taqalog
geschildert: "Tatsachenbericht über die aktuelle Menschenrechtssituation
der Automobilarbeiter auf den Philippinen von CARAID":
http://www.labournet.de/internationales/ph/caraid.html
XII.Internationales / USA / Arbeits- und Lebensbedingungen
Das Nest des internationalen Terrorismus?
Die demokratische amerikanische Vereinigung ACLU hat in einem Statement
darauf hingewiesen, dass - glaubt mensch ausnahmsweise offiziellen
Stellen - die USA das Zentrum des internationalen Terrorismus sind: Über
900.000 Menschen stehen dort wegen Terrorismusverdacht auf
Überwachungslisten, haben beispielsweise Flugverbot. "Gäbe es eine
Million Terroristen in diesem Land, müssten unsere Städte in Schutt und
Asche liegen" sagte ein Sprecher der Organisation. Homeland Security das
ist auch ein Programm zur generellen Einschränkung von Freiheiten
und zahlreiche AktivistInnen des Landes wurden schon bezichtigt. Aber es
reichen auch schon dinge wie Namensgleichheit oder (konkret oft genug:
arabische) Herkunft, um in die Liste "aufgenommen" zu werden. Der
Beitrag "ACLU calls out US over 'absurd bloating' of terror watch list"
von Nick Juliano vom 28. Februar 2008 beim Worldviewblog:
http://worldviewsblog.blogspot.com/2008/02/aclu-calls-out-us-over-bloatingof.
html
...bis bald, Helmut
P.S. Wer Probleme mit den langen Links hat, kann unter
http://www.labournet.de/news/
den Newsletter im html-Format öffnen und darüber problemlos surfen!
LabourNet Germany: http://www.labournet.de/
Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah,
gesellschaftskritisch
The meeting point for all left-wing trade unionists, both waged and unwaged
Le point de rencontre de tous les militants syndicaux progressistes,
qu`ils aient ou non un emploi
LabourNet mailing list
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http://labournet.de/mailman/listinfo/labournet
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