|
## Nachricht vom 25.03.08 weitergeleitet
## Ursprung : k.merkle@gaia.de
## Ersteller: ralf.pandorf@labournet.de
Liebe KollegInnen,
neu im LabourNet Germany am Dienstag, 25. März 2008:
I. Internationales > Iran > Gewerkschaften > Freiheit für Mahmud Salehi
Die letzte Meldung: ôImportant Updates as of March 24, 2008ö
Wie soeben gemeldet wird, soll Herr Salehi morgen [Mittwoch, 26.03.]
entlassen werden. Es gab massive Proteste am Gefängnis. Der trockene
7-tägige Hungerstreik wurde von Herrn Salehi nach einem Treffen mit seiner
Familie in einen änormalenô Hungerstreik, mit Wasser, geändert. Weite
re
Informationen im Artikel äImportant Updates as of March 24, 2008ô
http://www.workers-iran.org/News/Updates%20as%20of%20March%2023,%202008,%2
0re%20Salehi.htm
Mahmud Salehi's Leben ist in Gefahr
äMahmud Salehi, einer der bekanntesten iranischen Gewerkschaftsaktivisten,
der seit dem 09. April 2007 in der Stadt Sanandaj (Provinz Kurdistan)
inhaftiert war, sollte am 23. März nach Abbüßung seiner Haftstrafe
freigelassen werden. (à) Mahmud Salehi hat seit dem aus Protest einen
Hungerstreik, bei dem er selbst das Trinken verweigert, begonnen und will
diesen Hungerstreik bis zu seiner Freilassung fortsetzen. Seit dem 22.März
sind alle Kontakte zwischen ihm und seiner Frau und seinem Anwalt
abgebrochen. Es bestehen keine Information über seinen gesundheitlichen
Zustand seit Beginn des Hungerstreiks. Laut der letzten Information ist
sein gesundheitlicher Zustand lebensbedrohlich. Am 23. März 2008 kamen
über 200 Arbeiteraktivisten aus dem ganzen Land nach Sanandaj und
versammelten sich vor dem Gefängnis mit der Hoffnung, dass Mahmud Salehi
freikommt. Seine Frau, die in der Versammlung anwesend war, versuchte mit
ihrem Mann in Kontakt zu treten, dies wurde ihr jedoch verweigertàô
Information des Solidaritätskomitee mit den iranischen ArbeiterInnen
ûHamburg und Koordinationsrat der Iranerinnen und Iranern in Hamburg vom
24. März 2008
http://www.labournet.de/internationales/iran/salehi5.html
II. Internationales > Kolumbien > Gewerkschafter in Lebensgefahr
Seit Jahresbeginn 10 GewerkschafterInnen in Kolumbien ermordet
«Ramiro de Jesús Pérez Zapata, Leitung der Asociación de Institutor
es de
Antioquia (ADIDA), 12. Januar.
Israel González, Asociación de Trabajadores Campesinos del Tolima
(ASTRACOL), Leitung der CUT, 24. Januar.
Yebraín Suárez, Leitung des Sindicato de la Guardia del Instituto Nacio
nal
Penitenciario y Carcelario (SIGGINPEC), CGT, 28. Januar
José Martín Duarte Acero, Sindicato Nacional de Empleados Públicos del
Sistema Nacional Ambiental (SINTRAMBIENTE), CGT, 2. Februar.
María del Carmen Mesa Pasachoa, Asociación de Educadores de Arauca
(ASEDAR), CUT, 8. Februar
Arley Benavídez Samboni, CUT, 9 Februar.
Carmen Cecilia Carvajal Ramírez, Asociación Sindical de Institutores del
Norte de Santander (ASINORT), FECODE/CUT 4. März
Léonidas Gómez Rozo, Unión Nacional de Empleados Bancarios (UNEB), Le
itung
der CUT, am 5. März verschwunden und am 7. März ermordet aufgefunden
Gildardo Antonio Gómez Alzate, Asociación de Institutores de Antioquia
(ADIDA), 7. März
Carlos Burbano, Asociación Nacional de Trabajadores Hospitalarios de
Colombia (ANTHOC), Leitung der CUT, 12. März
Übersetzung einer Meldung des IGB û Internationaler Gewerkschaftsbund v
om
18.03.2008, gefunden bei Entdinglichung
http://entdinglichung.wordpress.com/2008/03/22/seit-jahresbeginn-10-gewerks
chafterinnen-in-kolumbien-ermordet/
Die Todesumstände der letzten 4 Gewerkschafter in der Liste beschreibt der
folgende Artikel, in dem auch weitere Links zu finden sind
Rightist Gangs Murdering Trade Unionists in Colombia
ôIn the wake of recent mass demonstrations against state and paramilitary
violence across Colombia, four trade union activists who helped coordinate
the events were brutally murderedàö Artikel von Tom Burghardt auf
Dissident Voice vom 22.03.2008
http://www.dissidentvoice.org/2008/03/rightist-gangs-murdering-trade-unioni
sts-in-colombia/
III. Internationales > Schweiz > Gewerkschaften und Arbeitskämpfe: Streiks
und Demonstrationen bei SBB Cargo
- Verhandlungen ausgesetzt - Streik geht weiter
äIm Arbeitkampf in den SBB-Industriewerken in Bellinzona haben sich die
Fronten verhärtet. Die Verhandlungen in Bern wurden am Montagabend von den
SBB ausgesetzt. Darauf kündigte das Streikkommitee die Fortsetzung des
Streiks an. Für das Scheitern schoben sich beide Seiten die Schuld zu.
Obwohl die Streikenden Kompromisse angeboten hätten, sei die SBB- Spitze
nicht bereit gewesen, verbindliche Zusagen zu machen, teilte das
Streikkomitee in einem Communiqué mitàô Artikel in der Basler Zeitung
vom
25.03.2008
http://www.baz.ch/news/index.cfm?ObjectIDâ610E8B-1422-0CEF-708C92457A31
384D
b) Unterschreibt den Appell zur Solidarität mit der Belegschaft des
Industriewerks SBB in Bellinzona
äSeit mehreren Tagen wehrt sich die Belegschaft des Industriewerks SBB in
Bellinzona gegen die Pläne der SBB Cargo AG. Die Absicht der SBB, die
Instandhaltung der Lokomotiven zu verlegen sowie die Instandhaltung der
Güterwagen auszulagern, deutet klar auf die Schliessung des Industriewerks
von Bellinzona sowie die Auflösung eines jahrhundertelangen
wirtschaftlichen und sozialen Bestandteils des Tessins hin.Die
Reorganisation der SBB Cargo AG trifft nicht nur Bellinzona. Auch in
Basel, Biel und Fribourg ist eine Vielzahl von Arbeitsplätzen betroffen.
Somit ist der Kampf der Angestellten des Industriewerks in Bellinzona
keine lokale oder kantonale Angelegenheit: er ist vielmehr Teil einer
weitreichenderen Opposition gegen die Politik der SBB, bei welcher sich um
Privatisierung und Profit zum Nachteil des Service publics dreht. Gestärkt
durch die Unterstützung zahlreicher Gewerkschaften und politischen
Organisationen sowie der kantonalen, regionalen und kommunalen Behörden
lancieren die Angestellten des Industriewerks in Bellinzona deshalb diesen
Appell an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SBB, an die
Mitarbeitenden im öffentlichen und privaten Sektor und an alle Schweizer
Bürgerinnen und Bürger zur bedingungslosen Unterstützung dieses Kampf
es.ô
Die Sonderseite der Unia, auf der man den Solidaritätsappell online
unterschreiben kann.
http://www.officine.unia.ch/Solidaritaetsappell.2852.0.html?&L=0
c) Solidarität mit der Demo der Arbeiterinnen und Arbeiter von SBB Cargo
äDie Arbeiter und Arbeiterinnen von SBB Cargo organisieren û inspiriert
von der Belegschaft in Bellinzona, die seit dem 7. März streikt und die
Werkstätten besetzt hält û am Mittwoch 19. März eine Demo in Bern.
Die
Forderungen sind einfach, klar und überzeugend:
1. Rückzug des Restrukturierungsplans der Direktion von SBB Cargo!
2. Erhalt aller Arbeitsplätze!
3. Keine Lohnsenkungen, Auslagerungen und Privatisierungen!...ô Das
Flugbaltt der Bewegung für den Sozialismus zur Demo
http://www.bfs-zh.ch/Themen/Arbeiterinnenbewegung/SBB_Cargo_Demoaufruf_19_0
3_08.htm
d) Die Unia äOfficineô
Die (italienische) Sonderseite der Unia
http://officine.unia.ch/
e) Streik in Bellinzona - SBB Cargo
Umfangreiche Themenseite der "Basisgruppe Bahn"
http://zugumzugvoran.blogsport.de/streik-in-bellinzona/
IV. Internationales > Schweiz
Schweiz setzt Elektroschocker bei Abschiebungen ein
äDas Schweizer Parlament hat den Einsatz von Elektroschockern bei der
Abschiebung von Ausländern am Dienstag genehmigt. Die Waffe, die ihre
Opfer mit Hilfe von 50.000-Volt Stromladungen aus zehn Metern Entfernung
lähmt, kann laut Parlamentsbeschluss künftig als letztes Mittel eingese
tzt
werden, wie die Schweizer Nachrichtenagentur SDA am Dienstag berichtete.
Der Beschluss ermöglicht Polizisten auch, bei Abschiebeaktionen Hunde
einzusetzen und die Ausländer mit Handschellen zu fesseln. Die
Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) sprach von einer
"skandalösen Entscheidung", die der Schweiz nicht würdig seiàô Arti
kel im
österreichischen Der Standard vom 18.03.2008
http://derstandard.at/?url=/?id269890
Siehe dazu:
Taser = Elektroschockwaffen: Tödliche Spannung
Die Sonderseite von Amnesty-Schweiz zu den "nicht tödlich wirkenden
Destabilisierungsgeräten" mit vielen Infos zum Thema
http://www.amnesty.ch/de/themen/schweiz/taser
V. Internationales > Griechenland > Gewerkschaften und Arbeitskämpfe in
Griechenland: Streiks gegen die Rentenreform
Rentenreform in Athen verabschiedet
äDas griechische Parlament hat am Donnerstag abend eine Rentenreform
verabschiedet. Das Gesetz sieht drastische Kürzungen bei gleichzeitiger
Erhöhung des Renteneintrittsalters vor. Aus Protest gegen die Reform waren
die Griechen dreimal in einen Generalstreik getreten, zuletzt am Mittwoch.
Die Oppositionsparteien, darunter die Kommunistische Partei Griechenlands,
das Wahlbündniss SYRIZA der griechischen Linkspartei Synaspismos und die
sozialdemokratische PASOK fordern eine Volksabstimmung über das Gesetz.
ô
AFP-Meldung in der jungen Welt vom 22.03.2008
http://www.jungewelt.de/2008/03-22/029.php
VI. Internationales > Mexiko > Arbeitskampf > Lehrer > Oaxaca
Neues aus Südmexiko: Erlebt Oaxaca bald einen zweiten politischen Frühl
ing?
äInmitten eines Klimas der Unterdrückung gibt es erste Anzeichen dafü
r, dass
sich die soziale Bewegung von der Basis her reorganisiert. Fast zwei Jahre
sind vergangen, seit die Regierung im südmexikanischen Bundesstaates
Oaxaca begann, die sozialen Proteste verschiedener Organisationen und der
Lehrergewerkschaft mit äußerster Gewalt zu unterdrücken. Nun, zum 89.
Tag
der Ermordung des Sozialrevolutionärs General Emiliano Zapata, rufen
verschiedene Organisationen dazu auf, den Widerstand neu aufzubauen. Dazu
soll ein Treffen dienen, das den Titel "Forum zur Verteidigung der Rechte
der oaxakenischen Völker" trägt und am 9. und 10. April 2008 im
Gewerkschaftshaus von Oaxaca-Stadt über die Bühne gehen wird. Zu dem
Kongress laden verschiedene indigene und soziale Basisorganisationen aus
den sieben Regionen des Bundesstaates ein, wie bspw. OIDHO, CODECI und
UCIZONI. Unter den Initiatoren finden sich aber auch autonome Gemeinden
wie z.B. aus San Pedro Yosotatu oder San Juan Copala, Zusammenschlüsse von
Studierenden und Freien Radios sowie ein Komitee zur Verteidigung
politisch Gefangeneràô Übersetzung der Einladung von promovio e.V.;
Dresden/Deutschland vom22.03.2008
http://www.labournet.de/internationales/mexiko/promovio12.html
VII. Branchen > Auto: DaimlerChrysler > Werk Stuttgart/Untertürkheim
Handstreich bei Daimler
Konflikt am Standort Untertürkheim eskaliert erneut. Nach Abbruch der
Delegiertenwahl im Werksteil Mettingen übernimmt Stuttgarter IG Metall
rebellische Belegschaft. Artikel von Daniel Behruzi in der jungen Welt vom
25.03.2008. Die Dokumente liegen der Redaktion des LabourNet vor.
http://www.jungewelt.de/2008/03-25/009.php
Aus dem Text: ôàWenn die mehr als 100 Delegierten der IG Metall in der
Verwaltungsstelle Esslingen Anfang April zusammenkommen, wird die größte
Belegschaft nicht vertreten sein: die des Autobauers Daimler aus
Mettingen. Der Standort gehört zum Werk in Stuttgart-Untertürkheim, lie
gt
selbst allerdings im Einzugsbereich von Esslingen und entsendet
üblicherweise 32 Delegierte in die örtliche Versammlung. Doch nicht so
dieses Mal. Denn noch während der laufenden Delegiertenwahl û rund zwei
Drittel der etwa 4500 Gewerkschaftsmitglieder hatten bereits abgestimmt
ûwar diese in der letzten Märzwoche von der Betriebsratsmehrheit
abgebrochen worden. Die Begründung: Die »alternative«, deren Aktivist
en
allesamt Mitglieder der IG Metall sind, habe einen Wahlaufruf für ihre
Kandidaten auf der Gewerkschaftsliste verteilt. Diese »fraktionierende
Wahlempfehlung für die Kandidaten der alternative und massive
Wahlbeeinflussung war der Auslöser für das Abbrechen der Wahl«, hei
ßt es
im Scheibenwischer, der Betriebszeitung der IG-Metall-Mehrheitsfraktionà
ô
VIII. Branchen > Auto: DC > Kassel: Nachrichten vom Mercedesplatz
Ausgabe März 2008 ist erschienen
Darin u.a.: äWirbel um Zeiterfassungô; äAuf ein Neues ù Vitamin A u
nd B
wieder gefragt?ô; äWas sind Betriebsvereinbarungen noch wert?ô; äKo
mmt nun
(Wollt ihr) die totale Überwachung?ô; äDie Demokratie soll vorm Werks
tor
enden!!!!!ôà Zur Ausgabe03/2008 (pdf)
http://www.labournet.de/branchen/auto/dc/ks/nvm-0308.pdf
IX. Branchen > Dienstleistungen: Gesundheitswesen > Privat > betrieblicher
Kampf gegen Privatisierung: Charité (Berlin)
Ausgliederung verhindern !
äDie Unternehmerseite spaltet die Charité in kleine Häppchen auf. F
ür
jedes Segment gibt es eine eigene Konzeption der Kostenoptimierung. In der
Vergangenheit war die Charité eine Einheit. Wir waren mal eine Belegschaft
von 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ziel des Ganzen war
Gesundheitsversorgung. In der neuen Konzernstrategie wird die Charité zu
einem am Gewinn orientierten Unternehmen. Gesundheit wird zu einem
Produkt, das Produktionskosten und einen Marktwert hat. Das Produkt
äGesundheitô kostet. Kosten müssen minimiert werden. Das ist die neue
Strategie, nach der die Charité aufgesplittert wirdàô Flugblatt von d
ie
Unabhängigen vom März 2008 (pdf)
http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/gw/dieunabhaengigen0308.pdf
X. Branchen > Dienstleistungen: Gesundheitswesen > Konflikte und
Arbeitskämpfe allgemein > Vivantes
Blockade & Demo des Vivantes Krankenhaus in Berlin-Prenzlauer-Berg
äDer Fachbereich 3 vom ver.di Bezirk Berlin rief heute in der Mittagspause
des Vivantes Klinikums in Prenzlauer Berg zu einer Protestaktion auf. Alle
vom Hausmeister über Elektriker bis zum Gärtner und natürlich auch die
Ärzte und Pflegekräfte beteiligten sich an dieser Aktion. Eine Pflegekr
aft
sagte: "Ich habe extra noch ne Stange Zigaretten für den Knast geholt."
Ein Teil der Autonomen Linken zeigte sich bei dieser Aktion der
Beschäftigten solidarisch. Um 12:30 Uhr trafen sich die Beschäftigten am
Haupteingang des Krankenhauses in der Fröbelstraße. Mit Flugblättern,
Trillerpfeiffen und einem Krankenbett ging es dann gleich los in Richtung
Prenzlauer Alleeàô Bericht vom Autonom-Anarchistischer Operaist auf
Indymedia vom 20.03.2008
http://de.indymedia.org/2008/03/211023.shtml
XI. Branchen > Dienstleistungen: Gesundheitswesen > Krankenhäuser in
Schleswig-Holstein
Einige Gedanken zur derzeitigen Tarifauseinandersetzung am
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
äDas Angebot der "Arbeitgeberseite" (wer gibt hier eigentlich seine Arbeit
und wer nimmt sie?) ist ein Hohn: alles wird teurer und zuerst sollten wir
auf bis zu 30 % Gehalt verzichten. Ver.di nannte das eine "Provokation",
wir halten es für Berechnung. Derzeit hören sich die jetzt angebotenen
2,9
% Gehaltserhöhung (bei Verzicht auf das Urlaubs- und Weihnachtsgeld) schon
"besser" an (nach jedem "Horrorszenario" klingt das kleinere
"Horrorszenario" angenehmer, halt die Logik des "kleineren Übels"
Augenzwinkern. Daß zwar über die finanzielle Seite viel geredet wird, a
ber
wenig über die Arbeitszeiten, den Urlaubsanspruch oder die
Arbeitsbedingungen läßt einiges erahnen (auch bei den "Aktiven
Mittagspausen" wurde zwar davon geredet, daß ver.di gegen Ausgründungen
und Privatisierung, für Beschäftigungssicherung und einen einheitlichen
Tarifvertrag sei, aber davon, daß ver.di z.B. für die Beibehaltung der
bisherigen Arbeitszeit sei, davon war nie die Rede - so enthielt der
Stimmzettel zur Urabstimmung nur die Punkte: gegen Privatisierung,
Beschäftigungssicherung und einheitlicher Tarifvertrag)àô Beitrag von
einigen kritischen Kolleginnen und Kollegen am UK-SH, in- und außerhalb
von ver.di vom 13. März 2008 auf chefduzen
http://www.chefduzen.de/thread.php?threadid232&sidÕ1c108085096a887
4ccd26d10e6a3e3
XII. Branchen > Dienstleistung: Gesundheitswesen > Pflegedienste
4,50 Euro brutto und jederzeit kündbar
äKünftig soll es mehr ambulante Hilfsangebote und Jobs auf dem Pflegema
rkt
geben. Doch was bedeutet das für die Beschäftigten? "Jobmotor Pflege",
lautet das Stichwort, mit dem der Bericht des Gesundheitsministeriums vom
Januar 2008 seine "Positivliste" aufmacht. Wenn die Beitragspflichtigen ab
1. Juli 2008 0,25 Prozent mehr Beiträge in die Pflegekasse einzahlen, soll
ihnen das nicht nur durch erweiterte Beratungsangebote und Modelle versü
ßt
werden, sondern auch mit den arbeitsmarktpolitischen Effekten der
Pflegereform. 300.000 neue Arbeitsstellen im Pflegebereich in den
vergangenen 13 Jahren, von zahlreichen neuen ambulanten Dienstleistern und
Trägern bereitgestellt, können sich sehen lassen. Doch von den
Arbeitsbedingungen in der Pflege ist im Ministeriumsbericht nicht die
Redeàô Artikel von Birgit von Criegern in Freitag vom 20.03.2008
http://www.freitag.de/2008/12/08120401.php
XIII. Branchen > Dienstleistungen: Gesundheitswesen > Konflikte und
Arbeitskämpfe im Hamburger Gesundheitswesen
Masseur wird jetzt Schleusenwärter
äDer Personalamt-Chef verspricht, es gebe für jeden Asklepios-Rückkeh
rer
einen Job im Staatsdienst. 285 von 1.100 ehemaligen LBK-Beschäftigten
haben bereits gewechselt. Der Betriebsrat bleibt trotzdem weiter
skeptisch. Die Rückkehr von Beschäftigten des Krankenhauskonzerns
Asklepios in den Hamburger Staatsdienst gestaltet sich laut
Personalamts-Chef Volker Bonorden "überraschend positiv". Der Personalberg
von knapp 2.000 Rückkehrwilligen sei schon auf rund 1.100
zusammengeschmolzen. Von diesen hätten 285 bereits neue Jobs, andere
würden derzeit für die neuen Aufgaben qualifiziert. Die
Asklepios-Betriebsratsvorsitzende, Katharina Ries-Heidtke, kritisiert
dagegen, "dass die meisten immer noch nicht wissen, was tatsächlich mit
ihnen passiert"àô Artikel in der Taz-Hamburg vom 22.03.2008
http://www.taz.de/regional/nord/hamburg/artikel/?dig 08%2F03%2F22%2Fa02
50&src=UA&cHashÁ17aee4c5
XIV. Branchen > Dienstleistungen: Einzelhandel > Schlecker: Schlecker
gegen Antje Treptow
Schlecker lenkt ein
äNach einer dringenden Ermahnung durch den Arbeitsrichter nimmt die
Drogeriekette die Kündigung gegen eine Betriebsrätin zurück, die nach
der
Babypause auf Teilzeit gehen wollte und in der Folge 18 Abmahnungen
kassiert hatte. Blumen, Tränen und viele Glückwünsche gab es am Donne
rstag
vor dem Bremer Landesarbeitsgericht: Der Anwalt von Schlecker hatte einem
Vergleich zugestimmt, mit dem die Drogeriekette ihre Kündigung gegen Antje
Trepow zurücknimmt. Der jahrelange Kampf der Mitarbeiterin um ihren
Arbeitsplatz endete damit erfolgreichàô Artikel von Klaus Wolschner in
der
Taz-Nord vom 22.03.2008
http://www.taz.de/regional/nord/nord-aktuell/artikel/?dig 08%2F03%2F22%
2Fa0096&src=UA&cHashña3c1315f
XV. Branchen > Dienstleistungen: Gastronomie > Starbucks
100 Millionen Dollar: Starbucks muss Trinkgeld an Mitarbeiter auszahlen
Gehören Trinkgelder dem Personal oder dem Chef? Ganz klar dem Personal,
hat ein kalifornisches Gericht entschieden. Die Kaffeehaus-Kette Starbucks
muss ihren Angestellten nun mehr als 100 Millionen Dollar zurückgeben.
Artikel im Spiegel vom 21.03.2008
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,542873,00.html
Siehe dazu auch:
Starbucks must repay $100 million for gratuities shared with supervisors,
a San Diego judge rules
äStarbucks got caught with its hand in the tip jar and was ordered
Thursday to pay California baristas more than $100 million. In a San Diego
County class-action lawsuit, a judge ordered the coffee giant to pay back
tips, with interest, that the company had handed over to shift
supervisors. Some baristas could receive more than $10,000, according to
their attorneyàö Artikel von Roger Vincent und Andrea Chang in der Los
Angeles Timesvom 21.03.2008.
http://www.latimes.com/business/careers/work/la-fi-starbucks21mar21,1,72644
66.story
XVI. Diskussion > Grundrechte > Kommunikationsfreiheit und Datenschutz >
Vorratsdaten- speicherung: Vorratsdatenspeicherung einstweilig
eingeschränkt
- Ein wichtiger Schritt zur Rehabilitation des Fernmeldegeheimnisses.
Humanistische Union begrüßt einstweilige Anordnung zur eingeschränkten
Nutzung von Vorratsdaten und startet Kampagne für die anonyme Nutzung des
Internets
Pressemitteilung der HU vom 19.03.08
http://www.humanistische-union.de/aktuelles/aktuelles_detail/back/aktuelles
/article/ein-wichtiger-schritt-zur-rehabilitation-des-fernmeldegeheimnisses/
Aus dem Text: äDie endgültige Entscheidung, ob eine sechsmonatige
Speicherung aller Verkehrsdaten verfassungsrechtlich zulässig ist, wird
für nächstes Jahr erwartet. Bis dahin bleibt die sechsmonatige Speicher
ung
aller Benutzerdaten vorerst bestehen. Die Humanistische Union startet
deshalb mit dem heutigen Tag eine Kampagne für mehr Selbstdatenschutz.
Dazu Frau Will: "Die Humanistische Union bietet ab sofort einen
Anonymisierungsserver im TOR-Netzwerk an. Mit diesem Service können sich
Bürgerinnen und Bürger effektiv gegen die Ausforschung ihrer
Verbindungsdaten wehren. Die Nutzung des Anonymisierungsdienstes ist legal
und kostenfrei möglich."..ô Siehe dazu die Sonderseite
äAnonymisierungsdienste - ein erster Schritt zum Schutz Ihrer Privatsph
äre
im Internetô
http://www.humanistische-union.de/shortcuts/anonym/
b) Geheimdienste haben Zugriff auf gespeicherte Kommunikationsdaten
äDie Behörden haben durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts
ungezählte Möglichkeiten, sich auf "Gefahren" zu berufen, um an die
Verbindungsdaten zu kommenàô Artikel von Susanne Härpfer auf telepoli
s vom
25.03.2008
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27574/1.html
Aus dem Text: äàTatsächlich wiegt der Richterspruch die Menschen in
falscher Sicherheit. Es klingt beruhigend, wenn die Daten nur abgerufen
werden dürfen, um schwere Straftaten zu verfolgen. Ist es aber nicht. Die
landläufige Auffassung von "schweren Straftaten" ist, dass sich dabei um
Mord und Totschlag handele. Ein Irrtum. Zu den schweren Straftaten zählen
auch Delikte wie Betrug, Computerbetrug, Bankrott, Bestechlichkeit und
Bestechung sowie Steuerhinterziehung. Das erweitert den Kreis der
möglichen Betroffenen erheblich. (à) Die "Abwehr von Gefahren für die
öffentliche Sicherheit" ist ebenfalls ein weites Feld. Ein Fußballspiel
zum Beispiel reicht aus, um die Reisebewegungen der Fans zu untersuchen.
Politische Großveranstaltungen wie der G8-Gipfel liefern erst recht einen
Vorwand, die Besucher unter die Lupe zu nehmen - gleichgültig, ob sie ihr
Bürgerrecht zu demonstrieren nutzen wollen oder nicht. Kurzum: Die
Behörden haben ungezählte Möglichkeiten, sich auf "Gefahren" zu beruf
en,
um an unsere Daten zu kommen. Jeder von uns kann unschuldig ins Fadenkreuz
staatlicher Verdächtigung und Überwachung geratenàô
XVII. Diskussion > Grundrechte > Ausländer- und Asylrecht
Asylum Airlines: Abschiebung als Geschäftsidee
äHeinz Berger hat viel darüber nachgedacht, wie man abgelehnte
Asylbewerber in großen Gruppen aus Europa heraus bringen kann. Der
österreichische Manager hat eine Lösung gefunden und zusammen mit dem
österreichischen Rechtsanwalt Hermann Heller und dem "Luftfahrtexperten"
Carl Julius Wagner ein Geschäftsmodell daraus gemacht: eine
Fluggesellschaft nur für Abschiebungen. "Asylum Airlines"àô Artikel v
on
Matthias Thieme in der Frankfurter Rundschau vom 21.03.2008
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt07371
XVIII. Diskussion > (Lohn)Arbeit: Realpolitik > Arbeitsamt und
Arbeitszwang > Alltägliche Schikanen
Alles im Argen û eine aktuelle überregionale Auswahl
- Marl: Vestische Arbeit - sind ARGEn zu einer Art vierten Gewalt in
Deutschland mutiert?
äàWie dem DAT û Dorstener Arbeitslosentreff e.V. zu Ohren gekommen is
t,
hat ein Hilfeempfänger aus Marl seit Oktober 2007 bis auf einen Abschlag
ca. 200 Ç im Februar keine SGB II-Leistungen erhalten. Er ist über 50 u
nd
herzkrank. Am 12.02.2008 verpflichtete sich die Vestische Arbeit im
Vergleich vor dem Sozialgericht die Leistungen rückwirkend seit Oktober
2007 zu überweisen und die laufenden Zahlungen aufzunehmen. Trotzdem fü
hrt
die Bezirksstelle Marl den Vergleich nicht aus und schiebt Ausflüchte
voràô Meldung bei tacheles e.V. vom 22.3.08
http://www.tacheles-sozialhilfe.de/harry/view.asp?ID15
b) In Gütersloh ist ein Erwerbsloser gegen ARGE-Schikanen und Kürzungen
im
Hungerstreik!
Meldung bei tacheles e.V. vom 18.3.08
http://www.tacheles-sozialhilfe.de/harry/view.asp?ID14
Siehe dazu auch: Bielefeld: Hungerstreikender Berndt Pfeifer kündigt für
Montag einen Trinkstreik an
Meldung bei tacheles e.V. vom 23.3.08
http://www.tacheles-sozialhilfe.de/harry/view.asp?ID17
c) Hartz IV - Terror: ARGE Teltow-Fläming kürzt jungem Mann den SGB II
Regelsatz auf Null Euro
Meldung bei tacheles e.V. vom 22.3.08
http://www.tacheles-sozialhilfe.de/harry/view.asp?ID16
d) Arge Siegen verstößt gegen Bundesentscheide
Das Forum eines Betroffenen
http://www.razyboard.com/system/forum-ghostrider2008-arge-siegen-2001342.ht
ml
XIX. Diskussion > (Lohn)Arbeit: Realpolitik > Hartz IV > Proteste gegen
1-Euro- Jobs & äweisse Schafe
Ins Wespennest gestochen. Wiesbaden: Lokalpolitiker schäumen wegen
Aufklärungsaktion zu »Ein-Euro-Jobs«
äSeit Wochen sehen sich Kritiker des Einsatzes von sogenannten
Ein-Euro-Jobbern in Wiesbaden einer regelrechten Hetzkampagne seitens
christdemokratischer Kommunalpolitiker und der örtlichen Medien
ausgesetzt. Hintergrund ist eine Initiative des ehemaligen
IG-Metall-Vorstandsmitglieds Horst Schmitthenner, der zusammen mit zwei
anderen Gewerkschaftern Ende Februar Ein-Euro-Jobber an unterschiedlichen
Einsatzorten besucht und anschließend auf gravierende Mißstände
hingewiesen hatteàô Artikel von Katrin Küfer in junge Welt vom 25.03.
2008
http://www.jungewelt.de/2008/03-25/060.php
Siehe dazu auch:
- Wem nützt die Medienkampagne um das Sozialforum und angeblichen
"Hausfriedensbruch"?
Klartext - Infoblatt des ver.di Bezirks Wiesbaden Fachbereich 8 - vom März
08 (pdf)
http://www.sozialforum-wiesbaden.de/doku/klartext_extra_maerz08.pdf
b) Wir haben mit den Vorfällen im Robert Krekel Haus und dem
Arbeitsprojekt Mühltal nichts zu tun!
Offener Brief der ver.di-Bezirksgeschäftsführung Wiesbaden vom 12.03.20
08
http://wiesbaden.verdi.de/bezirk_wiesbaden/#offener_brief_der_bezirksgescha
eftsfuehrung_vom_12.03.2008
c) Siehe dazu auch die Dokumentation im Pressespiegel des Sozialforum
Wiesbaden
http://www.sozialforum-wiesbaden.de/pr_spiegel.htm
Lieber Gruss, Ralf und Mag
P.S. Wer Probleme mit den langen Links hat, kann unter
http://www.labournet.de/news/
den Newsletter im html-Format öffnen und darüber problemlos surfen!
--
LabourNet Germany: http://www.labournet.de/
Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskrit
isch
The meeting point for all left-wing trade unionists, both waged and unwaged
Le point de rencontre de tous les militants syndicaux progressistes,
qu`ils aient ou non un emploi
LabourNet mailing list
LabourNet@labournet.de
http://labournet.de/mailman/listinfo/labournet
|