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[LabourNet Germany] Neu am Donnerstag , 13. M ärz 2008

## Nachricht vom 13.03.08 weitergeleitet
## Ursprung : k.merkle@gaia.de
## Ersteller: ralf.pandorf@labournet.de

Liebe KollegInnen,

neu im LabourNet Germany am Donnerstag, 13. März 2008:

I. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Bahn >
Gewerkschaften/Tarifkonflikt > GDL-Tarifabschluß 2008: Kommentare und Bewertungen

  1. Wir haben gewonnen, aber nur an Erfahrung!

äDer Tarifvertrag ist unterschrieben, aber mit dem "Blut" der Zugbegleiter, der Rangierlokführer und der Lokrangierführer . So positiv die gewonnene Eigenständigkeit für die GDL ist, so traurig ist der Preis dafür. (à) Es bleibt nur ein Fazit übrig: Die Stärke in der GDL li egt bei
der geschickten Lenkung der Mitglieder. So haben alle Fahrpersonale eine deutliche Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen gefordert (FPTV) und viele Fahrpersonale wurden damit gelockt. Sehr viele Fahrpersonale sind auf diesen Geisterzug aufgesprungen und haben geschlossen für ihre Interessen gekämpft. Die Eigenständigkeit war für fast alle genauso wichtig, wie die Verbesserungen im Arbeitsalltag. Jedoch bleiben nun viele Fahrpersonale außen vor und die verbliebenen Lokführer können sich be i der
Transnet bedanken, dass sie wenigstens einen Lohnzuwachs von 1600 Ç bis zum Jan. 2009 garantiert bekommen, wenn es schon keine verbesserten Arbeitsbedingungen geben wirdàô Artikel von Uwe Krug GDL-Mitglied Lokführer von März 2008 (pdf)
http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/tw/bahn/gewonnen.pdf

b) Der Lokführertarifvertrag liegt auf dem Tisch! Was bringt er uns wirkl ich?

äàEine kämpferische Gewerkschaft sieht anders aus! Nun kann die GDL w ieder
in den altbekannten Schlaf verfallen, denn die Existenz ist gesichert? Ist die Existenz der Fahrpersonale auch gesichert?...ô Flugblatt von aktiven GDLern vom 11.03.2008 (pdf)
http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/tw/bahn/standpunkt3.pdf

II. Branchen > Dienstleistungen: Transportwesen > Strasse/ÖPNV > Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)

  1. BVG-Streik: Bei der BVG bahnt sich was an

äIm BVG-Streik kommen die Tarifparteien einer Einigung näher. Am Rande eines Gesprächs zwischen der Gewerkschaft Ver.di und dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) teilte Ver.di-Gewerkschaftssekretär Lothar Andres am Mittwoch mit, die Arbeitgeberseite habe ein neues Angebot vorgelegt. "Wir sehen einen Schritt in unsere Richtung", sagte er. Über Details wollte er nicht sprechen. "Wir wollen alles versuchen, zu einem annehmbaren Ergebnis zu kommen." Das sei "möglich", werde aber einige Zeit in Anspruch nehmen. Einen Zeitpunkt, zu dem im Fall einer Einigung Busse und Bahnen wieder rollen könnten, nannte Andres nicht. "Der Arbeitskampf wird nicht ausgesetzt", betonte eràô Artikel von Georg Fahrion in der Taz-Berlin vom 13.03.2008
http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/bei-der-bvg-bahnt-sichwas -an/?src=MT&cHashça78da9d5

b) Berliner BVG-Streik - Vorsicht Streikbrecher!

Streik der Berliner Verkehrsbetriebe: "Gelbe" Mini-Gewerkschaft plant Streikbruch. Demonstration am Donnerstag. Unterbrechung des Streiks zeichnet sich ab. Beitrag auf Indymedia vom 12.03.2008
http://de.indymedia.org/2008/03/210240.shtml

Aus dem Text: äàIn der Berliner Boulevardpresse und im Privatradio wird unterdessen weiter munter gegen den Streik gehetzt. Nicht nur dass auf den Leserbriefseiten von BILD und BZ "das Volk" täglich seinem Unmut gegen den "Chaos-Streik" in zahlreichen Ergebenheitsadressen gegenüber dem deutschen Wirtschaftsstandort Ausdruck verleihen darf. Die BZ schießt heute den Vogel ab. Sie bringt in ihrer Mittwoch-Ausgabe denunziatorische Fotos zu einem Artikel über ein Weddinger Streiklokal. Die Message an den Leser: Bereits früh um 10 Uhr lassen sich alte, übergewichtige Gewerkschafter mit
Bier vollaufen. Der BVG-Streik - ein einziges Besäufnis. Und das Volk mu ß
darben und zu Fuß zur Arbeitàô

III. Branchen > Dienstleistungen: Gesundheitswesen > Konflikte > Tarifrunden und -kämpfe der Ärzte

Warnstreik: Jetzt sind Sie gefragt!

ôDie Tarifverhandlungen für die rund 55 000 Ärzte an den 700 kommunal en
Krankenhäusern treten auf der Stelle. Ihre Ärztegewerkschaft fordert f ür
Sie im Schnitt rund 10 Prozent mehr Gehalt und eine umgehende Angleichung der Ostgehälter an das Westniveau! Trotz mehrerer Verhandlungsrunden hat der Marburger Bund von der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände bisher jedoch kein Angebot für bessere Ärzteeinkommen bekommenà.ô Sonderseite des Marburger-Bundes zu den bundesweiten Warnstreiks der Klinikärzte am 13.03.2008. Darin auch die Pressemitteilung zum Warnstreik und zur Kundgebung, Erläuterungen und Hintergründe zu den
MB-Tarifforderungen, sowie alle Infos zur Tarifrunde 2008 für kommunale Klinikärzte
http://www.marburger-bund.de/marburgerbund/bundesverband/unsere_themen/tari fpolitik/vka/tarifrunde2008/005.php

IV. Branchen > Medien u. IT > Ericsson/Marconi/Elcoteq/MTO

Ericsson-Beschäftigte protestieren gegen Stellenabbau in Backnang

äDie Beschäftigten des Ericsson-Standortes in Backnang (Rems-Murr-Kreis) haben am gestrigen Mittwoch gegen einen drohenden Stellenabbau protestiert. Nach einer Betriebsversammlung zogen Angaben der IG Metall zufolge rund 300 Mitarbeiter durch den Ort. Die Beschäftigten wehren sich gegen die Pläne des schwedischen Telekommunikationskonzerns, etwa die Hälfte der rund 600 Arbeitsplätze zu streichen. Bis zum Jahresende wolle Ericsson seine Pläne umgesetzt haben, sagte eine Gewerkschaftssprecherin àô
Meldung bei Heise-News vom 13.03.2008
http://www.heise.de/newsticker/meldung/104976

V. Diskussion > (Lohn)Arbeit: Praxis der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik > Leiharbeit: PSA und andere Sklavenhändler > Leiharbeit allgemein und im Betrieb

  1. Metall-Arbeitgeber kämpfen um Zeitarbeiter

äIn der Metallbranche spitzt sich der Kampf um die Zeitarbeit zu. Denn nur allzu gerne setzen die Arbeitgeber auf die billigeren und flexibleren Arbeitskräfte auf Zeitarbeitsbasis. Damit geraten auch die regulären L öhne
unter Druck. Die IG Metall hat eine Kapagne gegen Leiharbeit angekündigt û
die Arbeitgeber wehren sichà Artikel von Stefan von Borstel in Die Welt vom 12. März 2008
http://www.welt.de/wirtschaft/article1793065/Metall-Arbeitgeber_kaempfen_um _Zeitarbeit

Aus dem Text: äà Der Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer warf der Gewerkschaft vor, die Kampagne in erster Linie aus egoistischen organisationspolitischen Interessen zu führen. Ihr ginge es dabei um Mitgliederwerbung. Bislang ließen die Zeitarbeiter die Gewerkschaften links liegen, meinte Brocker. Die IG Metall habe die Zeitarbeit immer in eine Schmuddelecke gedrängt und sich nicht bemüht, in der Branche ernsthaft Fuß zu fassen, fügte er hinzuàô

b) Wie DGB, SPD und Bundesminister Scholz den LeiharbeiterInnen einen Bärendienst erwiesen haben

äDeutsche LeiharbeiterInnen könnten endlich verbindlich - gemäß dem alten
völkerrechtlichen Grundsatz - ôgleichen Lohn für gleiche Arbeitö er halten,
hätte der Bundesarbeitsminister Scholz dies nicht am 05. Dezember 2007 auf der Tagung des Ministerrates der Europäischen Union verhindert. Die DGB-Gewerkschaften waren schon einige Zeit zuvor gehorsamst voraus geeiltàô Artikel von Thomas Meese vom 7. März 2008 bei forced labour http://www.forced-labour.de/archives/689

VI. Diskussion > (Lohn)Arbeit: Praxis der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik > Leiharbeit: PSA und andere Sklavenhändler > Arbeitsbedingungen in der Leiharbeit/PSA

Studie: Leiharbeiter lassen sich fast alles gefallen

äZeitarbeiter lassen sich in Betrieben oft unterbuttern und in den Firmen zu viel gefallen. Das behauptet eine Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Zum Teil sind die Leiharbeiter aber auch selbst schuld an ihrem Schicksal: So wenden sie sich beispielsweise nicht an den Betriebsrat, wenn es Probleme mit dem Chef oder mit Kollegen gibtàô Artikel in Die Welt vom 11. März 2008
http://www.welt.de/wirtschaft/article1785400/Leiharbeiter_lassen_sich_fast_ alles_gefallen.html

Siehe dazu:

  1. Studie untersucht Betriebe mit hohem Zeitarbeiter-Anteil. Betriebsräte und Leiharbeit: Mehr Aufgaben, weniger Ressourcen

Pressemitteilung der HBS vom 10.03.2008
http://www.boeckler.de/cps/rde/xchg/SID-3D0AB75D-88775DDD/hbs/hs.xsl/320_90 282.html

b) Leiharbeit als Gegenstand betrieblicher Mitbestimmung

Die Studie von Wolfram Wassermann und Wolfgang Rudolph (pdf) http://www.boeckler.de/pdf/p_arbp_148.pdf

VII. Diskussion > (Lohn)Arbeit: Praxis der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik > Arbeitsmarktpolitik allgemein

Transfergesellschaften. Qualitätsstandards für Personalabbau

äDie Entlassungen bei Nokia, BenQ & Co. bringen gehörig Schwung in den Markt der Transfergesellschaften. Sie sollen künftig nach messbaren Qualitätskriterien arbeiten. Ein neu gegründeter Branchenverband will einen Effizienzvorteil gegenüber den Arbeitsagenturen sichernàô Artik el
von Sven Prange im Handelsblatt vom 11. März 2008
http://www.handelsblatt.com/News/printpage.aspx?_p 0050&_t=ftprint&_b 02383

Aus dem Text: äà Allein in Nordrhein-Westfalen werden derzeit 10 000 Menschen von Transfergesellschaften betreut. Unter den Anbietern - darunter gewerkschaftsnahe Institute, private Personaldienstleister und Sozialverbände - herrscht ein harter Wettbewerb. Das Prinzip hat aber Schönheitsfehler: Es kostet viel öffentliches Geld - allein die Bundesagentur für Arbeit (BA) zahlt über 200 Mill. Euro jährlich - un d es
ist nicht immer erfolgreich. Hilmar Schneider, Direktor
Arbeitsmarktpolitik am Bonner Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (ZA), hat die Erfolge der Transfergesellschaften evaluiert und ist wenig euphorischàô

VIII. Diskussion > (Lohn)Arbeit: Praxis der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik > Arbeitsmarktpolitik > Statistik

3,2 Millionen Arbeitslose gelten nicht als arbeitslos

äRund 3,2 Millionen Personen, die derzeit Arbeitslosengeld beziehen, tauchen in der Arbeitslosenstatistik nicht auf. Dies hat der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, Klaus Brandner, jetzt auf eine kleine Anfrage der FDP mitgeteilt. Danach werden ein Viertel der Bezieher von Arbeitslosengeld I, nämlich 286.000 Personen, sowie mehr als die Hälfte aller Empfänger von Arbeitslosengeld II, das sind 2,86 Millionen, nicht als arbeitslos verzeichnetàô Artikel von Kerstin Schwenn in der FAZ vom 12. März 2008
http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E4CD6FB4CCAF94 A538C5855380AA83774~ATpl~Ecommon~Scontent.html

IX. Diskussion > Wipo > Arbeitsmigration > Arbeitsbedingungen

Unsichtbar gemacht

äAnkommen in Deutschland! Arbeiten in Deutschland? Was bedeutet es für Migrantinnen, in den deutschen Arbeitsmarkt »integriert« zu werden? Vier Frauen erzählen über ihre Erfahrungen bei der Job-suche in Berlinà ô
Artikel von Birgit Schmidt in der Jungle World vom 13. März 2008 http://jungle-world.com/seiten/2008/11/11638.php

X. Diskussion > Wipo > Arbeitsmigration > Alltag

Women on Move - Frauen unterwegs!

Crossing Borders Nr.5 (pdf)
http://www.noborder.org/crossing_borders/newsletter05de.pdf

XI. Diskussion > Wipo > Arbeitsmigration > Rechte (erkämpfen!) > Aufenthalt und Ausweisung > Aktionen

Tag ohne Abschiebungen am 30.08.08

äKämpfe um Bleiberecht, gegen rassistische Sondergesetze, gegen Abschiebehaft und Lager, für Legalisierung und soziale Rechte: die antirassistische Bewegung ist vielfältig und aktiv. Und doch sind wir zu oft in Abwehrkämpfen gefangen oder versteifen uns auf Einzelfälle, die die
Unmenschlichkeit der Abschiebemaschine besonders drastisch machen. Wir möchten anknüpfen an diese regionalen Kämpfe und ihnen eine gemei nsame
Perspektive geben. Wir wollen nicht zurückschauen vor die Zeit der Asylrechtsänderung, sondern vorwärts in Richtung einer Durchsetzung von Bewegungsfreiheit, hin zu einer grundsätzlichen Kritik an Grenzkontrolle und Migrationssteuerung. Darum schlagen wir einen bundesweiten Tag ohne Abschiebungen um den 30.08.08 herum vor. Dieser Tag steht allein durch vier Todesfälle für die Gewalt des Systems Abschiebungàô Aufruf der Bürengruppe Paderborn (pdf)
http://buerengruppe.files.wordpress.com/2008/02/abschiebefrei_dt.pdf

Siehe dazu auch:

  1. Die Sonderseite zur Aktion mit konkreten Planungen http://buerengruppe.wordpress.com/2008/02/15/konkrete-planungen-fur-den-tag -ohne-abschiebungen/
  2. Widerstand hinter Gefängnismauern. Von den Kämpfen gegen Deutschlands größtes Abschiebegefängnis.

Artikel von der Bürengruppe Paderborn in der Hinterland Nr. 7 (pdf) http://hinterland-magazin.de/pdf/07-65.pdf

c) Ein Tag ohne Abschiebungen. 30 August 08 abschiebfrei

äEs klingt wie eine Utopie - eine Utopie, die zumindest ein Stück realisiert werden könnte. Wie? Die Bürengruppe Paderborn hat dazu eine Vision: Am 30. August 2008 soll es keine Abschiebungen geben!..ô Artikel bei no-racism.net
http://no-racism.net/article/2448/

XII. Diskussion > Gewerkschaftsstrategien > ver.di > ver.di-Linke NRW

Das NRW-Treffen am Sonntag, 16. März 2008, muss leider ausfallen!

XIII. Initiative zur Vernetzung der Gewerkschaftslinken > Profile der vertretenen (regionalen) Gruppen: Berlin

Streiks bei der Bahn, im öffentlichen Dienst und bei der BVG: Bisher kämpft jeder für sich allein û aber zusammen sind wir stärker!

Das Einladungsflugblatt des Forums Betrieb, Gewerkschaft und soziale Bewegung Berlin: Wir treffen uns: Dienstag, 25. März 2008, 19 Uhr in der MedienGalerie, Dudenstraße 10, 10965 Berlin (Platz der Luftbrücke) (pdf) www.labournet.de/GewLinke/profile/berlineinlad0308.pdf

Lieber Gruß, Ralf und Mag

P.S. Wer Probleme mit den langen Links hat, kann unter
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den Newsletter im html-Format öffnen und darüber problemlos surfen! --
LabourNet Germany: http://www.labournet.de/
Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskrit isch
The meeting point for all left-wing trade unionists, both waged and unwaged Le point de rencontre de tous les militants syndicaux progressistes, qu`ils aient ou non un emploi


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13.03.08    ralf.pandorf@labournet.de <ralf.pandorf@labournet.de>
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