DER KNAUSERER
die 1. Online-Zeitung fuer Sparsame
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Ausgabe 06/2008
Knauserer-Homepage: http://www.derknauserer.at
Link: http://www.derknauserer.at/kn/knauserer%2006_2008.txt
- Inhaltsverzeichnis
-
- Leben ohne Uhr - ein Erfahrungsbericht
- Knausern und MacDonalds - unvereinbar?
- Sparefrohs Schmuck - Kreatives um wenig Geld
- Geschirrspüldiskussion ohne Ende
- Alte Künste: Gratis Holz und das Fischen mit Schwemmstangen
In eigener Sache:
Hallo Leute, für den 12.6 (mein Geburtstag) habe ich heuer einen Wunsch.
Ganz bescheiden, aber eventuell anstrengend. Nämlich ein Gedankenexperiment.
Und das geht so:
Ich veranstalte eine Party und ihr seid eingeladen. Auf meiner Einladung
steht allerdings: "Bringt bitte nur Geschenke mit, die nicht mehr als 1 EUR
kosten!"
Was würdet ihr mir schenken?
Ich freue mich auf eure phantastischen Ideen.
- Leben ohne Uhr - ein Erfahrungsbericht
Seit 17.4 bin ich sozusagen zeitlos. Da ist mir nämlich meine Werbegeschenkuhr
vom Handgelenk gefallen und jede Reparatur des Uhrbandes
wäre unverhältnismäßig teuer gekommen.
Da auch kein preisgünstiger Ersatz (nicht jedenfalls in der Kategorie,
die ich für eine Uhr bereit gewesen wäre auszugeben) zu finden war, habe
ich beschlossen, wieder keine Uhr mehr zu tragen.
Wozu auch? Ich bin zur Zeit zu Hause bei meinen Kindern, was zwar einen
geregelten aber keinen von einer Uhr diktierten Tagesplan verlangt.
quälte ein gewisses Gefühl der Leere am Handgelenk. Der prüfend fragene
Blick nach der Zeit war permanent da. Eine sozial anerkannte Zwangshandlung.
Auch ein Gefühl der Orientierungslosigkeit machte sich breit. Der Taktgeber
des täglichen Rhythmusses war abhanden gekommen. Das Schätzen
der Uhrzeit, dieses Gefühl dem Hier und Jetzt plötzlich eine gefühlte
Zeit zuzuweisen, war schier unmöglich.
Aber ... ein stetiger und unbewußter Lernprozeß setzte ein ...
bewege ich mich wieder völlig normal ohne den ständigen Uhrbegleiter.
Ich kann wieder die Uhrzeit fast auf die 1/4-Stunde genau bemessen.
Dabei hilft mir zum einen ein neu erwecktes Gefühl für Zeit, das
offenbar in jedem schlummert. Man hat wieder einen Sinn für die Länge
einer Stunde, einer Minute ....
Zum anderen takte ich mich zur Zeit nach sekundären Zeitansagen. Meine
Kinder neigen so alle 3 Stunden zum Hunger. Also gibt es um 7 Uhr Frühst
ück und um 10 Uhr Jause, zwischen 12:00 und 13:00 Mittag, nachmittags
einen Apfel und um 18:00 Abendessen.
Es wird dann Zeit das Mittagessen vorzubereiten, wenn der Briefträger
da war usw. usw.
Auch im Haus versuche ich das permanente Zeitdiktat mehr und mehr
zu eliminieren. Die Uhrzeit auf meinem Handy stimmt nicht (Mein altes
Nokia-Handy neigt aus unerfindlichen Gründen zur kreativen Zeitansage.),
die Küchenuhr steht 5 vor 12 (also eher eine künstlerische
Installation zum Zustand der Welt).
Die vom Menschen dressierte Zeit in Form einer Uhr gibt es nur noch
am Wecker. Als Abendmensch liegt mir das Frühaufstehen einfach nicht ...
Nein, ohne Armbanduhr lebt es sich keinesfalls schlechter. Man schafft
es genausogut, Termine einzuhalten. Dadurch dass man sich nicht dauernd
kontrolliert, fühle ich mich persönlich weniger gehetzt. Zumal ich
es erstaunlich finde, wie schnell man sich den Blick zur Uhr abgew
öhnen kann, was mir deutlich zeigt, dass es ein unnatürlicher sein
muss.
Durch die fehlende Uhr ist auch das Verhältnis zu Fahrplänen, Essenszeiten
ein entspannteres. Man ißt wenn man Hunger hat (das ist dann
meistens zufällig dann, wenn einem die Uhr das auch vorschlagen würde),
der Bus kommt wenn er kommt.
Schützenhilfe zum uhrenlosen Leben bekomme ich aus ganz ungewohnter
Ecke, nämlich von Karl Lagerfeld, der aber eigentlich öfter für interessante
Sager gut ist (den, dass Frauen maximal Kleidergröße 38 haben sollten,
nehme ich ihm aber extrem übel):
" Modeschöpfer Karl Lagerfeld trägt aus Überzeugung keine Uhr und besitzt auch
kein Mobiltelefon. «Der Höhepunkt von Luxus ist für mich, nicht ständig auf
die Uhr schauen oder telefonieren zu müssen»
Er wolle nicht «Sklave einer Technik oder einer falschen Zeitvorstellung»
sein. «Um kreativ arbeiten zu können, brauche ich Ruhe und Konzentration»,
sagte Lagerfeld."
Auch einige meiner Leser stehen zu ihrer Zeitlosigkeit: Angelika schreibt:
" Zum Thema ohne Uhr möchte ich sagen, dass ich schon seid 3 Jahren ohne
Uhr wunderbar lebe. Einzig das nackte Gefühl am Handgelenk stört mich
etwas. Aber da werde ich mir mal ein schickes Armband suchen...oder
wer weiß vielleicht ist eine nette Idee bei billig-Schmuck im nächsten
Online-brief von Dir dabei :-) (Anm. d. Red.: siehe weiter unten)
Auch Harry/Vorarlberg hat seit Jahren keine Armbanduhr mehr:
"Ich kaufte mir eine Neue, die mir leider nach wenigen Monaten kaputt
ging, ... Danach suchte ich eine Neue, was sich aber in
die Länge zog. Da kam ich drauf, dass ich gar keine brauche, weil eh
überall schon an jeder Ecke eine hängt, im Büro, am PC, an den Schulen,
ja und ich nütze wieder öfter den Blick zu den Kirchtürmen. Außerdem
habe ich das Handy meist dabei, wo ebenfalls eine Uhr ist. Ich habe
seitdem nie eine Armbanduhr vermisst und bin auch nie deshalb zu spät
gekommen."
Ich sehe in der Verbannung der Armbanduhr eine kleine Chance, wieder
ein natürlicheres Gefühl für den Tagesablauf zu entwickeln.
Mit dem Diktat der Uhr beende ich meine Arbeit, dann wenn mir die
Uhr eine Zahl nennt, ohne Uhr stelle ich dieselbe Arbeit nach meinem
Gutdünken vielleicht fertig.
Wie war es denn bevor man sich Uhren umschnallte und sie zu einem
ständigen Begleiter seiner selbst machte?
Da wurde der Mensch noch von eigenen Rhythmen und den Rhythmen der
Natur beeinflusst.
Und da sind wir wieder. Die Uhr ersetzen durch das eigene Bauchgefühl, den
inneren menschlichen und äußeren, von der Natur stammenden Rhythmus.
Weg mit den Krücken (wie Daten auf Lebensmitteln, die uns Verderb vorgauckeln,
wie lustigen Armbändern mit Zahlen und tanzenden Zeigern,
die uns sagen möchten, was man wann zu tun hat.)
Ein schönes Büchner-Zitat zum Abschluss:
'Wir lassen alle Uhren zerschlagen, alle Kalender verbieten und zählen
Stunden und Monde nur noch nach der Blumenuhr.'
Weiter Literatur:
http://www.visionen.ch/themen/html/00040phi.html
Der Rhythmus und die Uhr - schöner Artikel! Da habe ich auch das
Büchner Zitat gefunden!
http://susanne-bruells.heim.at/Zeit/Zeitempfinden.htm
Ein Artikel, der halbwegs wissenschaftlich und gut zu lesen, die
Existenz der Inneren Uhr beweist
http://www.balzix.de/g-valdivia_zeit-ist-geld_krisis19.html
gegen das Zeit-ist-Geld-Denken
http://plato.stanford.edu/entries/time-travel-phys/
Für meine Leser, die etwas Zeit haben, ein wunderbarer Aufsatz
zu Zeitreisen
* Knausern und MacDonalds - unvereinbar?
Was für ein Artikel, werden sich viele jetzt fragen?
Da schreibt sie monatelang Artikel gegen Convenience Food, veröffentlicht
Hymnene auf Bio und Schmähschriften gegen Ausbeuterfirmen und fällt
dann der übelsten Sort von Globalisierern in die Hände.
Mag wahr sein und was mich selber betrifft, ist mir ein Fastfoodfresstempel
ungefähr so wichtig wie ein Kropf (Es sei denn man befindet sich in irgendeinem
Land, dessen Schrift man nicht lesen kann, ergo auch keine Speisekarten
und leidet Hunger ... aber das ist eine andere Geschichte.)
Es spricht wirklich vieles gegen Mac D und Konsorten:
- das Essen ist fett (wir erinnern uns mit Häme an die Doku SuperSize Me)
- das Spielzeug wird nach Aussage des Schwarzbuchs Markenfirmen unter
zweifelhaften Arbeitsbedingungen in China hergestellt.
- Die Werbung vor allem gegenüber Kindern ist immens aggressiv.
- Die Löhne in unseren Macs usw. dürften nicht die höchsten sein (oder
wann habt ihr das letzte Mal einen inländischen Mann hinter der Theke des
Fastfoodrestaurants getroffen).
- Harry erinnert an die Müllweltmeister Fast-Food-Ketten: "Alleine schon
wegen der Erzeugung von Müllbergen durch das Wegwerf-"geschirr" gehe ich
nicht da hin. Man schaue mal in die Landschaft rund um einen Mac: Überall
liegen die Papiertüten und Pommeskartons. Graulich!!!
Und bei jedem "Schas" gibt es ein Wegwerf-Billig-Kinderspielzeug mit
Batterie aus China und Taiwan dazu: Unnötige Umweltverschmutzung und die
Kinder brauchen so was wirklich nicht. Wenn sie schon ein Elektronikspielzeug
brauchen dann doch bitte eines, das nicht nach 2 Wochen im Restmüll landet
samt Batterie)."
- und teuer ist es auch ... jedenfalls ist ein Essen bei MacDonalds
nicht so viel billiger als ein Mittagsmenü im Restaurant. Vor allem wenn
man sich satt essen will.
Mir schmeckt das alles nicht besonders!
Und warum sitze ich dann mit schöner Regelmäßigkeit immer wieder im
Freßtempel.
Mein Mann liebt das Essen. Er genießt es, die fetten Burger mit den
Fingern reinzustopfen. Er behauptet sogar, dass bei ihm seine seltenen
Mac-Besuche zur Lebensqualität gehören. (Diskussion zwecklos ...)
Auch Angelika geht es da ähnlich: "Ich gehe höchstens 4x im Jahr
dorthin. Aber da gelüstet es mich richtig nach einem Burger. Und das
finde ich auch ok. Die Lebensfreude soll ja auch nicht leiden.
Allerdings ist es wahr, dass man das Essen dort inkl. Kinder in Ruhe
zu sich nehmen kann. Man braucht wirklich nicht pikiert zu blicken,
weil ausgerechnet der eigene Sprößling den Orangensaft ausgeschüttet
hat oder gerade laut schreiend die Rutsche runtersaust. "Ja, ich hole
noch einen Kaffee!"
Wo wir dann schon bei den nächsten Fans des organisierten Erbrechens
(frei nach OTTO) wären. Da kann man noch so lecker kochen, gegen die
laschen Pommes und die fettigen, geschmacklosen Nuggets und das Eis
mit den Smarties kommt man nicht an.
Es ist da wie mit dem Fernsehen. Je mehr man verbietet, umso interessanter
wird es. Da helfen keine Vernunfsargumente sondern nur das dosierte
Klein-Bei-Geben.
Aber auch dann kann man sich noch um hohe Kosten rumschwindeln:
- Auch Burger sind Essen und kein Snack für zwischendurch.
- Die Fahrt zum Fast-Food-Restaurant sollte etwas Außerordenliches bleiben
und trotzdem nicht zelebriert werden. (Dann kommt am Ende noch jemand
auf die irrige Meinung Fast Food seit etwas Besonderes).
Benicia macht schreibt aus ihrer Praxis:
Bezüglich Mc Donalds muss ich zugeben, dass ich mich manchmal auch ganz
gerne von meinen Kindern dazu überreden lasse. Das nütze ich jedoch
immer als Mittagessen und es entfällt somit das Kochen zuhause.
Ist also etwas besonderes worauf wir uns freuen und mir einmal Kochen
& Co erspart.
- Unbedingt vorher den Kindern Wasser zu trinken und wenn
möglich auch einen Apfel oder ähnliches zu essen geben. Das hilft der
Vitaminbilanz und der Hunger auf Burger ist etwas gestillt.
- Bei MacDonalds-Entzug hilft es auch manchmal, wenn man zu Hause
normal kocht und dazu große Pommes vom Restaurant serviert.
- Mit Kindern vorher ausmachen, was man ißt.
- Wenn Kinder allein hingehen, Budget knapp halten. Menü + 1 Eur, damit
sich noch ein Burger oder ein Eis zusätzlich ausgeht.
Und was mir sehr am Herzen liegt!!!!!!!!
Kauft zuerst ein Menü und wenn dann noch Hunger da ist, holt euch noch
was. Ich könnte heulen, wenn ich ganze Burger im Müll liegen sehe.
Noch unverständlicher wird das für mich, weil man doch alles recht einfach
nach Hause mitnehmen und nochmal essen kann (das Brot war eh vorher
schon labbrig und die Pommes wie Gummi).
- Ein guter Umgehungstrick ist auch, Burger zu Hause nachkochen.
wichtig hierbei (so bin ich draufgekommen), die Inkonsistenz des Brotes.
Man kann hier Hamburgerbrot kaufen (Kostenpunkt so um die 1,50 für 6
Stück) oder man nimmt eine Semmel und taut sie im Mikrowellenherd auf
und läßt sie etwas länger als nötig drin. Dann hat sie Burgerbrotkonsistenz.
Füllen mit Tomaten, Salat, Fleischlaiberl oder Thunfischlaiberl und
etws Majonnaise! Kommt gut an!
Wer dazu Backrohrpommes (selbstgemachte) serviert ist auch ernährungstechnisch
nicht ganz verkehrt unterwegs.
* Sparefrohs Schmuck - Kreatives um wenig Geld
Braucht ein Knauserer Schmuck? Natürlich ist Schmuck Luxus und Luxus
entbehrlich. Aber wie so oft sind es die kleinen Dinge, die das Wohlbefinden
steigern und deshalb hier mal ein Artikel über selbstherzustellenden
Schmuck. Danke an die vielen Tippgeberinnen, die es erst
ermöglicht haben, diesen Artikel auf die Beine zu stellen.
VORBEMERKUNG
Sinnvollerweise stellt man für sich selber Ketten, Armbänder, Fußkettchen
oder Broschen her. Ringe stelle ich mir schon technisch schwierig vor, da
sie passgenau angefertigt werden müssen. Bei Ohrringen rate ich
wegen der Entzündungsgefahr zur Vorsicht.
WAS BRAUCHE ICH
GRUNDMATERIAL
Man braucht wirklich gar nicht viel:
Die Grundausrüstung für kreativen Schmuck ist dünnes Gummiband aus dem
Perlenfachgeschäft.
Aus Sicherheitsnadeln lassen sich auch schöne Sachen zaubern. Z.B. etwas
drauffädeln oder draufkleben als extravagante Anstecknadel / Brosche.
Für Halsketten eignen sich Lederbänder, wenn man nur einen Anhänger gebastelt.
Für Armbänder hat Kerstin eine Superidee:
Armbänder zieht man ggf. eh am besten auf elatisches Gummiband in schwarz,
hautfarben oder weiß auf, das gibt es günstiger als Nähzubehör als im
Schmuckbastelbedarf und oft hat man es eh zu Hause und es ist natürlich viel
günstiger als jedes Mal einen Metallverschluß zu nehmen.
- SCHLIESSEN
- Spezielle Verschlüsse oder Hänger für Ohren findet man auch im Fachgeschäft,
aber so wie es in Indien gemacht wird kann man sich sicher auch hier mit etwas
Basteldraht behelfen.
Anleitung: http://www.creabijoux.free.fr/ateliers/lecon03/03lecon.htm
(zwar auf französisch, aber die Bilder sprechen für sich)
Oder man nimmt die Schließen wie Kerstin von alten Ketten.
Und jetzt zum Dekomaterial, das natürlich möglichst billig sein sollte.
MÖGLICHKEIT 1 - REKREATION - altes zu neuem Umbauen
Kerstin verwertet für ihre Unikate alte langweilige Ketten:
"Schmuck bastele ich schon lange selbst. Als Kind hab ich einfach Perlen
aufgefädelt, heute mixe ich diverse Materialien. Fast jeder hat z.B. diverse
Muschel- und Korallen(imitat)ketten im Schmuckkasten, meist Mitbringsel von
netten Tanten :) - meist furchtbar öde. Aufmachen, alle, in einen
Sortierkasten (z.B. auch das Plastikinnenleben von Pralinenschachteln, wenn
man keinen Sortierkasten hat) und dann mit Anglerschnur bzw. Perlonfaden neu
auffädeln. Ausprobieren. Schön fand ich die Kombination aus diversen
Muschelstücken, Koralle, Haifischwirbeln und Schaumkoralleperlen.
Schaumkoralle bekommt man Strangweise super günstig bei ebay. Geht man in
ein Fachgeschäft für Perlen und Schmuckzubehör (gibt es in vielen größeren
Städten meist zumindest eines) bezahlt man ein x-faches.
Ich hatte auch eine alte Kette von meiner Mutter, die hatte im Urlaub in
Panama vor locker 30 Jahren eine Kette selbst aufgefädelt am Strand aus
lauter kleinen halb kaputten Schneckenhäusern. Schön, aber doch irgendwie
langweilig. Habe einen Anhänger aus Koralle in Sternform in ca. 6cm
Durchmesser für 3 Euro gekauft. Ok, nicht ganz billig, aber die Kette ist
ein echtes Unikat geworden und total schön. Ich trage sie oft und sie hat
eine doppelte persönliche Note, das Selbstgebastelte von mir und die
Tatsache, dass meine Mutter als junge Frau die Muscheln selbst gesammelt
hat. :)"
MÖGLICHKEIT 2 - RECYCLING - aus Wegwerfkanditaten Prunkstücke zaubern.
Knöpfe, Anstecknadeln, Perlen, alles was so an- oder abfällt und irgendwie
dekorativ ist kann man Sammeln und später wiederverwenden. (Cornelia)
Mir fallen da ganz spontan, die allseits beliebten Buttons aus Kronkorken
ein. Der Kronkorken wird dekoriert, bemalt, beklebt und dann hinten mit
Ton, härtender Knetmasse, Salzteig oder dergl. eine Sicherheitsnadel eingeklebt.
Beim Surfen durchs Internet habe ich aber derart viele Möglichkeiten
gesehen, Dinge als Schmuck zu recyclen. So hat Annilight zB Schmuck
aus altem Besteck gefunden: http://www.schmuckausbesteck.de/front_content.php
Oder man schneidet Metallröhrchen in unterschiedlicher Länge ab, bohrt
oben ein Loch und fädelt diese auf.
Oder wie wäre es mit Schmuck aus alten Cds: www.creadoo.com/Content57708
Und noch ein wundervolles Fundstück, ist Recyclingschmuck aus PETFlaschen:
http://www.swissrecycling.ch/deutsch/basteln/petschm.htm
PET-Flaschen in zwei Durchgängen dem Boden nach aufschneiden. Die fünf
Füsse der PET Flasche zu Spickeln ausschneiden. Die Schnittkanten
nachschneiden und säubern. Beim Spitz jedes Spickels ein Loch bohren. Die
Spickel abwechslungsweise mit den Perlen auf den Nylonfaden aufziehen.
(Anm. d. Red.: Spickel hätte ich spontan als Spitze übersetzt.)
Schön auf http://www.swissrecycling.ch/deutsch/basteln/aluschm.htm
auch der Aluschmuck, bei dem man aus Aludosen Plättchen ausgestanzt
hat und diese auffädelt.
Kerstin mixt ihr Recyclingmaterial mit Perlen aus alten Ketten:
Schön auch und günstig, bzw. umsonst. Die Knopfkiste und Nähuntensilienkiste
ausräubern und Knopfketten auffädeln. Kann man natürlich auch mit normalen
Perlen mixen (ich habe letztens diverse grüne Knöpfe aufgefädelt, immer so
5-30 am Stück von einer Sorte, dann ein paar grüne Perlen (alte
Malachitkette, alte Aventurinsplitterkette) und habe 3 grüne
Reissverschlüsse geopfert und die Zipper auch mit aufgefädelt. Auf den
ersten Blick sieht man das gar nicht und auf den zweiten merkt man dann,
dass da Knöpfe und Zipper verwendet wurden, einige Leute haben schon
verwundert geguckt und waren zum Teil auch begeistert bzw. fanden es witzig.
Im Prinzip muss man nur ein bisschen kreativ und ausprobierfreudig sein.
Alles was sich irgendwie auffädeln lässt, lässt sich zur Kette machen. Wenn
man alten Schmuck auseinander nimmt, hat man meist auch genug Schließen und
anderes Zubehör und muss da wenig kaufen.
Cornelia hat einen sehr interessanten Zugang zu Haarstäbchen:
es gibt ja solche Haarstäbchen um die Frisur zu halten / verschönern, die kann man
auch ganz einfach nachmachen. Entweder kaputte Kugelschreiber oder besser gereinigte
Stäbchen vom chinesisch Essen bunt mit Plakafarben oder anderen gut haltbaren
Farben bemalen und wenn man will ans obere Ende noch irgendein
Dekoelement kleben (z.B. Muscheln, Strasssteinchen, Schmetterlingform etc.).
MÖGLICHKEIT 3 - NATURMATERIAL
Hier gilt das gleiche wie für die Recyclingmaterialien. Alles was Dekorativ
ist, kann verarbeitet werden. Muscheln, Schneckenhäuser, Holzplättchen ....
Ein paar Beispiele von Lesern:
Ein Tippgeber, der anonym bleiben möchte, schreibt:
Schwarze Melonenkerne trocknen und auf eine Angelschnur ziehen, Schließe dran -
fertig.
Cornelia läßt Federn:
Federn aufheben und sammeln, daraus lassen sich besonders hübsche Haarspangen
(einfach auf Haarnadel aufkleben), Ketten- oder Rucksackanhänger etc. basteln.
Mein Sohn hat letztes Jahr in der Spielgruppe getrocknete hohle Stengel von
Fragmichnicht aufgefädelt. Sah super aus. Wenn man das feiner ausführen
würde, wären das echt super Perlen.
Wenn jemand eine solche Pflanze einfällt, bitte mailen!!!!!!
MÖGLICHKEIT 4 - günstige Basismaterialien
- FIMO
Der Bastelklassiker für Schmuck ist FIMO. Wer hier Ideen braucht, findet im
Internet ettliche Seiten, manchmal mit recht guten Anleitungen:
http://fimo.schnugis.net/
http://www.creabijoux.free.fr/ateliers/lecon02/02lecon.htm
- LUFTTROCKNENDE MODELLIERMASSE
Cornelia schreibt:
Fimo ist die allzeit bekannte, beliebte Backofenknete, die ist zwar nicht gerade
günstig, aber viele haben sie im Haus und daraus kann man auch schöne Sachen
machen. Einfacher und billiger ist es aber wenn man auf lufttrocknende
Modelliermasse in ton- oder weisser Farbe zurückgreift die fertig in großen
Packungen angeboten wird. Nachteil, man muss alles aufbrauchen, Vorteil:
Es ist günstiger als Fimo, man hat mehr Masse und es wird mehr Kreativität
gefördert da die entstandenen Kunstwerke erst noch Bemalt / verziert werden
müssen.
Wer Ideen braucht, kann sie sich unter www.kunst-rose.de holen. (von Katja
von der www.kräuterkommune.de)
Hier wird Ton und Blattgold (wenn ich es richtig verstanden habe) verwendet.
Blattgold sparsam verwendet kann also richtig Wind machen und ist im Erwerb
nicht ganz so arg (25 Blatt ab 5 Eur).
c) HOLZ
Wie wäre es denn mit einer Laubsägearbeit als Anhänger an eine Kette:
Dieses Modell http://www.creabijoux.free.fr/ateliers/lecon09/09lecon.htm
könnte ich mir sehr gut in Holz vorstellen.
d) Wolle und ähnliches
Ich habe im Internet gefunden, dass man Styroporkugeln mit einem
kleinen Strickfleck umwickelt. Hier könnte man ja zu meinen Roof-Madeself
-made-Kugeln greifen. Und diese umstrickten Kugeln, dann auffädelt
zu einer sehr großen, üppigen, dekorativen und witzigen Kette.
(Anleitung zwar russisch - Bilder sprechen aber für sich:
http://www.greenmama.ru/nid/102290/)
Mit Strickliesel-Bändern aus effektvollen Garnen lassen sich fantasievolle
Ketten,Armbänder oder Haarschmuck anfertigen.
Effektgarne kann man auch kordeln oder knüpfen oder mit Makramee-technik
verarbeiten.
(Vielleicht für alle, die modebewußten Nachwuchs haben ...)
Und man kann auch noch Pompons machen und diese Auffädeln. Im Internet
gesehen - etwas extravagant, vor allem wenn man große Pompons wählt.
(http://www.greenmama.ru/nid/111452/ - eine dreifarbige Schalvariante)
e) Salzteig
Wer Schmuck für und mit Kindern machen möchte, ist vielleicht mit
Salzteig gut beraten, der sich schön formen und gut bemalen läßt. Oben
ein Loch in die Figur und fertig ist ein Anhänger.
Auch Sicherheitsnadeln lassen sich gut einbacken.
f) Papier
Bei Papier fällt mir natürlich sofort Papiermache ein, das ich zB in
Keksformen drücken kann
Oder man macht sich Papierperlen. Man schneidet sich zunächst Dreiecke
zurecht und rollt diese auf Stricknadeln auf (beginnend bei der breiten
Seite). Wer hier effektvolles Papier verwendet, erhält durchaus ernstzunehmende
Perlen. Funktioniert natürlich auch mit formbaren Folien.
Beispiel siehe hier:
http://www.tenthousandvillages.ca/cgi-bin/category.cgi?type=store&item=7903531
Fast schon Recycling ist folgende Idee.
Man schneidet eine Zeitung in kleine Vierecke (etwas kleiner als A5)
und rollt diese dann über eine Stricknadel, zieht die Stricknadel
raus und macht die Röhre platt. Aus vielen dieser Röhren formt man
eine Schnecke, die man verklebt und mit Glanzlack besprüht.
(so ähnlich müßte das gehen).
Sieht das nicht super aus:
http://www.worstedwitch.com/2006/05/29/recycled-magazine-goodness/
g) Stoff
Auch aus Stoff lassen sich Schmuckstücke nähen. Was für eine wunderbare
Idee, Stoffreste zu verarbeiten. Wer Anleitungen und Anregungen
braucht, die gibt es unter:
http://www.stoff-junkie.de/index.php/category/accessoires/schmuck/aus-stoff/
Besonders nett finde ich die Stoffblumen, mit denen man dezent seine
Flecken zudecken kann, die man beim Waschen nicht mehr rausgebracht hat.
8-)
* Die große Geschirrspüldiskussion
Die kleinsten Themen wirbeln oft den meisten Wind auf, so auch die etwas
verhärtete Diskussion rund ums Geschirrspülen. Hier die für mich
interessantesten Wortmeldungen (leicht gekürzt):
Helga hasst Geschirrspülen und tendiert deshalb schon zum Geschirrsp
üler:
Die Spülmaschinentabs sind, wenn man No-Name-Produkte wählt, nicht teuer:
60 Tabs kosten mich 2,99 EUR, das sind 5 ct. pro Tab. [...] Auch das Spezialsalz
und der Klarspüler sind vernachlässigbar, da sie sehr lange halten. Wir
haben hier recht weiches Wasser, ich komme mit einer Packung Spezialsalz und
Klarspüler 3-4 Jahre (!) aus.
Die No-Name-Produkte sind hier auch nicht teuer (3-4 EUR pro
Packung). D.h. auf Klarspüler und Salz entfallen jeweils ca. 1 EUR pro Jahr.
Ich spüle ca. 3-4 mal pro Woche und komme daher auf weniger als 10 EUR Kosten
pro Jahr für Tabs, Salz und Klarspüler. Pro Woche spare ich im Vergleich zum
Handspülen ca. 1 Stunde Zeit. [...]
Die Spülmaschine nutzt man am sparsamsten, wenn man sie nur laufen lässt, wenn
sie auch ganz voll ist. Beim Spülprogramm immer das sparsamste mit der niedrigsten
Temperatur wählen (55 Grad). Damit wird bei mir eigentlich immer alles einwandfrei
sauber, auch stark verschmutzte Töpfe. Ich habe mal gehört, dass man ca. alle 5
Spülgänge mit einer höheren Temperatur (65 Grad) spülen sollte, damit kein
verhärtetes Fett den Ablauf blockieren kann (bei 65 Grad schmilzt das Fett besser).
Ich mache das aber nur sporadisch, vielleicht so jeden 10. Spülgang, bisher ist
es immer gut gegangen.
Der Gewinn an Lebensqualität durch das Vermeiden einer äußerst ungeliebten
Arbeit (mein Lebensgefährte spült auch nicht gerne) und dass die Küche nach
dem Kochen immer aufgeräumt und sauber ist, ist in Geld natürlich nicht zu
beziffern.
Alexander kombiniert seinen Geschirrspüler mit der Heizung und spar so:
Wir haben vier Kinder und müssen sparen an Geld und auch Zeit. Bei uns
läuft das mit dem Geschirrspülen so. Wir haben einen modernen
Geschirrspüler mit Schmutzsensor (Anm. d. Red.: Siemens SL 55591/07 oder so.),
der braucht, wenn man Ihn richtig einstellt (Siemens, ist in der Gebrauchsanweisung
sehr gut beschrieben) sehr wenig Chemie. Wir kaufen auch die Mittel
immer möglichst günstig und nicht teure Markenprodukte. Die richtige Einstellung
ist da glaub ich wichtiger.
Aber jetzt kommts: Der grösste Knackpunkt für die Umwelt ist der
Stromverbrauch fürs aufheizen des Spülwassers. Wir haben unsere Maschine
an unser Warmwassernetz angeschlossen (wir haben vorher beim
Kundendiensttechniker angerufen, der hat uns versichert dass das mit
unserer Maschine geht). Wir heizen mit Pellets bzw. Holz - da sparen wir
ordentlich Stromkosten, der Geschirrspüler ist schneller fertig und das
Gerät verkalkt fast überhaupt nicht da die Aufheizzeiten nur mehr sehr
kurz sind. Was für uns auch wichtig ist: das ist sehr praxistauglich, da
alles "automatisch" funktioniert.
So steht auch in der Bedienungsanleitung drin, dass die Wasserzuleitung
mit maximal 60° heissem Wasser erfolgen darf. Unsere Heizung ist aber eh
auf eine maximale Boilertemperatur von 58°eingestellt.
Damit das in der Leitung stehende, erkaltete Wasser nicht
die Stromersparnis schmälert haben wir uns angewöhnt nach dem
Geschirrspüler einräumen die Hände zu waschen, dann ist auch schon das
warme Wasser in der Leitung, dann wird der GS gestartet.
(Dieser Tip ist natürlich ohne Gewähr, und wie gesagt sollte man
einfach noch mal kurz Kontakt mit dem Kundendienst aufnehmen. Es macht
auch keinen Sinn wenn der Warmwasser Boiler mit Strom beheizt ist -
hingegen ist es bei einer Solaranlage optimal. Dann allerdings auch
wirklich darauf achten, dass die Maximaltemperatur nicht überschritten wird)
Aber auch die Handspülfraktion muss zu Wort kommen. Frank ist passionierter
Handspüler mit System:
Auch ich halte nichts von Geschirrspülern. Allein schon wegen dem
verschwendeten Platz. Ich praktiziere die von Hand Methode. Und zwar zapfe
ich das Warmwasser nicht vom Speicher, der Leitungsverlust ist schon ein
Ärgernis, denn 1.5 Liter Warmwasser verlassen den Speicher, und am Hahnen
kommt immer noch kalt, trotz recht kurzer Leitung mit kleinem Querschnitt.
Nein, ich brauche Wasser aus der Thermosflasche. Die bekommt ihr Warmwasser
im Winter aus einem Wasserkocher oder einer Pfanne auf vom stählernen
Cheminéeofen (meiner Komfortheizung für die Dreizimmerwohnung), im Sommer
liefert ein Selbermach-Solarkocher 3 Liter fast kochendes Wasser 2 mal täglich.
Ein Liter Warmwasser reicht für den Abwasch der meisten Mahlzeiten. Die
gröberen Essreste spüle und bürste ich mit Kaltwasser ab. Das Warmwasser
fülle ich nicht ins ach so grosse Spülbecken, sondern in eine kleine Pfanne,
oder sonst einen Behälter. Fettiges braucht etwas Spülmittel, aber nicht viel.
Ich verwende kein Schwämmchen, sondern ein Spülbürstchen.
Das Geschirr für den 2 Personen Haushalt ist immer tadellos sauber. Netzenergieverbrauch
Null, Warmwasserverbrauch solar oder vom Holzofen selten mehr
als 1 Liter. An Sonnentagen beim üppigen Heisswasseranfall aus dem Solarkocher
dürfens auch luxuriöse 2 oder 3 Liter sein.
Wie ich aufs sparsame Geschirrwaschen gekommen bin? Einmal in der Schweizer
Armee, wo wir Gamelle und Besteck im kalten Bach mit etwas Sand sauber
kriegten. Und beim Bergsteigen: dort enteckt man rasch, dass der Abwasch mit
Warmwasser im Deziliterbereich funktionieren muss, soll die Gaskartusche nicht
vor dem nächsten Tee leer sein.
Ein Fall für Wetten dass? Da müsste die Wette aber lauten: Sauberes Geschirr
von einer 4 Personen Mahlzeit mit 1 Liter Warmwasser.
* Alte Künste: Gratis Holz und das Fischen mit Schwemmstangen
Immer mehr Leute stellen auf Stückholzheizung um, um der Abhängigkeit von
Öl zu entgehen. Holz muss allerdings auch gekauft werden, oder ... etwa
nicht.
Wer einen Waldbesitzer kennt, der sogar noch glücklich darüber ist, wenn man
sein Schadholz aus dem Wald trägt, der kann sich glücklich schätzen.
Ab und zu wird auch Holz über Zeitungen gegen Abholung verschenkt.
Auch gratis aber mit etwas waghalsiger Arbeit verbunden, ist das Holzfischen
an fließenden Gewässern. Ich kenne diese Arbeit noch aus meiner Kindheit und
verknüpfe damit äußerst aufregende Tage. Da es sich um eine alte Kunst
handelt, möchte ich sie euch und damit diesen mir sehr teuren Teil meiner
Kindheit näherbringen.
Oft nach der Frühjahrsschneeschmelze oder nach Unwettern führten Ziller
und Inn Hochwasser. Dieses wiederum riss liegendes Holz als Treibholz mit
sich. So schwammen oft ganze Baumstämme den Fluss hinunter.
Nun war es Zeit die lange Schwemmstange zusammenzuschrauben. Während des
Jahres haben wir die Schwemmstange an der Hauswand befestigt gelagert,
sodass sie bei Hochwasser schnell griffbereit war, denn es mußte schnell
gehen.
Die Schwemmstange ist eine ca. 40 m lange Holzstange, die mit massiven
Eisenbeschlägen versehen war. Zwei jeweils 20 m lange Stücke wurden zur
langen Stange zusammengeschraubt. Vorne und hinten hatte die Stange zwei
gabelähnliche Zacken.
Diese Stange wurde dann direkt am Inn zu Wasser gelassen. Hinten wurde
ein Strick angeknotet, den sich der Stangenführer am anderen Ende um die
Hand knotete.
Wenn nun ein passendes Stück Holz gesichtet wurde (nicht zu weit im Fluss,
in gutem Winkel zum anspitzen, nicht zu groß), fuhr man mit der Stange
leicht gegen den Fluss auf das Holz zu.
Idealerweise erwischte man das Holz am hinteren Ende, indem man zum
Schluss mit einem festen Ruck die Spitzen in das Holz rammte.
Dann ließ man sich vom Fluss helfen und holte das Holz und die Stange zum
Ufer. Hatte man das Holz zu weit in der Mitte angestochen, fing es
natürlich zuviel von der Strömung ein, riss sich los oder war nicht mehr
zu halten. Ein durchaus gefährlicher Zeitpunkt, bei dem auch schon mal
eine der mittlerweile selten gewordenen Schwemmstangen dem Inn hinterging.
War die Stange mit dem Holz nahe des Ufers, mußte mit kleinen Stangen,
die vorne einen Haken hatten, nachgeholfen werden und ans Ufer gezogen
werden. Dann wurde das Holz mit einem Zepin (einer großen Hacke mit
einem spitzen Ende - auch Zapin, Sappl oder Sapine) weiter an Land gerollt.
Inzwischen hat der Stangenführer den Strick ans andere Ende gebunden
und sucht ein neues Opfer.
Diese Form des Holzfischens ist heute noch erlaubt (man glaubt es kaum),
während andere Formen, wie das Anstechen von Brücken aus oder das
Ankerfischen aufgrund der Gefährlichkeit mittlerweile verboten sind.
Einziger Beleg dieser Arbeit: der Dokumentarfilm "Holzfischen"
Der Film behauptet aber, dass vor allem unterpriviligierte Personengruppen
Holz fischten, was ich für meine Region im Unterland Tirols als eine
falsche Aussage halte. Dem Holzfischen frönten bis in die beginnenden
80er bei uns in der Gemeinde vor allem Bauern, aber auch einige andere.
In Schwaz wird heute noch an einer Stelle, die von der Strömung begünstigt
ist, diese Form der Treibholzbringung betrieben.
* Mit kleinen Tipps viel Sparen:
BUCHTIPP (von Helga):
Lust auf Natur pur. Selbst anbauen, gesund einkaufen, natürlich geniessen
Bechtermünz (2001), ISBN-10: 3828910971, Pleterski (Autor)
in diesem Buch sind tolle Tipps über Selbstversorgung, Leben in und mit der
Natur (Waldläufer/Pfadfinder...) Mit Jahressammelkalender für Wildpflanzen, Pilze..
Wie man mit einfachen Mitteln sich in der Natur zurechtfindet und die Natur
nutzt und vieles mehr...
Kann es nur empfehlen!
Buchtipp auch auf: http://www.derknauserer.at/buch.php
WURSTZIPFEL (von Gila)
Ich esse für mein Leben gerne Wurst. Leider ist das Vergnügen nicht ganz billig.
Da vielen mir die Erzählungen meiner Omi ein. In der schlechten Zeit sprich
Nachkriegszeit ging sie bei Ihrem Metzger nach Wurstzipfeln fragen und bekam diese
recht günstig. Es kostete mich nur etwas Überwindung und heute spare ich damit
enorm viel Geld, ich bekomme sie nämlich geschenkt.
LAUNIGES ZUM WARMWASSERVERSCHWENDEN (von Frank):
Auf Campingplätzen staune ich immer wieder, wie mit dem Warmwasser umgegangen wird,
es gibt Leute, die waschen unter vollem Strahl ihr weniges Geschirr und verbrauchen
für einen Abwasch meinen Monatsbedarf. Oder duschen eine halbe Stunde. Zum
Verschwenden lassen sie sich erziehen in Mietwohnungen, wo in der Schweiz der
Warmwasserverbrauch meist pauschal mit den Nebenkosten abgerechnet wird.
Wie von Durchschnittsbürgern gedankenlos mit Energie umgegangen wird, zeigte
mir vor Jahren auch folgendes Erlebnis beim Militär: Nach einer schweissigen
Woche in den Bergen, ohne gute Waschgelegenheiten, ergab sich am Samstag die
Gelegenheit zum Duschen. Der Boiler fasste 400 Liter, mehr als genug für uns 20
Leute. Während die ersten 2 duschten, putzten sich die anderen die Zähne und
rasierten sich, alle unter laufendem Warmwasserhahnen. Dann war das Warmwasser
alle, und die weiteren 18 durften kalt duschen oder verzichteten.
Reaktionen auf Knauserer 05/2008
Naturgemäß hat der Artikel von Andreas viele Reaktionen hervorgebracht. Siehe
auch die Diskussion im Knausererforum:
http://einfach-leben.freeky.at/read.php?17,6139,6139#msg-6139
Hier eine Reaktion von Harry:
Ich finde den Artikel von Andreas sehr gut, zumindest seine Ansichten über billige
Lebensmittel contra Bio. Ich kaufe auch lieber das Teurere aus der Region, weiß
dafür woher das Zeugs kommt und was da drinnen ist. So fördere ich auch die
regionalen Bauern und Produzenten, somit haben meine Kinder auch Hoffnung auf
einen Arbeitsplatz/Lehrstelle in der Nähe. Man kann nicht dauernd über Flugzeuge
und LKW schimpfen und dann aber durch seinen Einkauf genau das fördern - na sollen
die billigen Kartoffeln aus Ägypten von selber zu uns in die Geschäfte fliegen?
Hier soll sich jeder selber an der Nase nehmen, der meint, dass es sich rentiert
zu Auslandsprodukten zu greifen um einige wenige cent zu sparen.
Mir hat bei unserer Filmveranstaltung im März bei der Podiumsdiskussion gesagt,
dass sie auf Grund des Preises gezwungen werden das ausländische Zeug zu kaufen
weil sie es sich anders nicht leisten können. Da habe ich sehr dagegenhalten
müssen und ihm gesagt, dass die Produkte bei uns im Dorf ab Hof noch billiger
sind als das "Zeug" im Supermarkt (z.B. Käse 9¤, Milch 0,6¤, Äpfel, Kartoffel...)
und trotzdem gehen die Leute nicht (oder sehr wenige Idealisten wie du und ich)
dort hin einkaufen, also kann das mit dem Preisargument NICHT STIMMEN.
Für den Knauserer 07/2008 sind folgende Themen geplant.
Ich werde diese Themen im Diskussionsforum auch zur Diskussion
stellen. E-Mails mit euren Tipps und Meinungen sind aber auch
herzlich willkommen.
- Schenk dir selber einen Tag der Kontemplation - das Konzept des Sabbat
- Kindergeburtstag - nur am Geld gespart nicht am Erlebnis
- Die Erich Fromm Reihe - die besten Stellen aus dem Buch "Haben oder Sein"
- Wieviel Paar Schuh braucht man/frau? - Betrachtungen zum Thema BRAUCHEN
- Strom aus Sch.... (John Seymours Kraftwerksidee)
Forum: http://www.derknauserer.at
E-Mail: mailto: info ät derknauserer.at
Impressum:
Der Knauserer ist ein kostenloses E-Zine, das ca.
12mal jaehrlich erscheint. Herausgeber: Michaela
Brötz, info ät derknauserer.at - www.derknauserer.at
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