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Frankfurt, 10.4.08
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Erwerbslosen und Sozialhilfeinitiativen
e.V.(BAG-SHI) ist besorgt um den Gesundheitszustand von Bernd Pfeifer,
der sich seit 6 Wochen in Gütersloh im Hungerstreik befindet. Er fordert
die ARGE Gütersloh auf, ihm gestrichene Arbeitslosengeld II-Leistungen
nachzuzahlen und ihn menschenwürdig zu behandeln.
"Der Hungerstreik eines Menschen, der keine anderen Auswege mehr sieht,
wundert uns nicht." sagt Hinrich Garms, Geschäftsführer der BAG-SHI. "Das
Arbeitslosengeld II reicht nicht zu einem menschenwürdigen Leben und
einer Teilhabe an der Gesellschaft."
Das Sozialgesetzbuch II, in dem das Arbeitslosengeld II geregelt ist,
wurde so entworfen, dass permanent Druck auf die BezieherInnen ausgeübt
wird. Dabei können Ämter unrechtmäßig Repressionen ausüben, ohne dass
Betroffene wirksame Rechtsmittel dagegen haben.
Auch durch die diversen Kampagnen über angebliche "Sozialschmarotzer"
nehmen viele Behörden die reale Situation von Betroffenen nicht wahr.
Gleichzeitig werden Mittel für Beratungsstellen gestrichen und die Wege
über die Sozialgerichte erschwert, um in den öffentlichen Kassen zu
sparen. Die Verantwortlichen - Behörden und Politiker - brauchen sich
nicht zu wundern, dass Betroffene an einen Punkt kommen, an dem sie keine
anderen Auswege mehr finden.
Wir fordern die GT aktiv GmbH als verantwortliche Behörde dazu auf, auf
Bernd Pfeifer zuzugehen. Wir hoffen, das Bernd Pfeifer seinen
Hungerstreik so schnell wie möglich unterbrechen oder beenden kann und
bitten ihn, sein Leben und seine Gesundheit nicht weiter zu gefährden.
Hinrich Garms,
Geschäftsführer BAG-SHI
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