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Die Bilanz der Agenda 2010 ist verheerend

Die Bilanz der Agenda 2010 ist verheerend

...Das Erwerbslosen Forum Deutschland zu fünf Jahren Agendapolitik

Berlin/Bonn - Fünf Jahre nach der Agenda-Rede des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) hat das Erwerbslosen Forum Deutschland eine verheerende Bilanz der Reformen gezogen. Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland bezeichnete die Agenda 2010 als schlimmsten Auftakt des Sozialkahlschlags in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands. Einzig für Finanz- und Großunternehmen sei die Agenda ein kapitaler Erfolg gewesen, indem -trotz Rekordgewinne - massiv Arbeitsplätze abgebaut und Hungerlöhne salonfähig gemacht wurden. Dank der Agenda gebe es heute wieder ein Heer von verarmten Menschen, stetig steigende Kinderarmut, Zweiklassen-Gesellschaft in Bildung und Gesundheit.

»Die Folgen der Agenda 2010 sind dramatisch und zeigen mit Hartz IV und der nicht abnehmenden Zahl der Betroffenen, dass es Sozialdemokraten waren, die dem Raubtierkapitalismus Tür und Tore geöffnet haben. Wer so die Heuschrecken förmlich eingeladen hat, darf sich heute nicht wundern, dass diese sich nicht an die soziale Marktwirtschaft oder den Schutz unserer Umwelt halten. Es liegt in der Natur des Kapitals, dass es weder Gewissen, noch soziale Verantwort hat und hemmungslos die Ressourcen dafür bentutz«, so Martin Behrsing heute in Bonn. Die Initiative betonte, dass der wirtschaftliche Aufschwung nur auf die reduziert bliebe, die sich vorher schon kaum Gedanken über ihre persönliche Zukunft machen mussten. Sowohl für Erwerbstätige, als auch für das Heer der Erwerbslosen führe der Aufschwung dazu, dass wegen der Preissteigerungen noch weniger im Portmonee übrig bleiben würde. »Hartz IV, ein Teil der Angedapolitik, zeigt nur zu deutlich, wie hemmungslos sich Wirtschaftsunternehmen am Staat bedienen und nahezu resistent gegenüber allen anderen gesellschaftlichen Verpflichtungen sind«, so Behrsing.

...Das Erwerbslosen Forum Deutschland setzt sich für eine Abkehr dieser verfehlten Politik ein und fordert in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik die Rücknahme der unmenschlichen Repressalien gegenüber
Sozialleistungsbezieher, 10 Euro Mindeststundenlohn, repressionsfreie Erhöhung der Sozialleistungen auf 500 Euro zuzüglich Kosten der Unterkunft und die Einführung der 30-Stundenwoche. Ziel müsse die völlige Abkehr der Hartz IV-Ideologie sein.

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14.03.08    Sabine Ellersick <S.ELLERSICK@NADESHDA.org>
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