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Notruf aus Kopenhagen:

Das „Gaderummet“ ist ein prämiertes Kopenhagener Projekt, das jungen, obdachlosen Leuten mit sozialen und/oder psychischen Problemen psycho-soziale Hilfe anbietet. Im Mai letzten Jahres hat die Kommune Kopenhagen, die das Projekt mitfinanziert hatte, die Finanzierung gestoppt, mit der Begründung, Gaderummet "wolle sich nicht der Psychiatrie unterordnen".

Hier der Notruf, den Marian B. Goldstein vergangene Woche losgeschickt hat:


Hallo,

hier ein "Notruf": "Gaderummet" (ein Raum in der Strasse) ist ein prämiertes Kopenhagener Projekt, das jungen, obdachlosen Leuten mit sozialen und/oder psychischen Problemen psycho-soziale Hilfe anbietet. Im Mai letzten Jahres hat die Kommune Kopenhagen, die das Projekt mitfinanziert hatte, die Finanzierung gestoppt, mit der Begründung, Gaderummet "wolle sich nicht der Psychiatrie unterordnen". Geplant war, die psycho-soziale Hilfe in medizinische umzuwandeln. Gaderummet sagte "nein" dazu. Auch weil die meisten der Jugendlichen medizinische "Hilfe" ausprobiert und als wenig bis gar nicht hilfreich empfunden hatten.

Seit Mai 2007 hat Gaderummet sich nun eigenständig gerade mal so durchschlagen können. Kopenhagener Politiker wollen jetzt den Mietvertrag für die Gebäude, wo Gaderummet sich befindet, gerichtlich kündigen lassen. Das Projekt würde dann endgültig der Vergangenheit angehören, die jungen Leute würden einer Zukunft in der Psychiatrie respektive auf der Strasse, mit Drogenmissbrauch und Kriminalität, entgegensehen. MindFreedom hat hier: http://www.mindndfreedom.org/kb/mental-health-alternatives/consumer-run/save-gaderummet einen Alert, wo man sehen kann, was man tun kann, um Gaderummet zu helfen.

Gaderummet selbst hat eine Unterschriftensamlung gestartet: http://www.bevargaderummet.underskrifter.dk/index.php

Hier eine Übersetzung des Textes:
Gaderummet war durch 12 Jahre hindurch Tag und Nacht offen. Zahlreiche obdachlose und ausgestossene Jugendliche mit Problemen von sowohl sozialer wie psychischer Art sind angenommen worden und haben Hilfe bekommen. Im Gaderummet ist man nicht zu psychiatrischer Hilfe gezwungen, sondern kann selbst entscheiden, welchen Weg und welche Methode man anwenden mochte, um wieder sein Leben in den Griff zu bekommen, mit professioneller und menschlicher Hilfe. Und das hat geholfen!

Jetzt schliesst die Kommune Kopenhagen diese einzigartige Einrichtung, die ein gerühmtes und prämiertes sozialpsychologisches Projekt ist, aufgrund von Beschuldigungen über mangelnde Zusammenarbeit mit der Psychiatrie.

Helft Gaderummet und unterschreibt diesen Protest gegen die Schliessung - gleichzeitig stimmt ihr für:

Die Freiheit eine Behandlung mit oder ohne Medizin wählen zu können! Die Freiheit seinen Behandelnden selbst wählen zu können!
Und nicht zuletzt - die Möglichkeit wählen zu können!

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Danke!!! Marian, für Kalle, Peter, Alina und alle anderen im Gaderummet


Mehr infos findet Ihr auf Marians englischsprachigen Blog "Different Thoughts": http://diffthoughts.blogspot.com
infos auf deutsch:
http://diffthoughts.blogspot.com/2008/02/gaderummet-info-auf-deutschinfo-inhtml

17.02.08    VielFalter <zwischendenwelten@web.de>
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