|
This is a multi-part message in MIME format.
--------------070605030407070503050608
Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-15; format=flowed
Content-Transfer-Encoding: 8bit
"Die Fortsetzung des deutsch-brasilianischen Bombengeschäfts mit
anderen Mitteln"
Die Umweltminister Deutschlands und Brasiliens, Sigmar Gabriel und
Marina Silva, kündigten Ende April 2008 die Unterzeichnung eines
deutsch-brasilianischen bilateralen Energieabkommens noch im Mai dieses
Jahres, anläßlich des Besuchs von Bundeskanzlerin Merkel in Brasilien,
an. Der Bundesumweltminister zeigte sich angetan von den brasilianischen
Beteuerungen, "nur 1 Prozent der Ackerfläche" Brasiliens werde für
Ethanolkraftstoffanbau genutzt, und "bestehende Kriterien" würden die
"Nachhaltigkeit" brasilianischen Ethanols gewährleisten. "Von dem, was
ich gehört habe, können wir am Import festhalten", sagte Gabriel, und
ergänzte, man müsse den Brasilianern die "Chance geben, uns durch
Zertifikate zu beweisen, dass es machbar ist". Soziale Bewegungen und
Organisationen Brasiliens laufen gegen die Äußerungen der beiden
Umweltminister und das geplante Abkommen Sturm.
Das von Gabriel und Silva angekündigte Kooperationsabkommen knüpft an
den 1975 zwischen Brasilien und der Bundesrepublik Deutschland
unterzeichneten Vertrag über die Lieferung von Atomkraftwerken des
Konzerns Siemens/KWU an Brasilien an. Während die brasilianische Seite
den Reaktor Angra I von der us-amerikanischen Westinghouse bereits im
Jahre 1971 gekauft und im Jahre 1982 in Betrieb genommen hatte, wurde
Angra II aus der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1976 gekauft, mit
Hilfe einer deutschen Hermes-Bürgschaft finanziert und im Jahr 2000 in
Betrieb genommen. Das "deutsch-brasilianische Bombengeschäft" umfaßte
des weiteren die Lieferung der Technik für Angra III, deren Bestandteile
laut Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage im Bundestag
aus dem Jahr 2000 zu "75 % der Komponenten für Angra 3 nach Brasilien
geliefert und dort aus Qualitätssicherungsgründen mit hohem Aufwand
eingelagert" wurden. Die Schulden- und Zinszahlungen für dieses Geschäft
haben den brasilianischen Staatshaushalt über Jahre extrem belastet.
Gebaut wurden die Reaktoren Angra I und II ohne vorherige
Standortprüfung am Strand von Itaorna ("Fauler Stein") bei Angra dos
Reis auf zu sandigem Boden. Zudem wurden die von Kritikern stets
geäußerten Befürchtungen, das brasilianische Militär hätte in den 1980er
Jahren versucht, mittels Urananreicherung in den Besitz von Atombomben
zu gelangen, dann nach dem Übergang zur Demokratie, Anfang der 1990er
Jahre, von der brasilianischen Regierung durch die offizielle
Einstellung sämtlicher diesbezüglicher Aktivitäten bestätigt.
Dieses Bombengeschäft wurde damals hierzulande als größtes deutsches
Exportgeschäft aller Zeiten gefeiert. Grundlage dieses "Bombengeschäfts"
der 1970er und 1980er Jahre war das "Abkommen zwischen der Föderativen
Republik Brasilien und der Bundesrepublik Deutschland auf dem Gebiet der
friedlichen Nutzung der Kernenergie", unterzeichnet am 27. Juni 1975 und
inkraftgetreten am 18.11.1975. Dieses Abkommen ist bis zum heutigen Tage
gültig, da die Geltungsdauer dieses Regierungsabkommens zwischen
Brasilien und Deutschland zwar laut Unterzeichnung 15 Jahre beträgt, bei
Vertragsunterzeichnung aber ebenfalls "als stillschweigende
Vereinbarung" festgehalten wurde, dass sich das Abkommen automatisch "um
jeweils 5 Jahre" verlängert, bei einer Kündigungsfrist von jeweils 12
Monaten.
Im Jahr 2004 gab es - im Anschluß an den von der Bundesregierung im
Jahre 2000 beschlossenen "Atomausstieg" - Versuche seitens der
rot-grünen Bundesregierung, das Atomabkommen mit Brasilien in ein
Erneuerbare-Energien-Abkommen umzuwidmen. Die Bundesregierung
argumentierte damals, nach fast 30 Jahren seien die "zentralen Ziele"
des Abkommens erreicht. Der letzte turnusmäßige "automatische
Verlängerungstermin" war der 18.November 2004. Auf deutscher Seite waren
damals das Wirtschaftsministerium, diverse SPD-Politiker und die
Atomwirtschaft und auf brasilianischer Seite Teile von Politik und
Wirtschaft nicht glücklich mit einer "Beschränkung" auf einen Vertrag um
Erneuerbare Energien, so wurde das Problem des status quo durch den
Austausch einer diplomatischen Note umgangen, - und somit vertagt. Beide
Regierungsseiten einigten sich damals auf die "Lösung" des Problems um
Weiterführung, Umwidmung oder Kündigung des Atomvertrags mittels
Austausches diplomatischer Noten, indem die bundesdeutsche Seite in
Funktion des Aussenministeriums die Ersetzung des Atomabkommens durch
ein Kooperationsabkommen auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien als
"opportun" bezeichnet, ohne dass es bislang zu einer Unterzeichnung
gekommen wäre.
Nun soll aus dem "deutsch-brasilianischen Bombengeschäft" ein neues
"Bombengeschäft" werden, diesmal allerdings mit anderen Mitteln: Statt
mit Atomreaktoren handeln Brasilien und Deutschland nun mit
Agrokraftstoffen, der Technologietransfer betrifft nicht mehr
Urananreicherung und Wiederaufbereitung, sondern Fermentation oder
Veresterung; die Energie kommt nicht mehr aus der Kernspaltung, sondern
aus der Biomasseverbrennung; "Nachhaltigkeit" wird weiterhin beschworen
durch vermeintliche "CO2-Neutralität", und der Vertrieb und die Profite
verbleiben bei den transnationalen Konzernen, einzig die Sektoren haben
sich verschoben von den Energiemultis vermehrt hin zu Agroenergiemultis;
die Kosten tragen Verbraucher, kleinbäuerliche Landwirtschaft, indigene
Gemeinschaften, Umwelt und Biodiversität. Der genaue Inhalt des Anfang
Mai von beiden Regierungen zu unterzeichnenden Abkommens hingegen wird
vor Vertragsunterzeichnung nicht bekanntgegeben: Laut Auskunft des
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung vom 7.Mai 2008 werden
"grundsätzlich jegliche Abkommen allenfalls veröffentlich[t], nachdem
sie unterzeichnet sind".
Die brasilianische Zivilgesellschaft und soziale Bewegungen kritisieren
das Abkommen scharf. Lucia Ortiz, Koordinatorin von Amigos da
Terra/Brasil konstatiert, dass selbst nach 30jähriger Erfahrung mit
Alkoholkraftstoffen Brasilien es noch immer nicht geschafft hat, die
gravierenden sozialen und Umweltauswirkungen der Ethanolproduktion zu
beherrschen. Ortiz bezweifelt die Angaben der brasilianischen
Umweltministerin, Brasilien sei in der Lage, den Export von "an
bestehenden Kriterien" messbaren nachhaltigen Ethanol nach Deutschland
zu gewährleisten. "Wenn die Staatsfirma Petrobrás in der gesamten
Produktionskette des Ethanols die Erfordernisse des Waldstatuts (Código
Florestal), der Arbeitsgesetzgebung (Legislação Trabalhista) und der
ILO-Konvention 169 durchsetzen und respektieren würde, dann wäre sie
heute nicht einmal in der Lage, den Inlandsmarkt zu bedienen", betont
Ortiz. Die sozialen Bewegungen und Organisationen Brasiliens verfaßten
eine Gemeinsame Erklärung, inder sie die von Sigmar Gabriel und Marina
Silva propagierte Existenz von Nachhaltigkeitskriterien bezweifeln, die
vermeintlich in Brasilien in der Produktion von Agrotreibstoffen
Anwendung finden würden. Weder seien solche Kriterien von der Regierung
definiert worden, noch fände dergleichen in der Praxis Anwendung, heißt
es in dem Brief.
In der auch von der brasilianischen Landlosenbewegung MST, von der
katholischen Landpastoral CPT und Via Campesina Brasilien
unterzeichneten Erklärung der Conferência Nacional de Agroenergia lehnen
"soziale Bewegungen und Organisationen aus ganz Brasilien den Export von
Agroenergie und die weltweite Expansion des Agrotreibstoffmarktes ab und
prangern erneut sowohl die Menschenrechtsverletzungen in der
Ethanolproduktion in Brasilien als auch die Auswirkungen auf die
Biodiversität an". Die sozialen Bewegungen und Organisationen Brasiliens
fordern stattdessen "Ernährungs- und Energiesouveränität der Menschen,
und treten ein für Agrarreform und für die lokale und agroökologische
bäuerliche Landwirtschaft als richtige Lösung für die globale
Lebensmittel-, Umwelt und Energiekrise".
Christian Russau (Mitarbeiter im Forschungs- und Dokumentationszentrum
Chile-Lateinamerika - FDCL, Berlin, und Vorstandsmitglied der
Kooperation Brasilien - KoBra, Freiburg), Mai 2008
Link: http://fdcl-berlin.de/index.php?id09#c3164
_Deutschsprachige Übersetzung der Erklärung sozialer Bewegungen und
Organisationen Brasilien:_
"Soziale Bewegungen und Organisationen lehnen Exporte von Ethanol und
anderen Agrokraftstoffen ab und klagen die Nicht-Nachhaltigkeit der
brasilianischen Ethanolproduktion an"
_Brasília, 06/05/2008_ Die brasilianische Umweltministerin Marina Silva
versicherte in der vergangenen Woche dem bundesdeutschen Umweltminister,
Sigmar Gabriel, dass die in Brasilien gültigen "Kriterien" die
Nachhaltigkeit der brasilianischen Ethanolproduktion garantieren würden.
Dies vor dem Hintergrund, dass zwischen beiden Ländern Anfang der Woche
ein bilaterales Energiekooperationsabkommen unterzeichnet werden soll,
dessen Gegenstand auch die Förderung des Export von Agrokraftstoffen
sein soll.
Die brasilianische Zivilgesellschaft bezweifelt die Existenz jeglicher
Nachhaltigkeitskriterien, die vermeintlich in Brasilien in der
Produktion von Agrokraftstoffen Anwendung finden würden; weder seien
solche Kriterien von der Regierung definiert worden, noch fände
dergleichen in der Praxis Anwendung. Wie schon in der gemeinsamen
Erklärung der Landeskonferenz zu Agroenergie ("Conferência Nacional de
Agroenergia") in Curitiba, im Oktober 2007, lehnen soziale Bewegungen
und Organisationen aus ganz Brasilien den Export von Agroenergie und die
weltweite Expansion des Agrokraftstoffmarktes ab und prangern erneut
sowohl die Menschenrechtsverletzungen in der Ethanolproduktion in
Brasilien als auch die Auswirkungen auf die Biodiversität an. Vor kurzem
haben mehrere bundesdeutsche Organisationen (FIAN und die Hilfswerke
Miseror, EED und Brot für die Welt) eine internationale
Fact-Finding-Mission nach Brasilien geleitet, um die Vorwürfe zu
überprüfen und die Regierungen und Zivilgesellschaft Europas auf die
Mißstände aufmerksam zu machen.
Die Regierung von Präsident Lula versucht das Zuckerrohr herauszunehmen
aus der weltweiten Debatte um die Krise der Lebensmittelpreise und die
Auswirkungen der Konkurrenz von Lebensmitteln und Energie. Mit ihrer
Erklärung reiht sich die Ministerin Marina Silva in die Taskforce der
Regierung ein, um Zuckerrohr um jeden Preis zu verkaufen. Anstatt den
Zuckerrohr-Ethanol-Sektor zu hofieren, sollte unserer Meinung nach die
brasilianische Regierung sich an der notwendigen demokratischen Debatte
über die schwerwiegenden Impakte der Ausweitung des Agroenergiebusiness
auf die Landbevölkerung und die Biodiversität beteiligen.
Wir, die unterzeichnenden Bewegungen und Organisationen der
brasilianischen Zivilgesellschaft, bestehen auf der Notwendigkeit, die
Wurzel des Problems anzugehen: das nicht-nachhaltige Energieproduktions-
und Energiekonsummodell, und verurteilen Agrokraftstoffe als falsche
Lösung für den Klimawandel. Wir treten ein für Ernährungs- und
Energiesouveränität der Menschen, für die Agrarreform und für die lokale
und agroökologische bäuerliche Landwirtschaft als richtige Lösung für
die globale Lebensmittel-, Umwelt und Energiekrise.
UnterzeichnerInnen des Abschlußdokuments der Conferência Nacional de
Agroenergia: Via Campesina Brasil: Movimento dos Trabalhadores Rurais
Sem Terra (MST), Movimento dos Pequenos Produtores (MPA), Movimento das
Mulheres Camponesas (MMC) e Movimentos dos Atingidos Por Barragens
(MAB), Pastoral da Juventude Rural (PJR), Comissão Pastoral da Terra
(CPT), a Federação dos Estudantes Agronomia do Brasil (FEAB); Conselho
Indigenista Missionário (CIMI); CUT, REBRIP, FBOMS, GT Energia do FBOMS,
Terra de Direitos, Amigos da Terra- Nat Brasil, FASE, Plataforma DHESCA
Brasil, IEEP, REPAS, Cooperbio, Rede Ecossocialista, Fetrasp, Feraesp,
SindPetro. UnterzeichnerInnen dieser Erklärung: FIAN Brasil- Rede de
Informação e Ação pelo Direito a Se Alimentar, Centro Ecológico, Inesc -
Instituto de Estudos Socioeconômicos e Rede Social de Justiça e Direitos
Humanos
[Übersetzung FDCL]
Link: http://fdcl-berlin.de/index.php?id09#c3174
Portugiesischsprachiges Originaldokument der sozialen Bewegungen und
Organisationen:_
"Movimentos Sociais e organizações não aceitam a exportação de etanol e
outros agrocombustíveis e denunciam a insustentabilidade da produção do
etanol brasileiro"
_Brasília, 06/05/2008_ A Ministra Marina garantiu na semana passada ao
Ministro do Meio Ambiente alemão, Sigmar Gabriel, a existência de
'critérios' que garantem a sustentabilidade na produção de etanol
brasileira às vésperas da assinatura de um contrato bilateral de
cooperação energética entre os dois países; o acordo deve promover a
exportação de agrocombustíveis.
A sociedade civil brasileira desconhece a existência de quaisquer
critérios de sustentabilidade supostamente adotados no Brasil para a
produção de agrocombustíveis, bem como a forma que tenham sido definidos
pelo Governo ou implementados na prática. Além disso, conforme a
declaração conjunta da Conferência Nacional de Agroenergia, (Curitiba,
outubro 2007) movimentos sociais e organizações de todo o país rejeitam
a produção para exportação e a expansão mundial do mercado
agrocombustíveis e vêm reiterar a denúncia sobre as violações de
direitos humanos na cadeia de produção do etanol no Brasil, bem como os
impactos sobre a biodiversidade. Recentemente um conjunto de
organizações alemãs (FIAN, as agências Misereor, EED e Pão Para o Mundo)
realizaram uma missão internacional investigativa ao país para averiguar
as denúncias, alertar os governos e a sociedade civil européia.
O governo do Presidente Lula tenta eximir o etanol de cana do debate
mundial sobre a crise do preço dos alimentos e os impactos da competição
entre alimentos e energia. Com sua declaração, a Ministra Marina Silva
reforça a 'força tarefa' do governo para vender o etanol a qualquer
custo. Entendemos que o governo brasileiro deveria neste momento - ao
invés de fazer coro ao setor sucroalcooleiro - assumir o debate
democrático e necessário sobre os graves impactos da expansão do
agronegócio de energia sobre as populações camponesas e sobre a
biodiversidade.
Nós, os movimentos e organizações da sociedade civil brasileiras abaixo
relacionados, defendemos que é preciso tratar da raiz do problema -- o
modelo de produção e de consumo insustentável de energia -- e que o
agrocombustíveis são uma falsa solução às mudanças climáticas.
Defendemos a Soberania Alimentar e Energética dos povos, a reforma
agrária, e a produção camponesa, local e agroecológica, como verdadeira
solução para a crise alimentar, ambiental e energética global.
Assinaram o documento final da Conferência Nacional de Agroenergia: Via
Campesina Brasil: Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra (MST),
Movimento dos Pequenos Produtores (MPA), Movimento das Mulheres
Camponesas (MMC) e Movimentos dos Atingidos Por Barragens (MAB),
Pastoral da Juventude Rural (PJR), Comissão Pastoral da Terra (CPT), a
Federação dos Estudantes Agronomia do Brasil (FEAB); Conselho
Indigenista Missionário (CIMI); CUT, REBRIP, FBOMS, GT Energia do FBOMS,
Terra de Direitos, Amigos da Terra- Nat Brasil, FASE, Plataforma DHESCA
Brasil, IEEP, REPAS, Cooperbio, Rede Ecossocialista, Fetrasp, Feraesp,
SindPetro. Assinam esta declaração: FIAN Brasil- Rede de Informação e
Ação pelo Direito a Se Alimentar, Centro Ecológico, Inesc - Instituto de
Estudos Socioeconômicos e Rede Social de Justiça e Direitos Humanos
Link: http://fdcl-berlin.de/index.php?id09#c3175
_Zum Hintergrund der Geschichte des "deutsch-brasilianischen
Bombengeschäfts"_. Die Publikation von den Lateinamerika Nachrichten und
FDCL aus dem Jahre 1980 zum Deutsch-Brasilianischen Bombengeschäft
findet sich online unter folgendem Link:
http://fdcl-berlin.de/index.php?idg7
--
Doppelsendungen bitten wir zu entschuldigen!
Wer keine weiteren mails mehr erhalten möchte, wird bei Rückmeldung umgehend aus dem Verteiler gestrichen!
FDCL
Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V.
Centro de Investigación y Documentación Chile-América Latina
Centro de Pesquisa e Documentação Chile-América Latina
Center for Research and Documentation Chile-Latin America
Gneisenaustraße 2a
D-10961 Berlin
Fon: ++49-(0)30-693 40 29
Fax: ++49-(0)30-692 65 90
email: info[at]fdcl.org
Weitere Informationen unter:
http://www.fdcl-berlin.de
FDCL e.V.:
Vereinsregister-Nr. 5010 Nz * Amtsgericht Charlottenburg
Vorstandsvorsitzende Petra Schlagenhauf
--------------070605030407070503050608
Content-Type: text/html; charset=ISO-8859-15
Content-Transfer-Encoding: 8bit
<!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN">
<html>
<head>
</head>
<body bgcolor="ffffff" text="000000">
<b>"Die Fortsetzung des deutsch-brasilianischen Bombengeschäfts mit
anderen Mitteln"</b><br>
<br>
Die Umweltminister Deutschlands und Brasiliens, Sigmar Gabriel und
Marina Silva, kündigten Ende April 2008 die Unterzeichnung eines
deutsch-brasilianischen bilateralen Energieabkommens noch im Mai dieses
Jahres, anläßlich des Besuchs von Bundeskanzlerin Merkel in Brasilien,
an. Der Bundesumweltminister zeigte sich angetan von den
brasilianischen Beteuerungen, "nur 1 Prozent der Ackerfläche"
Brasiliens werde für Ethanolkraftstoffanbau genutzt, und "bestehende
Kriterien" würden die "Nachhaltigkeit" brasilianischen Ethanols
gewährleisten. "Von dem, was ich gehört habe, können wir am Import
festhalten", sagte Gabriel, und ergänzte, man müsse den Brasilianern
die "Chance geben, uns durch Zertifikate zu beweisen, dass es machbar
ist". Soziale Bewegungen und Organisationen Brasiliens laufen gegen die
Äußerungen der beiden Umweltminister und das geplante Abkommen Sturm.<br>
<br>
Das von Gabriel und Silva angekündigte Kooperationsabkommen knüpft an
den 1975 zwischen Brasilien und der Bundesrepublik Deutschland
unterzeichneten Vertrag über die Lieferung von Atomkraftwerken des
Konzerns Siemens/KWU an Brasilien an. Während die brasilianische Seite
den Reaktor Angra I von der us-amerikanischen Westinghouse bereits im
Jahre 1971 gekauft und im Jahre 1982 in Betrieb genommen hatte, wurde
Angra II aus der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1976 gekauft, mit
Hilfe einer deutschen Hermes-Bürgschaft finanziert und im Jahr 2000 in
Betrieb genommen. Das "deutsch-brasilianische Bombengeschäft" umfaßte
des weiteren die Lieferung der Technik für Angra III, deren
Bestandteile laut Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage
im Bundestag aus dem Jahr 2000 zu "75 % der Komponenten für Angra 3
nach Brasilien geliefert und dort aus Qualitätssicherungsgründen mit
hohem Aufwand eingelagert" wurden. Die Schulden- und Zinszahlungen für
dieses Geschäft haben den brasilianischen Staatshaushalt über Jahre
extrem belastet. Gebaut wurden die Reaktoren Angra I und II ohne
vorherige Standortprüfung am Strand von Itaorna ("Fauler Stein") bei
Angra dos Reis auf zu sandigem Boden. Zudem wurden die von Kritikern
stets geäußerten Befürchtungen, das brasilianische Militär hätte in den
1980er Jahren versucht, mittels Urananreicherung in den Besitz von
Atombomben zu gelangen, dann nach dem Übergang zur Demokratie, Anfang
der 1990er Jahre, von der brasilianischen Regierung durch die
offizielle Einstellung sämtlicher diesbezüglicher Aktivitäten bestätigt.<br>
<br>
Dieses Bombengeschäft wurde damals hierzulande als größtes deutsches
Exportgeschäft aller Zeiten gefeiert. Grundlage dieses
"Bombengeschäfts" der 1970er und 1980er Jahre war das "Abkommen
zwischen der Föderativen Republik Brasilien und der Bundesrepublik
Deutschland auf dem Gebiet der friedlichen Nutzung der Kernenergie",
unterzeichnet am 27. Juni 1975 und inkraftgetreten am 18.11.1975.
Dieses Abkommen ist bis zum heutigen Tage gültig, da die Geltungsdauer
dieses Regierungsabkommens zwischen Brasilien und Deutschland zwar laut
Unterzeichnung 15 Jahre beträgt, bei Vertragsunterzeichnung aber
ebenfalls "als stillschweigende Vereinbarung" festgehalten wurde, dass
sich das Abkommen automatisch "um jeweils 5 Jahre" verlängert, bei
einer Kündigungsfrist von jeweils 12 Monaten.<br>
<br>
Im Jahr 2004 gab es - im Anschluß an den von der Bundesregierung im
Jahre 2000 beschlossenen "Atomausstieg" - Versuche seitens der
rot-grünen Bundesregierung, das Atomabkommen mit Brasilien in ein
Erneuerbare-Energien-Abkommen umzuwidmen. Die Bundesregierung
argumentierte damals, nach fast 30 Jahren seien die "zentralen Ziele"
des Abkommens erreicht. Der letzte turnusmäßige "automatische
Verlängerungstermin" war der 18.November 2004. Auf deutscher Seite
waren damals das Wirtschaftsministerium, diverse SPD-Politiker und die
Atomwirtschaft und auf brasilianischer Seite Teile von Politik und
Wirtschaft nicht glücklich mit einer "Beschränkung" auf einen Vertrag
um Erneuerbare Energien, so wurde das Problem des status quo durch den
Austausch einer diplomatischen Note umgangen, - und somit vertagt.
Beide Regierungsseiten einigten sich damals auf die "Lösung" des
Problems um Weiterführung, Umwidmung oder Kündigung des Atomvertrags
mittels Austausches diplomatischer Noten, indem die bundesdeutsche
Seite in Funktion des Aussenministeriums die Ersetzung des
Atomabkommens durch ein Kooperationsabkommen auf dem Gebiet der
erneuerbaren Energien als "opportun" bezeichnet, ohne dass es bislang
zu einer Unterzeichnung gekommen wäre.<br>
<br>
Nun soll aus dem "deutsch-brasilianischen Bombengeschäft" ein neues
"Bombengeschäft" werden, diesmal allerdings mit anderen Mitteln: Statt
mit Atomreaktoren handeln Brasilien und Deutschland nun mit
Agrokraftstoffen, der Technologietransfer betrifft nicht mehr
Urananreicherung und Wiederaufbereitung, sondern Fermentation oder
Veresterung; die Energie kommt nicht mehr aus der Kernspaltung, sondern
aus der Biomasseverbrennung; "Nachhaltigkeit" wird weiterhin beschworen
durch vermeintliche "CO2-Neutralität", und der Vertrieb und die Profite
verbleiben bei den transnationalen Konzernen, einzig die Sektoren haben
sich verschoben von den Energiemultis vermehrt hin zu
Agroenergiemultis; die Kosten tragen Verbraucher, kleinbäuerliche
Landwirtschaft, indigene Gemeinschaften, Umwelt und Biodiversität. Der
genaue Inhalt des Anfang Mai von beiden Regierungen zu unterzeichnenden
Abkommens hingegen wird vor Vertragsunterzeichnung nicht
bekanntgegeben: Laut Auskunft des Presse- und Informationsamt der
Bundesregierung vom 7.Mai 2008 werden "grundsätzlich jegliche Abkommen
allenfalls veröffentlich[t], nachdem sie unterzeichnet sind".<br>
<br>
Die brasilianische Zivilgesellschaft und soziale Bewegungen kritisieren
das Abkommen scharf. Lucia Ortiz, Koordinatorin von Amigos da
Terra/Brasil konstatiert, dass selbst nach 30jähriger Erfahrung mit
Alkoholkraftstoffen Brasilien es noch immer nicht geschafft hat, die
gravierenden sozialen und Umweltauswirkungen der Ethanolproduktion zu
beherrschen. Ortiz bezweifelt die Angaben der brasilianischen
Umweltministerin, Brasilien sei in der Lage, den Export von "an
bestehenden Kriterien" messbaren nachhaltigen Ethanol nach Deutschland
zu gewährleisten. "Wenn die Staatsfirma Petrobrás in der gesamten
Produktionskette des Ethanols die Erfordernisse des Waldstatuts (Código
Florestal), der Arbeitsgesetzgebung (Legislação Trabalhista) und der
ILO-Konvention 169 durchsetzen und respektieren würde, dann wäre sie
heute nicht einmal in der Lage, den Inlandsmarkt zu bedienen", betont
Ortiz. Die sozialen Bewegungen und Organisationen Brasiliens verfaßten
eine Gemeinsame Erklärung, inder sie die von Sigmar Gabriel und Marina
Silva propagierte Existenz von Nachhaltigkeitskriterien bezweifeln, die
vermeintlich in Brasilien in der Produktion von Agrotreibstoffen
Anwendung finden würden. Weder seien solche Kriterien von der Regierung
definiert worden, noch fände dergleichen in der Praxis Anwendung, heißt
es in dem Brief.<br>
<br>
In der auch von der brasilianischen Landlosenbewegung MST, von der
katholischen Landpastoral CPT und Via Campesina Brasilien
unterzeichneten Erklärung der Conferência Nacional de Agroenergia
lehnen "soziale Bewegungen und Organisationen aus ganz Brasilien den
Export von Agroenergie und die weltweite Expansion des
Agrotreibstoffmarktes ab und prangern erneut sowohl die
Menschenrechtsverletzungen in der Ethanolproduktion in Brasilien als
auch die Auswirkungen auf die Biodiversität an". Die sozialen
Bewegungen und Organisationen Brasiliens fordern stattdessen
"Ernährungs- und Energiesouveränität der Menschen, und treten ein für
Agrarreform und für die lokale und agroökologische bäuerliche
Landwirtschaft als richtige Lösung für die globale Lebensmittel-,
Umwelt und Energiekrise".<br>
<br>
<small>Christian Russau (Mitarbeiter im Forschungs- und
Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika - FDCL, Berlin, und
Vorstandsmitglied der Kooperation Brasilien - KoBra, Freiburg), Mai 2008<br>
<br>
</small>Link: <a class="moz-txt-link-freetext" href="http://fdcl-berlin.de/index.php?id09#c3164">http://fdcl-berlin.de/index.php?id09#c3164</a><br>
_______________________________________________________<br>
<br>
<u>Deutschsprachige Übersetzung der Erklärung sozialer Bewegungen und
Organisationen Brasilien:</u><br>
<b>“Soziale Bewegungen und Organisationen lehnen Exporte von Ethanol
und anderen Agrokraftstoffen ab und klagen die Nicht-Nachhaltigkeit der
brasilianischen Ethanolproduktion an”</b><br>
<br>
<u>Brasília, 06/05/2008</u> Die brasilianische Umweltministerin Marina
Silva versicherte in der vergangenen Woche dem bundesdeutschen
Umweltminister, Sigmar Gabriel, dass die in Brasilien gültigen
"Kriterien" die Nachhaltigkeit der brasilianischen Ethanolproduktion
garantieren würden. Dies vor dem Hintergrund, dass zwischen beiden
Ländern Anfang der Woche ein bilaterales Energiekooperationsabkommen
unterzeichnet werden soll, dessen Gegenstand auch die Förderung des
Export von Agrokraftstoffen sein soll.<br>
<br>
Die brasilianische Zivilgesellschaft bezweifelt die Existenz jeglicher
Nachhaltigkeitskriterien, die vermeintlich in Brasilien in der
Produktion von Agrokraftstoffen Anwendung finden würden; weder seien
solche Kriterien von der Regierung definiert worden, noch fände
dergleichen in der Praxis Anwendung. Wie schon in der gemeinsamen
Erklärung der Landeskonferenz zu Agroenergie ("Conferência Nacional de
Agroenergia") in Curitiba, im Oktober 2007, lehnen soziale Bewegungen
und Organisationen aus ganz Brasilien den Export von Agroenergie und
die weltweite Expansion des Agrokraftstoffmarktes ab und prangern
erneut sowohl die Menschenrechtsverletzungen in der Ethanolproduktion
in Brasilien als auch die Auswirkungen auf die Biodiversität an. Vor
kurzem haben mehrere bundesdeutsche Organisationen (FIAN und die
Hilfswerke Miseror, EED und Brot für die Welt) eine internationale
Fact-Finding-Mission nach Brasilien geleitet, um die Vorwürfe zu
überprüfen und die Regierungen und Zivilgesellschaft Europas auf die
Mißstände aufmerksam zu machen.<br>
<br>
Die Regierung von Präsident Lula versucht das Zuckerrohr herauszunehmen
aus der weltweiten Debatte um die Krise der Lebensmittelpreise und die
Auswirkungen der Konkurrenz von Lebensmitteln und Energie. Mit ihrer
Erklärung reiht sich die Ministerin Marina Silva in die Taskforce der
Regierung ein, um Zuckerrohr um jeden Preis zu verkaufen. Anstatt den
Zuckerrohr-Ethanol-Sektor zu hofieren, sollte unserer Meinung nach die
brasilianische Regierung sich an der notwendigen demokratischen Debatte
über die schwerwiegenden Impakte der Ausweitung des Agroenergiebusiness
auf die Landbevölkerung und die Biodiversität beteiligen.<br>
<br>
Wir, die unterzeichnenden Bewegungen und Organisationen der
brasilianischen Zivilgesellschaft, bestehen auf der Notwendigkeit, die
Wurzel des Problems anzugehen: das nicht-nachhaltige
Energieproduktions- und Energiekonsummodell, und verurteilen
Agrokraftstoffe als falsche Lösung für den Klimawandel. Wir treten ein
für Ernährungs- und Energiesouveränität der Menschen, für die
Agrarreform und für die lokale und agroökologische bäuerliche
Landwirtschaft als richtige Lösung für die globale Lebensmittel-,
Umwelt und Energiekrise.<br>
<br>
UnterzeichnerInnen des Abschlußdokuments der Conferência Nacional de
Agroenergia: Via Campesina Brasil: Movimento dos Trabalhadores Rurais
Sem Terra (MST), Movimento dos Pequenos Produtores (MPA), Movimento das
Mulheres Camponesas (MMC) e Movimentos dos Atingidos Por Barragens
(MAB), Pastoral da Juventude Rural (PJR), Comissão Pastoral da Terra
(CPT), a Federação dos Estudantes Agronomia do Brasil (FEAB); Conselho
Indigenista Missionário (CIMI); CUT, REBRIP, FBOMS, GT Energia do
FBOMS, Terra de Direitos, Amigos da Terra- Nat Brasil, FASE, Plataforma
DHESCA Brasil, IEEP, REPAS, Cooperbio, Rede Ecossocialista, Fetrasp,
Feraesp, SindPetro. UnterzeichnerInnen dieser Erklärung: FIAN BrasilRede
de Informação e Ação pelo Direito a Se Alimentar, Centro
Ecológico, Inesc - Instituto de Estudos Socioeconômicos e Rede Social
de Justiça e Direitos Humanos<br>
<br>
[Übersetzung FDCL]<br>
Link: <a class="moz-txt-link-freetext" href="http://fdcl-berlin.de/index.php?id09#c3174">http://fdcl-berlin.de/index.php?id09#c3174</a><br>
_______________________________________________________<u><br>
<br>
Portugiesischsprachiges Originaldokument der sozialen Bewegungen und
Organisationen:</u><br>
<b>“Movimentos Sociais e organizações não aceitam a exportação de
etanol e outros agrocombustíveis e denunciam a insustentabilidade da
produção do etanol brasileiro”</b><br>
<br>
<u>Brasília, 06/05/2008</u> A Ministra Marina garantiu na semana
passada ao Ministro do Meio Ambiente alemão, Sigmar Gabriel, a
existência de ‘critérios’ que garantem a sustentabilidade na produção
de etanol brasileira às vésperas da assinatura de um contrato bilateral
de cooperação energética entre os dois países; o acordo deve promover a
exportação de agrocombustíveis.<br>
<br>
A sociedade civil brasileira desconhece a existência de quaisquer
critérios de sustentabilidade supostamente adotados no Brasil para a
produção de agrocombustíveis, bem como a forma que tenham sido
definidos pelo Governo ou implementados na prática. Além disso,
conforme a declaração conjunta da Conferência Nacional de Agroenergia,
(Curitiba, outubro 2007) movimentos sociais e organizações de todo o
país rejeitam a produção para exportação e a expansão mundial do
mercado agrocombustíveis e vêm reiterar a denúncia sobre as violações
de direitos humanos na cadeia de produção do etanol no Brasil, bem como
os impactos sobre a biodiversidade. Recentemente um conjunto de
organizações alemãs (FIAN, as agências Misereor, EED e Pão Para o
Mundo) realizaram uma missão internacional investigativa ao país para
averiguar as denúncias, alertar os governos e a sociedade civil
européia.<br>
<br>
O governo do Presidente Lula tenta eximir o etanol de cana do debate
mundial sobre a crise do preço dos alimentos e os impactos da
competição entre alimentos e energia. Com sua declaração, a Ministra
Marina Silva reforça a ‘força tarefa’ do governo para vender o etanol a
qualquer custo. Entendemos que o governo brasileiro deveria neste
momento - ao invés de fazer coro ao setor sucroalcooleiro - assumir o
debate democrático e necessário sobre os graves impactos da expansão do
agronegócio de energia sobre as populações camponesas e sobre a
biodiversidade.<br>
<br>
Nós, os movimentos e organizações da sociedade civil brasileiras abaixo
relacionados, defendemos que é preciso tratar da raiz do problema – o
modelo de produção e de consumo insustentável de energia – e que o
agrocombustíveis são uma falsa solução às mudanças climáticas.
Defendemos a Soberania Alimentar e Energética dos povos, a reforma
agrária, e a produção camponesa, local e agroecológica, como verdadeira
solução para a crise alimentar, ambiental e energética global.<br>
<br>
<br>
Assinaram o documento final da Conferência Nacional de Agroenergia: Via
Campesina Brasil: Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra (MST),
Movimento dos Pequenos Produtores (MPA), Movimento das Mulheres
Camponesas (MMC) e Movimentos dos Atingidos Por Barragens (MAB),
Pastoral da Juventude Rural (PJR), Comissão Pastoral da Terra (CPT), a
Federação dos Estudantes Agronomia do Brasil (FEAB); Conselho
Indigenista Missionário (CIMI); CUT, REBRIP, FBOMS, GT Energia do
FBOMS, Terra de Direitos, Amigos da Terra- Nat Brasil, FASE, Plataforma
DHESCA Brasil, IEEP, REPAS, Cooperbio, Rede Ecossocialista, Fetrasp,
Feraesp, SindPetro. Assinam esta declaração: FIAN Brasil- Rede de
Informação e Ação pelo Direito a Se Alimentar, Centro Ecológico, Inesc
- Instituto de Estudos Socioeconômicos e Rede Social de Justiça e
Direitos Humanos<br>
<br>
Link: <a class="moz-txt-link-freetext" href="http://fdcl-berlin.de/index.php?id09#c3175">http://fdcl-berlin.de/index.php?id09#c3175</a><br>
_______________________________________________________<br>
<br>
<u>Zum Hintergrund der Geschichte des "deutsch-brasilianischen
Bombengeschäfts"</u>. Die Publikation von den Lateinamerika Nachrichten
und FDCL aus dem Jahre 1980 zum Deutsch-Brasilianischen Bombengeschäft
findet sich online unter folgendem Link:<br>
<a class="moz-txt-link-freetext" href="http://fdcl-berlin.de/index.php?idg7">http://fdcl-berlin.de/index.php?idg7</a><br>
<br>
<pre class="moz-signature" cols="72">--
Doppelsendungen bitten wir zu entschuldigen!
Wer keine weiteren mails mehr erhalten möchte, wird bei Rückmeldung umgehend aus dem Verteiler gestrichen!
FDCL
Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V.
Centro de Investigación y Documentación Chile-América Latina
Centro de Pesquisa e Documentação Chile-América Latina
Center for Research and Documentation Chile-Latin America
Gneisenaustraße 2a
D-10961 Berlin
Fon: ++49-(0)30-693 40 29
Fax: ++49-(0)30-692 65 90
email: info[at]fdcl.org
Weitere Informationen unter:
<a class="moz-txt-link-freetext" href="http://www.fdcl-berlin.de">http://www.fdcl-berlin.de</a>
FDCL e.V.:
Vereinsregister-Nr. 5010 Nz * Amtsgericht Charlottenburg
Vorstandsvorsitzende Petra Schlagenhauf
</pre>
</body>
</html>
--------------070605030407070503050608--
|