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Einladung zur Pressekonferenz
am
Mittwoch, den 05.12.2007 um 11.00 Uhr
Haus der Demokratie und Menschenrechte,
Greifswalder Str. 4, Vorderhaus, 1. Stock
/(Spanisch mit deutscher Übersetzung)/
Agroenergien gegen KleinbäuerInnen und Umwelt:
Das Beispiel Kolumbien
(03.12.2007) Punktgenau zur Weltklimakonferenz in Bali will die
Bundesregierung am 5. Dezember ein ganzes Paket von Gesetzentwürfen zu
"Klimaschutz- und Energie" beschließen. Das Kabinett wird dann auch über
die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) entscheiden, das
von der Bundesregierung als international beispielhaftes Erfolgsmodell
gefeiert wird. Mit dem EEG werden die Rahmenbedingungen für die
Erzeugung von Strom aus Regenerativer Energie abgesteckt.
Dies schließt auch die Verstromung von Biomasse mit ein, doch an
bisheriger Praxis und geplanten Regelungen des EEG sind erhebliche
Zweifel angebracht. So sind nahezu alle deutschen Betreiber größerer
Blockheizkraftwerke bei der Verstromung von meist heimischem Raps auf
billigeres* Palmöl aus Übersee* umgestiegen -- subventioniert wird dies
zurzeit noch durch das EEG. Das Verheizen von Palmöl erhöht den Druck
auf die Flächen in den Anbauländern des Südens, so auch in Kolumbien.
Dort werden *Ölpalmplantagen unter massiven Menschenrechtsverletzungen
und Schäden für die Umwelt* ausgeweitet.
Vor diesem Hintergrund laden kolko e.V. und das FDCL e.V. zur
_Pressekonferenz mit drei kolumbianischen Gästen _in Berlin ein. Die
Gäste werden aus der Perspektive einer Menschenrechtsorganisation, einer
Umweltorganisation und der besonders betroffenen afrokolumbianischen
Gemeinden berichten.
Aufgrund der dramatischen ökologischen und sozialen Folgewirkungen der
Expansion der Ölpalmplantagen sollte die Nutzung, Weiterverarbeitung und
Förderung von Palmöl bei der Novelle des EEG bis auf weiteres
ausgeschlossen werden. Die Erarbeitung eines Zertifizierungssystems,
mit dem die Nachhaltigkeit des Einsatzes von Palmöl zur Energieerzeugung
kontrolliert werden könne, bezeichnete ein Vertreter des
Bundesumweltamtes als "eine der schwierigsten Aufgaben, die das Amt hier
in den letzten Jahrzehnten begonnen hat, weil viele Interessen und sehr
viel Geld damit verbunden sind". Tatsächlich ist vor dem Hintergrund
bisheriger ernüchternder Erfahrungswerte grundsätzlich nicht absehbar,
dass eine Zertifizierung zum nachhaltigen Anbau von Biomasse für
energetische Zwecke in den Ländern des Südens führen kann.
Die jetzt geplante Novelle definiert nicht vorab, dass die über das
EEG zu fördernde Biomasse aus nachhaltiger Produktion stammen und
unter Respektierung von Umwelt und Menschenrechten hergestellt werden
muss. Der Entwurf sieht lediglich vor, dass das Bundesministerium für
Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Anforderungen zur
Umweltverträglichkeit dann näher regeln soll.
*Ölpalmplantagen* werden in Kolumbien unter massiven
Menschenrechtsverletzungen ausgeweitet. Afrokolumbianische Gemeinden,
Indigene und KleinbäuerInnen fürchten aufgrund des Ölpalmbooms um ihr
Land. Schon bisher wurden in großem Umfang Regenwaldflächen zerstört.
Die kolumbianische Regierung plant die Fläche der Ölpalmplantagen auf 6
Millionen Hektar auszuweiten, was den Druck auf KleinbäuerInnen und
Natur in Kolumbien weiter verschärfen wird.
Palmplantagenbesitzer haben seit 1997 die Anbauflächen immer weiter in
den tropischen Regenwald im Bundesstaat Chocó vorangetrieben. Dabei
haben sie sich illegal das Land der afrokolumbianischen Gemeinden
angeeignet, die im Curvaradó -- Flussbecken leben. Die
Menschenrechtsorganisation Justicia y Paz hat die Gemeinden beim Kampf
um ihr Land begleitet, im September wurden die Besitzverhältnisse
grundsätzlich zu Gunsten der Gemeinden geklärt. Henry Ramirez Soler
hat als Mitarbeiter der Organisation Justicia y Paz die Gemeinden und
den Kampf um ihr Land begleitet.
Die geplante Ausweitung der Ölpalmplantagen bedroht nicht nur die
Existenz vieler KleinbäuerInnen, auch Regenwald wird massiv zerstört.
Die kolumbianische Sektion von "Friends of the Earth", Censat Agua
Viva, hat daher die Kampagne "volle Tanks -- entvölkertes Land" mit ins
Leben gerufen. Diego Alejandro Cardona ist bei Censat Koordinator für
das Thema Wald und berichtet von der Kampagne und ihren Zielen.
Die kolumbianische Verfassung sieht den Schutz der Landrechte und Kultur
von indigenen und afro-kolumbianischen Gemeinden vor. Insbesondere in
der Pazifikregion sind die afro-kolumbianischen Gemeinden stark
vertreten. Da das Land dort gut für den Anbau von Ölpalmen geeignet ist,
sind die afro-kolumbianischen Gemeinden besonders betroffen. Lidoro
Hurtado wird aus der Perspektive der Betroffenen berichten. Er kommt
aus dem Bundesstaat Nariño, ist Gemeinderat und Vertreter vom "Prozess
schwarzer Gemeinden" (PCN). PCN ist gemeinsam mit Censat Träger der
Kampagne "volle Tanks -- entvölkertes Land"
Bei Rückfragen oder für zusätzliche Gesprächstermine wenden Sie sich
bitte an:
Alexandra Huck:
Tel. 030 -- 42809107, 0162 1369 261;
mail@kolko.net; www.kolko.de
Jan Dunkhorst:
Jan.Dunkhorst@fdcl.org; www.fdcl-berlin.de
Veranstaltungshinweis:
05.12.2007 Veranstaltung in Berlin
Agroenergie versus Ernährungssouveränität?
Ölpalmplantagen und Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien
Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Henry Soler (Justicia y
Paz, Kolumbien), Diego Alejandro Cardona (Censat - Agua Viva, Kolumbien)
und Lidoro Hurtado (Proceso de Comunidades Negras en Colombia - PCN /
Gemeinderat in Bajo Mira y Frontero [Nariño], Kolumbien). Veranstaltet
von kolko e.V. und FDCL e.V.
Ort: KATO. Im U-Bhf. Schlesisches Tor, Berlin-Kreuzberg,
Zeit: 19:00 Uhr
Mehr Infos: http://www.fdcl-berlin.de/index.php?id62
--
Jan Dunkhorst
FDCL
Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V.
Centro de Investigación y Documentación Chile-América Latina
Centro de Pesquisa e Documentação Chile-América Latina
Research and Documentation Center Chile-Latin America
Gneisenaustraße 2a
D-10961 Berlin
Fon: ++49-(0)30-693 40 29
Fax: ++49-(0)30-692 65 90
email: Jan.Dunkhorst@fdcl.org
internet: http://www.fdcl-berlin.de
FDCL e.V.:
Vereinsregister-Nr. 5010 Nz * Amtsgericht Charlottenburg
Vorstandsvorsitzende Petra Schlagenhauf
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<big><b>Einladung zur Pressekonferenz </b></big><br>
<br>
am<br>
<b>Mittwoch, den 05.12.2007 um 11.00 Uhr</b> <br>
<big>Haus der Demokratie und Menschenrechte</big>, <br>
Greifswalder Str. 4,
Vorderhaus, 1. Stock <br>
<i><small>(Spanisch mit deutscher Übersetzung)</small></i><br>
<br>
<br>
<big><big><b>Agroenergien gegen KleinbäuerInnen und Umwelt: <br>
Das Beispiel Kolumbien </b></big></big><br>
<br>
(03.12.2007) Punktgenau zur Weltklimakonferenz in Bali will die
Bundesregierung am 5. Dezember ein ganzes Paket von Gesetzentwürfen zu
„Klimaschutz- und Energie“ beschließen. Das Kabinett wird dann auch
über die Novelle des <b>Erneuerbare-Energien-Gesetzes</b> (EEG)
entscheiden, das von der Bundesregierung als international
beispielhaftes Erfolgsmodell gefeiert wird. Mit dem EEG werden die
Rahmenbedingungen für die Erzeugung von Strom aus Regenerativer Energie
abgesteckt. <br>
<br>
Dies schließt auch die <b>Verstromung von Biomasse</b> mit ein, doch
an bisheriger Praxis und geplanten Regelungen des EEG sind erhebliche
Zweifel angebracht. So sind nahezu alle <b>deutschen Betreiber
größerer Blockheizkraftwerke</b> bei der Verstromung von meist
heimischem Raps auf billigeres<b> Palmöl aus Übersee</b> umgestiegen –
subventioniert wird dies zurzeit noch durch das EEG. Das <b>Verheizen
von Palmöl erhöht den Druck auf die Flächen in den Anbauländern des
Südens</b>, so auch in <b>Kolumbien</b>. Dort werden <b>Ölpalmplantagen
unter massiven Menschenrechtsverletzungen und Schäden für die Umwelt</b>
ausgeweitet. <br>
<br>
Vor diesem Hintergrund laden <b>kolko e.V.</b> und das <b>FDCL e.V.</b>
zur <u><b>Pressekonferenz mit drei kolumbianischen Gästen </b></u>in
Berlin ein. Die Gäste werden aus der Perspektive einer
Menschenrechtsorganisation, einer Umweltorganisation und der besonders
betroffenen afrokolumbianischen Gemeinden berichten. <br>
<br>
Aufgrund der dramatischen ökologischen und sozialen Folgewirkungen der
Expansion der Ölpalmplantagen sollte die Nutzung, Weiterverarbeitung
und <b>Förderung von Palmöl bei der Novelle des EEG bis auf weiteres
ausgeschlossen werden</b>. Die Erarbeitung eines
Zertifizierungssystems, mit dem die Nachhaltigkeit des Einsatzes von
Palmöl zur Energieerzeugung kontrolliert werden könne, bezeichnete ein
Vertreter des Bundesumweltamtes als "eine der schwierigsten Aufgaben,
die das Amt hier in den letzten Jahrzehnten begonnen hat, weil viele
Interessen und sehr viel Geld damit verbunden sind". Tatsächlich ist
vor dem Hintergrund bisheriger ernüchternder Erfahrungswerte
grundsätzlich <b>nicht absehbar, dass eine Zertifizierung zum
nachhaltigen Anbau von Biomasse für energetische Zwecke in den Ländern
des Südens führen kann.</b> <br>
<br>
Die jetzt geplante <b>Novelle definiert nicht vorab</b>, dass die über
das EEG zu fördernde <b>Biomasse aus nachhaltiger Produktion</b>
stammen und unter Respektierung von Umwelt und Menschenrechten
hergestellt werden muss. Der Entwurf sieht lediglich vor, dass das
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Anforderungen zur Umweltverträglichkeit dann näher regeln soll. <br>
<br>
<b>Ölpalmplantagen</b> werden in <b>Kolumbien </b>unter massiven <b>Menschenrechtsverletzungen</b>
ausgeweitet. Afrokolumbianische Gemeinden, Indigene und KleinbäuerInnen
fürchten aufgrund des Ölpalmbooms um ihr Land. Schon bisher wurden in
großem Umfang Regenwaldflächen zerstört. Die kolumbianische Regierung
plant die Fläche der Ölpalmplantagen auf 6 Millionen Hektar
auszuweiten, was den Druck auf KleinbäuerInnen und Natur in Kolumbien
weiter verschärfen wird. <br>
<br>
Palmplantagenbesitzer haben seit 1997 die Anbauflächen immer weiter in
den tropischen Regenwald im Bundesstaat Chocó vorangetrieben. Dabei
haben sie sich illegal das Land der afrokolumbianischen Gemeinden
angeeignet, die im Curvaradó – Flussbecken leben. Die <b>Menschenrechtsorganisation
Justicia y Paz </b>hat die Gemeinden beim Kampf um ihr Land begleitet,
im September wurden die Besitzverhältnisse grundsätzlich zu Gunsten der
Gemeinden geklärt. <b>Henry Ramirez Soler </b>hat als Mitarbeiter der
Organisation Justicia y Paz die Gemeinden und den Kampf um ihr Land
begleitet. <br>
<br>
Die geplante Ausweitung der Ölpalmplantagen bedroht nicht nur die
Existenz vieler KleinbäuerInnen, auch Regenwald wird massiv zerstört.
Die <b>kolumbianische Sektion von "Friends of the Earth", Censat Agua
Viva</b>, hat daher die Kampagne "volle Tanks – entvölkertes Land" mit
ins Leben gerufen. <b>Diego Alejandro Cardona</b> ist bei Censat
Koordinator für das Thema Wald und berichtet von der Kampagne und ihren
Zielen. <br>
<br>
Die kolumbianische Verfassung sieht den Schutz der Landrechte und
Kultur von indigenen und afro-kolumbianischen Gemeinden vor.
Insbesondere in der Pazifikregion sind die afro-kolumbianischen
Gemeinden stark vertreten. Da das Land dort gut für den Anbau von
Ölpalmen geeignet ist, sind die <b>afro-kolumbianischen Gemeinden</b>
besonders betroffen. <b>Lidoro Hurtado</b> wird aus der Perspektive
der Betroffenen berichten. Er kommt aus dem Bundesstaat Nariño, ist
Gemeinderat und Vertreter vom "Prozess schwarzer Gemeinden" (PCN). PCN
ist gemeinsam mit Censat Träger der Kampagne "volle Tanks –
entvölkertes Land"<br>
<br>
<br>
Bei <b>Rückfragen</b> oder für <b>zusätzliche Gesprächstermine</b>
wenden Sie sich bitte an: <br>
Alexandra Huck: <br>
Tel. 030 – 42809107, 0162 1369 261; <br>
<a class="moz-txt-link-abbreviated" href="mailto:mail@kolko.net">mail@kolko.net</a>;
<a class="moz-txt-link-abbreviated" href="http://www.kolko.de">www.kolko.de</a><br>
Jan Dunkhorst: <br>
<a class="moz-txt-link-abbreviated" href="mailto:Jan.Dunkhorst@fdcl.org">Jan.Dunkhorst@fdcl.org</a>;
<a class="moz-txt-link-abbreviated" href="http://www.fdcl-berlin.de">www.fdcl-berlin.de</a><br>
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Veranstaltungshinweis:<br>
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05.12.2007 Veranstaltung in Berlin<br>
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<big><b>Agroenergie versus Ernährungssouveränität?<br>
Ölpalmplantagen und Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien</b></big><br>
Informations- und Diskussionsveranstaltung mit Henry Soler (Justicia y
Paz, Kolumbien), Diego Alejandro Cardona (Censat - Agua Viva,
Kolumbien) und Lidoro Hurtado (Proceso de Comunidades Negras en
Colombia - PCN / Gemeinderat in Bajo Mira y Frontero [Nariño],
Kolumbien). Veranstaltet von kolko e.V. und FDCL e.V.<br>
Ort: KATO. Im U-Bhf. Schlesisches Tor, Berlin-Kreuzberg,<br>
Zeit: 19:00 Uhr<br>
Mehr Infos: <a class="moz-txt-link-freetext"
href="http://www.fdcl-berlin.de/index.php?id62">http://www.fdcl-berlin.de/index.php?id62</a><br>
__________________________________________________________________________________________________<br>
<br>
<pre class="moz-signature" cols="72">--
Jan Dunkhorst
FDCL
Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V.
Centro de Investigación y Documentación Chile-América Latina
Centro de Pesquisa e Documentação Chile-América Latina
Research and Documentation Center Chile-Latin America
Gneisenaustraße 2a
D-10961 Berlin
Fon: ++49-(0)30-693 40 29
Fax: ++49-(0)30-692 65 90
email: <a class="moz-txt-link-abbreviated" href="mailto:Jan.Dunkhorst@fdcl.org">Jan.Dunkhorst@fdcl.org</a>
internet: <a class="moz-txt-link-freetext" href="http://www.fdcl-berlin.de">http://www.fdcl-berlin.de</a>
FDCL e.V.:
Vereinsregister-Nr. 5010 Nz * Amtsgericht Charlottenburg
Vorstandsvorsitzende Petra Schlagenhauf
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