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Bitte um Aufnahme unter Termine!! - Prima Klima in Heiligendamm! Weltmarkt =?ISO-8859-1?Q?f=FCr?= Bioenergie: ein "grüner Imperialismus"? / Veranstaltung am 07.05.07

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Prima Klima in Heiligendamm!
Weltmarkt für Bioenergie: ein "grüner Imperialismus"?

Diskussionsveranstaltung mit
Klemens Laschefski (GT Energia de FBOMS, Belo Horizonte, Brasilien) und Thomas Fritz (FDCL/BLUE 21, Berlin)

  • Zeit: Montag, den 07.05.2007 um 19:00 Uhr *

    (ab 18:00 Uhr zeigen wir eine kleine Diashow zu Biomasse in Brasilien)

  • Ort: Mehringhof* (Versammlungsraum, 1.Stock links),

    Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin-Kreuzberg (U-Bhf. Mehringdamm U6/U7)

Veranstaltet vom MehringHof-Verein und FDCL

  • Prima Klima in Heiligendamm! - Weltmarkt für Bioenergie: ein grüner Imperialismus?*

Der Klimawandel entwickelt sich zu einem neuen Hauptwiderspruch. Um die Erderwärmung zu begrenzen, scheint alles erlaubt. Die Anfang Juni in Heiligendamm tagende G8 etwa setzt sich für alles gleichzeitig ein: Atomenergie, "saubere" Kohlekraftwerke, eine zukünftige
Wasserstoffwirtschaft, technische Effizienz und nicht zuletzt erneuerbare Energien. Dabei spielt die Durchsetzung eines Weltmarkts für Biokraftstoffe bei den Strategen der "Energiesicherheit" eine immer größere Rolle. Die ökonomische und militärische Absicherung der Rohstoffzufuhr erstreckt sich zunehmend auch auf die Biomasse der Dritten Welt: Soja, Palmen, Rizinus, Zuckerrohr, Getreide, Wälder, schnellwachsende Energiepflanzen und Hölzer. Emsig arbeitet eine breite Koalition aus Auto-, Öl-, und Agromultis gemeinsam mit Regierungen und Klimaschützern an der Verwandlung dieser nachwachsenden Rohstoffe in Treibstoffe für das kapitalistische Produktionsmodell.

Derweil schrumpfen die Folgen dieser Inwertsetzung zum Nebenwiderspruch: die Belegung gewaltiger Landflächen, die Expansion umwelt- und gesundheitsschädlicher Monokulturen, die Plünderung der Tropenwälder, die Zerstörung von Lebensräumen, die gewaltsamen Vertreibungen, der Siegeszug der Gentechnik, das Verheizen von Nahrungspflanzen und nicht zuletzt die nun auch nachwachsenden Monopole transnationaler Konzerne. Trotz alledem betrachten viele Klimaschützer Biosprit-Importe in die EU und andere Länder als alternativlos. Der Treibhaus-Effekt lasse keine andere Wahl, so ihr Diktum. Mittels Zertifizierung "nachhaltig" erzeugter Biomasse meinen sie, diesen Markt sowohl expandieren, als auch ökologisch und sozial regulieren zu können.

Mit dieser Veranstaltung mit den beiden Referenten, Klemens Laschefski (AG-Energie beim Brasilianischen Forum der
Nicht-Regierungsorganisationen und Sozialen Bewegungen für Umwelt und Entwicklung - GT Energia de FBOMS, Belo Horizonte, Brasilien) und Thomas Fritz (FDCL/BLUE 21), möchte das FDCL Hintergründe und Folgen des entstehenden Weltmarkts für Bioenergie diskutieren. Neben der Analyse wichtiger Akteure werden die Konsequenzen dieses Booms u.a. am Beispiel Brasiliens dargestellt. Das südamerikanische Land beabsichtigt, zum weltgrößten Produzenten von Ethanol und Biodiesel aufzusteigen. Ein weiterer Fokus liegt auf den teils dramatischen Folgen des Welthandels mit Biokraftstoffen für jene Entwicklungsländer, die auf Energie- und Nahrungsmittelimporte angewiesen sind. Abschließend kommen die als Königsweg eines "nachhaltigen" Handels propagierten Zertifizierungen auf den Prüfstand.

--


Jan Dunkhorst
FDCL
Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. Centro de Investigación y Documentación Chile-América Latina Centro de Pesquisa e Documentação Chile-América Latina
Research and Documentation Center Chile-Latin America
Gneisenaustraße 2a
D-10961 Berlin
Fon: ++49-(0)30-693 40 29
Fax: ++49-(0)30-692 65 90
email: info[at]fdcl-berlin.de
internet: http://www.fdcl-berlin.de

FDCL e.V.:
Vereinsregister-Nr. 5010 Nz * Amtsgericht Charlottenburg
Vorstandsvorsitzende Petra Schlagenhauf

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<b>Klemens Laschefski</b> (GT Energia de FBOMS,
Belo Horizonte, Brasilien) und <br>
<b>Thomas Fritz </b>(FDCL/BLUE 21, Berlin)<br>
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<b>
Zeit:     Montag, den 07.05.2007 um 19:00 Uhr </b><br>
           (ab 18:00 Uhr zeigen wir eine kleine Diashow zu Biomasse in Brasilien)<br>
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Ort:     Mehringhof</b> (Versammlungsraum, 1.Stock links), <br>           Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin-Kreuzberg (U-Bhf. Mehringdamm U6/U7)<br>
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Veranstaltet vom MehringHof-Verein und FDCL <br>
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Prima Klima in Heiligendamm! - Weltmarkt für Bioenergie: ein grüner Imperialismus?</b><br>
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Der Klimawandel entwickelt sich zu einem neuen Hauptwiderspruch. Um die Erderwärmung zu begrenzen, scheint alles erlaubt. Die Anfang Juni in Heiligendamm tagende G8 etwa setzt sich für alles gleichzeitig ein: Atomenergie, &#8222;saubere&#8220; Kohlekraftwerke, eine zukünftige Wasserstoffwirtschaft, technische Effizienz und nicht zuletzt erneuerbare Energien. Dabei spielt die Durchsetzung eines Weltmarkts für Biokraftstoffe bei den Strategen der &#8222;Energiesicherheit&#8220; eine immer größere Rolle. Die ökonomische und militärische Absicherung der Rohstoffzufuhr erstreckt sich zunehmend auch auf die Biomasse der Dritten Welt: Soja, Palmen, Rizinus, Zuckerrohr, Getreide, Wälder, schnellwachsende Energiepflanzen und Hölzer. Emsig arbeitet eine breite Koalition aus Auto-, Öl-, und Agromultis gemeinsam mit Regierungen und Klimaschützern an der Verwandlung dieser nachwachsenden Rohstoffe in Treibstoffe für das kapitalistische Produktionsmodell.<br>
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Derweil schrumpfen die Folgen dieser Inwertsetzung zum
Nebenwiderspruch: die Belegung gewaltiger Landflächen, die Expansion umwelt- und gesundheitsschädlicher Monokulturen, die Plünderung der Tropenwälder, die Zerstörung von Lebensräumen, die gewaltsamen Vertreibungen, der Siegeszug der Gentechnik, das Verheizen von Nahrungspflanzen und nicht zuletzt die nun auch nachwachsenden Monopole transnationaler Konzerne. Trotz alledem betrachten viele Klimaschützer Biosprit-Importe in die EU und andere Länder als alternativlos. Der Treibhaus-Effekt lasse keine andere Wahl, so ihr Diktum. Mittels Zertifizierung &#8222;nachhaltig&#8220; erzeugter Biomasse meinen sie, diesen Markt sowohl expandieren, als auch ökologisch und sozial regulieren zu können.<br> <br>
Mit dieser Veranstaltung mit den beiden Referenten, Klemens Laschefski (AG-Energie beim Brasilianischen Forum der
Nicht-Regierungsorganisationen und Sozialen Bewegungen für Umwelt und Entwicklung - GT Energia de FBOMS, Belo Horizonte, Brasilien) und Thomas Fritz (FDCL/BLUE 21), möchte das FDCL Hintergründe und Folgen des entstehenden Weltmarkts für Bioenergie diskutieren. Neben der Analyse wichtiger Akteure werden die Konsequenzen dieses Booms u.a. am Beispiel Brasiliens dargestellt. Das südamerikanische Land
beabsichtigt, zum weltgrößten Produzenten von Ethanol und Biodiesel aufzusteigen. Ein weiterer Fokus liegt auf den teils dramatischen Folgen des Welthandels mit Biokraftstoffen für jene Entwicklungsländer, die auf Energie- und Nahrungsmittelimporte angewiesen sind. Abschließend kommen die als Königsweg eines &#8222;nachhaltigen&#8220; Handels propagierten Zertifizierungen auf den Prüfstand.
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Jan Dunkhorst
FDCL
Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. Centro de Investigación y Documentación Chile-América Latina Centro de Pesquisa e Documentação Chile-América Latina
Research and Documentation Center Chile-Latin America
Gneisenaustraße 2a
D-10961 Berlin
Fon: ++49-(0)30-693 40 29
Fax: ++49-(0)30-692 65 90
email: info[at]fdcl-berlin.de
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FDCL e.V.:
Vereinsregister-Nr. 5010 Nz * Amtsgericht Charlottenburg
Vorstandsvorsitzende Petra Schlagenhauf

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30.04.07    FDCL <fdcl-berlin@t-online.de>
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