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Sehr geehrte Redaktion!
Ich schicke Ihnen hier eine überarbeitete und ergänzte Version meiner
Üblergungen zu diesem Thema.
An alle, die imperialistische Politik durchschauen wollen
Oft wird behauptet, die US-Evangelikalen (zu denen sogar der Präsident
selbst gerechnet wird) seien die natürlichen Verbündeten Israels oder
würden gar von Israel instrumentalisiert.
Die folgenden Zitate und Links werfen ein interessantes Licht auf das
Verhältnis der amerikanischen evangelikalen Fundamentalisten zu den Juden
und Israel.
www.motherjones.com/news/feature/2002/09/ma_109_01.html
"Born-Again Zionists"
ein Artikel, der das evangelikal-israelische Bündnis behauptet, aber dabei
verrät:
"At that time [noch 1976!], some evangelical groups were openly
antisemitic and associated with the John Birch Society and other farright
groups."
02.03.2002
http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/americas/1850077.stm
"Graham regrets Jewish slur"
Der berühmte Prediger Billy Graham warnt Nixon zu dessen Zeit als
Präsident vor dem angeblichen jüdischen Einfluss in den US-Medien und der
US- Gesellschaft. Macht sich über Juden lustig, die denken, er sei ein
Freund Israels.
-> hierzu unbedingt lesen: die Abhandlung über die modernen Versionen der
"Protokolle der Weisen von Zion" und die tatsächliche (nämlich
christliche) Medienmacht in den USA auf http://www.hirhome.com/
http://www.hirhome.com/israel/mprot1.htm
(7-teilige Analyse) <---
29.03.2004, Israel National News
"Pat Robertson Accuses The Jews"
www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/60257
Ein christlicher Senderchef in den USA klagt die Juden der religiösen
Manipulation von Schriftlesungen an
30.05.2007
www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/7160
"The Judeo-Christian Divide"
erste politisch-religiöse Zusammenstöße zwischen konservativen Juden und
konservativen US-Christen in Israel.
Die Kolumnistin fragt sich: welchen Preis werden die evangelikalen
Christen schließlich für ihre Unterstützung Israels verlangen?
Dass konservative Katholiken in den USA oftmals juden- und israelfeindlich
waren und sind, ist nix Neues, siehe Mel Gibson und solche Dinge wie die
"Christian Front". Dazu der ensprechende Eintrag aus dem Goldmann
Taschenlexikon (Bertelsmann Lexikographisches Institut) von 1998:
"1938-41 in den USA bestehende antisemit., faschist. Organisation, die von
Teilen des katholischen Klerus unterstützt wurde; betrieb antikommunist.
Propaganda und rief zum Boykott jüd. Geschäfte auf."
Aber was soll man von den Plänen der Evangelikalen denken, die ja als
WHASPs (white anglosaxon Protestants) (trotz liberalen Christen, die es
natürlich auch in den USA gibt) mehrheitlich die herrschende Klasse
der USA stellen?
Dazu könnte man sich folgende Gedanken machen:
http://www.ec4i.org/content/view/14/41/
Founding members of the European Coalition for Israel (ECI)
Ein Zitat:
"Operation Exodus [...]
The work is an instrument of the Lord to encourage and help the Jewish
people return to the land of Israel from all the nations they were
scattered and to proclaim God's kingdom purposes for their return."
Was sollen die Ziele von Gottes Reich sein? Sicher für Christen etwas ganz
anderes als für Juden...
Man muss doch den Eindruck gewinnen, dass hier Juden für Pläne eingespannt
werden, die nicht die ihren sind und sein können.
Besonders angesichts einer drohenden Weltwirtschaftskrise sollte man doch
sehr misstrauisch sein, wenn Fundamentalisten gleich welcher Religion
anfangen, vom Reich Gottes zu reden. Das kann sehr destruktive Elemente
beinhalten.
Wenn man also die Informationen der zitierten Texte berücksichtigt, kann
man mit gewisser Berechtigung folgendes Szenario entwerfen:
- liberale oder gar linke Juden sind schon immer eines der
Lieblingsfeindbilder fundamentalistischer Christen gewesen: sie gelten als
Zersetzer der bürgerlichen Gesellschaft und als "Erfinder" des Kommunismus
(siehe in Deutschland den CDU-Abgeordneten Hohmann und seine Rede vom
"Tätervolk"). Das erkennt man auch klar in den oben verlinkten Äußerungen
von Billy Graham in seinem Gespräch mit Nixon.
Also kann man annehmen: wenn fundamentalistische Christen sich auf einmal
für Israel begeistern, hat das nur einen Sinn: die USA (und Europa) müssen
"judenfrei" werden.
Deshalb schickt man die Juden begeistert nach Israel.
Am liebsten als wütende Fundamentalisten, dann sind sie auch nicht mehr
liberal oder links.
2) Dann folgt Phase zwei: wie der oben verlinkte Artikel von Ellen
Horowitz, The Judeo-Christian Divide, zeigt, sind auch konservative Juden
bei fundamentalistischen Christen nicht beliebt: denn sie anerkennen Jesus
Christus nicht als ihren Messias.
Man kann also annehmen, dass die christlich-fundamentalistische
Begeisterung für Israel genau an dem Punkt enden wird, wenn die Juden
nicht die christliche Apokalypse (Harmageddon und so) mitspielen und vor
allem nicht zum Christentum konvertieren wollen.
Dann sind sie allerdings in einer extrem ausgelieferten und extrem
verletzlichen Lage und somit extrem epressbar, angesichts von zur
Vernichtung des Staates Israel und seiner Bewohner entschlossener
Nachbarn.
Da die USA und EU weltweit Scharia-Regimes nicht etwa bekämpfen, sondern
in klar faschistischer Kontinuität fördern, ist klar, dass diese
Erpressung gnadenlos ausfallen wird.
dazu siehe die Artikel:
"USA; Iran, Israel - Sadrs Waffenstillstand im Zusammenhang"
"Kriegspropaganda und Realität USA/Iran"
"Fundamemtalistischer Islam als Religion der neuen Weltordnung"
"Demgraphie als Strategie"
"USA/NATO und Iran" / "USA/NATO gegen Iran?" (gleicher Artikel)
"Auch nach Madrid: USA/EU schaffen schiitischen Block"
(die genannten Artikel sind hier und da im Internet über Suchmaschinen
zumindest im Cache noch zu finden).
Besonders angesichts einer drohenden Wirtschaftskrise, in der die
Aggressionen weltweit wachsen werden, muss also aufgefklärt werden über:
- kapitalistische Krisenstrategien (also Faschismus in seinen modernen
Ausführungen)
- imperialistische und faschistische KRIEGSLISTEN!
Alle Zitate for fair use only. Alle Links mit Disclaimer, insbesondere zu
israelnationalnews.com, die ich hier nur als Nachrichtenquelle zitiere.
Roberto Mantovani
Kaarst
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